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| Bewertung von h.lauterbacher@gmx.de aus Berlin am 05.09.2011 | |
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Eine fundierte Arbeit, die mit einer Reihe von Mythen des Zionismus und der aktuellen Politik des Staates Istrael aufräumt. Wichtig ist die Erkenntnis, daß Völker und Nationen (people and nations) das Produkt historischer Entwickliúngen der Neuzeit sind und die Berufung auf zweitausend Jahre zurückliegende Ereignisse als Rechtfertigung aktueller Ansprüche grundsätzlich zu hinterfragen ist. Das Buch ist in ehrlicher Sorge um die Existenz Israels und um die Bewahrung des Friedens auf lange Sicht geschrieben. Sehr lesenswert und aktuell, insbesondere auch das letze Kapitel das direkt in die Diskussion eingreift, die die erste Auflage des Buches (in hebräischer Sprache) ausgelöst hat. Siehe auch die inzwischen vorliegende Auflage in deutscher Sprache. Hartmut Lauterbacher, Berlin Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch |
1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich. War diese Bewertung für Sie hilfreich? |
Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 05.05.2010 |
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Gerade wir Deutschen haben es schwer wenn es um Israel geht. Schauen wir uns allein die Biografie des Autoren an. 1946 wurde er als Kind polnischer Juden in Linz geboren. 1949 ging die Familie nach Israel. Shlomo Sand studierte Sozialwissenschaften in Paris und lehrt heute an der Universität in Tel Aviv. In seinem Land Israel gehört er zu den führenden Intellektuellen und zugleich zu den schärfsten Kritikern der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. So widmet der Autor sein Buch allen Flüchtlingen die das Land erreichten, und all jenen, die es verlassen mussten. Allein diese Widmung macht bereits den mächtigen Spannungsbogen spürbar in dem wir uns befinden wenn wir auf die über 3000 - jährige Geschichte des Judentums schauen. Zu Beginn klärt der Autor Begriffe wie Nation und Mythos. Er ist dicht an der Bibel und an Gott und verwundert mich mit revolutionären Gedanken, mit denen er sicher bei vielen nicht gut ankommt. "Ich halte die Juden nicht für ein Volk, denn der heutige Gebrauch des Begriffes zielt auf eine Gruppe von Menschen ab, die ein bestimmtes Territorium bewohnt, auf dem sich eine bestimmte Alltagskultur entwickelt hat . . ." so schreibt der Autor und sieht dies im vorliegenden Falle als nicht gegeben an. Es kommt noch provokativer. Sand stellt in keiner Zeile seines Buches das Existenzrecht des Staates Israel in Frage, aber den Alleinanspruch auf das Gelobte Land schon. Er bezeichnet die Juden als religiöse Gemeinschaft, keinesfalls als ethnische Gemeinschaft. Das birgt Konflikte in sich. Aber Shlomo Sand steht nicht allein mit seiner Meinung im eigenen Land. Und er geht noch einen Schritt weiter in seinen spektakulären Überlegungen. Seiner Ansicht nach sind heute viel eher die Palästinenser die ethnischen Nachkommen der biblischen Israeliten. Wenn der Leser bereit ist mit dem Autoren gemeinsam über solche Provokationen nachzudenken und nachzuvollziehen wie Shlomo Sand zu diesen Überzeugungen gekommen ist, wird er dieses Buch wie einen Krimi verschlingen. Für mich war es das Interessanteste was ich in den letzten Jahren zu diesem Thema auf deutsch zu lesen bekam. Wer über Israel nachdenken will, der kommt an diesem Buch nicht vorbei. Christian Döring, www.buecherveraendernleben.npage.eu Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
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| Bewertung von Daniel Niederführ aus Wiesbaden am 29.04.2010 | |
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Ein ausgezeichnet recherchiertes und lebendig geschriebenes Buch, das für das Verständnis der Probleme des Nahen Ostens unerläßlich ist. Darüber hinaus ist das Buch Sands auch ein Lehrbuch für ein besseres Verständnis der Differenz der Nationalismen Europas. Das Buch erregt mit Recht Aufsehen und wird die Debatte über eine notwendige Lösung des Verhältnisses zwischen Israel und seinen Nachbarn beleben. Darüber hinaus aber wird das Buch auch dazu beitragen, die Debatte über das rassistisch-nationalistische Konzept der gegenwärtigen israelischen Regierungspolitik mit guten Argumenten zu unterstützen. Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
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