Der Dreißigjährige Krieg, 3 Audio-CDs - Rosendorfer, Herbert

Herbert Rosendorfer 

Der Dreißigjährige Krieg, 3 Audio-CDs

Ein Versuch. 164 Min.

Sprecher: Heidenreich, Gert
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Der Dreißigjährige Krieg, 3 Audio-CDs

Herbert Rosendorfer erzählt eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Er zeigt, wie eine religiöse Auseinandersetzung zu einem europäischen Machtkampf wird, wie religiöser Fanatismus letztlich Verheerung und Verwüstung über ganz Europa bringt und dass Kriege, wenn man es genau betrachtet, von beiden Seiten verloren werden.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3784441521
  • Best.Nr.: 23378236
  • Laufzeit: 164 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.01.1999

Trompetentöne ohne Tremolo
Laut, deutlich, schief: Rosendorfers Mittelalter

Warum sollten Romanciers keine deutsche Geschichte schreiben? Die angeblichen "Priester der Klio", die professoralen Historiker, verwalten schließlich nicht die Wahrheit über die Vergangenheit, ganz abgesehen davon, daß schon der Versuch, dem nationalen Gedächtnis Vorschriften zu machen, sie in heillosen Streit verwickeln würde. Warum sollte man also Herbert Rosendorfers Versuch einer Nationalgeschichte des Mittelalters nicht neugierig zur Hand nehmen, in Erwartung überraschender Einsichten, suggestiver Anschaulichkeit und - nicht zuletzt - guter Unterhaltung? Vielleicht sollte man dann nicht zu kleinlich sein und dem Autor die deutsche Geschichte mit den Germanen beginnen lassen, auch wenn die heutige Geschichtswissenschaft ebendiesen Anfang zumeist erst ein Jahrtausend später datiert - etwa zwei Generationen bevor Rosendorfers Darstellung mit 1122 schon wieder endet.

Vielleicht muß man auch akzeptieren - so schwer es ist, Fehlschläge der Aufklärung zu ertragen -, daß Rosendorfer in der Manier des neunzehnten Jahrhunderts Geschichte mit den Taten und Untaten …

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"Herbert Rosendorfer interpretiert den Lauf der Welt in unkonventioneller Lesart neu und hat darüber ein neues Genre der Geschichtsschreibung geschaffen... So vergnüglich und gescheit wurde selten an Fakten herangegangen." (News, Wien)

"Herbert Rosendorfer interpretiert den Lauf der Welt in unkonventioneller Lesart neu und hat darüber ein neues Genre der Geschichtsschreibung geschaffen... So vergnüglich und gescheit wurde selten an Fakten herangegangen." (News, Wien)
Herbert Rosendorfer, geb. 1934 in Bozen, ist Jurist und Professor für Bayerische Literaturgeschichte. Er war Gerichtsassessor in Bayreuth, dann Staatsanwalt und ab 1967 Richter in München, von 1993-97 in Naumburg/Saale. Seit 1969 zahlreiche Veröffentlichungen, unter denen die Briefe in die chinesische Vergangenheit am bekanntesten geworden sind. Herbert Rosendorfer, Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen geehrt, u.a. dem Tukan-Preis, dem Jean-Paul-Preis, dem Deutschen Fantasypreis, dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und zuletzt 2010 mit dem Corine-Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Er lebte bis zu seinem Tod im September 2012 mit seiner Familie in Südtirol.