Palästina - Sacco, Joe

Joe Sacco 

Palästina

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Produktbeschreibung zu Palästina

Anfang der 90er, zur Zeit der ersten Intifada, verbrachte Joe Sacco zwei Monate in Palästina. Seine eindrücklichen Erlebnisse hat er in dieser preisgekrönten Comic-Reportage verarbeitet.

Produktinformation


  • Abmessung: 249mm x 166mm x 33mm
  • Gewicht: 737g
  • ISBN-13: 9783037310502
  • ISBN-10: 3037310502
  • Best.Nr.: 27091129
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.04.2011

Süddeutsche Zeitung Bibliothek

Wo jede Kamera
verboten ist
Graphic Novels Band 5
„Palästina“
von Joe Sacco
Sie kommen nachts. Ghassan, der nicht weiß, wie ihm geschieht, wird vor den Augen seiner Familie aus dem Bett gezerrt und verhaftet. Der Vorwurf: Mitglied in einer illegalen Organisation. Mit einem Sack über den Kopf, angekettet an einen Stuhl, wird er in eine Einzelzelle gesperrt. Man drängt ihn, ein Geständnis zu unterschreiben. Er weigert sich. Erst nach zwei Tagen wird er einem Richter vorgeführt; Ghassans Anwalt, mit dem er nicht sprechen darf, pocht auf die Freilassung, die Anklage bittet um Aufschub, da sie zur Beschaffung von Beweisen Zeit brauche. Stattgegeben. Also verbringt Ghassan acht weitere Tage in seiner Zelle, beginnt zu halluzinieren. Das absurde Spiel wiederholt sich noch zweimal: Immer verlangt die Anklage mehr Zeit; immer kehrt Ghassan in die Isolationshaft zurück. Einmal muss er stundenlang in einem sargähnlichen Raum stehen, dessen Boden mit Urin bedeckt ist. Nach drei Wochen, in denen der Palästinenser unschuldig in der Hölle eines israelischen Geheimgefängnisses …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Um die Vorgeschichte des Nahostkonflikts zu studieren, greift Alex Rühle zu diesem neu aufgelegten Comic von Joe Sacco. Der Band besticht laut Rühle durch den Reportergestus, mit dem er von der Intifada Anfang der neunziger Jahre erzählt, wie auch seinen eigenen "Unglücksvoyeurismus" ("Es ist gut für den Comic!"). Eigene Erfahrungen in Palästina, eigene Ängste auch, fließen laut Rühle in das Buch, in die Zeichnungen ein, wenn der Autor von Enteignungen, Verhören und dem Alltag im Schatten der Intifada und von der Entstehung Israels erzählt. Was Rühle auffällt, ist zum einen das Mittel des Sarkasmus, dessen sich Sacco bedient, um einen Kontrast zu setzen zur tristen Szenerie, zum anderen erkennt er, wessen Schüler Sacco ist. Die monströsen Münder und Extremitäten der Figuren erinnern ihn doch stark an Robert Crumb.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Palästina - Sacco, Joe

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  • Abmessung: 249mm x 166mm x 33mm
  • Gewicht: 737g
  • ISBN-13: 9783037310502
  • ISBN-10: 3037310502
  • Best.Nr.: 27091129

Produktbeschreibung zu "Palästina"

Kurzbeschreibung

Anfang der 90er, zur Zeit der ersten Intifada, verbrachte Joe Sacco zwei Monate in Palästina. Seine eindrücklichen Erlebnisse hat er in dieser preisgekrönten Comic-Reportage verarbeitet.

15.04.2011

Süddeutsche Zeitung Bibliothek

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verboten ist
Graphic Novels Band 5
„Palästina“
von Joe Sacco
Sie kommen nachts. Ghassan, der nicht weiß, wie ihm geschieht, wird vor den Augen seiner Familie aus dem Bett gezerrt und verhaftet. Der Vorwurf: Mitglied in einer illegalen Organisation. Mit einem Sack über den Kopf, angekettet an einen Stuhl, wird er in eine Einzelzelle gesperrt. Man drängt ihn, ein Geständnis zu unterschreiben. Er weigert sich. Erst nach zwei Tagen wird er einem Richter vorgeführt; Ghassans Anwalt, mit dem er nicht sprechen darf, pocht auf die Freilassung, die Anklage bittet um Aufschub, da sie zur Beschaffung von Beweisen Zeit brauche. Stattgegeben. Also verbringt Ghassan acht weitere Tage in seiner Zelle, beginnt zu halluzinieren. Das absurde Spiel wiederholt sich noch zweimal: Immer verlangt die Anklage mehr Zeit; immer kehrt Ghassan in die Isolationshaft zurück. Einmal muss er stundenlang in einem sargähnlichen Raum stehen, dessen Boden mit Urin bedeckt ist. Nach drei Wochen, in denen der Palästinenser unschuldig in der Hölle eines israelischen …

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Perlentaucher-Notiz zur SZ-Rezension

11.01.2010

Um die Vorgeschichte des Nahostkonflikts zu studieren, greift Alex Rühle zu diesem neu aufgelegten Comic von Joe Sacco. Der Band besticht laut Rühle durch den Reportergestus, mit dem er von der Intifada Anfang der neunziger Jahre erzählt, wie auch seinen eigenen "Unglücksvoyeurismus" ("Es ist gut für den Comic!"). Eigene Erfahrungen in Palästina, eigene Ängste auch, fließen laut Rühle in das Buch, in die Zeichnungen ein, wenn der Autor von Enteignungen, Verhören und dem Alltag im Schatten der Intifada und von der Entstehung Israels erzählt. Was Rühle auffällt, ist zum einen das Mittel des Sarkasmus, dessen sich Sacco bedient, um einen Kontrast zu setzen zur tristen Szenerie, zum anderen erkennt er, wessen Schüler Sacco ist. Die monströsen Münder und Extremitäten der Figuren erinnern ihn doch stark an Robert Crumb.

© Perlentaucher Medien GmbH

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