Rabenmord - Rusch, Sheldon

Rabenmord

Thriller. Deutsche Erstausgabe

Sheldon Rusch 

Aus d. Amerikan. v. Irmengard Gabler
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Rabenmord

Special Agent Elizabeth Hewitt ist entsetzt: Der Schauplatz des Verbrechens gleicht einem Kunstwerk des Schreckens. Ein Totenschädel ist an einen Baumstamm genagelt, ein Band hängt aus der linken Augenhöhle und daran ein goldener Skarabäus, der den Weg zu einem noch viel grausigeren Fund weist ...Elizabeth kommt dieses Szenario unheimlich bekannt vor. Es ist die Erzählung Der Goldkäfer von Edgar Allan Poe, die den Mörder zu seiner furchtbaren Tat inspiriert hat. Ihre größte Angst:dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird. Und sie soll Recht behalten. Die Serie kunstvoll inszenierter Verbrechen nach Motiven des Meisters des Makabren versetzt schließlich ganz Illinois in Angst und Schrecken.In der Hoffnung, den nächsten Schritt des Psychopathen, der sich selbst der »Rabe« nennt, vorauszusehen, sucht sie Hilfe bei Scott Gregory ihrem ehemaligen Liebhaber und Spezialisten für Edgar Allan Poe. Können sie den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen, bevor der »Rabe« sein nächstes großes Kunstwerk vollendet?


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 344 S.
  • Seitenzahl: 344
  • Fischer Taschenbücher Bd.16879
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 335g
  • ISBN-13: 9783596168798
  • ISBN-10: 3596168791
  • Best.Nr.: 20852027
Sheldon Rusch arbeitet als Marketingmanager und Yogalehrer. Schon immer interessierte er sich für Edgar Allan Poe. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in der Nähe von Milwaukee in Wisconsin.

Leseprobe zu "Rabenmord" von Sheldon Rusch

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An einem Dienstagmorgen Mitte September war das Letzte, was Elizabeth Taylor Hewitt brauchen konnte, eine sterbende Krähe am Wegrand, wo sie täglich eine Runde spazieren ging, um das Thema Tod eine Weile aus dem Kopf zu bekommen. Und das Schlimmste, was sie tun konnte, um gegen ihr morgendliches Ritual zu verstoßen, war stehen zu bleiben und das Tier dabei zu beobachten, wie es sein irdisches Dasein aushauchte. Doch genau das tat sie. Ihre schwarzen Schuhe verharrten auf dem pockennarbigen Asphalt und die überanstrengten Augen auf dem glänzend schwarzen Gefieder des Vogels.

Elizabeth suchte nach irgendeinem Lebenszeichen. Einem Heben der Brust. Einem Beben des Schnabels. Einem Zittern der still gefalteten Flügel. Doch eine Minute verstrich, und da war nichts. Was in Elizabeth die Frage aufwarf, ob der Vogel vielleicht schon krepiert war, aufrecht stehend, einfach so. Kaum vorstellbar, dass dieses Geschöpf noch vor kurzem imstande gewesen sein sollte, sich in den Himmel aufzuschwingen. Es glich eher einem ausgestopften Exemplar, das schon im frischen Schellackmantel glänzte.

Sie kam jedoch zu dem Schluss, dass eine tote Krähe nicht aufrecht stehen konnte. Jedenfalls nicht so lange. Dann musste der feuchte Schimmer etwas anderes sein. Er schien eher von innen zu kommen als von außen. Schwitzten Krähen etwa? Vielleicht brachte der Vogel damit ja etwas völlig anderes zum Ausdruck. Womöglich war dies die Art und Weise, wie ein sterbender Vogel weinte.

Himmel, es war doch nur eine beschissene Krähe. Eine fiese, arrogante, kreischende, nervende Krähe. Und sie hasste Krähen, hasste alles an ihnen. Wenngleich es schwieriger war, etwas Sterbendes zu hassen als etwas Lebendiges - und wenn es sich um die abgefeimtesten Schlächter handelte. Egal, ob so ein Killer auf einem keimfreien Rollbett in der Todeszelle des Staatsgefängnisses starb oder zu ihren Füßen - einmal sogar in ihren Armen, niedergestreckt von einer Kugel aus ihrem eigenen Dienstrevolver: Der Tod war nie ein Grund zum Feiern. Der Tod war immer ein trauriges Ende.

Es war ein ungewöhnlich kühler Morgen für Ende September im Mittleren Westen. Elizabeth war froh, dass sie sich auf dem Weg nach draußen ihren Mantel geschnappt hatte. Wenn sie irgendetwas tun könnte, um der gottverlassenen Krähe zu helfen, dann würde sie es tun. Sagte sie sich. Redete sie sich ein. Aber zwischen der Erde unter ihr und dem Paradies irgendwo jenseits der silberblauen Himmelskuppel gab es Herrgott noch mal gar nichts, was sie hätte tun können.

Sie bewegte sich. Ein Beben der Brust und ein Heben des Schnabels. Genug, um einen Schauder durch Elizabeths angespanntes Nervensystem zu jagen. Sie schlug den Mantelkragen hoch und war dankbar für die zusätzliche Wärme im Nacken. Dann setzte sie ihre Füße in Bewegung, drehte sich um und lief davon, zurück nach Hause.

Als sie schließlich wieder auf dem Weg zu der sterbenden Krähe war, spürte sie das Gewicht ihres Dienstrevolvers in der rechten Manteltasche. Es war wirklich reichlich idiotisch, was sie da vorhatte. Für jeden vernünftigen Beobachter. Und definitiv im Auge des Schusswaffengesetzes im Staate Illinois. Aber es gab keine sonderlich vernünftigen Zuschauer, sie selbst inbegriffen. Und die einzige anwesende Gesetzeshüterin des Staates Illinois hatte beschlossen, kurzerhand darüber hinwegzusehen.

Ihre Augen glitten über den Straßenrand. Überwiegend Goldrute. Mit orangefarbenen Tupfen verblühender Tigerlilien und den stacheligen Ranken eines Heckenrosenstrauchs, dessen rosa Blüten längst verwelkt waren.

Sie befühlte den Revolver in ihrer Tasche, mochte wie immer seine nüchterne Härte und dass er sich ein paar Grad kühler anfühlte als alles andere.

Er war gesichert.

Keine hundert Meter mehr bis zu der Stelle, wo die Krähe stand und wartete. Auf sie wartete, wie das Schicksal es wollte, damit sie sie aus ihrer misslichen Lage erlöste. Elizabeth überraschte die Entschlossenheit ihres Gangs, die Art und Weise, wie ihr ganzer Körper sich auf den Gebrauch der Waffe eingestellt hatte. Krähe oder nicht, das Adrenalin tat seine Wirkung.

Noch dreißig Meter bis zu dem sterbenden Tier. Zwanzig. Zehn ...

Herrgott noch mal. Die Krähe war hin. Verdammt, da war ihr dieses undankbare Vieh doch glatt zuvorgekommen und hatte ohne sie den Abgang gemacht. Ein Frösteln durchlief ihren ganzen Körper.

Sie zog die Hand aus der Manteltasche, wobei sie Mühe hatte, die Finger vom kalten Metall zu lösen.


Kundenbewertungen zu "Rabenmord" von "Sheldon Rusch"

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Bewertung von Kerry aus Berlin am 06.05.2011   sehr gut
Eine sehr spannend erzählte Geschichte, in der Morde nach dem Vorbild der Geschichten von Edgar Allen Poe verübt werden. Agent Hewitt, die in diesem Fall ermittelt, merkt erst, als es fast zu spät ist, wie nah ihr der Mörder in Wirklichkeit gekommen ist.

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