Muslimisch - weiblich - deutsch! - Kaddor, Lamya

Muslimisch - weiblich - deutsch!

Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam

Lamya Kaddor 

Broschiertes Buch
 
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Muslimisch - weiblich - deutsch!

Thilo Sarrazin hat mit seinen umstrittenen Thesen die öffentliche Meinung gespalten, aber auch die Integrationsdebatte neu in Gang gebracht. Das war überfällig. Zu viel lief schief. Das denkt auch Lamya Kaddor. Doch pauschale Anklagen helfen ihrer Ansicht nach nicht weiter. Aufgewachsen als Tochter frommer arabischer Einwanderer, will sie als eine der ersten islamischen Religionspädagoginnen in Deutschland mit ihrem sehr persönlichen Buch einen Beitrag für eine fundierte Debatte leisten. Die Stimme einer neuen Generation.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 206 S.
  • Seitenzahl: 206
  • dtv Taschenbücher Bd.34677
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 124mm x 16mm
  • Gewicht: 229g
  • ISBN-13: 9783423346771
  • ISBN-10: 3423346779
  • Best.Nr.: 32597418
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  Das liegt vor allem an den allseits bekannten Ereignissen – ob 9/11 oder Ehrenmorde, ob afghanische Taliban oder die iranische Atombombe – und an ihrer Darstellung in den Medien. Nicht, dass es keine differenzierten Berichte gäbe. Das Problem ist, dass es immer so wirkt, als sei diese Religion der Auslöser. Was ja nicht heißt, dass sie ursächlich mit all diesen Vorgängen verbunden ist. Aber weil diese Religion immer und immer wieder in einem Atemzug mit ihnen genannt, also in einen sprachlichen Zusammenhang mit …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.03.2010

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Lamya Kaddor steht für ein aufgeklärtes muslimisches Milieu. Ihr Buch ordnet die Islamdebatte neu.

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Muslimisch, weiblich, deutsch - der Kombination dieser Attribute, so mag hierzulande manch einer reflexhaft glauben, wohnt sozialer Sprengstoff inne. Denn sie ist beileibe nicht jene, die einem beim Gedanken an eine aufgeschlossene Deutsche als Allererstes in den Sinn kommen will. Das Klischee möchte, dass Musliminnen, ob sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben oder nicht ist da egal, ein Kopftuch tragen. Und dieses wird dann schnell mit konservativer Rückständigkeit, mit mangelndem Wissen über das deutsche Werte- und Normensystem und mit Patriarchat und Papiergesellschaft assoziiert. Der Gedankenschluss ist nicht falsch; Beispiele, die ihn belegen, gibt es genug. Genauso wenig ist er aber richtig, denn weder gibt es einen einheitlichen Islam noch eine einheitliche muslimische Lebensweise. Nicht alle Muslime legen den Islam als eine dogmatisch zu verstehende Gesetzesreligion aus, gerade hierzulande bemühen sich immer mehr Muslime um eine weltoffene, liberale Perspektive. Doch was hilft das, …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Rezensentin Canan Topçu verrät nicht explizit, ob sie die religiösen Analysen der Autorin Lamya Kaddor überzeugen. Allerdings erhebt sie keine Einwände, und wenn sich Kaddor selbst gleich doppelt als Autorität empfiehlt, nämlich als Islamwissenschaftlerin und Gläubige, scheint das für Topcu seine Richtigkeit zu haben. Was der Rezensentin vor allem zu imponieren scheint, ist, dass Kaddor für sich selbst durchaus in Anspruch nimmt, aufgeklärt und muslimisch zugleich zu sein. Im Ürbigen belässt sie es dabei, einige Thesen von Kaddor anzureißen, etwa dass sie Islaminterpretationen kritisiere, "die mit der Unterdrückung der Frau einhergehen". Sehr zupass scheint Topcu zu kommen, dass Kaddor nicht den Verbänden und Islamkritikern die Definitionsmacht darüber lassen will, was diese Religion ausmacht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Lamya Kaddor vertritt das "Centrum für Religiöse Studien" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist eine der muslimischen SprecherInnen für das "Forum am Freitag" auf der Homepage des ZDF.


Kundenbewertungen zu "Muslimisch - weiblich - deutsch!" von "Lamya Kaddor"

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Bewertung von Winfried Stanzick am 18.11.2014   sehr gut
Lamya Kaddor, Muslimisch, weiblich, deutsch!, C. H. Beck 2010, 2078 Seiten, ISBN 978-3-406-59160-0

Über den Islam wird gegenwärtig viel geschrieben und diskutiert. Es wird angegriffen, verteidigt, unterstellt und entlarvt. Es geht, wie immer, wenn von Religion die Rede ist, um Wahrheit. Aber da die Debatte im demokratisch verfassten Deutschland stattfindet, in dem sich auch die Religionen der Verfassung zu beugen haben, geht es auch um Menschenrechte, um die Rolle der Frauen, Zwangsheiraten und vieles mehr.

Zwei Bücher von islamischen Frauen, die sich als Deutsche verstehen, sind in diesem Jahr erschienen, die man zur Kenntnis nehmen muss, will man die Debatte verstehen und nachvollziehen wie sehr ein aufgeklärter Islam schon in unserer Gesellschaft angekommen ist und wie Menschen, hier in diesem Fall zwei Frauen dafür kämpfen und werben, dass das noch mehr geschieht.

Die eine ist Necla Kelek, die schon mit vielen Büchern und auch als Mitglied der von Wolfgang Schäuble initiierten Islamkonferenz von sich reden machte als streitbare Vertreterin eines aufgeklärten Islam, der im Westen und in der Demokratie ankommen soll, und in ihrem bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Buch alle diese Themen abhandelt. Es ist aufgebaut wie eine Reise, eine "Himmelsreise" durch die Geschichte des Islam und die Rolle seiner Vertreter im gegenwärtigen Deutschland.

Zwei Themen haben mich ganz besonders beschäftigt. Zum einen die Art und Weise, wie sie den auch von deutschen Intellektuellen als islamischen Aufklärer gehandelten Tariq Ramadan anhand seiner Reden und Schriften und in von ihr dokumentierten öffentlichen Diskussionen, die sie mit ihm geführt hat, schildert quasi als einen Wolf im Schafspelz, der mit gespaltener Zunge spricht und bei weitem nicht das hält, wozu ihn viele Intellektuelle machen.

Zum anderen hat mich bestürzt, doch insgeheim auch in meinen "Vorurteilen" bestätigt, was Necla Kelek dokumentiert an Aussagen von Vertretern islamischer Verbände, allesamt Mitglieder der Ersten Islamkonferenz, die letztlich darauf hinauslaufen, dass auf eine stetige Islamisierung Deutschlands und Europas hingearbeitet werden soll.

Das vorliegende Buch von Lamya Kaddor kommt weniger grundsätzlich und auch weniger radikal daher. Sie ist eine
auch unter deutschen Politikern gefragte Religionspädagogin, de sich schon seit langem für einen islamischen Religionsunterricht stark macht und vor einigen Jahren einen vielbeachteten „Koran für Kinder und Erwachsene“ bei C. H. Beck veröffentlicht hat.

Lamya Kaddor beschreibt so wie Necla Kelek auch den beklagenswerten Zustand und das furchtbare Erscheinungsbild des Islam in Deutschland, bei der es die schweigende Mehrheit der Muslime zulässt, dass bärtige Fundamentalisten für sie in der Öffentlichkeit sprechen, dass Terror, Zwangsheiraten und Ehre3nmorde das Bildn des Islam in der Öffentlichkeit bestimmen.

Lamya Kaddor erzählt sehr persönlich aus ihrem Leben, wie sie als Tochter frommer arabischer Einwanderer aufwuchs und wie sie ihren schwierigen Weg ging als gläubige junge Frau, die es in der Schule und im Berufsleben nicht leicht hatte.

Das Buch ist eine Ermutigung für alle junge Muslime, gläubig und aufgeklärt ihren Weg zu gehen und ihren Platz zu finden in der deutschen Gesellschaft und in der Demokratie und ein wichtiges Dokument für alle Nicht-Muslime, die den selbsternannten Islamkritikern wie etwa Henryk M. Broder nicht in allem folgen wollen.

Ein wichtiges Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam , dem man eine große Wirkung wünscht.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von Lara am 30.11.2013   ausgezeichnet
Interessant für Menschen, die in der Islam Debatte, die Sichtweise des weit aus größten Teil der Muslime in Deutschland, mit einer liberalen Einstellung zum zeitgemäßen Islam, nicht außer acht lassen wollen.

Informativ und sympatisch geschrieben.

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