Managementwissen aus erster Hand
Helmut Maucher stand fast 20 Jahre an der Spitze des Nestlé-
Konzerns. Er hat das Unternehmen in eine neue Dimension geführt und
zu einem echten Weltkonzern gemacht. Hier präsentiert er die Essenz
dessen, was man für ein richtiges und erfolgreiches Management
wissen muss.
Das Brevier behandelt alle unternehmerischen Fragen, von der
Unternehmenskultur über die Strategie bis zu den verschiedensten
Bereichen eines Unternehmens. Es bietet Orientierungshilfen und
Lösungsvorschläge für alle wichtigen Aspekte, authentisch,
glaubhaft und vor allem umsetzbar. Sowohl Unternehmern wie auch
Jungmanagern und Studierenden vermittelt dieses Brevier Wissen,
Erfahrungen und Anregungen. Es zeigt neue Wege auf verständlich,
inspirierend und auf den Punkt gebracht.
20 Jahre stand Helmut Maucher an der Spitze des Weltkonzerns Nestlé. Jetzt, mit fast 80 Jahren, erlaubt er sich, ein paar Warnungen für heutige Top-Manager zu geben: Maucher findet die hohen Gehälter übertrieben, Investment-Banker und Berater häufig überflüssig und Werbung ziemlich daneben. Doch keine Angst: Das Buch ist gottlob nicht nach dem Motto "Früher war alles besser" verfasst.
ank.
Helmut Maucher: Management Brevier. Ein Leitfaden für den unternehmerischen Erfolg. Campus, 14,90 Euro
Dass Rezensent mit dem Kürzel "Bti" das Buch für eine Bereicherung des bereits übersättigten Marktes für Management-Literatur hält, hat vor allem damit zu tun, dass hier der Chef spricht. Helmut Mauchers Erfahrungen und Erfolge als Nestle-Manager machen dem Rezensenten ordentlich Eindruck, so dass er dem Autor seine subjektive Stoff-Gliederung, aber auch manch "langfädige" Banalität und offengelassene Frage verzeiht. Mauchers "direkter" Stil und der von "Bti" herauspräparierte rote Faden entlang solcher Tugenden wie Glaubwürdigkeit und langsfristigem Denken wirken offenbar sehr vertrauenswürdig. Dem praktizierenden Manager empfiehlt "Bti" das Buch als erfahrungsgesättigte Orientierungshilfe.
Helmut Maucher stand ungefähr zwei Jahrzehnte an der Spitze des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé – eine beachtliche Leistung. Er verkörpert den traditionellen Managertyp, der sich aber den Aufgabenstellungen der heutigen Zeit optimal angepasst hat. Diese vielfältigen Aufgaben bringt er in seinem Buch auch sehr gut rüber, allerdings nicht ohne Bauchpinselei. Genauso gut hätte der Verlag auf dem Cover ein dickes Nestlé-Logo platzieren können. Der Firmenname wird an Dutzenden Stellen genannt, auch dort, wo er definitiv nicht hätte vorkommen müssen. Im Kapitel „Marketing, PR und Kommunikationspolitik“ wähnt man sich fast in einer Nestlé-Präsentation. Keine Frage, dass dies den Lesegenuss nicht gerade steigert: Dem selbst formulierten Anspruch eines Nachschlagewerks für angehende Manager wird Maucher nicht gerecht – es bleibt bei einer autobiografisch geprägten Gedanken- und Anekdotensammlung eines zugegebenermaßen sehr erfolgreichen Managers, meint getAbstract. Powered by Die Buchzusammenfassungen von getAbstract sind der schnellste Weg, um Ihr Wissen zu erweitern. Jeden Monat werden 50 Neuerscheinungen aus den Bereichen Wirtschaft, Management, IT und Politik zusammengefasst. Wählen Sie aus über 5.000 Titeln aus. In allen Formaten, PDF, iPhone, Blackberry oder Palm.
21.09.2007, Financial Times Deutschland Weniger Papier, mehr Pfeffer "In seinem Buch pflegt Maucher das Image des kantigen Managers, der seinen eigenen Kopf hat und seinen eigenen Weg geht."
03.05.2007, Werben & Verkaufen Mehr als Management und Leadership "Gelebte Erfahrung und Weisheit."
Helmut Maucher war 20 Jahre lang Vorstandsvorsitzender von Nestlé. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen zum Weltkonzern. Noch heute nimmt er aktiv an Nestlés Entwicklung teil. Maucher hat immer noch ein Büro im Unternehmen, er ist Ehrenpräsident des Verwaltungsrates und ein stets begehrter Interviewpartner.
Leseprobe zu "Management-Brevier" von Helmut Maucher
Heute wird oft zwischen dem Unternehmer und dem Manager unterschieden. Gleichzeitig ist das Wort "Management" der heute am meisten verwendete Begriff für Unternehmensführung. Im Allgemeinen sind englische Begriffe ja sehr präzise, klar und einfach. In diesem Fall glaube ich aber, dass das deutsche Wort "Führungskunst" besser trifft, was zumindest ich unter Management verstehe. Auch das Wort "Leadership" umfasst nicht alles, was das Wort "Führungskunst" beinhaltet. Denn es setzt sich immer mehr das Verständnis durch, dass reine Führungstechnik nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Unerlässlich ist etwa die "Emotionale Intelligenz", die Fähigkeit, seine eigenen Gefühle zu kontrollieren, klug mit den eigenen und den Gefühlen anderer Menschen umzugehen. Der Begriff der "Emotionalen Intelligenz" ist heute ja in aller Munde.
Was unterscheidet den klassischen Manager von dem klassischen Unternehmer? Ich habe das in der folgenden Tabelle festgehalten.
Der wohl bekannteste Managementguru des letzten Jahrhunderts, Peter Drucker, hat es übrigens ganz einfach wie folgt auf den Punkt gebracht: "Leaders do the right things. Managers do things right". Und der Organisationsforscher Harold J. Leavitt fasste den Unterschied zwischen Unternehmern und Managern so: "Leaders are pathfinders. Managers are problemsolvers." Ich wiederum glaube, dass heute, um ein Unternehmen erfolgreich zu führen, sowohl Unternehmer- als auch Managerqualitäten erforderlich sind.
Leseprobe zu "Management-Brevier" von Helmut Maucher
Kapitel 10 Innovation und Forschung (S. 127-129)
Innovation soll dazu dienen, die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nachhaltig zu stärken und damit Bestand und Erfolg des Unternehmens langfristig zu sichern. Deshalb habe ich in Kapitel 7 unter den Führungseigenschaften die Fähigkeit zur Schaffung eines innovativen Klimas aufgeführt. Es ist für den Unternehmenserfolg wichtig und entscheidend, alles zu tun, um die Innovationskraft, die Innovationsfähigkeit und den Innovationswillen in einem Unternehmen zu fördern. Hierbei geht es nicht nur um die dramatischen Innovationsschübe und Erfindungen, sondern um viele kleine, innovative Schritte, die ich als Renovation bezeichne.
Zu beachten ist, dass natürlich nicht alles gut und »innovativ« ist, was neu ist. Auch Neuerungen müssen deshalb kritisch bewertet und beurteilt werden. Das Innovationserfordernis bezieht sich nicht nur auf neue Produkte, sondern auf alle Gebiete des Unternehmens – die Technologie, die Methoden, die Organisation, die Personalpolitik, den Führungsstil und so weiter. Eine ganz besondere Rolle spielt Innovation natürlich bei der Schaffung neuer oder der Verbesserung bestehender Produkte. Oft wird gefragt, woher denn die Ideen und Anregungen für neue Produkte kommen sollen. Die Antwort lautet: von überall.
Vom Markt, von der Marktforschung, von Mitarbeitern aus allen Abteilungen, von Kunden, Lieferanten, der Wissenschaft, Beratern und natürlich auch von der Forschung im Unternehmen. Wichtig ist auch die Mobilisierung oder die Anhörung von Leuten, die sich nicht im Mainstream der Gedanken und Trends bewegen. Sie haben oft die originellsten Ideen. Im Französischen gibt es hierfür den Ausdruck: »Penser à coté.« Wir sollten uns deshalb mehr Querdenker – auch im Unternehmen – wünschen (wenn auch keine »Querköpfe«). Bezüglich der Innovation ist es eine wichtige Aufgabe des Managements, alle Anregungen und Ideen zu sammeln, zu prüfen, zu bewerten – und dies ohne vorgefasste Meinung. Wenn eine Produktidee sinnvoll oder attraktiv erscheint, muss oft mehr in die Forschung investiert werden, um sie zu verwirklichen.
Kreativitätsförderung
Ein wichtiger Faktor für die Erhöhung der Innovationsfähigkeit ist die Förderung der Kreativität. Mehr Kreativität entsteht schon durch eine bewusste Auswahl von Mitarbeitern hinsichtlich ihrer kreativen, innovativen Begabung. Innovationsfähigkeit und Kreativität kann man bis zu einem gewissen Grade auch durch Methoden, Systeme und Maßnahmen fördern. Eine wirksame Methode besteht darin, dass man den Austausch über neue Ideen zwischen den einzelnen Unternehmensteilen, zwischen einzelnen Ländern oder Tochtergesellschaften fördert. Bei Nestlé nennen wir das Cross-Fertilization.
Dies ist nicht immer einfach, da viele Menschen Neuerungen kritisch gegenüber stehen, wenn sie irgendwo anders oder von anderen Mitarbeitern erfunden wurden. Hier haben wir es mit dem so genannten Not-invented-here-Syndrom zu tun. Man kann auch Meetings oder Konferenzen organisieren mit dem klaren Ziel, neue Ideen zu entwickeln. Eine nach wie vor gute Methode hierbei ist das Brainstorming, wo jeder aufgefordert ist, auch verrückte oder sinnlos erscheinende Ideen auf den Tisch zu bringen. Eine andere Methode zur Schaffung von Innovation ist die Übertragung von bestimmten Ideen oder Techniken auf ein neues Gebiet.
Beispielsweise wurde bei Nestlé die Pulverisierung und Sofortlöslichkeit von Milchpulver für dieses Produkt entwickelt und erfunden – und sie wurde dann später auch bei Kaffee angewandt. So entstand der sofort lösliche Nescafé. Wir wissen auch, dass für die Raumfahrt viele Dinge erfunden und entwickelt wurden, die man später auf anderen Gebieten sinnvoll anwenden konnte (man denke an die Bedeutung der Satelliten für die Telekommunikation).
Leseprobe zu "Management-Brevier"
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Inhaltsangabe
Vorwort 7
1 Unternehmer oder Manager? Zwei unterschiedliche Führungsqualitäten 11
2 Die Ausrichtung des Unternehmens 16
3 Unternehmensstrategie, Planung und Kontrolle 27
4 Die wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung 45
5 Der Unternehmer im Spannungsfeld unterschiedlicher Zielrichtungen und Wertvorstellungen 54
6 Unternehmenskultur und wertorientiertes Management 62
7 Personalpolitik und Führungsqualitäten 74
8 Corporate Governance und Unternehmensorganisation 89
9 Finanzpolitik und Finanzberichterstattung 110
10 Innovation und Forschung 127
11 Marketing, PR und Kommunikationspolitik 139
12 Ausblick 170
Anhang
Die Management- und Führungsprinzipien von Nestlé 181
10 Grundsätze für den Geschäftserfolg 190
Register 193
Inhaltsangabe
Inhalt Vorwort 7 1Unternehmer oder Manager? Zwei unterschiedliche Führungsqualitäten 11 2Die Ausrichtung des Unternehmens 16 3Unternehmensstrategie, Planung und Kontrolle 27 4Die wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung 45 5Der Unternehmer im Spannungsfeld unterschiedlicher Zielrichtungen und Wertvorstellungen 54 6Unternehmenskultur und wertorientiertes Management 62 7Personalpolitik und Führungsqualitäten 74 8Corporate Governance und Unternehmensorganisation 89 9Finanzpolitik und Finanzberichterstattung 110 10Innovation und Forschung 127 11Marketing, PR und Kommunikationspolitik 139 12Ausblick 170 Anhang Die Management- und Führungsprinzipien von Nestlé 181 10 Grundsätze für den Geschäftserfolg 190 Register 193
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