Ein Blick hinter die Kulissen: politischer Journalismus zwischen
Realitätsverlust, Sensationsrummel und Wichtigtuerei.
Die Meinungsmacher bestimmen, was in Deutschland geredet wird, und
inszenieren die Politik: Mit dem Verfall eines mächtigen
Berufsstandes befasst sich dieses Buch, aber auch mit Perspektiven,
eine neue Qualität der Berichterstattung zu entwickeln.
Die Beweggründe, die Journalisten bei ihrer Arbeit antreiben, haben
oft nichts mit den Standards und Regeln ihres Berufs zu tun. Im
Politikalltag sind die Berichterstatter eingebunden in ein Gewebe
aus Abhängigkeiten und Zwängen, die für idealistische Motive keinen
Spielraum lassen. Das zeichnet sich in Berlin besonders deutlich
ab. Gerade die Hauptstadtjournalisten leiden unter der ständigen
Jagd nach der Exklusivmeldung mit möglichst großem Showeffekt. Die
Autoren analysieren, was in den Köpfen der
"Kanzlermacher" vor sich geht, wie das
Medien-Polit-Getriebe funktioniert und wie und mit welchen Mitteln
und Zielen die Wortführer ihre Meinungsbildungsmacht einsetzen.