Der Teddybär - Simenon, Georges

Der Teddybär

Roman

Georges Simenon 

Aus d. Französ. v. Ingrid Altrichter
Broschiertes Buch
 
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Der Teddybär

Eigentlich müßte Jean Chabot, Gynäkologe und Klinikchef in Paris, ein glücklicher Mensch sein, hat er es doch im Leben zu allem gebracht, was er sich erträumte. Doch die Arbeit überfordert ihn, Familie und Geliebte langweilen ihn. Eines Nachts entdeckt er auf der Station eine Nachtschwester, die in einem Stuhl eingenickt ist. Jung und unschuldig, wie ein kuscheliger Teddybär anzuschauen, weckt sie in dem Arzt ein jähes Gefühl von Zärtlichkeit. Mit ihr erlebt er einen niegekannten, ekstatischen Moment des Glücks. Kurz darauf verschwindet der 'Teddybär' aus dem Krankenhaus.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 179 S.
  • Seitenzahl: 179
  • detebe Diogenes Taschenbücher Nr.21682
  • Deutsch
  • Abmessung: 18 cm
  • Gewicht: 171g
  • ISBN-13: 9783257216820
  • ISBN-10: 3257216823
  • Best.Nr.: 03417308

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Franz Schuh unternimmt in seiner Kritik des Romans "Der Teddybär" von George Simenon, der im Rahmen einer deutschen Neuausgabe jetzt wiederaufgelegt wurde einen Vergleich mit Bill Clintons jüngst erschienenen Memoiren, der etwas dunkel bleibt, aber eindeutig zu Gunsten des französischen Schriftsteller ausfällt. Der Roman schildert das trostlose Alltagsleben des Arztes Jean Chabot, der aus seiner "Gefühllosigkeit" durch die Liebesnacht mit einer jungen Frau herausgerissen wird, erklärt Schuh. Der eingenommene Rezensent sieht in den Romanen Simenons das "Clintonische an Männern" zur Darstellung gebracht, was der Autor in einer Mischung aus "Kitsch und Psychologie, aus Kolportage und großartigem Realismus" schildert, wie er begeistert feststellt. Auch die Übersetzung des Romans durch Ingrid Altrichter preist er als "hervorragend".

© Perlentaucher Medien GmbH
Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 in Liège in Belgien, war ein manischer Schreiber. Den ersten seiner zahlreichen Romane, 'Le roman d'une dactylo', schrieb er an einem Vormittag im Sommer 1924 auf einer Café-Terrasse. Während Monaten wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste Maigret-Romane verfassend. Ständige Ortswechsel und seine Schaffenswut bestimmten 30 Jahre lang sein Leben. Simenon hatte die ganze Welt kennengelernt, bevor er sich in der Schweiz niederließ. Zuerst in einer Villa oberhalb des Genfersees, danach in einem alten rosa Häuschen in einem Neubauviertel in Lausanne. Er entschloß sich, keine Romane mehr zu schreiben und statt dessen ausgreifende autobiographische Arbeiten zu diktieren. Sein reiches Leben krönte Georges Simenon mit der Niederschrift der monumentalen 'Intimen Memoiren'. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.

Das Phänomen Simenon in Zahlen: mehr als eine halbe Milliarde Gesamtauflage, über 300 Romane, mehr als 50 Verfilmungen, etwa 20 Pseudonyme und 10000 Frauen, mit denen er - so kolportierte er selber - geschlafen haben soll.


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Bewertung von MaWiOr aus Halle am 24.05.2013   sehr gut
Reichtum, ein angesehener Beruf, eine luxuriöse Zwölfzimmerwohnung mit vier Bediensteten und eine Familie (seine verführerische Frau Christine und drei fast erwachsene Kinder) sollten eigentlich der Garant für Glück sein. Nicht so bei dem fast fünfzigjährigen Jean Chabot. Der bekannte Pariser Gynäkologe und Chirurg ist zwar Besitzer einer eigenen Klinik und obendrein noch Professor an der Medizinischen Fakultät - doch ein glücklicher Mensch ist Chabot nicht. Er findet sein Leben und seine Umgebung gar nicht liebenswert und heiter.

Selbst die intime Beziehung zu seiner neuen Sekretärin Viviane ändert nichts daran. Da er bisweilen die halben Nächte bei ihr verbringt, ist die Beziehung natürlich seiner Frau nicht verborgen geblieben. Doch Christine arrangiert sich damit, schließlich ist es auch nicht Chabots erster Seitensprung.

Da verändert eine belanglose Begegnung Chabots Leben von Grund auf. Bei einem nächtlichen Kliniksrundgang entdeckt er in dem Aufenthaltsraum für die Nachtwache eine junge Nachtschwester, die dort etwas eingeschlafen ist. Chabot kennt das Mädchen nicht und ist von ihrem kindlichen Gesicht und ihrem blonden Haaren gefesselt. Sie erinnert ihn an jene Teddybären, mit denen die kleinen Kinder einschlafen.

Daraufhin lauert Chabot auf eine günstige Gelegenheit für ein wundersames Schäferstündchen. Doch die bietet sich erst nach einem Monat und danach noch zweimal hintereinander. Für Chabot ist diese junge Elsässerin wie ein Wunder, wie ein unerwartetes Geschenk. Doch dann ist die junge Nachtschwester plötzlich aus der Klinik verschwunden. Erst nach drei Wochen fragt Chabot vorsichtig nach und erfährt, dass sich herausgestellt hatte, dass Emma - so heißt die Elsässerin - keine guten Referenzen hatte.

Chabot ahnt zwar, dass dies nur ein Vorwand ist. Außerdem stellt er Veränderungen an Vivianes Verhalten zu ihm fest. Aber er ist um seinen Ruf besorgt, zu ängstlich, zu brav, um nachzuforschen. Schließlich erfährt er durch eine Zeitungsmeldung, dass man eine junge Frau namens Emma, die im fünften Monat schwanger war, aus der Seine gefischt hat. Langsam und zögerlich steigt Chabot hinter die ganze, bittere Wahrheit. Er zieht sein bisheriges Leben in Zweifel. Selbst ein Besuch bei seiner Mutter bringt ihm keine Antworten. Als sich schließlich noch berufliche Probleme einstellen, trägt sich Chabot mit Selbstmordgedanken …

Der Roman, der zweimal verfilmt wurde, erschien 1960 unter dem Originaltitel „L‘ours en peluche“. Die deutsche Erstausgabe unter dem Titel „Der Plüschbär“ wurde erst 1969 veröffentlicht. Die vorliegende Übersetzung erschien 1989 erstmals im Diogenes Verlag und wurde jetzt für die neue Edition der „Ausgewählten Romane“ noch einmal überarbeitet.

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