Habibi - Thompson, Craig

Craig Thompson 

Habibi

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Habibi

Vor einer fantastischen Kulisse aus orientalischen Wüstenlandschaften, märchenhaften Harems und der allgegenwärtigen Kluft zwischen »Erster« und »Dritter Welt« erzählt HABIBI die bewegende Geschichte von Dodola und Zam, zwei Sklavenkindern, die der Zufall eint, das Schicksal auseinanderreißt und deren tiefe Liebe zueinander allen Widrigkeiten zum Trotz überdauert. Vielschichtig, mitreißend und in Bildern von opulenter Pracht ist HABIBI eine außergewöhnliche, epische Liebesgeschichte, eine eindringliche Parabel über das gemeinsame Erbe von Islam und Christentum und allem voran eine Ode an die Magie des Geschichtenerzählens. Sechs Jahre nach seiner international erfolgreichen und vielfach preisgekrönten Graphic Novel BLANKETS legt Craig Thompson endlich sein mit Spannung erwartetes neues Buch HABIBI vor - ein modernes Märchen aus TAUSENDUNDEINER NACHT.


Produktinformation

  • Verlag: Reprodukt
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 655 S. SW-Comics. 240 mm
  • Seitenzahl: 655
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 187mm x 68mm
  • Gewicht: 1724g
  • ISBN-13: 9783941099500
  • ISBN-10: 3941099507
  • Best.Nr.: 33507535
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.09.2011

Der Rhythmus auf weißem Papier
Nach acht Jahren endlich ein neuer Comic des Amerikaners Craig Thompson: "Habibi" ist ein orientalisches Gegenwartsmärchen

Craig Thompson, geboren 1975, lebt in Portland. Sein Band "Blankets", eine Art Autobiographie, erschien 2003 und hat Leser auf der ganzen Welt begeistert. "Habibi", das neue Buch, erzählt jetzt von einer Sklavin und einem Eunuchen in einem Land in der Wüste - und von den gemeinsamen Wurzeln der Religionen.

Ein leeres Blatt kann wunderschön sein. Angeblich haben sich Künstler aber immer schon vor solchen leeren Blättern gefürchtet, viele sitzen davor, starren drauf, mit dem Stift in der Hand oder den Fingern über der Tastatur, und kriegen Anfälle, weil sie nicht weiter wissen. Für Schriftsteller muss das schlimm sein. Bei Zeichnern ist es etwas anderes, für die sind weiße Flächen auf Papier oft Stilmittel: von Hergé heißt es zum Beispiel, er habe, als er Ende der fünfziger Jahre "Tim in Tibet" konzipierte, ständig in Weiß geträumt, und deswegen, das war eine Art der Verarbeitung, ließ er dann viele Bilder seiner Himalayageschichte um Tim und Struppi und Tschang und den Yeti …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Andreas Fanizadeh überschüttet Craig Thompsons "Habibi" geradezu mit Lob. Die über 600 Seiten umfassende, zwischen Orient und Okzident, Realität und Imagination angesiedelte Graphic Novel bezeugt für ihn nicht nur beeindruckende zeichnerischer Kunst, sondern auch hohes erzählerisches Talent. Denn so komplex, weit ausgreifend und spielerisch ornamental das Werk auch angelegt ist - Thompson arbeitet mit Rückblenden, Zeitsprüngen, Traumsequenzen, Parabeln -, so packend zugleich ist es in Fanizadehs Augen. Vor allem die im Zentrum stehende abenteuerliche Liebesgeschichte zwischen den entlaufenen Sklaven Zam und Dodola findet er mitreißend. Er versteht "Habibi" nicht zuletzt als kluge Auseinandersetzung eines "westlichen Intellektuellen mit der orientalischen Welt".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 11.10.2011

Ein Schiff in der Wüste ist ein gutes Zuhause
Craig Thompsons Graphic Novel „Habibi“ ist eine abenteuerlich-romantische Liebesgeschichte, angesiedelt in einer Welt zwischen
„1001 Nacht“ und der industriellen Moderne. Erzählerisch ist sie überfrachtet – aber aufregend gezeichnet Von Christoph Haas
Mit so viel Neugierde, mit so viel Spannung wurde selten auf einen Comic gewartet. Dass Craig Thompson an „Habibi“ arbeitete, wusste man seit Jahren. Die Frage war aber: Würde es dem amerikanischen Künstler gelingen, den außerordentlich hohen Erwartungen zu genügen, die er 2003 mit „Blankets“ geweckt hatte? Denn diese Geschichte einer unglücklichen Jugendliebe ragte aus den zahllosen anderen, mehr oder minder autobiographischen Comics leuchtturmhoch empor. Bemerkenswert waren nicht nur Thompsons Zeichnungen, in denen sich Traumhaft-Surreales zwanglos mit einem karikaturistisch eingefärbten Realismus verband, bemerkenswert war auch, mit welcher Reife der damals gerade 28-Jährige von Gefühlen sprach und das Intime zum Epischen zu weitete.
In eine noch fernere Welt als in die fundamentalistisch-christlich geprägte amerikanische …

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Craig Thompson 1975 in Traverse City, USA, gelang Ende der 90 Jahre ein viel beachtetes Debüt. Auf der Frankfurter Buchmesse 2005 zum "Comic des Jahres" gekürt, zählt BLANKETS zu den wichtigsten Graphic Novels der letzten zehn Jahre.

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