Kaffee - Krieger, Martin

Martin Krieger 

Kaffee

Geschichte eines Genussmittels

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Kaffee

Kaffee ist heute eines der wichtigsten Handelsgüter und für viele Menschen im Alltag unverzichtbar. Dabei waren seine Anfänge in den entlegenen Tälern Äthiopiens unspektakulär. Erst nachdem er im 15. Jahrhundert im Jemen zu einem bedeutenden Agrarprodukt avanciert war, begann die globale Erfolgsgeschichte des Kaffees: zunächst in den Kaffeehäusern des Vorderen Orients, später in den Botanischen Gärten Europas und schließlich auch in den Tassen der westlichen Welt. Mit dem Genuss von Kaffee verbanden sich in Europa nicht nur Debatten um gesundheitlichen Schaden oder Nutzen, sondern ein ganz neues Lebensgefühl in der Alltagskultur, in Musik und Dichtkunst. Davon unbemerkt wurde und wird Kaffee in den tropischen Regionen oftmals von Sklaven oder Tagelöhnern angebaut als trauriger Kontrapunkt zum schillernden Leben vieler Plantagenbesitzer. Schon längst ist aus dem einstigen Luxusgut ein anonymes Massenprodukt geworden, das den Konjunkturen des Weltmarktes unterliegt. Martin Kriegers
umfassende Geschichte des Kaffees zeichnet den Weg vom Luxusgut zum Alltagsgetränk nach. Der Konsum in Europa seit dem 17. Jahrhundert bildet dabei einen inhaltlichen Schwerpunkt.


Produktinformation

  • Verlag: Böhlau
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 307 S., 20 farb- u. SW-Abb. auf Taf.
  • Seitenzahl: 307
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 144mm x 30mm
  • Gewicht: 546g
  • ISBN-13: 9783412207861
  • ISBN-10: 3412207861
  • Best.Nr.: 33371286
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.12.2011

Verräterischer Saft
Der Historiker Martin Krieger legt
eine große Kaffeegeschichte vor
Wer hätte das gedacht: Die Deutschen trinken mehr Kaffee als Bier. Sogar Wasser liegt auf der Konsumskala hinter dem Kaffee. Durchschnittlich 180 Liter Kaffee verleibt sich jeder Deutsche auf das Jahr gerechnet ein, einen halben Liter pro Tag. Nur wenige investieren Zeit und viel Geld – etwa für die in den Exkrementen indonesischer Schleichkatzen veredelte Bohne „Kopi Luwak“ zu 200 Euro für das Kilo –, um Kaffee kontemplativ zu genießen. Der Großteil der Konsumenten hält es mit jenem Refrain der Kölner Band Bläck Fööss, in dem es heißt: „Un dann stonn se in d’r Kaffeebud un schödden sich de Kaffee in d’r Kopp.“
Dabei warnte schon Goethe nach leidvollen Selbsterfahrungen mit der einen oder anderen Überdosis Koffein: „Die vorübergehend falsche Stimmung, die dieser verräterische Saft dem Geist gibt“, berge enormes Suchtpotenzial. Sowohl Goethes Gefahrenhinweis als auch die Hochrechnung mit den 180 Litern führt Martin Krieger in seinem Buch an. Kaum jemals hat sich ein Historiker derart intensiv mit der Geschichte des …

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Martin Krieger ist Professor für Geschichte an der Universität Kiel und bewirtschaftet eine Teeplantage in Kotagiri (Indien).

Inhaltsangabe

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Leseprobe zu "Kaffee" von Martin Krieger

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Inhaltsangabe

- Vorwort

I. Kaffee: Eine Weltgeschichte

II. Was ist Kaffee?

III. Kaffa - Die Heimat des Kaffees

IV. Arabia Felix

V. Kaffeelust im Orient

VI. Der Kaffee erreicht Europa

VII. Das Kaffeehaus

VIII. Kaffee und koloniale Expansion

IX. Welthandelsgut Kaffee

X. Kaffeerevolutionen

XI. Deutschland - Kaffeeland

- Anmerkungen

- Literaturverzeichnis

- Abbildungsnachweis

- Register
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