Der deutsche Goldrausch - Laabs, Dirk

Der deutsche Goldrausch

Die wahre Geschichte der Treuhand. Ausgezeichnet mit dem Opus Primum 2012

Dirk Laabs 

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Der deutsche Goldrausch

Wie die DDR abgewickelt wurde und wer daran verdiente
Dirk Laabs erzählt die Geschichte der Treuhand, jener "Superbehörde", die ursprünglich angetreten war, das Volkseigentum der DDR vor dem Ausverkauf zu retten und am Ende verantwortlich war für drei Millionen Entlassungen. Es ist eine Geschichte, die im Schatten der Wiedervereinigung stattfand. Laabs eröffnet uns einen neuen Blick auf die Wendezeit, sein Buch ist Wirtschaftsthriller und Geschichtsbuch in einem.
Die Treuhand ist das zentrale Symbol für eine in Teilen misslungene Wiedervereinigung. "Größtes Schlachthaus Europas" rief man ihr 1994 nach ihrer eigenen Abwicklung hinterher. Niemals zuvor in der Geschichte hat es einen derart großen Konzern gegeben. Die Treuhand war für 10 000 Betriebe und vier Millionen Angestellte zuständig.
Im Osten herrschte 1989 Aufbruchseuphorie, im Westen Goldgräberstimmung. Wie das Rennen ausging, ist bekannt. Wie es dazu kam, schildert Dirk Laabs und bringt die wichtigsten Insider erstmals zum Reden. Er beschäftigt sich mit einem der spannendsten und gleichzeitig wenig beleuchteten Kapitel der jüngsten deutschen Zeitgeschichte und wird Diskussionen auslösen: War die Arbeit der Treuhand wirklich unumgänglich für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten? Und war sie letztlich erfolgreich?


Produktinformation

  • Verlag: Pantheon
  • 2012
  • 5. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 383 S.
  • Seitenzahl: 383
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 137mm x 34mm
  • Gewicht: 538g
  • ISBN-13: 9783570551646
  • ISBN-10: 3570551644
  • Best.Nr.: 33335003
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.09.2012

Schlachthaus des Westens?
Ein Buch - noch keine Geschichte der Treuhandanstalt

Als die Treuhandanstalt am 1. Juli 1990 zur Eigentümerin von 7894 "Volkseigenen Betrieben" mit vier Millionen Beschäftigten wurde, begann eine der größten Privatisierungsaktionen der Wirtschaftsgeschichte. Für die Transformation einer Planwirtschaft in das System einer Marktwirtschaft gab es kein historisches Vorbild und keinerlei Erfahrungswerte, kein verlässliches Wissen über die ostdeutsche Wirtschaft im Westen und kaum konzeptionelle Vorlaufzeit.

Rasch entfernten sich tatsächliche Erfahrungen von ursprünglichen Erwartungen, und die Treuhandanstalt fand sich mitten im Absturz und im Deindustrialisierungsschock der ostdeutschen Wirtschaft wieder. Bis zu ihrer Auflösung zum 31. Dezember 1994 hatte sie 30,6 Prozent der Betriebe stillgelegt, 53,8 Prozent privatisiert, 13,1 Prozent an Alteigentümer zurückgegeben und 2,6 Prozent in kommunale Trägerschaft überführt. Die meisten privatisierten Betriebe gingen in westdeutschen Besitz über, wo sie in bestehende Unternehmen eingepasst und weitgehend zu ,verlängerten Werkbänken', zu Filialbetrieben ohne eigene …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rudolf Hickel sagt es klar und deutlich wie der Autor auch: Die Erfolgsgeschichte von der ökonomischen Wiedervereinigung Deutschlands ist Geschichtsklitterung. Das Buch des investigativen Journalisten Dirk Laabs zeigt es dem Rezensenten en detail, spät, aber nicht zu spät, wie Hickel meint. Laabs erläutert ihm, wie die Treuhandanstalt das DDR-Volksvermögen zugunsten westdeutscher Konzerne demontiert und die Fakten umgebogen hat. Spannend wie ein Krimi findet Hickel Laabs auf Zeitzeugen-Interviews basierende Analyse der Abwicklung Volkseigener Betriebe. Die systemischen Bedingungen dafür (politische und ökonomische Machtdominanz des Westens) erklärt ihm der Autor anhand der handelnden Personen. Vermisst hat Hickel im Buch die Erwähnung der wenigen gelungenen Sanierungsbeispiele, die, so weiß der Rezensent, allerdings nur gegen den Widerstand der Treuhand durchgesetzt werden konnten.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 25.06.2012

Halb Kaufhaus, halb Schlachthaus
Die Treuhandanstalt sollte das Volksvermögen der DDR privatisieren – Dirk Laabs hält ihr Wirken für verheerend
Mit wachsendem zeitlichen Abstand zur deutschen Einigung droht die Siegesmeldung von der erfolgreichen Auferstehung des Marktsystems aus den Produktionsruinen DDR sich zu verfestigen. Einige von der Bundesregierung beauftragte wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitute haben unlängst zu belegen versucht, der Import der real existierenden Produktionsverhältnisse auf der Basis der D-Mark in die neuen Bundesländer sei nun erfolgreich abgeschlossen. Diese Bilanz ist geschönt. Bis heute wirkt sich die extrem schnelle Demontage des DDR-Volksvermögens belastend aus. Eine entscheidende Ursache dafür war das Wirken der Treuhandanstalt (THA).
Die THA hat unter dem Einfluss westdeutscher und ausländischer Unternehmen die Richtung vorgegeben. Der investigative Journalist und Filmemacher Dirk Laabs hat nun „Die wahre Geschichte der Treuhand“ geschrieben. Seine Analyse basiert auf 200 Interviews mit nahezu 100 Zeugen der Zeit. Die Enttarnung der größten Korruptionsskandale bei der Abwicklung wichtiger Volkseigener …

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»Das fesselnde Buch, das detailreich - ja fast minutiös - die Ereignisse der Nachwendezeit schildert, ist realer Polit- und Wirtschaftskrimi zugleich. Auch wenn wenig Neues auf diesen 384 Seiten steht: In der Komprimierung ist das Thema nach wie vor brisant und die Lektüre Pflicht für jeden, der sich für Zeitgeschichte interessiert.«

»Laabs Buch ist minutiös recherchiert und spannender als ein Krimi, denn die Wirklichkeit ist immer viel schlimmer.«»Sein spannendes, gut recherchiertes Buch zeichnet ein differenziertes Bild des „zentralen Symbols für Härten und Ungerechtigkeiten“ der Wende.«
Dirk Laabs, geboren 1973 in Hamburg, ist Autor und Filmemacher. 2005 erschien von ihm "Tödliche Fehler - die Fehler der Geheimdienste vor dem 11. September 2001". Sein Film "Die Fremden im Paradies - Warum Gotteskrieger töten" wurde 2004 mit dem Dokumentarfilmpreis des BR ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Der deutsche Goldrausch" von Dirk Laabs

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Kundenbewertungen zu "Der deutsche Goldrausch" von "Dirk Laabs"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von atzekrobo aus Zeven am 11.08.2012   ausgezeichnet
Pflichtletüre für politisch Interessierte
Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik musste das so genannte Volksvermögen des untergegangenen Staates privatisiert werden. Die dafür gegründete Treuhandanstalt übernahm rund 8000 Betriebe. Als die Verkäufe abgeschlossen waren, hatte es über drei Millionen Entlassungen gegeben, und die Staatskasse des wiedervereinigten Deutschland war mit vielen Milliarden Mark belastet worden. Für viele Deutsche, vor allem für die ehemaligen Bürger der DDR, stand die Treuhand fortan für eine Politik des gnadenlosen Verscherbelns ihrer einstigen Betriebe. In seinem überaus lesenswerten Buch schildert Dirk Laabs mit großer Akribie die Geschichte der Treuhandanstalt. Wem Polit-Thriller zu unrealistisch sind, der wird hier einen Polit- und Wirtschaftskrimi finden, der spannender ist, als so mache Geschichte über Mord und Totschlag.
Das Entstehen dieser Superbehörde, die an Macht und Einfluss ohne Beispiel war, wird minutiös geschildert. Da geht es um Illusionen der Bürgerbewegung in der DDR, um kalte Macher aus dem Westen, aber auch um treue Seelen, die nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben, nur um hinterher dafür verurteilt zu werden. 120 Milliarden Euro Schulden standen am Ende in den Büchern, durch den Verkauf der gesamten DDR-Volkswirtschaft kamen nur läppische 34 Milliarden Euro in die Kasse.
Der Autor schildert nachvollziehbar die fatale „Goldgräberstimmung“, die schon ausbrach, als sich das Ende des kommunistischen Experimentes östlich der Elbe abzeichnete. Der großen Gier, die bei seriösen Unternehmen im Westen ebenso ausbrach wie bei windigen Geschäftemachern, konnte kein wirksames Kontrollinstrument entgegen gesetzt werden.
Es ging den westlichen Firmen – nicht nur aus Deutschland – um Marktanteile, Wissen und das „vom-Markt-nehmen“ unliebsamer Konkurrenz. Laabs schildert viele prägnante Beispiele, etliche davon sind aus den Medien der damaligen Zeit bekannt, andere Vorgänge spielten sich eher im Verborgenen ab.
Das heillose Chaos der damaligen Zeit wird nachvollziehbar, denn Laabs schildert detailliert, wie die Treuhand personell und auch strukturell überfordert war. Die politische Kontrolle fehlte vollständig, die Frage, ob das so gewollt war, kann allerdings auch Laabs nicht beantworten. Das lesenswerte Buch ist für politisch und geschichtlich Interessierte im Grunde eine Pflichtlektüre.

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Bewertung von Roter Fred aus Ingelfingen am 29.05.2012   ausgezeichnet
Der beste Wirtschaftskrimi aller Zeiten, leider mit einer wahren Geschichte. Schon damals zeigte der Raubtierkapitalismus sein wahres Gesicht.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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