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| Bewertung von leseratte aus Deutschland am 18.03.2013 | |
| Es tut mir leid,aber ich kann mich den positiven Bewertungen hier rein gar nicht anschließen,da dieser „historische Roman“ in meinen Augen nicht das ist,als was er verkauft wird.Die überaus sympathische Idee,Geschichte romanhaft zu erzählen,hat mir vor allem im ersten Teil der Saga „Sturz der Titanen“ imponiert.Unvoreingenommen und ohne jede Einflussnahme vereint Follett dort bereits die Kriegsschuldthesen und überlässt dem Leser seine eigene Meinung darüber.Somit war ich guter Hoffnung,in dem schon verheißungsvoll klingenden, sehr sorgfältig ausgewählten Titel „Winter der Welt“ ein ebensolches,vielleicht bedeutsameres Werk wiederzufinden.Leider verblieb die Geschichte geistig wie unterhaltsam hinter meinen Erwartungen.Dabei bietet das Thema zweiter Weltkrieg meiner Meinung nach mehr Potenzial.Zunächst läutet Follett die Erzählweise der Geschichte durchaus vielversprechend ein,berichtet über das Leben in Berlin 1933.Packend und spannend schildert er bis zum Erlass des Ermächtigungsgesetzes,doch dann lässt er den Leser enttäuscht auf der Suche nach mehr Historie zurück.Er widmet sich insgesamt zu sehr dem Privatleben der einzelnen Akteure,befasst den Leser manches Mal anstrengend mit familiären Intrigen,in die sich aufgrund der Vielzahl an Hauptpersonen schwer hineinversetzen lässt.So wirkt die Handlung bis 1939 eher gehetzt.Also wird aus dem historischen Aspekt ein Mischmasch hin zum Liebesdrama, womit ich noch hätte auskommen können.Absolut inakzeptabel,ja geradezu unerträglich erscheint mir dann der zur Pornoliteratur hin verwesende Hintergrund.Ständig wird man mit Dauererektionen der Protagonisten konfrontiert,es mangelt wahrlich nicht an Obszönitäten,die ich hier nicht weiter aufzählen will.Leider verzichtet Follett stattdessen gänzlich auf die Aufzählung historisch wirklich prägender Ereignisse wie die Bücherverbrennung,den Erlass der Nürnberger Rassengesetze,die Pogromnacht oder die propagandistische Ausschlachtung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin durch die Nazis,vom Elser-Attentat auf Hitler zwei Monate nach dem Ausbruch des Weltkrieges sowie der Wannseekonferenz zu schweigen.Obwohl Follett zur Niederlage der Deutschen bei Moskau wieder einiges beizutragen versteht,versäumt er leider DEN entscheidenden Wendepunkt des Krieges auch nur in einem einzigen Wort zu umschreiben und so muss der Zuhörer statt etwas über die Schlacht von Stalingrad zu erfahren,auch weiterhin ordinäre Anstößigkeiten über Oral- und Geschlechtsverkehr über sich ergehen lassen.Von den Gulags der Bolschewisten wird ebenso nicht gesprochen,wie über die Tatsache,dass sich nach 1945 auch GI's an deutschen Frauen vergingen.So habe ich gegen Ende hin schon gar keinen Kommentar zum Nürnberger Prozess erwartet.Insgesamt kann ich nur 2 Sterne und ein Fazit vergeben:Finger weg! |
3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Harald Faisst aus Freiburg am 11.02.2013 | |
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"Winter der Welt" ist ein grandioser Roman! Ich habe die 1024 Seiten verschlungen, und es hätten noch 1000 Seiten mehr sein können ... Trotz der zahlreichen Schauplätze und Protagonisten verliert man als Leser nie den Überblick, denn Ken Follett ist ein grandioser Meister der nachvollziehbaren Konstruktion. Er ist aber vor allem ein Schriftsteller, dem es gelungen ist, vor einem sehr ernsten Hintergrund einen ebenso seriösen wie unterhaltenden Roman geschrieben zu haben. Ich freue mich bereits auf den dritten Teil der Jahrhundertsaga. http://buchundebook.blogspot.de/2012/12/ken-follett-winter-der-welt-eine.html |
3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Kantianerin aus Berlin am 05.02.2013 |
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Drei Tage für 1022 Seiten - gut, dass Ferien sind. Ken Follets "Winter der Welt" ist der zweite Teil seiner Trilogie über das 20. Jahrhundert und verdeutlicht wirklich eine kalte Zeit. Wieder werden persönliche Schicksale in den USA, in Deutschland, England und in der damaligen Sowjetunion vorgestellt, wieder geht es um Krieg - diesmal um den Zweiten Weltkrieg. Weil der Leser über Menschen und Geschichte liest, versteht er mehr über die Abläufe, Hintergründe, Beteiligte auf allen Seiten, die so ein Ereignis prägen. Follet schafft es, die dunkle Seite der Nazis in so widerlichen Facetten darzustellen, aber auch die mutigen, leisen und beeindruckenden Leistungen, derer, die sich Widerstand trauten. Darüber hinaus wird deutlich, wie Machtstrukturen funktionieren und welche Typen von Menschen so etwas stützen. Ich hab noch ca. 100 Seiten vor mir und bin mal wieder traurig, dass die Lesespannung gleich vorbei ist. Wer den ersten Teil kennt, braucht keine Bedenken zu haben, dass die Zeitlücke hinderlich ist. Ihr kommt schnell wieder hinein in die Familiengeschichten. Man kann aber die beiden Teile nur einzeln lesen. So dicke Bücher sind natürlich eine Herausforderung, aber die Art zu schreiben - ein Lesevergnügen trotz des überwiegend unvergnüglichen Themas. |
4 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von leserattebremen aus Bremen am 12.01.2013 |
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Anfang der dreißiger Jahre in Deutschland kämpft die Familie von Ullrich in Berlin gegen die Nazis, während die Familien Dewar und Peshkov in der amerikanischen Oberschicht leben und Earl Fitzherberts Sohn Boy in England feiern geht und sich mit Frauen amüsiert. All diese Familien kennt man aus dem Roman „Sturz der Titanen“ von Ken Follett bereits und in „Winter der Welt“ treffen wir sie wieder. Mit dem Nazi Regime legt sich ein Schatten über die ganze Welt und alle kämpfen auf ihre Weise gegen diesen „Winter der Welt“ an. Ob auf politischem Weg, als Spione oder im Ausland im Widerstand, die nächste Generation der Familien ist politisch aktiv und nicht bereit, ein Leben unter Zwang und Gewalt zu erdulden. Diese unglaubliche und spannende Epoche der Weltgeschichte beschreibt Ken Follett in seinem neuen Roman aus vielen Perspektiven. Dabei ist sein Stil so bildlich und realistisch, dass man das Gefühl hat, vor seinem inneren Auge einen Film ablaufen zu sehen. Die Beschreibung der Figuren ist detailliert und glaubwürdig und ihre Konflikte und Probleme stellen sie ständig vor neue Herausforderungen. Auch wenn das Buch mit über 1000 Seiten sehr umfangreich ist, lässt es sich leicht und schnell lesen und macht einem viel Freude. Die historischen Details sind gut aufgearbeitet und halten sich soweit ich das beurteilen kann an die bekannten Fakten, ohne viel hineinzuinterpretieren. Natürlich gibt es auch Liebesgeschichten, aber diese beherrschen nie vollständig das Geschehen und sind daher als Beiwerk der Geschichte durchaus glaubwürdig. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, der Umfang des Romans erklärt sich auch daraus, dass der Autor das Buch genau nach Jahren gegliedert hat, so kommt nicht zu Zeitsprüngen, sondern es wird chronologisch erzählt, wer zeitgleich was erlebt. Die unterschiedlichen Blickwinkel auf diese Zeit zeigen einem noch einmal deutlich, dass es oft kein schwarz und weiß gibt, sondern für einen richtig ist, was für einen anderen falsch sein kann. Machmal weiß man gar nicht, auf welcher Seite man als Leser stehen soll, findet man doch in fast jeder Perspektive, ob nun die russische, britische oder amerikanische, eine Person, die einem ans Herz gewachsen ist und deren Argumentation einen überzeugt. Ein großartiges Portrait einer Epoche aus dem Blickwinkel unterschiedlichster Menschen und Familien. Absolut empfehlenswert! |
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Kleine aus Baden-Württemberg am 05.01.2013 | |
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Nach "Sturz der Titanen" kommt nun der zweite Band der Jahrhundert-Saga von Ken Follett - und wie beim letzten Mal war ich auch hier hellauf begeistert von der Geschichte. Wieder trifft man auf die Familien aus "Sturz der Titanen", die sich nach dem Ersten Weltkrieg alle einigermaßen erholt haben und nun in die nächste Katastrophe gestürzt werden, dem Zweiten Weltkrieg und dem NS-Regime unter Hitler. Die von Ulrichs haben es besonders schwer, denn sie sind Sozialisten, die bei den Nazis nichts mehr zu sagen haben und keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen sollen. Die ehemals erfolgreiche Journalisten Maud von Ulrich und ihr Mann Walter, ein erfolgreicher Abgeordneter im Bundestag, bekommen das deutlich zu spüren. Ethel, die im ersten Band der Saga Lloyd, den Sohn von Mauds Bruder Earl Fitzherbert, zur Welt gebracht hat, fährt mit Lloyd kurz vor der Machtergreifung Hitlers nach Deutschland und erlebt am eigenen Leib, wie brutal der Faschismus ist. Sie allen wollen ihn bekämpfen, ob in Deutschland, Spanien oder England. Doch das ist alles andere als leicht und vor allem erstmal nicht erfolgreich. Auch die russischen Familien treffen wir hier wieder. Die Familie Peschkow ist nach Amerika gegangen, wo sie Peshkov heißen, Daisy, die Tochter des Gangster Lew Peshkow, will unbedingt reich einheiraten und begegnet bei ihrem Aufenthalt in England Earl Fitzherberts Sohn Boy, den sie zu bezirzen versucht. Ich bin schon jetzt gespannt, wie die Jahrhundert-Saga weitergehen wird und hoffe, dass der dritte Band nicht mehr lange auf sich warten lässt. |
8 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Mom of 4 aus Hopewell, Virginia, USA am 02.01.2013 | |
| Wunderbares Buch, konnte es nicht aus der Hand legen bis ich es durch hatte. Sehr zu empfehlen für Jugendliche,welche die Weltgeschichte pauken müssen aber den Geschichtsunterricht in der Schule zu trocken finden. |
8 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
| Bewertung von Michael aus Bamberg am 31.12.2012 | |
| Nachdem mich der erste Teil der Trilogie durchaus begeistert hat, ist "Winter der Welt" eine riesengroße Enttäuschung. Die Geschichte erscheint nur als scherenschnitthafter Hintergrund für ebenso scherenschnitthafte Figuren. Je weiter die zähe Handlung voranschreitete, desto mehr konzentrierte sich die Handlung auf Liebesbeziehungen zu "atemberaubend" schönen Frauen und ihren unehelichen Kindern. Wurden im ersten Teil noch die Gewerkschaftsbewegung, die Russische Revolution oder die Frauenbewegung sowie einige Figuren plastisch dargestellt, ist der Versuch, die Zeit des Zweiten Weltkriegs literarisch zu gestalten, misslungen. |
7 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von Joschne aus Sittensen am 01.10.2012 |
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Der Krieg ist vorbei. Doch der Friede ist trügerisch. In Deutschland verspricht der Führer dem Volk eine große Zukunft. In den USA kämpft der Präsident gegen die Folgen der Weltwirtschaftskrise. Und in Russland zerbricht die Hoffnung der Revolution unter dem Terror der Bolschewisten. Winter der Welt, der zweite Roman der Jahrhundert-Saga, erzählt die Geschichte der nächsten Generation der Familien aus Sturz der Titanen. Während sich die einen in Verblendung und Schuld verstricken, werden den anderen die Augen geöffnet für das Unmenschliche, das im Namen der Ideologie geschieht. Heldentum und Tragödie, Anpassung und Widerstand, Liebe und Hass bilden ein schicksalhaftes Geflecht vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, der großen Zeitenwende des zwanzigsten Jahrhunderts, die mit dem Donner der Geschütze eine neue Weltordnung einläutet. Es gibt 3 Kommentare zu dieser Bewertung
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17 von 72 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
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