'Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!' - Klocke, Piet
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Piet Klocke 

'Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!'

Originalausgabe

Taschenbuch
 
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'Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!'

»Leben – eine Zumutung, aber… muss ja!«

Piet Klocke ist auf der Suche nach Wahrheit und Klarheit – und um Licht in die Sache zu bringen, fängt er bei den großen Fragen der Menschheit an: der Evolution. Doch schon in den Anfangsgründen der Materie beginnen die Verwicklungen, und so stolpert er aufs Wunderbarste durch die Weltgeschichte. Ungeheuer komisch und erhellend, um nicht zu sagen weise!

Der "Metaphysiker der deutschen Spaßkultur" -- FAZ

"Klocke beherrscht die Kunst der immerwährenden Assoziation, ist ein Meister des gebrochenen Wort-Versprechens." -- Süddeutsche Zeitung


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2011
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 287 S. m. meist farb. Fotos
  • Seitenzahl: 288
  • Heyne Bücher Nr.60162
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 144mm x 25mm
  • Gewicht: 580g
  • ISBN-13: 9783453601628
  • ISBN-10: 3453601629
  • Best.Nr.: 29508418
In der Tradition von Werner Finck, Jürgen von Manger, Heinz Erhardt und Karl Valentin stehend, sprechen Piet Klockes Seminare "Kommunikation - wozu?", "Scheitern als Weg" oder "Leben - eine Zumutung, aber muss ja!" für sich. Piet Klocke sieht sich als Komödiant nicht als Comedian. Neben der Musik (16 Jahre Film- und Fernsehmusiker, diverse Musiktheater) erreichte seine Begabung, eine Mischung aus ausgeprägtem Mutterwitz und der herzlich direkten, sich selbst aber gern überfordernden Sprache des Ruhrgebiets, erst durch diverse Fernsehauftritte um die Jahrtausendwende ein größeres Publikum.

Leseprobe zu "'Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!'"

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Leseprobe zu "'Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!'"

Infotainment: (S. 20-21)

An Bahnsteig 5 läuft ein der Intercity Edgar von Heilbronn. Bitte steigen Sie nicht ein, es ist ein Vorführmodell! Kerner und Beckmann wollen heiraten. Atemberaubende Begeisterung über sich selbst hat sie zusammengebracht.

Neuester Trend: Sushi aus eigener Schlachtung. „Ich höre grad. Da die Leitung ins Katastrophengebiet noch nicht steht, koche ich für Sie daheim ein Chateaubriand de la Chanson mit enteistem Zwiebelwupp, Prinz-Anne-Böhnchen an Senfpolonaise und Kartoffelbriest. Das Rezept läuft unten am Bildrand unterhalb der Aktienwerte, Sie können also zeitgleich mitkochen.

Ah …, da sehe ich auch endlich das Katastrophengebiet, köstlich, eh, schrecklich!“ In den Pariser Banlieues warf gestern der französische Staatspräsident Franck Ribéry signierte Trikots ab. Der Hubschrauber drehte danach bei. Nach mehrtägiger Diskussion haben die politischen Parteien heute morgen endlich ein neues Grundsatzproblem ausgearbeitet. Die Erderwärmung betrifft jetzt auch die Meere. Taucher entrüstet über bikinitragende Sardinen. Kohlenstoffchauvinismus.

Prostitution immer dreister. Gorilla schickt Gnu auf den Pfad. In der Nacht vor Weihnachten wurde in Bern ein 280 Gramm schwerer Karpfen von einem Linienbus angefahren. Gudry Zitzel sprach mit dem Opfer. In Ländern mit hohem kulturellen Niveau sind selbst Einbahnstrassenschilder handsignierte Originale. Hartz 4 gilt nicht für 4 Personen! Auf Langstreckenflügen kann man sich leicht eine Toblerone zuziehen! Sylt beantragt Aufnahme in die EU.

„Sie sind mehrere“, verriet mir mein Psychologe schon während der ersten Sitzung. Doch mit derlei kann man mich nicht verunsichern. Lieber zwei, drei, die aneinander vorbeireden, als einer, der überhaupt nichts versteht und sich irgendwann beleidigt umbringt. Im Gegenteil: Ich vermute, ich war früher sogar noch einer mehr. Den haben wir aber rausgeschmissen.

Er kam nicht zu den wöchentlichen Besprechungen, hat Informationen zurückgehalten und und und. Vorteil dieser Veranlagung: Wenn das Leben einem wieder mal seine „unberechenbaren 5 Minuten“ anbietet, bricht man einfach den Kontakt zu sich selbst komplett ab und geht mit den übrigen Ichs Gassi, wahlweise ums Haus herum.

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Kundenbewertungen zu "'Kann ich hier mal eine Sache zu Ende?!'"

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Bewertung von Zausel aus Mühltal am 14.03.2012 ***** weniger gut
Der Einband ist gut gelungen. Das Buch selbst beginnt auf Seite 7. Bis dahin wird man schon mal darauf eingestimmt, dass P.K. irgendwie eine Teilreinkarnation verschiedener Humoristen sein muss, die man nur kennen kann, wenn man selbst in der Altersklasse von Juppi Heesters ist. Es ist unverkennbar ...da wird eine gewisse Erwartungshaltung gefordert ...vom Leser. Und bitte ...man sollte Kunst auch erkennen, wenn man ihr begegnet! Ich gebe zu ...da scheint es bei mir ein kleines Defizit zu geben ...vielleicht ...aber ich hab davon noch nie etwas bemerkt ...jedenfalls nicht direkt. Also gut ...halbe Sachen kann doch jeder ...zumindest wenn er sich Mühe dabei gibt. Der geistige Gehalt ist hier wirklich Geschmackssache und taugt als Kriterium daher nur bedingt. Warum soll etwas schlecht sein nur weil mir der geistige Zugang fehlt? Aber: Den Leser (?) erwarten viele leere Zeilen (also nur zum gucken, nix zum lesen). Von den 216 Seiten mit Text sind 141 mit 0-8 Zeilen gefüllt. Die überwiegende Zahl (38 Seiten) mit 2 bedruckten Zeilen, 28 Seiten mit 3 Zeilen und 22 Seiten mit 4 Zeilen. Das ist arg gewöhnungsbedürftig und muss erstmal verdaut werden. Ich behaupte hier und jetzt, dass sich auf den Freiflächen mühelos der Plot für die Fortsetzung von "Ferkeln im Sturm" unterbringen lässt (auch wenn man nur halbwegs kreativ ist). Wenn es knapp wird bieten die 70 Seiten mit einem bis drei Bildern und unterschiedlich wenig Text noch Reserveflächen. Von den insgesamt 216 Textseiten sind 15 mit 30-32 Zeilen wirklich so voll, dass man nur noch zwischen den Zeilen schreiben kann. Na bitte ...geht doch! ...Obwohl ...die makellose CO2-Bilanz für ein gedrucktes Buch sieht anders aus. Wer, wie ich, durchhält bis zum Schluß, hat eigentlich eine Urkunde verdient. Allerdings lässt mich seither die Sorge um den Autor nicht mehr ruhig schlafen. Ich kann nicht sagen ob solch ein Zustand ...(nein, nicht meiner) ...therapierbar ist. Nur eines ist mir klar: Von den Substanzen zweifelhaften Ursprungs, die der Autor in früher Kindheit sicherlich unbewusst zu sich genommen haben muss und an deren Spätfolgen er heute zweifelsohne reichlich erfolglos laboriert, möchte ich keine einnehmen müssen, um ihm auf seinem ungewissen Weg ins Was-auch-immer-und-wohin-auch-immer folgen zu können (den Satz nehme ich, sofern der Autor das wünscht, natürlich vollumfänglich zurück). Positiv ist für mich, dass ich trotz des relativ hohen Kaufpreises dennoch viel Geld gespart habe. Da ich ein geplantes Live-Event mit P.K. nicht unbeschadet überstehen würde, habe ich mir definitiv die Ausgaben für zwei Eintrittskarten gespart.
Zwei wirklich geniale Sätze habe ich gefunden, die sich auf zwei weitestgehend leeren Seiten verloren haben. Der Autor möge mir die Zitate erlauben: "Angefangene Sätze sind das halbe Leben" (Seite 75) und "In jedem noch so großen Chaos steckt immer auch ein Fünkchen Hoffnungslosigkeit" (Seite 141). Danke dafür! Umso erstaunlicher finde ich, dass es die Zote: "Das Nashorn nimmt beim Vorspiel das Weibchen aufs Horn und bläst mehrfach kräftig hinein" (Seite 250) geschafft hat an der Zensur des guten Geschmacks vorbei zu schlüpfern. Spätestens die übernächste Generation wird das nicht mehr nachvollziehen können, weil es dann wahrscheinlich schon keine Nashörner mehr geben wird (also noch ein Witz auf Kosten einer Minderheit).
Fazit: Wem 12,99 Euro für ein teilweise bedrucktes Notizbuch nicht zu viel sind, der kann getrost zugreifen (vorausgesetzt er kann den vielfachen Anblick der Brille des Autors ohne Autor in Bildform ertragen). Allen Anderen sei der Weg ins Schreibwarengeschäft empfohlen. Dort gibt es komplett leere Notizbücher zu günstigeren Preisen. Für alle, die zugreifen und merken, dass ihre eigenen Humorantennen auf eine andere Empfangswellenlänge ausgerichtet sind, sei gesagt, dass die Ausgabe nicht als therapiebegleitender Medikamentenersatz von der Krankenkasse übernommen wird.
Bitte schlagen Sie nicht Ihren Buchhändler!

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