Die Gedichte - Bernstein, F. W.

F. W. Bernstein 

Die Gedichte

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Die Gedichte

F.W. Bernstein hat sich eigentlich als Gelegenheitsdichter gesehen. Aber das nützte ihm auf Dauer nichts. Er wurde mehr als ein lyrischer Dekorateur von Festlichkeiten. Nicht einmal der Fund des Elchspruches "Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche", der in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen ist, konnte verhindern, dass Bernstein in Anthologien aufgenommen wurde, gar in den "Großen Conradi", in der "Liste der Jahrhundertlyriker" der Zeitschrift "Das Gedicht" zu finden ist, dass sich "Kenner" seiner annahmen. Dennoch ist es noch immer Bernsteins Bestreben, seine Gedichte vom Gewicht schwerer Bedeutung zu lösen und die freilaufende Sprache gar nicht erst in die Dienstpflicht feierlicher und wichtiger Aussagen zu nehmen. Hier sind sie jedenfalls, die Gedichte - alle.


Produktinformation

  • Verlag: Kunstmann
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 598 S.
  • Seitenzahl: 598
  • Deutsch
  • Abmessung: 148mm x 104mm x 37mm
  • Gewicht: 303g
  • ISBN-13: 9783888973406
  • ISBN-10: 3888973406
  • Best.Nr.: 11874018

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Wer sich nicht unter Grünbein-Niveau amüsieren mag, dem rät Rezensentin Gabriele Killert von F.W. Bernsteins Gedichten ab. Allen anderen verspricht sie 345 Gedichte, in denen kein einziger hoher Ton angeschlagen wird, stattdessen herrscht "unverhohlene, schamlos juvenile Heiterkeit". Wie "kühlende Kompressen gegen alles Geschwollene" kommen ihr die Verse vor. Doch Vorsicht!, warnt Killert die Spaßvögel: Auch wenn Bernstein, Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule, ganz der "Volkserziehung zu Freiheit, Tollheit, Munterkeit verpflichtet ist, gehört er doch auch zu jenen Käuzen, die oft die Ehrfurcht vor der Schönheit überkomme, so dass er oft genug im "Eichendorff-Sound" spotte. Zum Abschluss eine Kostprobe von Bernsteins Schaffenskraft, die Killert genüsslich zitiert: "Das Wichtigste liegt in der Mitte! / Bitte: / Streich weg das DE und am End das AND: / DEUTSCHLAND wird hiermit UTSCHL / genannt."

© Perlentaucher Medien GmbH
F. W. Bernstein zeichnet, macht Gedichte und schreibt Texte auf Papier, oft über Zeichnungen und Zeichnende. Seine Lyrik, Grafik und Satire wird zur sogenannten 'Neuen Frankfurter Schule' gezählt. F. W. Bernstein lebt als Pseudonym des Zeichenlehrers Fritz Weigle in Berlin. Dieser, Jg. 1938, studierte Kunst in Stuttgart und Berlin und unterrichtete von 1984-99 als Professor für 'Karikatur und Bildgeschichte' an der HDK Berlin. 2003 wurde er mit dem 'Göttinger Elch' ausgezeichnet.

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