Es duftet schon nach Weihnachtsmarkt - Scheffler, Ursel

Es duftet schon nach Weihnachtsmarkt

24 Suchgeschichten zum Vorlesen

Ursel Scheffler 

Illustr. v. Jutta Timm
Broschiertes Buch
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Es duftet schon nach Weihnachtsmarkt

Nirgends duftet es so gut im Advent wie auf dem Weihnachtsmarkt! Und viele Geschichten kann man dort beobachten: Zum Beispiel den Dackel, der dem kleinen Jungen die Bratwurst abzujagen versucht, Lukas, der selbstgebastelte Sternlaternen verkauft, oder den Musiker, dem das Notenblatt abhanden komm.


Produktinformation

  • Verlag: Cbj
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 64 S. m. zahlr. farb. Illustr.
  • Seitenzahl: 64
  • cbj Taschenbücher Bd.22136
  • Altersempfehlung: ab 4 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 240mm x 170mm
  • Gewicht: 242g
  • ISBN-13: 9783570221365
  • ISBN-10: 3570221369
  • Best.Nr.: 26263769
Ursel Scheffler wurde in Nürnberg geboren, machte ihren Magister (Philologie) an der Uni München, ist verheiratet und hat drei, mittlerweile erwachsene Kinder. Seit 30 Jahren lebt sie in Hamburg.
Inzwischen gibt es von Ursel Scheffler fast 80 Kinderbücher. Die Anregungen dazu, so sagt sie, entnimmt sie ihrer Phantasie und ihrer Umwelt etwa zu gleichen Teilen. Sie schreibt für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren, am liebsten fröhliche, oft auch parodistische Bücher. Selbst im Krimi geht es bei ihr nicht ohne Augenzwinkern.
Ursel Scheffler ist Leseförderung ein besonderes Anliegen. Daher hat sie die Aktion "Büchertürme" ins Leben gerufen. Sie liest bevorzugt dort, wo sich die Schulen an dem Lesewettbewerb beteiligen.

Leseprobe zu "Es duftet schon nach Weihnachtsmarkt"

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Die Sternlaternen "Wo ist Mama?", fragt Papa, als er abends nach Hause kommt. "Die töpfert noch im Keller", sagt Jonas.

"Komm mit", ruft Papa. "Ich weiß was, worüber sie sich freut!"

Gemeinsam laufen die beiden in den Hobbykeller hinunter, wo Mama ihre kleine Töpferwerkstatt eingerichtet hat. Sie wischt gerade die klebrigen Hände an einem feuchten Tuch ab und sagt: "12 Krüge, 6 Kerzenständer und 24 Glocken! Morgen früh bringe ich alles zum Brennen!"

"Überraschung!", sagt Papa und lacht verschmitzt. "Ich war gerade im Rathaus und hab für dich den besten Standplatz auf dem Weihnachtsmarkt reserviert: gleich neben der Kirchentreppe."

"Super!", freut sich Mama und überlegt: "Vielleicht sollte ich doch noch ein paar von den kleinen Weihnachtsglocken machen? Die verkaufen sich immer am besten."

"Ich möcht' auch was verkaufen", meldet sich Jonas zu Wort.

"Du kannst mir ja helfen, wie letztes Jahr", sagt Mama.

"Nö", brummt Jonas. "Ich möcht' gern eigene Sachen verkaufen!"

Eine Weile hat es ihm Spaß gemacht, ebenfalls zu töpfern. Aber dann hatte er keine Lust mehr, weil Mama alles viel besser konnte.

"Welche eigenen Sachen?", fragt Papa verwundert.

"Sternlaternen", sagt Jonas. "Hab ich mit Elena gebastelt. Fünf haben wir schon. Ihre Mutter hat uns gezeigt, wie es geht."

"Keine schlechte Idee!", findet Papa. "Bestimmt macht Mama an ihrem Stand ein bisschen Platz für eure Sachen."

Elena wohnt im Nachbarhaus und geht in die gleiche Klasse wie Jonas. Sie treffen sich jetzt jeden Tag nach der Schule zum Laternenbasteln.

Eine Woche dauert es noch, bis der Weihnachtsmarkt eröffnet wird!

Drei Tage lang schneit es. Der Schnee bleibt liegen. Er knirscht unter den Füßen.

"Schuhe ausziehen!", sagt Mama jedes Mal, wenn Elena kommt. Jetzt ist es um fünf Uhr schon dunkel.

"Richtiges Laternenwetter!", findet Jonas. Die beiden schneiden, falten und kleben.

Dann stellen sie Teelichter in die fertigen Laternen. Dreizehn Stück stehen schon auf der Kellertreppe und jeden Tag kommen zwei oder drei neue dazu. Endlich ist es so weit. Am 1. Dezember wird der Weihnachtsmarkt eröffnet. Papa hat sich am Nachmittag ein paar Stunden frei genommen und fährt Jonas, Elena, Mama, Töpfe und Laternen zum Markt. Jonas und Elena bauen ihren Stand neben Mamas Töpfersachen auf. Da kommt auch schon die erste Kundin. Es ist Frau Berner, die Lehrerin von Jonas und Elena.

"So eine Sternlaterne passt gut neben meine Weihnachtskrippe", sagt sie. Auch Herr Astor, der im Nachbarhaus wohnt, kauft eine Laterne und die nette Nachbarin. Und Oma und Tante Agnes. Dann kommt der Reporter Fred Eilig und macht ein Foto für die Marktzeitung.

Gegen vier Uhr wird es allmählich dunkel. Jonas und Elena zünden die Lichter in ihren Laternen an. Jetzt leuchten sie besonders schön. Überall auf dem Markt laufen Leute mit Sternlaternen herum. Papa kommt mit einer Tüte heißer Maronen und sagt: "Wisst ihr, was die Maronifrau zu mir gesagt hat? Schönen Gruß an Ihre Sternlaternenkinder und sie sollen eine Laterne für mich aufheben!"

Die Maronifrau "Heiße Maroni!", ruft die kleine dicke Frau im langen Wollmantel. "Heiße Maroni. Eine Tüte zwei Euro!" Die Leute drängen sich um den kleinen Ofen. Die Röstkastanien riechen nicht nur verführerisch, sie schmecken auch gut. Und wenn man sie in die Handschuhe steckt, dann wärmen sie die Hände wie kleine Öfen.

Die runden braunen Früchte haben alle einen Schlitz im Rücken, der beim Rösten aufplatzt. Es sieht aus, als lachen sie, wenn die Maronifrau sie endlich vom heißen Rost nimmt und in spitze braune Papiertüten füllt.

Mario steht neben dem Maroniofen und sieht ihr eine ganze Weile zu.

Schließlich sind alle Kunden bedient. Nur Mario steht noch da. "Möchtest du auch eine Tüte?", fragt die Maronifrau, die den Jungen längst bemerkt hat.

"Schon", sagt Mario verlegen. "Aber ich hab kein Geld!"

"Das macht nichts", sagt die Maronifrau. "Du kannst dir eine Tüte verdienen. Bleib hier und dreh die Maronen um, bis ich wieder zurück bin. Ich muss Nachschub von meinem Wagen holen. Magst du?" "Gern", sagt der Junge.

"Hier sind noch drei gefüllte Tüten. Zwei Euro das Stück. Die darfst du verkaufen." Sie zeigt ihm, wie man die Maronen mit der Zange wendet, damit sie nicht verbrennen. "Also, pass auf, dass sie nicht schwarz werden! Ich bin gleich zurück!" Ehe sich's Mario versieht, ist er Maronibrater. Ganz rote Backen bekommt er von der Ofenhitze und von der Aufregung. Die drei Tüten sind schnell verkauft. Und da kommt die Maronifrau auch schon zurück mit einem Sack voll mit neuen Kastanien. Sie ritzt sie auf und legt sie auf den Grillrost. Mario wendet sie und füllt die fertig gebratenen Maronen in die Tüten. Immer zehn Stück in eine. "Und die ist für dich!", sagt die Maronifrau und drückt ihm eine Tüte in die Hand. "Selbst verdient. Die schmecken am besten."

Die Maronifrau holt die Kastanien aus ihrem Lieferwagen. Kannst du den Wagen auf dem Bild entdecken?

hatte ein Notenblatt zu Hause vergessen und musste noch mal zurück. In Gedanken ist Gregor schon bei der Arbeit mit dem Chor. Beim letzten Mal haben die Hirten noch heftig gepatzt. Sie werden noch tüchtig üben müssen! Und der Engel Gabriel hat plötzlich eine ganz tiefe Stimme bekommen. Wo soll er bloß so schnell einen neuen Engel mit heller Stimme hernehmen?

Als Gregor beim Markt um die Ecke biegt, stolpert er im Gedränge über seine eigenen Füße. Er wäre im Rinnstein gelandet, wenn ihn nicht ein junges Mädchen auf halbem Wege aufgefangen hätte.

"Tschuldigung", sagt er verlegen und befreit sich aus ihren Armen. "Hallo, Herr Gregor", ruft das Mädchen überrascht. "Haben Sie sich wehgetan?" "Nein, nein!", versichert Gregor hastig und klopft den Staub von seinen schwarzen Cordhosen. Er setzt die Brille auf, die er beim Sturz verloren hat. Jetzt sieht er ganz klar, was er vorher schon gewusst hat: bei seiner Retterin handelt es sich um Olivia, die hübsche Verkäuferin aus dem Musikgeschäft Geiger. Er kauft seine Noten dort besonders gern, seit Olivia da arbeitet.

Gregor bekommt einen knallroten Kopf. Weil es kalt ist, weil ihm heiß geworden ist und weil ihm die ganze Sache peinlich ist.

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