Fleckenteufel - Strunk, Heinz
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Heinz Strunk 

Fleckenteufel

Roman. Originalausgabe

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Fleckenteufel

Der neue Roman von Heinz Strunk führt in bewährter Weise in die Welt des Aberwitzes und der Skurrilität.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 219 S.
  • Seitenzahl: 224
  • rororo Taschenbücher Nr.25224
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 126mm x 20mm
  • Gewicht: 255g
  • ISBN-13: 9783499252242
  • ISBN-10: 3499252244
  • Best.Nr.: 24793754
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 23.01.2009

Thorstens Beschwerden

Heinz Strunk hat einen neuen Roman geschrieben. "Fleckenteufel" will eine männliche Antwort auf Charlotte Roches "Feuchtgebiete" sein. Aber kann so etwas überhaupt gelingen?

Vor einem Jahr erschien der Roman "Feuchtgebiete". Charlotte Roche erzählt von der achtzehnjährigen Helen, die mit einer Analverletzung im Krankenhaus liegt und von intimsten Dinge spricht: Sex, Masturbation, gebrauchten Tampons. Das Buch hat eine Debatte über den Stand des Postfeminismus, über weibliche Selbstbilder und Hygiene ausgelöst. Junge Mädchen kamen in Scharen zu den Lesungen, aber man darf sich nichts vormachen: "Feuchtgebiete" hätte sich wohl nicht anderthalb Millionen Mal verkauft, wenn nicht auch ältere Männer begierig gewesen wären zu lesen, wie eine junge Frau von ihren geheimsten Gerüchen erzählt.

Jetzt schreibt der Hamburger Autor Heinz Strunk die Gegengeschichte. Er gibt das offen zu. Seine Antwort auf "Feuchtgebiete" heißt "Fleckenteufel": Thorsten ist sechzehn und auf dem Weg in die Sommerfreizeit an der Ostsee. Aber wo die zwei Jahre ältere Helen ihren Körper erkundet und ausprobiert, leidet Thorsten an ihm. Und an …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Christopher Schmidt setzt sich zunächst lang und breit und genervt mit der PR-Maschinerie auseinander, die das Buch in Aufmachung und Vorstellung durch den Autor Heinz Strunk alias Mathias Halfpape in die Nähe von Charlotte Roches Skandal-Bestseller "Feuchtgebiete" zu rücken sucht. Bei näherem Hinsehen aber entpuppt sich die Geschichte um den unter Verstopfung und sexuellen Nöten leidenden Thorsten Bruhn, der im Ferienlager ein bisschen erwachsener werden soll, aber doch nur als Geschichte über das "ganz normale Krisengebiet der Pubertät", stellt der Rezensent fest. Immerhin gelinge es dem Autor mit seinem beißenden Humor, die Atmosphäre der 70er Jahre in der spießigen BRD einzufangen, räumt der Rezensent ein. Nicht Strunks Fixierung an Körperöffnungen und ihren Erzeugnissen stört Schmidt so enorm an diesem Roman, es ist die Dieter-Bohlen-hafte "hammermäßige Kiez-Eloquenz", die stets nur auf die Pointe zielt und dabei kaum je Authentizität erzeugt, über die sich der Rezensent beschwert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.02.2009

In Löffelchenstellung
Heinz Strunks Roman „Fleckenteufel” will in den Feuchtgebieten mitschwimmen
Schlüpfrig an dem neuen Roman von Heinz Strunk, seinem dritten, ist nicht sein Inhalt, sondern die feuchte Art und Weise, wie er aufgemacht ist und beworben wird. Und das liegt nicht nur am gefühlsecht flutschigen Umschlag, der das Buch als Trittbrettsatire auf Charlotte Roches Skandalerfolg „Feuchtgebiete” ausweist. Aus dessen Purpur ist nun Türkis geworden, und statt eines Heftpflasters schwebt ein verfleckter Waschlappen leicht erhaben auf dem Cover, der den satten Glanz einer Eiweißglasur aufweist. Darunter der Titel: „Fleckenteufel”, ein Wort, das wie „Feuchtgebiete” mit einem F beginnt und dreizehn Buchstaben umfasst, gesetzt in der bestsellerbekannten Fraktur, deren Anlehnung an den Bibeldruck lästerlich-lüstern mit dem sündigen Inhalt kontrastiert, den es verspricht.
Als sei das noch nicht Mimikry genug, wirbt der Verlag für seinen Titel mit einem Video-Clip, der spritzig erklärt, was der Waschlappen soll und was geschah, bevor er zum Frontispiz, sagen wir ruhig: gerann. Die weißen Kleckse werden vom wie ein Tafelschwamm …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Es gibt Bücher, die sollte man nicht lesen, sondern hören. Schon bei Heinz Strunks Vorgängerromanen "Fleisch ist mein Gemüse" und "Die Zunge Europas" las es sich leichter, wenn man Heinz Strunks Sprechweise im Ohr hatte. "Fleckenteufel" ist nur zu ertragen, wenn man nebenher was anderes tun kann: Fußball gucken ohne Ton, im Internet nach Scharbeutz googeln, wohin Strunk-Held Thorsten Bruhn auf evangelische Familienfreizeit fährt. Thorsten Bruhn, der 16-Jährige, der zwischen Samenstau und Sturzdurchfall noch die Zeit findet, seine Umwelt verbal zu sezieren. Herrn Schrader, den Nachbarn aus dem 9. Stock, nennt er zum Beispiel Blockwart von eigenen Gnaden; dann zitiert er wiederum diesen Blockwart, um Gemeindehelfer Peter Eidam zu beschreiben: "Als Mensch zu dumm, und als Schwein zu kleine Ohren." Manchmal - ein Beispiel ist die Szene, in der Thorsten vom kleinen und dünnen Schwanz des Klassenkameraden Uwe Lohmann erzählt - fällt Heinz Strunk schlicht aus seiner Rolle: Er muss lachen. Er kann seinen Text nicht unfallfrei lesen. Das sind die Momente, in denen der Leser, pardon: Hörer sich mit Strunk und dessen Verarbeitung seiner Spätpubertät versöhnen mag. (jw)
Der Musiker, Schauspieler und Schriftsteller Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Er ist Gründungsmitglied des Humoristentrios Studio Braun und hatte auf VIVA eine eigene Fernseh-Show. Sein Buch , Fleisch ist mein Gemüse" (rororo 23711), verkaufte sich über 300.000-mal. Es ist Vorlage eines preisgekrönten Hörspiels, einer 'Operette' im Hamburger Schauspielhaus und eines Kinofilms. Im Herbst 2008 erschien das zweite Buch des Autors, "Die Zunge Europas", über das die Welt urteilte: "Spaß und Depression derart authentisch und gekonnt miteinander zu verbinden, ist eine große Kunst. Strunk beherrscht sie meisterhaft."

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Kundenbewertungen zu "Fleckenteufel" von "Heinz Strunk"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.4 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen **** gut)
***** ausgezeichnet
 
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***** sehr gut
 
(1)
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***** weniger gut
 
(2)
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(1)
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Bewertung von KessiK aus Erfurt am 10.04.2011 ***** schlecht
Was will uns dieses Buch sagen? Wohl nichts. Es ist eklig und langweilig. Ich hatte mir wirklich etwas versprochen. Bin sehr enttäuscht, schade ums Geld.Kann man heute nur noch mit Fäkalsprache punkten?
Wer " Feuchtgebiete" von C. Roche mag liegt hier richtig.
Gute Literatur ist etwas anderes!

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Bewertung von hasewue am 29.07.2009 ***** weniger gut
Der 16 – jährige Thorsten Bruhn, „Held“ von Heinz Strunks Roman „Fleckenteufel“, verbringt seine Ferien bei der evangelischen Familienfreizeit in Scharbeutz, einen kleinen Ort an der Ostsee, in den Siebzigern.
Thorstens größtes Problem ist während dieser Zeit seine nicht endend wollende Verstopfung, und diese Angelegenheit wird auch für den Leser ein Problem, denn Thorstens äußerst genauen Beschreibungen von gewissen Umständen können einen des Öfteren auf den Magen schlagen. Genau wie seine extreme Art nach einiger Zeit nur noch nervt, ist Heinz Strunks Angewohnheit jedes noch so kleine Geräusch in Worten auszudrücken sehr Nerven aufreibend. Sein Erzählstil ist dadurch mit der Zeit ziemlich anstrengend.
Auch hatte ich des Öfteren den Eindruck, dass Thorsten Bruhn wohl bei einem Psychiater besser aufgehoben wäre, als in einem evangelischem Jugendcamp. So gibt der ich – Erzähler dem Leser verschiedene Einblicke in seine kranken Gedanken, beispielsweise durch die Beschreibung seines Lieblingsspiels „Vergewaltigung“ – ohne Worte.
Trotz einiger witziger Stellen hat dieses äußerst übertriebene Buch nicht wirklich viel zu bieten, außer einen verzweifelten, gestörten Jugendlichen, der einfach nur „wachsen“ will, um endlich von den anderen wahrgenommen zu werden.

12 von 17 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von bibabatzel aus chemnitz am 10.06.2009 ***** weniger gut
Ich habe mir mehr erhofft von dem Buch. Teilweise schon interesant, aber dann auch seitenweise langweilig und schleppend.

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Bewertung von Thorsten Kneuer [thorlac] aus Franken am 09.06.2009 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch ist:
böse, versaut, derb, krank, eklig, obszön, schmutzig, widerlich, fies, unverblümt, abstoßend, gemein, hochgradig pervers und derart lustig, direkt und ehrlich!
Pubertät meets christliche Familienfreizeit - auch irgendwie geil!

Zeit: Ende der Siebziger
Ort: am Arsch der Welt (=Scharbeutz)
Anlass: eine evangelische Familienfreizeit
Wer: Thorsten Bruhn, 16 Jahre, Pubertätshöhepunkt, momentane Verdauungsprobleme

Heinz Strunk gelingt ein Feuerwerk an absurden Ekligkeiten, gepaart mit pubertätsverstörten Träumen und Fantasien, die man keinesfalls selbst haben will (oder doch?), die man aber unbedingt lesen will (oder nicht?).
Auch irgendwie geil!
Die Geister scheiden sich. Man muss es mögen. Ich mag es!
Geil wars!

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Bewertung von Puschel aus Nähe Hannover am 15.05.2009 ***** ausgezeichnet
"Fleckenteufel" ist einfach nur herrlich witzig und kurzweilig! Es macht richtig Spaß es zu lesen, da man aus dem Lachen kaum raus kommt :o)
Dies war zwar mein erstes Buch von Heinz Strunk, aber ich denke nicht mein letztes.
Ich kann es nur empfehlen!

5 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Max aus Dudenhofen am 04.03.2009 ***** ausgezeichnet
Den dritten Roman von Heinz Strunk, "Fleckenteufel", habe ich diese Tage während einer schweren Grippe als Hörbuch gehört und ich habe so herrlich viel lachen können, dass es mir danach wirklich besser ging: Wunderheiler Heinz!

Wie bei seinen Vorgängern musste ich auch bei diesem Werk diese endlose, fast durchgehende sprachliche Virtuosität bewundern: "Die Unlust weiterzuleben, reicht zum sterben-wollen nicht aus" oder etwa: "unser Hochhaus, die elende Zementnutte..." Und so in einen fort, durch das ganze Buch...unglaublich, da bekomme ich irgendwie Lust, diesen Mann mit Rosen zu beschmeissen.

"Fleckenteufel" hat auch durch die Story von der Kirchenfreizeit nach Schabeutz mehr Handlung als "Zunge Europas" und liest (bzw. hört) sich dadurch etwas besser.
Man muss sich natürlich einlassen können auf Heinzers akribische Darstellungen von Kackhemmungen und Darmwinden, dass das nicht jedermanns Sache ist, kann ich gut verstehen (würde mir wahrscheinlich auch so gehen, wenn diese Darstellungen nicht eingebettet wären in diesem aufgedrehten Humor und dieser sprachlichen Brillianz).

Ähnlich wie bei "Fleisch" und wie bei "Zunge" ist der Kauf eines Hörbuches wieder einmal sehr, sehr empfehlenswert: Nicht nur wegen den teilweise lautstarken und dramatisch klingenden Furzgeräuschen des armen Thorstens (wo Strunk selbst und ebenso die Techniker im Studio sicherlich viel Freude hatten...); er kann auch sehr schön und hingebungsvoll kirchenlieder singen, wer hätte das gedacht...

Lieber Heinz Strunk, bitte, bitte noch viele, viele Bücher in exakt diesem Stil schreiben, bloß nicht irgendwie "weiterentwickeln" (gähn) oder "etwas neues ausprobieren" (schlummer). Das machen andere.
Dein staunenswerter Humor ist einzigartig...und wenn deine Bücher dann auch alle ähnlich sein mögen, wie sagst du immer so schön: "Egal"!

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Bewertung von Daniela Möhrke aus Leipzig am 26.01.2009 ***** sehr gut
Tatsächlich muss man beim Cover dieses Buches ja unweigerlich an Charlotte Roches "Feuchtgebiete" denken. Man rechnet nun wahrscheinlich mit einer männlichen Version, einem Abklatsch, noch schlimmer oder doch etwas ganz anderes?

Heinz Strunk selbst bezeichnet "Fleckenteufel" als Jugendbuch und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Jugendliche ihre Freude daran hätten. Sprachlich nimmt er natürlich kein Blatt vor den Mund, aber er beschreibt durchaus Situationen, die man sich bei Jugendlichen, speziell Jungen, vorstellen kann. Das Buch ist sehr ehrlich und es ist äußerst interessant mehr über Throstens Gedanken zu erfahren. Manchmal mag man denken, dass das alles aber ganz schön gemein oder ekelhaft ist. Wenn man jedoch ehrlich zu sich selbst ist, dann geht man sicherlich, zumindest gedanklich, häufig auch nicht gerade zimperlich mit seinen Mitmenschen um. Oft kann man es sich einfach nicht verkneifen schadenfroh zu grinsen, gerade bei Throstens unglaublicher Beobachtungsgabe.

Mir ist aufgefallen, dass gerade Gerüche unterschiedlichster Art sehr detailliert beschrieben werden. Da kann man froh sein, dass Geruchsbücher noch keinen Durchbruch hatten.
Skurril ist der Gegensatz zwischen dem Verhalten der Jugendlichen allgemein und der Tatsache, dass es sich um eine christliche Jugendfreizeit handelt. Das ganze ist schon ziemlich "unchristlich".

Doch das Buch hat auch ernste Seiten und zeigt klar die Sorgen und Versagensängste eines Jugendlichen. Man ist einem ständigen Vergleich zu Anderen ausgesetzt, jeder Fehler wird mit Verachtung bestraft und darunter leidet natürlich auch das noch nicht gefestigte Selbstbewusstsein. Thorsten fühlt sich im Buch häufig unbeachtet, ist er doch für sein Alter sehr klein. Er zweifelt wirklich an sich selbst und steckt voller Widersprüche.
Erscheint er dem Leser manchmal richtig anstrengend und nervig, ist er im nächsten Moment sehr sympathisch. Diese Eigenschaft teilen wohl ebenfalls die meisten Jugendlichen.

Fazit: Ein interessantes Leseerlebnis, das eindeutig und zum Glück kaum Gemeinsamkeiten zu Charlotte Roches Buch hat.

Wenn man Strunks Homepage trauen darf, kann er absolut nichts für die Covergestaltung und hatte selbst auch nie eine inhaltliche Ähnlichkeit zwischen den Büchern gesehen. Ihm war der Vergleich eher peinlich, verständlicherweise!

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