Fatwa - Trevane, Jacky

Fatwa

Vom eigenen Mann zum Tode verurteilt

Jacky Trevane 

Aus d. Engl. v. Gisela Sturm
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
3 Angebote ab € 3,99
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Fatwa

Die junge Engländerin Jacky heiratet den Ägypter Omar und folgt ihm nach Kairo, wo sich ihr Leben bald zu einem Albtraum entwickelt: Sechs Jahre lang ist sie den Misshandlungen ihres Mannes ausgesetzt. Zwar gelingt Jacky mit ihren beiden kleinen Töchtern die Flucht nach England, doch muss sie dort in ständiger Todesangst leben: Ihr Mann hat eine Fatwa - ein Kopfgeld - auf sie ausgesetzt ...


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 319 S.
  • Seitenzahl: 319
  • Heyne Bücher Nr.64039
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 118mm
  • Gewicht: 268g
  • ISBN-13: 9783453640399
  • ISBN-10: 345364039X
  • Best.Nr.: 25574744
Da Jacky Trevane sich nach wie vor in Lebensgefahr befindet und sich versteckt halten muss, gibt es zu ihrer Sicherheit keinerlei Infos über sie.


Kundenbewertungen zu "Fatwa" von "Jacky Trevane"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   gut)
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Bewertung von Diana am 23.11.2010   ausgezeichnet
Dieses Buch ist das erste Buch, was ich innerhalb von 1,5 Tagen gelesen habe und das natürlich in Ägypten ;-)
Niemals zuvor oder danach habe ich ein Buch so verschlungen. Sogar meine Tochter (beim Lesen 13 Jahre alt) hat dieses Buch in 2 Tagen gelesen, anstatt mal in den Pool zu springen, ebenso erging es meinem Vater und einigen Freundinnen, denen ich das Buch schon gab!
Wir konnten einfach nicht aufhören zu lesen, weil wir immer wissen mußten, wie es weitergeht.

Ich selbst bin mit einem Ägypter verheiratet und habe in dem Buch viel gefunden, was ich auch schon in Ägypten erlebt habe. Nein, ich werde nicht geschlagen! Es sind Kleinigkeiten, die ich erlebte und mir erst beim Lesen des Buches bewußt wurden.

Zu der Sache mit dem Namen: in Ägypten ist es üblich, dass Babys den Vornamen des Vaters als 2. Namen bekommen (wie auch im Buch beschrieben). Wenn die Leute dort sagen, wie sie heißen, dann sind es immer nur diese beiden Namen. Also wo wir unseren Nachnamen nennen, ist es dort der Vorname des Vaters. Irgendwann kommt dann vielleicht auch ein Nachname, aber welcher das ist, ist für uns Europäer nicht oder nur sehr schwer zu erkennen.

Vielleicht ist dieses Buch aber nur für Personen, die in das Land, die Kultur oder einen ägyptischen Mann verliebt sind, zu empfehlen ,-)

Fazit: für mich ist es das beste Buch, was ich jemals gelesen habe!

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Bewertung von sabatayn76 am 06.12.2009   schlecht
Inhalt:
Jacky will einen letzten Urlaub mit ihrem Freund verbringen, bevor sie sich trennt. Allerdings verlieren sie sich kurz nach ihrer Ankunft in Ägypten aus den Augen. Jacky zieht spontan bei einer ihr völlig unbekannten ägyptischen Familie ein und verliebt sich Hals über Kopf in den Sohn Omar. Schnell wird geheiratet, Jacky gibt ihr Leben in Großbritannien auf und beginnt ein neues Leben in Kairo.

Mein Eindruck:
Dieses Buch strotzt vor Vorurteilen, Unwissenheit und Fehlinformationen. Einige Beispiele:

(1) Bereits der Titel des Buches beruht auf einem Fehler und auf bodenloser Unwissenheit. Eine Fatwa ist ein islamisches Rechtsgutachten. Üblicherweise wird eine Fatwa angefertigt, um ein Problem, das im Rahmen der islamischen Religion aufgetreten ist, zu klären. Eine Fatwa ist weder ein 'Kopfgeld' (wie es im Klappentext steht), noch ein 'Todesurteil' (wie es im Titel steht).

(2) Es ist mir unbegreiflich, wie unbedarft die Protagonistin ist. Sie kommt nach Ägypten, ist völlig unwissend, und man hat das Gefühl, sie muss irgendwo am Ende der Welt aufgewachsen sein. Zum Beispiel wundert sie sich über das Geschrei auf der Straße und muss erst einmal aufgeklärt werden, dass Muslime durch einen Muezzin zum Gebet gerufen werden. Hat doch eigentlich jeder schon einmal gelesen/gehört/erzählt bekommen, oder?

(3) Eine Protagonistin klärt Jacky auf, dass sie sich für das Gebet gen Mekka wendet. Sie sagt: 'Ich bete nach Osten.'. Mekka liegt jedoch südöstlich von Kairo. Eine einfache Sache und so schlecht recherchiert!

(4) Nach der Hochzeit merkt sie, dass sie den Nachnamen ihres Mannes gar nicht kennt. Finden Sie so viel Blauäugigkeit nachvollziehbar und glaubhaft?

(5) Die Beschreibungen des islamischen Feiertage sind schlichtweg falsch: Die Autorin schreibt, dass eine Woche nach dem Aid al-Fitr die Feierlichkeiten direkt in das Opferfest (Aid al-Adhu) übergehen. Zwischen diesen beiden Festen liegen jedoch zwei Monate. Das Fest des Fastenbrechens (Aid al-Fitr) beginnt - wie der Name schon sagt - nach dem Ramadan, am ersten Tag des 10. islamischen Monats. Das Opferfest beginnt am 10. Tag des 12. islamischen Monats. Einen Fehler bei den zwei wichtigsten islamischen Feierlichkeiten zu machen, halte ich für unverzeihlich.

Man hat wirklich das Gefühl, dass die Autorin nie in ihrem Leben in Ägypten war, oder dass sie unheimlich ignorant sein muss, um nichts vom Leben, vom Alltag, von Sitten und Gebräuchen wahrzunehmen und zu verstehen.

Was mich besonders ärgert: Und wieder werden die arabische Welt und der Islam stigmatisiert. Keine Frage, es gibt häusliche Gewalt in der arabischen Welt. Keine Frage, die arabische Welt ist eine patriarchalische Gesellschaft. Keine Frage, häusliche Gewalt ist schrecklich und etwas, gegen das vorgegangen werden muss, was nicht geduldet werden darf. Doch es gibt auch häusliche Gewalt in westlichen Ländern, in deutschen/britischen/amerikanischen Ehen. Diese Gewalt ist nicht besser oder schlechter als in anderen Teilen der Welt. Und es gibt auch gewaltfreie Ehen in der arabischen Welt - dies wird jedoch gern vergessen und passt nicht ins stereotype Bild der unterdrückten Frau, die von ihrem arabischen Mann geschlagen und gepeinigt wird. Die Warnung der Autorin, die sie im vorletzten Absatz ihres Buches ausspricht, sagt alles über ihr Schubladendenken und ihre Intoleranz, was man wissen muss, damit man dieses Buch nicht in die Hand nehmen braucht: 'Zweitens wende ich mich an all die romantischen Mädchen, die sich irgendwann Hals über Kopf in einen Ausländer verlieben. Bitte, seht euch vor!'.

Mein Resümee:
Dieses Buch ist ein wichtiger Beitrag zum Schüren von Fremdenangst, Intoleranz, Vorurteilen und Stereotypien gegenüber dem Islam und der arabischen Welt. Lassen Sie´s bleiben und lesen Sie etwas anderes.

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