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Joachim Gauck über Freiheit und Verantwortung. Joachim Gauck genießt in Deutschland höchstes Ansehen. Der Politiker und Bürgerrechtler äußert sich leidenschaftlich zu seinem großen Lebensthema: Freiheit. Er weiß, wie Menschen unter Diktatur und Unterdrückung leiden. Er hat aber auch erlebt, wie ei Volk aufbegehrt und sich die Freiheit erobert. Konzentriert und dicht hat Gauck seine Gedanken zu Freiheit und Demokratie, zu Menschenrechten und Toleranz zusammengefasst. Er spricht über die faszinierenden Möglichkeiten, die sich unserer Gesellschaft und jedem Einzelnen eröffnen, wenn wir di…mehr

Produktbeschreibung

Joachim Gauck über Freiheit und Verantwortung.

Joachim Gauck genießt in Deutschland höchstes Ansehen. Der Politiker und Bürgerrechtler äußert sich leidenschaftlich zu seinem großen Lebensthema: Freiheit. Er weiß, wie Menschen unter Diktatur und Unterdrückung leiden. Er hat aber auch erlebt, wie ein Volk aufbegehrt und sich die Freiheit erobert.
Konzentriert und dicht hat Gauck seine Gedanken zu Freiheit und Demokratie, zu Menschenrechten und Toleranz zusammengefasst. Er spricht über die faszinierenden Möglichkeiten, die sich unserer Gesellschaft und jedem Einzelnen eröffnen, wenn wir die Freiheit zu nutzen wissen. Und über die Notwendigkeit, diese Chancen jetzt zu ergreifen.
Eine präzise und kritische Zeitanalyse, eine gesellschaftspolitische Agenda, deren Kernsatz lautet: "Wenn wir Freiheit gestalten wollen, gibt es nicht allzu viele Varianten. Ich jedenfalls kenne keine, die der westlichen Variante von Eigenverantwortung vorzuziehen wäre."
  • Produktdetails
  • Verlag: Kösel
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 62
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 62 S. m. Illustr.
  • Deutsch
  • Abmessung: 162mm x 107mm x 13mm
  • Gewicht: 105g
  • ISBN-13: 9783466370320
  • ISBN-10: 3466370329
  • Best.Nr.: 34502623

Autorenporträt

Joachim Gauck, geboren 1940 in Rostock, war von 1990 bis 2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheitsdienstes (Stasi). Von 2003 bis 2012 war er Vorsitzender des Vereins "Gegen Vergessen Für Demokratie". Seit März 2012 ist er der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Rezensionen

Besprechung von 24.02.2012
Gaucks Erfolgsmischung

Nach prompter, netzweiter Abwehrbewegung gegen den nominierten Bundespräsidenten ist inzwischen wieder Einvernehmen darüber hergestellt, dass auch im Falle Gauck Zitate nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden dürfen; dass Zuspitzungen in der Rezeption nur insoweit statthaft sind, als sie eine Aussage nicht in ihr Gegenteil verkehren; und dass der Mann sich vielleicht erst einmal waschen dürfen soll, bevor man sich über noch nicht gehaltene Reden ein Urteil erlaubt. Sich diese hermeneutische Etikette ins Gedächtnis zu rufen, schützt auch Gaucks neues Bändchen über die Freiheit vor Fehllektüren, welche, wie man zugeben muss, in dem Text durchaus angelegt sind (Joachim Gauck: "Freiheit". Ein Plädoyer. Kösel Verlag, München 2012. 62 S., geb., 10,- [Euro]).

Zunächst: Das Buch ist wirklich nur ein Bändchen. Es enthält eine Rede, die Gauck Anfang vorigen Jahres in der Evangelischen Akademie Tutzing gehalten hat. Nichts rechtfertigt eine Lektüre, die aus diesen 62 Seiten mit jeweils 16 Zeilen im Hosentaschenformat das Grundsatzprogramm einer Präsidentschaft machen möchte. Andererseits kommt dem Text sehr wohl eine grundsätzliche Bedeutung zu, was die Machart von Gaucks Reden angeht. Denn das Tutzinger Freiheitsplädoyer enthält die Grundelemente seines Sprechens, die Gaucksche Erfolgsmischung aus psychotherapeutischer und theologisierender Animation, getragen vom autobiographischen Erfahrungsanspruch. Von Sehnsüchten, Fülle un Erfülltheit ist zu lesen, vom Glück der Bezogenheit - Begriffe, die recht eigentlich in der mündlichen Rede zünden, wenn das Publikum spürt: Hier spricht kein Früchtchen, sondern einer, der dafür steht, was er sagt. Dass derartige Konfessionen nicht ohne begriffliche Unschärfen auskommen, ist die Kehrseite und ein wenig auch Bedingung der Möglichkeit jeder Rede von Herz zu Herz. "Es ist nämlich so, dass unsere Psychen uns belohnen, wenn wir leben, was als Potenz in uns angelegt ist, und die Hinwendung zu unserer Lebensform machen." Hier gilt: Der Sound des Redners macht die Musik. Sonst müsste man die Stirn in Falten legen.

Und ja, es stimmt, dass Gaucks Dauerappell, unser Land ganz toll zu finden, für eine gewisse Gereiztheit sorgen kann. Woran liegt es, dass, wenn Gauck den "Defaitismus" der Nation beklagt, man immer den Hinweis mitzuhören scheint: In der Geschichte war es ja schon einmal schlimmer? Gauck erklärt: "In der Tradition unserer antikapitalistischen Selbstgeißelung kann es tatsächlich so weit kommen, dass nicht wenige sagen: ,Wir wollen ja andere nicht überfremden'. Wem dienen wir eigentlich mit diesem Defaitismus? Sind wir zu vornehm und satt geworden, um für die Werte zu streiten, die für den Westen Deutschlands seit 60 Jahren selbstverständlich geworden sind?"

Man kann nachvollziehen, wenn im Anschluss an eine Passage wie diese gefragt wird: Soll man in anderen Kontexten etwa überfremden dürfen? Und ist antikapitalistische Kritik, da ja offenbar Selbstgeißelung, anstößig? Fragen, die nicht bösartig, sondern folgerichtig scheinen. In der präsidialen Rede wird Gauck eine begriffliche Klarheit abverlangt werden, die seine rhetorische Wirkung nicht mindern, sondern noch verstärken wird.

CHRISTIAN GEYER

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Die taz trommelt nach Kräften gegen Joachim Gauck als Bundespräsidenten, und auch der Rezensent Tom Strohschneider nimmt diesen Band zum Anlass, klar zu machen, wie wenig er von Gauck hält. Ganz klar: Der Mann ist ihm nicht links genug, nicht Bürgerrechtler genug, zu pastoral. Der vorliegende Text basiert auf einer Rede, die Gauck 2010 gehalten hat und in der er ausführte, dass die Freiheit nicht nur als "von etwas" begriffen werden sollte, sondern auch "für etwas". Das gefällt Strohschneider nicht, auch nicht dass Gauck Freiheit nur politisch versteht. Aber Freiheit ohne Chancengleichheit taugt für Strohschneider nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH
Einwände verblassen angesichts des in Gaucks Rede mit ansteckender Begeisterung vollzogenen Dreisprungs von Freiheit über Verantwortung zu Bezogenheit. Alles in allem ein mitreißender, optimistischer Text, Gesellschaft zu gestalten.
Einwände verblassen angesichts des in Gaucks Rede mit ansteckender Begeisterung vollzogenen Dreisprungs von Freiheit über Verantwortung zu Bezogenheit. Alles in allem ein mitreißender, optimistischer Text, Gesellschaft zu gestalten.
"Das Buch zum Amt. Gaucks Grundsätze frisch gedruckt.""Gaucks neues Buch ist ein Plädoyer gegen die Beliebigkeit."Ein kluges, rhetorisch geschliffenes Plädoyer für die Werte des Westens.Westdeutsche freilich könnte beschämen, mit welch freudigem Ernst dieser Rostocker Citoyen von der Demokratie zu reden weiß.»Ein mitreißender, optimistischer Text, Gesellschaft zu gestalten.«»Gauck redet immer wieder über Freiheit. Und was er darüber vor Jahresfrist kundtat, ist heute so aktuell wie damals und wird auch künftig stimmen.«