Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam - Kaiser, Vea
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Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

Roman

Vea Kaiser 

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Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam

Gegen die Engstirnigkeit und den unreflektierten Traditionssinn der Bewohner des abgeschiedenen alpenländischen Bergdorfes St. Peter am Anger hegt Johannes A. Irrwein - geschult an seinem Großvater, dem Bandwurmforscher Johannes Gerlitzen - seit frühester Kindheit eine starke Abneigung. Bildungshungrig und aufgeweckt wie er ist, sehnt er sich nach jener aufgeklärten, zivilisierten Welt, die er hinter den Alpenmassiven vermutet. Als der Musterschüler jedoch unerwartet durch die Matura fällt, beginnt er, sich mit seinem Dorf auseinanderzusetzen. Seinem Lieblingsautor Herodot nacheifernd macht er sich daran, die Chroniken seines Dorfes zu verfassen - und verursacht dabei ungewollt das größte Ereignis in der Geschichte St. Peters, das das Bergdorf auf immer verändern wird. Ein 14,8 Meter langer Fischbandwurm, eine Seifenkiste mit Kurs auf den Mond, ein ungeahnt attraktiver Mönch im Jaguar, ein fallender Engel, eine schwangere Dorfprinzessin, eine altphilologische Geheimgesellschaft, eine nordic-walkende Mütterrunde, ein Jungfußballer mit dem Herz am rechten Fleck, eine sinistre Verschwörung der Dorfältesten sowie jede Menge poppige Blasmusik gehören zum unvergesslichen Mikrokosmos dieses Romans, der durch seine Hingabe an leuchtende Details und skurrile Begebenheiten, durch seinen erzählerischen Furor und seine Vielstimmigkeit besticht. Ein wagemutiges, herausragendes Debüt. »Blasmusikpop« wird Sie verzaubern.


Produktinformation

  • Abmessung: 212mm x 107mm x 44mm
  • Gewicht: 587g
  • ISBN-13: 9783462044645
  • ISBN-10: 3462044648
  • Best.Nr.: 35687697
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.08.2012

Herodot bei den Bergbarbaren
Schwänke zwischen St. Peter und St. Pauli: Vea Kaisers verkappter Heimatroman "Blasmusikpop"

Österreichische Volksmusik ist längst mehr nicht nur Hansi Hinterseer und Karl Moik. Alpenrocker wie die Zillertaler Schürzenjäger, DJ Ötzi oder Hubert von Goisern haben das Musikantenstadl-Ghetto verlassen und rocken mit ihrer Welt-Blas-Popmusik selbst Piefke-Partys und Ballermannstrände. Vea Kaisers zweiter Roman trägt diesem folkloristischen Innovationsschub Rechnung: Ihr "Blasmusikpop" groovt wie Rosegger im Hiphopper-Fummel und "Hundert Jahre Einsamkeit" im Trachtenjanker.

St. Peter im Anger, das abgelegene 500-Seelen-Dorf in den fiktiven Sporzer Alpen, ist für Johannes A. Irrwein der Inbegriff intellektueller Borniertheit. Wie sein Großvater interessiert sich der strebsame Bergbauernbub mehr für Bandwürmer und Bibliotheken als für Kirchweih und Adlitzbeerenschnaps. Von "Opa Doktor" zum Naturforscher erzogen, auf der Klosterschule in Lenk zum altsprachlichen Humanisten gereift, begreift sich das jüngste Mitglied des philhellenischen Digamma-Clubs als legitimer Nachfolger Herodots. Für Johannes sind die …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Viel Vergnügen hatte Catarina von Wedemeyer bei der Lektüre dieses (wenn auch gelegentlich etwas altklugen) Coming-of-Age-Romans über einen jungen Historiker, der die Geschichte eines entlegenden Alpendorfs chronistisch begleitet, dabei aber immer mehr mit der Dorfgemeinschaft verwächst. Gut gefällt der Rezensentin dabei, mit welcher Sprachsouveränität die junge Autorin Mundart und den Duktus griechischer Schriften - der junge Historiker hat Herodot zum Vorbild - handhabt und wie sie den magischen Realismus etwa eines Gabriel García Marquez unter die österreichische Literatur hebt. Vom klischeehaften Heimatroman will Wedemeyer diesen Roman deshalb unbedingt abgrenzen: "Blasmusikpop" fußt auf "Fantasie und guter Recherche".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.09.2012

Der Absturz des Herodot
Versuch, die Alpen zu bezwingen: Vea Kaisers Debütroman „Blasmusikpop“
Ein Großvater, der mitten in den Bergen zum Wurmforscher wird, ein Vater als Rauf- und Trunkenbold, eine unbedarfte Mutter und schließlich Johannes A. Irrwein selbst, der dem Großvater nacheifert, bis er entdeckt, dass Naturwissenschaften nicht seine Sache sind. Irrwein ist, wie fast alle Figuren in diesem knapp fünfhundert Seiten starken Debüt der 1988 in St. Pölten geborenen Vea Kaiser, in St. Peter am Anger aufgewachsen und fühlt sich zur Rettung humanistischer Bildung berufen. Am Gymnasium tritt er einer Art Geheimbund bei und begeistert sich für den Geschichtsschreiber Herodot. Weil Irrwein unbeherrscht auftritt, fällt er dennoch durch die Matura und wechselt noch einmal das Gleis: Er realisiert, dass das Alpenland ihn mehr interessiert als das Abendland. Wie Herodot selbst wird er sich unter die Leute im Dorf mischen und von ihnen berichten.
  Soweit ein Hauptstrang der Handlung dieses vor Erzählfreude übersprudelnden Erstlings. Es macht sich nicht schlecht, wenn sich eine Handlung mehr oder weniger von selbst ergibt, weil der Autorin, …

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Ganz amüsant, diese Schnurren über ein Dorfvolk in den Alpen, aber so richtig umgehauen hat es den Rezensenten Martin Halter nicht. Die Geschichte eines selbsternannten Dorfherodot, der das Leben in seinem Dorf durch die Brille des Hochmuts betrachtet, ist mit hübschen Austriazismen gewürzt, gibt Halter zu und nennt als Beispiele "pfitischigoggerln" und "Gatschhupfer". Aber alles in allem ist es doch modisch auffrisierte "Heimatliteratur", so der Rezensent. Wer die Zillertaler Schürzenjäger oder DJ Ötzi schätzt, wird vermutlich auf seine Kosten kommen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Vea Kaiser, geb. 1988, studiert Klassische und Deutsche Philologie in Wien. Für ihre belletristischen Arbeiten erhielt sie unter anderem das Hans-Weigel-Literaturstipendium, das Start-Stipendium des BMUKK sowie den Theodor-Körner-Preis. Sie war Finalistin beim 17. Open Mike und nahm 2010 an der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquium Berlin teil.

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