Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11 - Dickens, Charles
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Charles Dickens 

Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11

Broschiertes Buch
 
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Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11

Ein Abenteuer kommt selten allein ...

Kinder brauchen Klassiker. Geschichten, die die Fantasie beflügeln, den Entdeckergeist wecken und neugierig machen auf die großen Abenteuer dieser Welt. Die cbj Taschenbuch Klassiker versammeln die beliebtesten und aufregendsten Kinderromane der Weltliteratur - zum Schmökern, Träumen und Immer-Wieder-Lesen.

Oliver Twist kämpft sich durchs Leben der Londoner Unterschicht. Eines Tages fällt er der Gaunerbande des alten Fagin in die Hände und wird zum Stehlen gezwungen. Als er sich erwischen lässt, muss Oliver ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung wartet die Bande bereits auf ihn. Doch dann taucht der mysteriöse Mr Brownlow auf ...

- In wunderschöner moderner Ausstattung

- Behutsam überarbeitet und gekürzt


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 335 S. m. Illustr.
  • Seitenzahl: 335
  • cbj Taschenbücher Bd.21951
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 18, 5 cm
  • Gewicht: 370g
  • ISBN-13: 9783570219515
  • ISBN-10: 3570219518
  • Best.Nr.: 23544253
Charles Dickens (1812 -1870), geboren in Landport bei Portsea, begann seine schriftstellerische Karriere als Gerichtsreporter. Seine liebevollen Schilderungen menschlicher Schwächen, sein Kosmos skurriler und schrulliger englischer "Originale" und die satirische Anprangerung sozialer Mißstände machten ihn bereits zu Lebzeiten zu einem der beliebtesten Romanciers der Weltliteratur.

Leseprobe zu "Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11"

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Leseprobe zu "Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11" von Charles Dickens

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Leseprobe zu "Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11" von Charles Dickens

In der kleinen Stadt, deren Namen ich aus bestimmten Gründen nicht nennen möchte, befindet sich neben anderen öffentlichen Gebäuden auch ein Armenhaus. In diesem wurde an einem Tag, dessen genaues Datum für den Leser unwichtig ist, Oliver Twist geboren. Noch lange, nachdem der Arzt ihn in diese Welt der Sorgen und Mühen befördert hatte, war es sehr ungewiss, ob er am Leben bleiben würde. Es war äußerst schwierig, ihn zum Atmen zu bringen; er lag keuchend und zuckend auf der Grenzscheide zwischen dieser und jener Welt. Wenn er während dieser Zeit von sorglichen Großmüttern, geschäftigen Tanten, erfahrenen Wärterinnen und hochgelehrten Doktoren umgeben gewesen wäre, so würde er natürlich diese Stunde nicht überlebt haben. Aber es war niemand in seiner Nähe außer einer alten, ein wenig vom Bier benebelten Frau und dem Armenarzt, der vertragsgemäß die Geburtshilfe leistete. Das Ergebnis war, dass Oliver endlich den Hausbewohnern sein Erscheinen durch ein lautes Schreien ankündigte.

Als er dieses Lebenszeichen gab, hob eine bleiche, junge Frau den Kopf vom Kissen und flüsterte mit matter Stimme: "Lasst mich das Kind sehen und sterben."

Der Arzt ermahnte sie, nicht vom Sterben zu reden.

Aber seine Worte schienen keinen Eindruck zu machen. Die Wöchnerin schüttelte den Kopf und streckte die Arme nach dem Kind aus. Der Arzt reichte es ihr. Sie drückte ihm ihre kalten weißen Lippen heftig erregt auf die Stirne, fuhr dann mit den Händen über ihr Gesicht, blickte wirr um sich, sank zurück - und starb.

"Es ist aus mit ihr!", sagte der Arzt nach einigen vergeblichen Versuchen, sie zum Leben zurückzubringen.

"Das arme Kind!", meinte die Wärterin.

"Sie brauchen nicht nach mir zu schicken, wenn es schreit", fuhr der Arzt fort, kaltblütig seine Handschuhe anziehend. "Es wird wahrscheinlich sehr unruhig sein, dann geben Sie ihm etwas Haferschleim."

Er setzte den Hut auf, trat aber noch einmal ans Bett und sagte: "Die Mutter sah gut aus. - Woher kam sie?"

"Sie wurde gestern Abend gebracht", erwiderte die Wärterin. "Man hat sie auf der Straße liegend gefunden. Sie muss von ziemlich weit her gewandert sein, denn ihre Schuhe waren ganz zerrissen; aber woher sie kam oder wohin sie wollte, weiß niemand."

Der Arzt beugte sich über die Tote, hob ihre Hand hoch und bemerkte kopfschüttelnd: "Die alte Geschichte; ich sehe keinen Trauring. Hm! - Gute Nacht!"

Er ging zu seinem Abendessen, und die Wärterin fing an, das Kind anzuziehen. Bis zu diesem Augenblick hätte man nicht sagen können, ob dürftige, verwaschene Kinderzeug des Armenhauses bezeichnete seine gegenwärtige und zukünftige Stellung in der Welt, sein Schicksal, als Waise des Armenhauses, von allen verachtet, von niemand bemitleidet, durch die Welt gestoßen zu werden.

Oliver Twists erste Kindheit Oliver Twist wurde die ersten zehn Monate "aufgefüttert" und dann in ein Kosthaus für Waisenkinder gebracht, wo zwanzig bis dreißig andere Kinder unter der mütterlichen Aufsicht einer älteren Frau aufwuchsen, ohne allzu gut ernährt oder allzu warm gekleidet und verzärtelt zu werden. Sie bekam sieben und einen halben Penny wöchentlich für jeden von ihnen. Damit lässt sich viel beschaffen und die Matrone war klug und erfahren. Sie wusste, wie leicht sich Kinder den Magen verderben, und wusste, was für ihre Kostgänger, ebenso genau aber, was für sie selber gut war. Sie verwendete daher einen beträchtlichen Teil des für die Kinder Bestimmten zu ihrem eigenen Nutzen.

Die besagte Matrone wandte dasselbe System auf die Kinder an, von denen viele vor Hunger oder Kälte starben, sobald sie diese eben mit vieler Mühe dahin gebracht hatte, dass sie von der kleinsten Menge möglichst billiger Nahrungsmittel leben konnten.

Stellten die Direktoren unangenehme Untersuchungen an oder stellten die Richter lästige Fragen, so schützten dagegen die Aussage und das Zeugnis des Arztes und der Armenpolizei. Der Erstere hatte immer die Leichen geöffnet und nichts darin gefunden - was auch in der Tat sehr glaubwürdig war -, und die Letztere beeidete stets, was der Gemeinde nützlich war, und gab damit einen anerkennenswerten Beweis von Selbstaufopferung. Die Vorsteher der Armenanstalt besuchten von Zeit zu Zeit das Waiseninstitut und schickten tags zuvor einen Polizisten, um ihre Ankunft anzukündigen. Dann sahen die Kinder stets gut und reinlich aus - und was konnte man mehr verlangen?

Oliver Twist war an seinem achten Geburtstage ein blasses, schmächtiges, nicht groß zu nennendes Kind, doch wohnte in ihm ein gesunder, kräftiger Geist, der auch dank der strengen Diät des Hauses hinreichenden Raum hatte, sich auszudehnen.

Oliver feierte seinen Geburtstag im Kohlenkeller, worin er nach einer tüchtigen Tracht Prügel eingesperrt worden war, weil er sich erkühnt hatte, hungrig zu sein. Da wurde Mrs Mann, die gutherzige Pflegerin, durch das Erscheinen Mr Bumbles, Amtmann der Armenpolizei, der auf die Gartentür zukam, in Schrecken versetzt.

"Du meine Güte, Sie sind es, Mr Bumble?", rief sie ihm aus dem Fenster, anscheinend hocherfreut, entgegen. - "Susanne, bring gleich den Oliver und die anderen beiden Buben herauf und wasch sie! - Ach, Mr Bumble, wie lang haben Sie sich nicht sehen lassen!" Mr Bumble zürnte zwar sehr, weil er auf das Öffnen der Haustür warten musste - er, der Beamte, der in Gemeindeanlegenheiten kam -, aber Mrs Mann wusste ihn durch viele liebe Worte und ein starkes Getränk zu besänftigen, das auszutrinken er sich nach langer Weigerung endlich herabließ. Dann ging er zu den Geschäften über. "Ist nicht Oliver Twist heute acht Jahre alt geworden?"

"Des Himmels Segen über das liebe Herzchen!", rief Mrs Mann und musste ihre Augen mit der Schürze abtrocknen.

Mr Bumble fuhr fort: "Trotz angebotener Belohnung von zehn Pfund, die nachher sogar auf zwanzig Pfund erhöht wurde, und trotz der größten Anstrengungen von Seiten der Gemeinde sind wir nicht imstande gewesen, seinen Vater ausfindig zu machen oder seiner Mutter Heimat, Namen und Stand in Erfahrung zu bringen."

"Woher hat er seinen Namen?", fragte die Waisenmutter. Der Amtmann warf sich stolz in die Brust und erwiderte: "Ich habe ihn erfunden." "Sie, Mr Bumble!"

"Ich, Mrs Mann. Wir geben unseren Findlingen ihren Namen nach dem Alphabet. Der letzte war ein S - ich nannte ihn Swubble. Dieser war ein T, ich gab ihm den Namen Twist. Ich habe Namen im Vorrat von A bis Z; und wenn ich beim Z angekommen bin, fange ich beim A wieder an."

"Sie sind wirklich ein Gelehrter, Mr Bumble!" "Kann sein, kann sein, Mrs Mann. Doch genug davon. Oliver Twist ist jetzt zu alt geworden, um hier zu bleiben. Die Vorsteher haben beschlossen, ihn wieder in das Armenhaus zurückzunehmen, und ich bin selbst gekommen, um ihn abzuholen. Wo ist er?" Mrs Mann eilte hinaus und erschien gleich darauf mit Oliver wieder, der inzwischen gewaschen und umgezogen worden war."Mach einen Diener vor dem Herrn, Oliver." Oliver verbeugte sich tief vor dem Amtmann und vor dessen dreieckigem Hut auf dem Tisch.

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Kundenbewertungen zu "Oliver Twist / cbj Klassiker Bd.11" von "Charles Dickens"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von Leseratte 1 aus Aalen-Dewangen am 13.05.2011 ***** ausgezeichnet
In diesem spannenden Buch wird Oliver Twist geboren. Kurz nach seiner Geburt stirbt seine Mutter, so dass der kleine Junge ins Armenhaus kommt. Dort verbringt er die ersten 8 Jahre. Dann kommt er ins Waisenhaus. Dort wird ihm ein Job alsLeichenbestatter angeboten. Er musste ihn annehmen, weil man ihn sonst verprügelt hätte und ihn hungern lassen hätte. Er entflieht diesem Leben und kommt nach London. Dort trifft er einen seltsamen Jungen, der ihn zu dem alten Fagin bringt, wo er zum Dieb ausgebildet wird. Bei seinem ersten Raub-Versuchs wird er entdeckt und vor Gericht gebracht. Das Raubopfer hat Mitleid mit dem Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Dieser Herr ist Mr Brownlow. Bei ihm erfährt Oliver Twist Liebe und Geborgenheit. Doch Oliver Twist wird entführt und wieder zu den Dieben zurückgebracht, wo er erneut bei Verbrechen mithelfen muss. Wieder wird er entdeckt, weil er angeschossen worden ist. Aber auch diese Familie, die Opfer eines Einbruches werden sollte, hat Mitleid mit dem Jungen. Sie nehmen Oliver Twist bei sich auf und pflegen ihn gesund. Oliver Twist schwebt in Lebensgefahr, weil die Räuberbande ihn als Zeugen ausschalten will. Nun begibt sich Oliver Twist auf eine gefährliche Verbrecherjagd und kann dabei sogar das Rätsel seiner eigenen Familie lösen.
Das Buch ist sehr, sehr spannend, weil es einen Einblick in das schwierige Leben von Kindern im 18./19. Jahrhundert gibt und gleichzeitig einen spannenden Krimi erzählt.

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Bewertung von Mango aus Odenthal am 12.05.2011 ***** sehr gut
Dem Waisenjunge Oliver geht es wirklich nicht gut. Er lebt in einem Waisenhaus, in der Nähe von London. Dort gibt es sehr wenig zu Essen, als er sich eines Tages beschwert, wird er weggejagt. Er macht sich auf den Weg nach London wo er auf Fagins Bande trifft. Sie geben ihm Essen und ein Dach überm Kopf. Doch sie spielen seltsame Spiele... Und schließlich bekommt Oliver heraus, dass er stehlen muss. Er stehlt nicht, darf aber trotzdem bleiben; alles, nur nicht ins Waisenhaus zurück. Eines Tages steht er neben einem Mann und zwei Andere klauen seine Geldbörse. Sie rennen weg, doch Oliver wird verdächtigt. Dann kommt auch schon die Polizei, doch der Mann namens Mr. Bronlow will ihn mit nach Hause nehmen! Das hätte er nie gedacht, dass er mal in einer riesigen Villa leben wird. Irgendwan sitzt er auf dem großen Bett im Schlafzimmer seiner neuen Eltern, als ihm ein paar seltsame Portrais auffallen. Plötzlich kommt Mr. Bronlow herein, als er gerde neben einem Bild steht. Sein Vater schaut ihn verdutzt an, dann versteht Oliver nichts mehr...
Ein Junge auf der Flucht, dass ist schonmal ein schöner Ansatz für ein spannendes Buch. Eine Diebesbande auch. Wenn man anfängt zu lesen, ist man direckt gefesselt. Doch man denkt anfangs nicht, dass das Ende ausgerechnet so (...) aussieht. Es ist spannend und soetwas muss maneinmal lesen um mitreden zu können, was gute Bücher angeht. Ich würde es an alle Kinder und Teenager weiteremphelen.Ein Klassiker!

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Bewertung von ann-kathrin aus Welzheim am 28.06.2010 ***** sehr gut
In dem Buch geht es um den Jungen Oliver Twist, der in einem Armenhaus aufwächst ohne das er weis wo er herkommt. Er wird Woche lang in den Kohlenkeller gesperrt. Er geht zu einem Sargtischler namens Herr Sowerberry Alle Jungen mögen ihn auf seine Art. Der Lehrling Noah Claypole beleidigt Olivers Mutter, und Oliver prügelt sich mit ihm und wird mit Schlägen bestraft, er haut nach London.
Dort wird er vom Boss der Diebe Fagin gefangen. Er möchte ihn mit dem Diebstahl vertraut machen. Seine Schützlinge bilden eine Diebesbande. Seine Bande besteht Hauptsächlich aus Straßenkindern. Nancy, die Diebesgesellin tritt in Olivers Leben ein. Irgendwann wenn Oliver das klauen erlernt hat wird er auf eine Diebestour mitgenommen.Aber diese hat Folgen Für ihn. Nachdem ein Opfer namens Mr. Brownlow bemerkt,das ihm etwas geklaut wurde hat er Oliver die schuld gegeben.....
Ich finde das Buch spannend , weil sehr vieles passiert als die Leute gemerkt haben das ihnen etwas geklaut wurde. Ich würde es Weiter empfehlen.

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Bewertung von joki24 aus Hamburg am 20.04.2010 ***** ausgezeichnet
In dem Buch "Oliver Twist" von Charles Dickens geht es darum, dass Oliver um 1850 in einem Armenhaus auf die Welt kommt. Die Mutter stirbt kurz nach der Geburt, jedoch hinterlässt sie noch etwas rätselhaftes. Von seinem Vater weiß niemand etwas, so dass Oliver zum Vollwaisen wird. Im Waisenhaus wird er schlecht behandelt und leidet stark an Hunger, so dass er sich überreden lässt nach mehr Essen zu fragen.
Die Besitzer des Waisenhauses finden dies unverschämt und verkaufen Oliver an einen Leichenbestatter namens Sowerberry.
Doch nach einiger Zeit hält es Oliver bei dem Bestatter nicht mehr aus und beginnt eine weite Reise nach London. Dort angekommen gerät er in die Finger einer Diebesbande die ihn zum stehlen zwingt. Sogar für einen Einbruch wird Oliver von ihnen benutzt. Dabei wird Oliver angeschossen und verwundet im Graben liegengelassen.
Am nächsten Tag kann er sich zu dem Besitzer des Hauses schleppen, wo er liebevoll von dem Ehepaar Brownlow aufgenommen wird. Doch die Diebesbande holt sich Oliver zurück. Nachdem sie jedoch von der Polizei entdeckt wurde kann Oliver zurück zu den Brownlows und wird von ihnen adoptiert. Doch löst sich das Rätsel um seine Mutter ?
Ein spannendes Buch von Charles Dickens.
Es ist gut und verständlich geschrieben und hält den Leser meist gespannt. Ich würde es Personen ab 11 Jahren auf jeden Fall weiter empfehlen.

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