Titos Brille - Altaras, Adriana
Videoclip

Adriana Altaras 

Titos Brille

Die Geschichte meiner strapaziösen Familie

Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
19 ebmiles sammeln
EUR 18,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Titos Brille

"Ich finde, Geheimnisse sind das Allerletzte!"

Die Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras führt ein ganz normales chaotisches und unorthodoxes Leben in Berlin.

Mit zwei fußballbegeisterten Söhnen, einem westfälischen Ehemann, der ihre jüdischen Neurosen stoisch erträgt, und mit einem ewig nörgelnden, stets liebeskranken Freund, der alle paar Monate verkündet, endlich auswandern zu wollen. Alles bestens also ...

... bis ihre Eltern sterben und sie eine Wohnung erbt, die seit 40 Jahren nicht mehr ausgemistet wurde. Fassungslos kämpft sich die Erzählerin durch kuriose Hinterlassenschaften, bewegende Briefe und uralte Fotos. Dabei kommen nicht nur turbulente Familiengeheimnisse ans Tageslicht. Auch die Toten reden von nun an mit und erzählen ihre eigenen Geschichten ...

Mit furiosem Witz und großer Wärme verwebt Adriana Altaras Gegenwart und Vergangenheit. In eindringlichen Episoden erzählt sie von ungleichen Schwestern, von einem Vater, der immer ein Held sein wollte, und von einer Mutter voller Energie und Einsamkeit. Vom Exil, von irrwitzigen jüdischen Festen, von einem geplatzten italienischen Esel und einer Stauballergie, die ihr das deutsche Fernsehen einbrockte - und von den vielen faszinierenden Mosaiksteinen, aus denen sich ein Leben zusammensetzt.

Eine außergewöhnliche Familiengeschichte, die ihre Spuren quer durch Europa und das bewegte 20. Jahrhundert zieht - um wieder in der Gegenwart anzukommen und eine ebenso kluge wie hellsichtige Zeitdiagnose zu liefern. Unwiderstehlich witzig, anrührend und unvergesslich.


Produktinformation

  • Abmessung: 210mm x 135mm x 30mm
  • Gewicht: 392g
  • ISBN-13: 9783462042979
  • ISBN-10: 3462042971
  • Best.Nr.: 32492339
"Eine geniale Familienaufstellung, aberwitzig, böse und liebevoll." ("Rabbi" Dani Levy)

"Mann, schreibst du gut!" (Bastian Pastewka)

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensentin Kristina Maidt-Zinke sieht dem Genre der jüdischen Familiengeschichte mit Adriana Altaras' Buch eine neue, reizvolle Spielart hinzugefügt. Die Schauspielerin und Regisseurin, 1960 in Zagreb geboren und heute in Berlin lebend, hat mit fröhlicher Respektlosigkeit und Freude am Farcehaften die Geschichte ihrer Familie aufgeschrieben, erfahren wir. Dabei greift sie auch den Holocaust mit einer Sorglosigkeit auf, der manchem Betroffenheits-Deutschen die Schamesröte ins Gesicht treiben dürfte, so die Rezensentin. Auch wenn die Sichtung des Nachlasses der Eltern den Erzählanlass liefert und im Zuge dessen durchaus Verborgenes der Familiengeschichte ans Licht geholt wird, versucht die Autorin nicht, einen Roman zu entwickeln, sondern verlässt sich auf die "offenbar ganz authentische" Familienhistorie, stellt Maidt-Zinke zufrieden fest, die mit Vergnügen die grotesken Anekdoten und von den familiären "Verrücktheiten" gelesen hat. Sie muss allerdings zugeben, dass die jüdischen Witze, die die Autorin einstreut, nicht zu den besten gehören. Trotzdem, die respektlose Ironie, mit der Altaras das "Chaos" ihrer Familie und ihres eigenen Lebens behandelt, hat die Rezensentin sehr eingenommen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.02.2011

Mutterwitz mit Dibbuks

Leidenschaftlich heiter: Die Schauspielerin und Regisseurin Adriana Altaras hat mit "Titos Brille" eine unterhaltsame, anregende und weise Geschichte ihrer jüdischen Familie geschrieben.

Von Irene Bazinger

Noch ist die zweite Seite des Prologs in Adriana Altaras' Buch "Titos Brille" nicht vorüber, da macht die Autorin schon klar Schiff: "Ich bin Jüdin. Jahrgang 1960. So, jetzt ist es heraus." Und so, wie sie zu den biographischen Fakten ihren ironisch erleichterten Stoßseufzer fügt, wird sie fürderhin die Geschichte ihrer "strapaziösen Familie" erzählen: Ohne Umschweife, ohne Scheu, ohne Sentimentalität - aber mit viel Zärtlichkeit und großem Witz.

Ausgebildet als Schauspielerin und oft als Regisseurin aktiv, scheint Adriana Altaras an ihr literarisches Debüt wie in eine Theaterprobe gegangen zu sein: Ärmel hoch - und durch. Ohne Angst vor zahlreichen ähnlichen Publikationen der letzten Zeit oder vor der schriftlichen Fixierung einer Vergangenheit, deren Irrungen, Wirrungen und Geheimnisse sie nicht ganz wird lösen können (was sie auch nie behauptet), breitet sie eine verzweigte Familienchronik aus. …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.03.2011

Dibbuks
trinken
Espresso
Adriana Altaras erzählt
in „Titos Brille“ eine
jüdisch-jugoslawische
Familiengeschichte
Von Kristina Maidt-Zinke
Um einen hochberühmten Romananfang zu parodieren: Alle jüdischen Familien ähneln einander. Aber vielleicht sind es auch nur die Geschichten, die einander gleichen wie siebenarmige Leuchter, von denen einer aus Bronze gefertigt wurde, ein zweiter aus Messing und der dritte aus Silber. Meist sind es Frauen, die diese Geschichten aufschreiben, und die Gemeinsamkeiten in Blickwinkel und Erzählton sind unübersehbar. Irene Dische, zum Beispiel, ließ eine erfundene Großmama aus dem amerikanisch-jüdischen Familiennähkästchen plaudern; Eva Menasse porträtierte ihre halb reale, halb fiktive österreichisch-jüdische Sippe unter dem weltläufigen Titel „Vienna“.
Jetzt fügt Adriana Altaras dem Genre eine aparte Variante hinzu. Die in Berlin lebende Schauspielerin und Regisseurin, 1960 in Zagreb geboren, ging in Italien und Deutschland zur Schule, studierte unter anderem in New York und hat nun eine turbulente, offenbar ganz authentische jüdische Familiengeschichte zu bieten, die quer …

Weiter lesen

"Eine geniale Familienaufstellung, aberwitzig, böse und liebevoll." "Rabbi" -- Dani Levy

"Mann, schreibst du gut!" -- Bastian Pastewka

"Eine geniale Familienaufstellung, aberwitzig, böse und liebevoll." "Rabbi" Dani Levy "Mann, schreibst du gut!" Bastian Pastewka

"Eine geniale Familienaufstellung, aberwitzig, böse und liebevoll." ("Rabbi" Dani Levy)

"Mann, schreibst du gut!" (Bastian Pastewka)
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, 1964 Umzug nach Italien, ab 1967 Schulbesuch abwechselnd in Deutschland und Italien. Sie studierte Schauspiel an der Berliner Hochschule der Künste und an der New York University und ist seit 1983 in zahlreichen Filmen für Kino und Fernsehen zu sehen. Seit den 90er-Jahren inszeniert Adriana Altaras zudem regelmäßig an deutschen Schauspiel- und Opernhäusern. Sie ist Mitbegründerin des Off-Theaters "Zum Westlichen Stadthirschen", war Mitarbeiterin bei Steven Spielbergs Shoah Foundation und übernahm 2002 die Künstlerische Leitung der Jüdischen Kulturtage in Berlin. Auszeichnungen u.a.: Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen (zusammen mit Joachim Król), Silberner Bär für schauspielerische Leistungen (Berlinale 2000). Adriana Altaras lebt in Berlin, hat zwei Söhne und den braunen Gürtel in Karate.

www.altaras.eu

Videoclip zu "Titos Brille"

Kundenbewertungen zu "Titos Brille" von "Adriana Altaras"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Titos Brille" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Volker M. am 19.08.2011 ***** ausgezeichnet
Was für ein Buch!

Oh ja, die Frau kann schreiben. So leichtfüßig kommt ihr Stil daher, als würde sie nur beiläufig erzählen, was ihr gerade in den Sinn kommt. Und was kommt ihr nicht alles in den Sinn, als sie nach dem Tod ihres Vaters in dessen Nachlass stöbert: Ein Kaleidoskop der Erinnerungen, dramaturgisch überaus kunstvoll zusammengefügt, eine jüdische Familienhistorie im Spiegel der jüngeren Geschichte, aber es warten auch einige unangenehme Überraschungen. Familiengeheimnise, zu deren Aufdeckung sich der Vater zwar mehrfach aufraffte, im Beisein der Tochter dann aber kniff. Er muss ein eindrucksvoller Mann gewesen sein: jugoslawischer Jude, Partisan und Parteifunktionär unter Tito, Oberarzt am Uniklinikum in Gießen, Bundesverdienstkreuzträger, Vater zweier ehelicher und einer unbekannten Zahl unehelicher Kinder, Frauenschwarm, Geschichtenerzähler. Überhaupt ist in der Familie Altaras kein Mangel an eindrucksvollen Persönlichkeiten. "Die Geschichte meiner anstrengenden Familie" lautet nicht zu Unrecht der Untertitel des Buches. Anstregend zwar, aber auf unterhaltsame Weise anstrengend, denn die unverkrampfte Offenheit, mit der Adriana Altaras über ihre Familie schreibt, macht den Leser schon bald zum Teil derselben. Ihr Mann Georg, mit dem sie, man könnte es meinen, nur zufällig verheiratet ist "weil er mich als einziger auf Dauer ausgehalten hat", die schwierige aber engagierte Mutter, die kettenrauchende jugoslawische Halbschwester, die mit 10 Kartons väterlicher Memorabilia nach der Beerdigung in den Bus nach Zagreb steigt. Ja, und es wäre vermessen zu behaupten, Adriana Altaras selber sei nicht anstrengend. In der koketten Anspielung auf Georg ist mehr als nur ein Körnchen Wahrheit. Aber wen wundert das! Sie gehört zur ersten Nachkriegsgeneration und auf ihren Schultern lasten die Geschichte ihrer jüdischen Familie und die Psychosen der Überlebenden gleichzeitig. Ein Schicksal, das Adriana Altara allerdings in die Hand nimmt und zu ihrem Besten wendet: Sie ist heute erfolgreiche Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin. Und begnadete Autorin. Mit "Titos Brille" hat sie ihren Eltern ein würdiges und ehrliches Denkmal gesetzt und sich selber viele Therapiestunden erspart.
Kurz: Dieses Buch ist einfach großartig.

19 von 19 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Renate am 29.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ein äußerst witzig geschriebenes Buch, das aber das Thema der Familiengeschichte dennoch ernsthaft wiedergibt.

10 von 12 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Titos Brille" von Adriana Altaras ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

13 Marktplatz-Angebote für "Titos Brille" ab EUR 2,95

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 2,95 1,00 Banküberweisung mohrle123 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,50 1,20 Banküberweisung szczebrzesz 100,0% ansehen
gebraucht; gut 4,55 0,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Happy-Book GmbH 99,4% ansehen
wie neu 5,20 1,30 Banküberweisung cgdbh 99,2% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,00 1,30 Banküberweisung LasTorres 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,50 1,20 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung mondgrün 100,0% ansehen
wie neu 7,50 1,30 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung chinareise 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,95 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,00 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, offene Rechnung, Banküberweisung Antiquariat Kisch & Co. 99,7% ansehen
wie neu 9,50 1,20 Banküberweisung Bücherblatt 100,0% ansehen
wie neu 15,01 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, Skrill/Moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 99,3% ansehen
Wie neu 18,20 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 98,6% ansehen
Wie neu 18,40 0,00 Banküberweisung robo-buch 98,2% ansehen
Andere Kunden kauften auch