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Bewertung von tassieteufel am 11.09.2011 |
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Florenz 1891, der englische Buchhändler David Tristram trifft auf dem Postamt einen Mann, der wie Sherlock Holmes aussieht, doch dieser wurde ja angeblich an den Reichenbachfällen von Professor Moriarty erschossen, aber wie Holmes immer so schön sagte: wenn man alles unmögliche ausgeschlossen hat, bleibt nur das mögliche über und so kommt Tristram zu dem Schluß, das es sich nur um den berühmten Meisterdetrektiv handeln kann. Hartnäckig heftet er sich an dessen Fersen und gewinnt ihn schließlich dafür, im Fall seines kürzlich ermordeten Schwiegervaters zu ermitteln. Recht schnell scheint der Fall gelöst, doch da tritt schon das nächste Rätsel auf, eine wertvolle Büste ist aus einem Museum verschwunden und scheinbar bei dem ominösen Kunsthändler gelandet, für den auch David Tristrams Schwiegervater gearbeitet hat. Beide Fälle scheinen zusammen zu hängen und hinter all dem scheint ein unsichtbarer Drahtzieher zu stehen. Wer sich ein wenig mit Sherlock Holmes auskennt, kann schnell erahnen, in welche Richtung sich das Ganze bewegt und wer der geheimnisvolle Drahtzieher ist, von daher gibt es also keine Überraschungen, zumindest für mich nicht und es war absehbar, wie alles ausgeht, aber das Buch ist flüssig und recht amüsant geschrieben, oftmals kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn Tristram seine Lage reflektiert und gegen Holmes immer wie ein dummer Junge wirkt. Sehr launig auch die Szenen in denen Holmes in einer seiner Verkleidungen auftritt, besonders die als Inder auf dem Golfplatz war sehr nett. Gelungen ist auch die Atmosphäre im Florenz bzw. Intalien des ausgehenden 19. Jahrunderts. Die Figuren unterhalten mit ihrem schrulligen, kauzigen Wesen und sind bis hin zu den Nebenfiguren sehr gut geschildert, aber richtige Spannung kam für mich nicht auf! Im letzten Drittel wird es ein wenig rasanter und die liebevolle Schilderung Venedigs reißt nochmal ein wenig heraus, aber Spannung hat mir hier doch am Anfang sehr gefehlt. Immerhin fand ich das Büchlein so unterhaltsam, das ich den 2. Teil schon gekauft hab. Fazit: für einen Erstling gar nicht so schlecht! Das Buch ist in der üblichen Holmes/Watson Manier geschrieben, nur das hier der Watson eben David Tristram ist, ansonsten glänzt der Meisterdetektiv wieder mit brillianten Schlußfolgerungen und läßt alle um sich herum ein wenig alt aussehen, humorvoll geschrieben, aber insgesamt ein wenig spannungsarm. Für Fans von Sherlock Holmes aber auf jeden Fall zu empfehlen! |
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