Aufbruch - Hahn, Ulla

Ulla Hahn 

Aufbruch

Roman

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Aufbruch

Lange erwartet: der neue große Roman von Ulla Hahn

Ihr Leben scheint vorgezeichnet: Kinder, Küche, Kirche. Doch Hilla träumt sich weg aus dem Dorf am Rhein. Nichts kann dem Kind kleiner Leute die Sehnsucht nach der Freiheit des Geistes austreiben. Unverhofft bietet sich ihr ein neues Leben: Abitur, Studium, ihre selbst gewählte Zukunft liegt vor ihr. Nach "Das verborgene Wort" hat die Lyrikerin und Bestsellerautorin Ulla Hahn erneut ein imposantes Epos vorgelegt, das feinnervig vom Erwachsenwerden, Wachwerden, Menschwerden erzählt.

Hilla lacht das freieste Lachen der Welt. Es ist der erste Tag nach den Weihnachtsferien im Januar 1963; das Lehrerkollegium des Aufbaugymnasiums hat beschlossen, die Siebzehnjährige noch ins laufende Schuljahr aufzunehmen. Mit diesem Tag beginnt für das wissbegierige Kind "vun nem Prolete" endlich das lang ersehnte neue Leben, in dem die einfachen Wahrheiten der Eltern nicht mehr gelten, in dem das Buckeln in der Papierfabrik von der Freiheit der Worte abgelöst wird. Doch wird Hilla ihre wahre Heimat wirklich in der Sprache finden?

"Aufbruch" gewährt einen anrührenden Blick in die Seele einer mutigen und doch so verletzlichen Heranwachsenden - und zeichnet sprachübermütig und mit großem epischem Temperament ein detailreiches Sittengemälde von den bundesrepublikanischen Mittsechzigern.



Produktinformation

  • Verlag: Dva
  • 2009
  • 3. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 586 S.
  • Seitenzahl: 586
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 147mm x 47mm
  • Gewicht: 786g
  • ISBN-13: 9783421042637
  • ISBN-10: 3421042632
  • Best.Nr.: 26240316
"Ulla Hahn ist eine der erfolgreichsten deutschen Lyrikerinnen - und eine geborene Epikerin." Welt am Sonntag

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.10.2009

Brave Lateiner kommen überallhin

Literatur als Medium der Selbstbefreiung: Ulla Hahn setzt mit ihrem Panorama "Aufbruch" die Geschichte von Hildegard Palm fort.

Von Pia Reinacher

Und wieder blättert Ulla Hahn im Familienroman und begleitet Hildegard Palm, Heldin ihres ersten autobiographischen Romans "Das verborgene Wort" (2001), auf den archäologischen Grabungen in die Kindheit. Mit diesem ersten Buch über das Aufwachsen eines Mädchens in einem katholisch geprägten Dorf im Rheinland konnte die heute in Hamburg lebende Lyrikerin einen imposanten Publikumserfolg verbuchen.

"Aufbruch" ist nun die Geschichte der widerborstigen Emanzipation einer Frau aus den finsteren, kulturfeindlichen, repressiven Verhältnissen der jungen deutschen Bundesrepublik. Hildegard Palm nämlich verschafft sich gegen alle Widerstände den Zugang zum Gymnasium, weicht vom vorgespurten Leben ab, befreit sich aus der demütigenden Verbindung mit dem Freund aus wohlhabender Familie, zieht nach Köln zum Studium und bestimmt von diesem Moment an ihr Schicksal selbst.

Ulla Hahns Alter Ego Hilla, Tochter eines Hilfsarbeiters in einem katholischen Dorf in …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Zwischen "Behagen und Unbehagen" changiert Rezensent Stephan Speicher in seinem Urteil über den Roman einer Dorfjugend von Ulla Hahn. Denn einerseits anerkennt er die Darstellung der dörflichen Beschränktheit, die sich ziemlich eindrücklich auf den Leser überträgt. Andererseits sind ihm die eingestreuten Zeitanalysen der sechziger Jahre zu erbaulich und lassen ihn an den eigenen, etwas beschränkten Schulfunk zurückdenken. Die unvermittelte Konzentration der Protagonistin auf ihre Schullektüre lässt die Hauptfigur auch etwas veröden, stört sich Speicher. Den bisherigen Erfolg des Buches kann er allerdings verstehen: Aufgrund der "saugenden Atmosphäre" des Buches, die einem mit Beginn der Lektüre gleichsam in die Geschichte zieht, prophezeit er dem Roman eine anhaltend große Leserschaft.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.12.2009

So betörend war der Schulfunk
Mit „Aufbruch” hat Ulla Hahn ihr autobiographisches Romanprojekt fortgesetzt Von Stephan Speicher
Acht Jahre sind es her, dass Ulla Hahn mit dem ersten Band ihres autobiographisch grundierten Romanwerks hervortrat. „Das verborgene Wort” war ein gewaltiger Erfolg beim Publikum (die Reaktion der Kritik war gespalten), mehr als 400000 Exemplare wurden verkauft. Nun ist die Fortsetzung erschienen. Die Heldin (und sie ist eine Heldin) Hilla Palm erlebt ihren „Aufbruch”, auch wenn dieser sich in den bekannten Bahnen vollzieht. Das Mädchen, das mit der Mittleren Reife die Schule beenden musste, um „aufs Büro” geschickt zu werden, ist mit der Hilfe des Pfarrers und zweier Lehrer befreit worden, sie darf die Lehre abbrechen und auf dem Aufbaugymnasium Abitur machen. Ganz so glücklich wie erhofft gelingt die Reifeprüfung nicht, das ersehnte Stipendium bleibt ihr versagt. Aber sie beginnt das Studium in Köln, das „katholische Arbeitermädchen vom Lande”, von dem in den sechziger Jahren so viel die Rede war, hat sich von den Fesseln ihrer Herkunft befreit.
Es ist die ruhige, stabile Welt eines niederrheinischen Dorfes, …

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»So fair, so sensibel, so humorvoll und bitter wie Hahn haben nur wenige die Aufbaujahre der Bundesrepublik beschrieben - immer aus der Perspektive der kleinen Leute. Auch aus dem neuen Buch spricht kein linker oder soziologischer Belehrungston, nur - darf man das sagen? - das Herz.«

"Ulla Hahns Stil, die Figuren des Roman, Hillas Gedankengänge - dieses Buch wie der Vorgänger sind spitze."
Elvira M. Gordon-Pusch, Frankfurter Stadtkurier 14.06.2011

Brave Lateiner kommen überallhin

Literatur als Medium der Selbstbefreiung: Ulla Hahn setzt mit ihrem Panorama "Aufbruch" die Geschichte von Hildegard Palm fort.

Von Pia Reinacher

Und wieder blättert Ulla Hahn im Familienroman und begleitet Hildegard Palm, Heldin ihres ersten autobiographischen Romans "Das verborgene Wort" (2001), auf den archäologischen Grabungen in die Kindheit. Mit diesem ersten Buch über das Aufwachsen eines Mädchens in einem katholisch geprägten Dorf im Rheinland konnte die heute in Hamburg lebende Lyrikerin einen imposanten Publikumserfolg verbuchen.

"Aufbruch" ist nun die Geschichte der widerborstigen Emanzipation einer Frau aus den finsteren, kulturfeindlichen, repressiven Verhältnissen der jungen deutschen Bundesrepublik. Hildegard Palm nämlich verschafft sich gegen alle Widerstände den Zugang zum Gymnasium, weicht vom vorgespurten Leben ab, befreit sich aus der demütigenden Verbindung mit dem Freund aus wohlhabender Familie, zieht nach Köln zum Studium und bestimmt von diesem Moment an ihr Schicksal selbst.

Ulla Hahns Alter Ego Hilla, Tochter eines Hilfsarbeiters in einem katholischen Dorf in der Nähe von Köln, verweigert sich den einschnürenden Verhältnissen und "denkt" sich regelrecht aus ihnen "hinaus". Mit unglaublicher Stärke, zähem Ungehorsam, eigenwilliger Hellsichtigkeit und wilder Autonomie katapultiert sie sich aus der seit Generationen vorbestimmten Biographie einer Frau aus proletarischen Verhältnissen. Hilla Palm lernt die lateinische Sprache - mit der Unterstützung des Bruders. Latein wird mehr als alles andere, was sie sich mit eiserner Disziplin aneignet, zum Symbol für das unbekannte gesellschaftliche Alphabet, das sie von jetzt an durchbuchstabiert.

Die alte Sprache wird im Familienkreis schon bald zur Bedrohung. Eltern und die Großmutter verständigen sich nur im rheinländischen Dialekt. Die Geschwister aber parlieren auf Hochdeutsch und Lateinisch - abweichende Tonspuren, die den Ausbruch ankündigen. Goethe und Schiller, Lessing, Kleist und Mörike öffnen dem bildungshungrigen Mädchen die Türe zu einem überraschenden Universum. Der Buchhändler, in dessen Bücherstube es sich regelmäßig verkriecht, verwandelt sich zur symbolischen Führungsgestalt bei diesen "rites de passage". Mit jedem Reclambändchen, welches sie in die Hände bekommt, findet sie eine eigene Sprache und entdeckt Vorbilder zu einem anderen Leben.

"Aufbruch" ist eine Mischung aus Entwicklungsroman, Selbstbefragungsepos, Sozial- und Zeitgeschichte - wobei der leichte Hang zum Schmöker nicht unterschlagen werden soll. Vieles ist etwas geschönt, anderes stilisiert, eine ab und zu allzu wuchernde Erzählfreude trägt die Autorin in einigen Passagen beinahe unkontrolliert voran. Und doch wird eine verblichene Epoche Bild um Bild auf die Erinnerungsleinwand des Lesers geholt. Die genaue Milieuschilderung aber verdankt sich der handwerklichen Qualitäten der Schriftstellerin. Ulla Hahn hat ohne Zweifel ausgiebig recherchiert, eine Menge von ethnologischem, soziologischem und historischem Material zusammengetragen und in bildstarke Szenen übersetzt. Exemplarisch zeigt sich das in der Beschreibung von Mode und Kleidern.

Nicht verschwiegen sei, dass dieser sechshundertseitige Roman ein paar Kürzungen vertragen hätte. Die Konturen mancher Szenen wären dabei schärfer geworden, einiges geht im dahinplätschernden Romanfluss unter. Ein paar Szenen dieses Bildungs- und Schicksalsromans graben sich im Gedächtnis des Lesers allerdings nachhaltig ein. Dazu gehört die Vergewaltigung auf einer Waldlichtung. Hilla, die den letzten Bus verpasst, lässt sich von einem Autofahrer mitnehmen und wacht am anderen Morgen auf einer einsamen Waldlichtung auf, ohnmächtig, knapp dem Tod entronnen. Dass sie Jahre gebraucht habe, um die Erinnerung an das fatale Ereignis zuzulassen, verrät Ulla Hahn in einem Interview, aber auch, dass sie genau diese Passage immer und immer wieder umgeschrieben habe.

Imponierend löst sie aber auch das schwierige Thema der Aufarbeitung der Auschwitz-Prozesse und die Wiedervergegenwärtigung der Entnazifizierung: Deutschlehrer Rebmann verlangt von den Schülern, dass sie die Eltern nach ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg befragen und die Materialiensammlung für eine Jahresarbeit zum Thema Nationalsozialismus zusammentragen - eine Provokation, die ihm den Vorwurf des Brunnenvergifters und Nestbeschmutzers einträgt.

Ulla Hahn zeichnet mit diesen Szenen subtil und energisch die schmerzhaften Versuche der Elterngeneration, sich einem Gespräch über die Vergangenheit zu verweigern, und die hartnäckigen Forderungen der Kinder nach Erinnerung - auch das symptomatisch für die sechziger Jahre - und verschweigt dabei nicht, wie sich Eltern und Kinder dabei gegenseitig hilflos ausgeliefert waren.

Schließlich bleibt, als eindrückliche Leseerinnerung, das karge Porträt des Vaters haften, der sich der Tochter eine Kindheit lang nur dumpf und verschlossen zeigt, aber auf dem Höhepunkt des krisenhaften Ablösungsprozesses über sich selbst hinauswächst. Ausgerechnet er, der die Emanzipationsversuche des Kindes trotzig quittierte, räumt ihm jetzt den Weg an die Kölner Universität und damit in die neue Welt frei - damit sich sein eigenes Schicksal nicht wiederhole. An solchen Stellen offenbart sich das Verdienst dieses Schicksals- und Selbsterforschungsromans. "Aufbruch" ist Geschichtsschreibung von unten, eine Sozial- und Milieustudie aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, welche die Krisen und Chancen dieser Ära eindringlich vor Augen führt.

Ulla Hahn: "Aufbruch". Roman. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2009. 586 S., geb., 24,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
Ulla Hahn, aufgewachsen im Rheinland, arbeitete nach ihrer Germanistik-Promotion als Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, anschließend als Literaturredakteurin bei Radio Bremen. Schon ihr erster Lyrikband, "Herz über Kopf" (1981), wurde zu einem großen Leser- und Kritikererfolg. Ihr lyrisches Werk wurde u. a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Für ihren Roman "Das verborgene Wort" (2001) erhielt sie den Deutschen Bücherpreis. 2009 folgte "Aufbruch", der zweite Teil des Epos. Auch dieser Roman stand monatelang auf der Bestsellerliste.

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Kundenbewertungen zu "Aufbruch" von "Ulla Hahn"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von R.E.R. am 25.04.2010 ***** sehr gut
Dabei sein und doch nicht dazu gehören

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom Januar dieses Jahres schrieb der Journalist Christian Nürnberger unter dem Titel: “Das beste Leben der Welt”, einen Artikel über die Generation der um 1950 in Westdeutschland geborenen. Der Generation von Ulla Hahn und der ihrer Hauptfigur aus Ihrem Roman “Aufbruch”. Hildegard hat es noch nicht das “beste Leben”, aber Sie will es unbedingt.

Hildegard darf endlich wieder zur Schule gehen. Nachdem Sie von ihren Eltern in eine verhasste Ausbildung zur Industriekauffrau gezwungen wurde, dort dem Alkohol verfiel und von Pfarrer und Dorflehrer aus dieser befreit wurde, darf Sie nun das Aufbaugymnasium besuchen und Abitur machen. Sie geht mit großem Selbstbewusstsein und noch größerem Wissensdurst an die Arbeit. Auch in der Liebe scheint ihr das Glück zu winken. Godehard van Keuken, der reiche Sohn eines Kölner Schokoladenfabrikanten verliebt sich in sie. Hildegard erkennt aber bald, das Geld Gefühle nicht ersetzen kann. Als Godehard Sie heiraten will, zieht Sie die Notbremse. Sie will ihr Abitur und keinen Mann. Aber bis dahin ist es noch ein langer und ereignisreicher Weg.

Ulla Hahns Nachfolger des “verborgenen Wortes” beginnt euphorisch. Ausgelassen kommt einem der erste Teil des Romanes vor, als wenn gleichsam mit der Öffnung zur Bildung auch die Öffnung zum Leben stattfindet. Selbstsicher tritt Hildegard auf. Weiß was Sie will und was sie nicht braucht. Entdeckt ihre Liebe zur lateinischen Sprache und zum Luxus, den sie an der Seite des reichen Erben Godehard van Keuken in der bunten Wirtschaftswunderwelt genießt. Doch ein Schicksalsschlag wirf Sie aus der Bahn. Nach einem Schulfest fährt Sie per Anhalter nach Hause. Dieser Heimweg endet für Sie nackt auf einer Waldlichtung.

Der Vorfall auf der Lichtung verändert den Ton des Romans. Düster und erdrückend wird dieser. Hildegard schottet sich ab. Verschließt Scham, Kummer, Ekel und Selbstvorwürfe in einer inneren “Kapsel”. Öffnet sich für niemanden, nicht einmal mehr für Ihre Bücher. Könnten Sie doch mit ihrem tröstenden Inhalt die Kapsel sprengen und die Wahrheit ans Licht bringen. Ulla Hahn versucht dem Trauma in Hildegards Seele mit immer wahnwitzigeren Wortkonstruktionen näherzukommen. Langatmig und ermüdend liest sich das. Man wartet vergeblich auf eine Erlösung.

Darüber hinaus ist der Wandel der Hauptfigur nicht einfach nachzuvollziehen. Trauma hin oder her. Diese völlige Abkehr von allen Menschen, von Familie und Freunden. Das Ausschlagen sämtlicher Hilfsangebote und die freiwillige Vereinsamung bis hin zur fast völligen Selbstaufgabe sind nicht zu verstehen. Schon vorher war es Hildegard unmöglich um etwas zu bitten oder sich zu bedanken. Diese Verweigerungshaltung war schon vorher rätselhaft. Aus unerfindlichen Gründen steigert sie sich nun in die völlige Isolation

Unabhängig davon ist Ulla Hahns “Aufbruch” eine lebendige Beschreibung der Wirtschaftswunderjahre in Deutschland. Anschaulich und unterhaltsam beschreibt Sie alltägliches und weltpolitisches Geschehen. Teilweise etwas zu raumgreifend, wenn sich das Kaffeekränzchen mit dem neuen Quelle-Katalog über endlose Seiten hinzieht. Erheiternd wenn im ersten Selbstbedienungssupermarkt die Kauflust mit der Nachbarin durchgeht und zur Schadenfreude von Hildegard und ihrer Mutter an der Kasse endet. Man erfährt viel Wissenswertes und erhält so manchen Denkanstoss. Das versöhnt mit den Schwächen und macht die Lektüre zu einem Gewinn.

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Bewertung von Kathi aus Gerolstein am 23.04.2010 ***** ausgezeichnet
"Aufbruch" ist die Fortsetzung von "Das verborgene Wort". In diesem 2. Band kann die inzwischen 17jährige Hilla (Hildegard) sich endlich aus den Fängen der erdrückenden Arbeit in einem Fabrikbüro befreien. Endlich setzt sie durch, das Aufbaugymnasium besuchen zu dürfen um ihr Abitur zu machen. Hilla, die von klein auf ihr Glück und ihre Heimat im geschriebenen Wort gefunden hat, ist selig.
Immer mehr kann sie sich auch von der erdrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses und der Dorfgemeinschaft lösen und lernt langsam, auf eigenen Beinen zu stehen und ihre eigenen Wahrheiten zu erkennen.
Als sie nach dem Abitur schließlich tatsächlich von ihren Eltern die Erlaubnis bekommt zum Studium nach Köln zu gehen, eröffnet sich dem intelligenten Mädchen eine vollkommen neue Welt und die Freiheit scheint zum Greifen nah.

Kann Hilla sich in der Stadt behaupten und ihr eigenes Leben führen?
Immer noch erdrückt einen die bigotte, katholische Atmosphäre im Deutschland der mittlerweile 60er Jahre, aber immer mehr Lichtblicke tun sich für Hilla auf und ihr Kampf scheint sich gelohnt zu haben.
Ein beeindruckendes Zeugnis darüber, dass sich der Kampf um die eigene Freiheit immer lohnt.
"Das verborgene Wort" und "Aufbruch" - Prädikat: besonders wertvoll!

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