Schöne Frauen - Sagner, Karin

Karin Sagner 

Schöne Frauen

Von Haut und Haaren, Samt und Seife - die gepflegte Frau in der Kunst

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Schöne Frauen

Zu allen Zeiten gab es eine bestimmte Vorstellung von der Schönheit der Frau. Die einen liebten üppige Körper, die anderen schmale Silhouetten, und auch die Frage, ob rote, braune oder blonde Haare, ein gepuderter Teint oder gebräunte Haut, Natürlichkeit oder Make-up, gebadet oder parfümiert, erhitzte die Gemüter und trennte die Epochen. Was schön ist und warum, wie sich Schönheit durch kleine Hilfsmittel steigern ließ, welche Haarfrisuren wann à la mode waren, warum sich Frauen mit Puder die Haut ruinierten, sich in Pelz, Samt und Seide am liebsten im Spiegel sahen oder mit Lippenstift zu neuem Selbstbewusstsein gelangten, erklärt die Kunsthistorikerin Karin Sagner auf unterhaltsame und kenntnisreiche Weise. Das Panorama ihrer Bildergalerie belegt, dass Eitelkeit zwar ein Laster ist, aber eines, für das Frauen stets in Kauf genommen haben, nicht sofort in den Himmel zu kommen.


Produktinformation

  • Verlag: Sandmann, München
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 151 S. m. 60 Farbabb. 275 mm
  • Seitenzahl: 151
  • Deutsch
  • Abmessung: 286mm x 220mm x 20mm
  • Gewicht: 985g
  • ISBN-13: 9783938045534
  • ISBN-10: 3938045531
  • Best.Nr.: 32655368
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.04.2011

Kämmen, waschen, baden
„Jede Mode ist reizvoll“, sagt Baudelaire. Wie wahr dieser Satz ist, erkennt man so recht, wenn man den Band von Karin Sagner in die Hand nimmt. „Schöne Frauen“ heißt er; aber was er eigentlich im Schilde führt, erfährt man erst aus dem Untertitel: „Von Haut und Haaren, Samt und Seife – die gepflegte Frau in der Kunst“. Seine Kapitel handeln von der erstaunlichen Plastizität der weiblichen Körperformen im Griff ihrer Epoche, von Frisuren, Schminke, Schmuck und der wechselnden Natur des Bades. Dieses kann ein staubtrockenes sein wie bei den Hühnern – so malt es François Boucher im Rokoko, wo die Morgentoilette im Abreiben mit Tüchern bestand, denn vom vielen Waschen wird die Haut so dünn, und darüber zog man Unterwäsche an, die peinlich rein gehalten wurde, „stellvertretend für den Körper“, wie der stets angenehm knappe Begleittext nicht ohne Ironie vermerkt.
Einen wahren Schatz stellen die Bilder dar. Zwar fehlen auch die großen Namen nicht, Botticelli, Rubens, Renoir; vor allem aber lassen die intelligent angeschnittenen und in hoher Druckqualität wiedergegebenen Gemälde eher unbekannt gebliebene Meister …

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Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert, darunter den Bestseller "Claude Monet. Ein Fest für die Augen" sowie die 2009 erschienene erste deutsche Monografie über Gustave Caillebotte. Als freie Kuratorin arbeitet sie für diverse Museen und Kunsthäuser.

Kundenbewertungen zu "Schöne Frauen" von "Karin Sagner"

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Bewertung von MaWiOr aus Halle am 25.03.2011 ***** ausgezeichnet
Der Begriff Schönheit ist relativ und subjektiv. Schönheitsideale gab es schon in der Antike und sie änderten sich stets im Laufe der Jahrhunderte. So hatte jede Epoche ganz eigene Vorstellungen darüber, was als „schön“ galt. Schönheiten von früher wie Marilyn Monroe oder Brigitte Bardot hätten heute wahrscheinlich keine Chance in einem Modemagazin.

Die Germanistin und Kunsthistorikerin Karin Sagner erzählt in ihrem zauberhaften Bild-Text-Band „Schöne Frauen“ die Geschichte der Schönheit, genauer der weiblichen Schönheit. Zu allen Zeiten gab es eine bestimmte Vorstellung von der Schönheit der Frau. War früher der üppige Körper gefragt, ist heute „schlank, schlanker am schlankesten“ quasi in.

Über Fragen der Schönheit haben schon Generationen von Philosophen und Ästheten nachgedacht. Weibliche Anmut und Schönheit faszinierten und inspirierten auch Künstler zu allen Zeiten. Die Maler stellten die Frauen als Göttinnen oder Madonnen dar, als Hexen oder Verführerinnen. Ihre Zeichnungen und Gemälde spiegelten die Schönheitsvorstellungen der jeweiligen Zeit wieder. Besonders im 20. Jahrhundert wechselten die Körperideale in rascher Folge. Proportion, Ideal und Realität - die Kunstwerke aus allen Jahrhunderten waren zugleich die Vermessung der ewigen Schönheit.

Die Textbeiträge und Abbildungen des Buches berichten von der Geschichte und Entwicklung des weiblichen Schönheitsideals. Dabei werden Details um Körperproportionen, Haartracht, Kosmetik, Schmuck, Mode oder Badekultur historisch diskutiert, was deren steten Wandel sichtbar macht.

Das Panorama der Bildergalerie mit Werken großer Künstler und Künstlerinnen reicht von Botticelli bis Rubens, von Cranach bis Manet. Aber auch zahlreiche Werke des 20. Jahrhunderts belegen eindrucksvoll die weibliche Attraktivität.

Der Münchener Elisabeth Sandmann Verlag hat mit diesem wunderbaren Bild-Text-Band seine äußerst erfolgreiche „Frauen“-Reihe um einen weiteren Schatz bereichert. „Schöne Frauen“ ist mit seiner wunderbaren Gestaltung ein unterhaltsamer und kunstreicher Spaziergang durch die Geschichte der weiblichen Schönheit und ganz nebenbei eine wirkliche Zierde für jeden Bücherschrank. Ein sehr empfehlenswertes Buch - nicht nur für Liebhaber der Malerei. Ein Buch für Männer - und ein Buch für Frauen, die sich für ihre Männer schön machen.

Manfred Orlick

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