Musterexemplare der »arischen Rasse« sollten sie werden. Viele von
ihnen belastet das Stigma Lebensborn bis heute: In ergreifenden
Porträts erzählen die Journalistin Dorothee Schmitz-Köster und der
Fotograf Tristan Vankann vom Schicksal der Kinder, die das
gigantische Rasseprojekt der SS für sich vereinnahmte. Groß - blond
- blauäugig, so sollten sie aussehen, die Kinder, die in den
Lebensborn-Heimen auf die Welt kamen, die der SS-Organisation
übergeben wurden oder die in ihre Hände gerieten, nachdem sie
verschleppt und zwangsgermanisiert worden waren. Der Plan: Ob
deutscher oder ausländischer Herkunft, sie sollten die »arische
Rasse« vergrößern und eine neue Elite bilden. Die meisten der
18.000 Betroffenen sprechen bis heute nicht über ihre
Lebensborn-Zeit - um sich und ihre Mütter zu schützen, aus Scham
oder weil ihre Herkunft so konsequent verschwiegen wurde, dass sie
ahnungslos sind. Doch einige gehen inzwischen an die
Öffentlichkeit. Die Journalistin Dorothee Schmitz-Köster zeichnet
in 20 Porträts ihre Schicksale nach. Und der Fotograf Tristan
Vankann zeigt in bewegenden Aufnahmen die Gesichter von
Lebensborn-Kindern heute.
Dr. Dorothee Schmitz-Köster, geboren 1950, Studium der Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Bonn, arbeitet seit 17 Jahren als Buch-Autorin und Hörfunk-Journalistin.
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