Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat - Bayard, Pierre

Pierre Bayard 

Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat

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Produktbeschreibung zu Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat

»Das Buch schlechthin! Wunderbar, man muss in diesem Leben nur noch Bayard lesen. Sein Buch ersetzt alle anderen, alte, neue, zukünftige.« (Der Literaturpapst Bernard Pivot)

Sie haben Joyces »Ulysses« nicht gelesen? Haben neulich Proust zitiert, ohne sein Werk zu kennen, über den neuen Nobelpreisträger geplaudert, obwohl Sie sich nicht mal an den Buchtitel erinnern konnten? Kein Problem, sagt der französische Literaturprofessor Pierre Bayard. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Schluss mit Heuchelei und Schuldgefühlen, die einem unbefangenen Zugriff auf die Weltliteratur im Wege stehen! Wie man auf hohem Niveau und schamfrei über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat, zeigt uns dieses wunderbare Buch. Der versierte Nichtleser unterscheidet vier Haupttypen: unbekannte Bücher, Bücher, die man quergelesen hat, Bücher, die man nur vom Hörensagen kennt, und solche, deren Inhalt wir schon wieder vergessen haben. Unabhängig vom Typus lässt sich über alle hervorragend reden: in Gesellschaft, mit dem Literaturprof an der Uni, ja manchmal unausweichlich mit dem Autor selbst. Dass Bayard seine Einladung zum unverfrorenen Umgang mit Büchern mit einer Fülle literarischer Beispiele untermauert, versteht sich von selbst: von Musils Bibliothekar, der kein Buch durch Lektüre bevorzugen will und deshalb gar nicht liest, über Ecos scharfsinnigen William von Baskerville bis zu David Lodge. Eine Apologie des Nicht-Lesens, lang erwartet, bitter nötig, unverschämt klug »gleich kaufen und lesen, von einem Ende zum anderen« (Le Magazine littéraire).

Produktinformation


  • Verlag: Kunstmann
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 220 S.
  • Seitenzahl: 220
  • Deutsch
  • Abmessung: 19, 5 cm
  • Gewicht: 307g
  • ISBN-13: 9783888974861
  • ISBN-10: 3888974860
  • Best.Nr.: 22804317
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.10.2007

Mitreden reicht
Zeitig zur Buchmesse: Anleitung zum Nichtlesen

Wie liest man ein Buch? Die Frage stellt sich heute, am ersten Tag der Buchmesse, auf der 7448 Aussteller aus 108 Ländern fast vierhunderttausend Bücher präsentieren, nicht ohne eine gewisse Dringlichkeit. Nehmen wir zum Beispiel dieses: Es heißt "Wie man ein Buch liest" und stammt von Mortimer J. Adler und Charles van Doren. Erschienen ist es soeben bei Zweitausendeins, und wer das Buch in die Hand nimmt, sollte es hinten aufschlagen, im Anhang, und zwar auf Seite 378. Hier finden sich, auf drei Seiten zusammengefasst, die "Leseregeln auf einen Blick". Wer nur diese drei Seiten liest, befolgt damit bereits einige der dort genannten Regeln: Er verschafft sich einen Eindruck davon, von welcher Art das Buch ist, wovon es handelt, wie es aufgebaut ist und wie seine grundlegenden Argumente lauten. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob das Buch systematisch von vorne bis hinten, nur in Auszügen oder gar nicht gelesen werden sollte.

"How to read a book", so der Originaltitel, erschien 1940 und stand länger als ein Jahr an der Spitze der amerikanischen Bestsellerliste. …

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"Eine funkelnde Liebeserklärung an das Lesen und an die Unerschöpflichkeit literarischer Texte." (Süddeutsche Zeitung)

"Ich lese nie ein Buch, das ich besprechen muss - man lässt sich so leicht beeinflussen." Oscar Wilde

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»Das Buch schlechthin! Wunderbar, man muss in diesem Leben nur noch Bayard lesen. Sein Buch ersetzt alle anderen, alte, neue, zukünftige.« (Der Literaturpapst Bernard Pivot)

Sie haben Joyces »Ulysses« nicht gelesen? Haben neulich Proust zitiert, ohne sein Werk zu kennen, über den neuen Nobelpreisträger geplaudert, obwohl Sie sich nicht mal an den Buchtitel erinnern konnten? Kein Problem, sagt der französische Literaturprofessor Pierre Bayard. Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Schluss mit Heuchelei und Schuldgefühlen, die einem unbefangenen Zugriff auf die Weltliteratur im Wege stehen! Wie man auf hohem Niveau und schamfrei über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat, zeigt uns dieses wunderbare Buch. Der versierte Nichtleser unterscheidet vier Haupttypen: unbekannte Bücher, Bücher, die man quergelesen hat, Bücher, die man nur vom Hörensagen kennt, und solche, deren Inhalt wir schon wieder vergessen haben. Unabhängig vom Typus lässt sich über alle hervorragend reden: in Gesellschaft, mit dem Literaturprof an der Uni, ja manchmal unausweichlich mit dem Autor selbst. Dass Bayard seine Einladung zum unverfrorenen Umgang mit Büchern mit einer Fülle literarischer Beispiele untermauert, versteht sich von selbst: von Musils Bibliothekar, der kein Buch durch Lektüre bevorzugen will und deshalb gar nicht liest, über Ecos scharfsinnigen William von Baskerville bis zu David Lodge. Eine Apologie des Nicht-Lesens, lang erwartet, bitter nötig, unverschämt klug »gleich kaufen und lesen, von einem Ende zum anderen« (Le Magazine littéraire).

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DA ICH IN EIN MILIEU HINEINGEBOREN WURDE, in dem kaum jemand las, da ich außerdem nur wenig für diese Beschäftigung übrig hatte und mir ohnehin die Zeit dafür fehlte, bin ich durch ein Zusammentreffen von Umständen, die das Leben so mit sich bringt, oft in heikle Situationen geraten, in denen ich mich gezwungen sah, über Bücher zu sprechen, die ich nicht gelesen hatte.

Als jemand, der an der Universität Literatur unterrichtet, kann ich mich der Verpflichtung, Bücher zu kommentieren, die ich in den meisten Fällen gar nicht aufgeschlagen habe, nur schwer entziehen. Das Gleiche trifft zwar auch für die Mehrheit meiner Studenten zu, doch es muss nur ein Einziger von ihnen den Text, über den ich rede, gelesen haben, schon hat das Auswirkungen auf meine Vorlesung, und ich kann von einem Moment auf den andern in Verlegenheit geraten.

Darüber hinaus bin ich im Rahmen meiner Bücher und Artikel, die sich im Wesentlichen auf die Bücher und Artikel anderer beziehen, regelmäßig gehalten, über Publikationen zu berichten. Das bringt noch mehr Probleme mit sich, da schriftliche Kommentare im Gegensatz zu mündlichen Äußerungen, die bedenkenlos Ungenauigkeiten …

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10.10.2007

Mitreden reicht
Zeitig zur Buchmesse: Anleitung zum Nichtlesen

Wie liest man ein Buch? Die Frage stellt sich heute, am ersten Tag der Buchmesse, auf der 7448 Aussteller aus 108 Ländern fast vierhunderttausend Bücher präsentieren, nicht ohne eine gewisse Dringlichkeit. Nehmen wir zum Beispiel dieses: Es heißt "Wie man ein Buch liest" und stammt von Mortimer J. Adler und Charles van Doren. Erschienen ist es soeben bei Zweitausendeins, und wer das Buch in die Hand nimmt, sollte es hinten aufschlagen, im Anhang, und zwar auf Seite 378. Hier finden sich, auf drei Seiten zusammengefasst, die "Leseregeln auf einen Blick". Wer nur diese drei Seiten liest, befolgt damit bereits einige der dort genannten Regeln: Er verschafft sich einen Eindruck davon, von welcher Art das Buch ist, wovon es handelt, wie es aufgebaut ist und wie seine grundlegenden Argumente lauten. Auf dieser Grundlage lässt sich entscheiden, ob das Buch systematisch von vorne bis hinten, nur in Auszügen oder gar nicht gelesen werden sollte.

"How to read a book", so der Originaltitel, erschien 1940 und stand länger als ein Jahr an der Spitze der amerikanischen Bestsellerliste. …

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Rezension

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