Der Fritten-Humboldt - Olsen, Jon Fl.
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Jon Fl. Olsen 

Der Fritten-Humboldt

Meine Reise ins Herz der Imbissbude

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Produktbeschreibung zu Der Fritten-Humboldt





Eine Entdeckungsreise durch die deutschen Frittenbuden
Als TV-Imbisswirt Ingo hat er in der legendären WDR-Serie "Dittsche - Das wirklich wahre Leben!" nicht nur Olli Dittrich, sondern auch Rudi Carrell, Thomas Gottschalk und Günter Jauch bedient. Jetzt hat sich Jon Flemming Olsen aufgemacht, das echte Imbissleben zu erforschen. Einen Sommer lang war er unterwegs, um in jedem Bundesland einmal hinter dem Tresen zu stehen, Currywürste zu schneiden, Teller zu spülen und vor allem den Befindlichkeiten der Menschen nachzuspüren. Ob nun bei "Alles Wurscht" in München oder vor dem "Glückauf-Grill" in Dorsten, zwischen Friteuse und Flaschenbier wartet das wirkliche wahre Leben. Herausgekommen ist der Fritten-Humboldt: ein amüsanter kulinarischer Streifzug durch die deutsche Imbisslandschaft und zugleich ein tragisch-komischer Fingerabdruck unserer Gegenwart.

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 285 S.
  • Seitenzahl: 288
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 136mm x 30mm
  • Gewicht: 402g
  • ISBN-13: 9783442312191
  • ISBN-10: 3442312191
  • Best.Nr.: 27949620
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.03.2010

Essen wie im wahren Leben

Als Imbisswirt serviert Jon Flemming Olsen "Dittsche" die Biere. Nun legt er ein Buch über deutsche Imbisse vor: das Soziogramm einer Welt, in der man keine Masken trägt.

VON ALEXANDER MARGUIER

Die kulinarische Kultur dieses Landes wird längst von oben nach unten definiert. Gutbürgerliche Restaurants arrangieren, dekorieren und benennen ihre Teller nach Art der Spitzenküche. Das derzeit meistverkaufte Kochbuch stammt vom Münchener Sternekoch Alfons Schuhbeck und widmet sich dem Thema Gewürze. Sogar die Deutsche Bahn hat ihr Bockwurst-Einerlei aufs Abstellgleis geschoben und serviert ihren Fahrgästen derzeit thailändische Kokos-Suppe oder "Frühlings-Lamm-Ragout mit Duftreis" nach Rezepturen eines Sternekochs aus Hamburg. Wenn umgekehrt einfache Gerichte wie "Himmel und Erde" einen Platz in höheren gastronomischen Sphären finden, dann als augenzwinkernde Interpretation (siehe "Hier spricht der Gast" auf dieser Seite). Aber entspricht das alles überhaupt dem "wirklich wahren Leben"? Oder anders gefragt: Wäre es nicht konsequent, in einem Land, das besessen ist von Hartz IV und den unteren Schichten der …

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"Das Ergebnis seiner ,Reise ins Herz der Imbissbude' liegt nun als Buch vor, wobei angemerkt werden sollte, dass es sich keinesfalls um einen Bratwurst-Guide handelt, sondern vielmehr um ein ziemlich persönliches und mit viel Empathie geschriebenes Soziogramm diverser Imbissbudenbetreiber und ihrer Gäste. [...] Olsen ist ein feiner Beobachter; keiner, der auf die Leute herabschaut oder sich gar dazu hinreißen lässt, auf ihre Koste Witzchen zu reißen."

"Das Ergebnis seiner ,Reise ins Herz der Imbissbude' liegt nun als Buch vor, wobei angemerkt werden sollte, dass es sich keinesfalls um einen Bratwurst-Guide handelt, sondern vielmehr um ein ziemlich persönliches und mit viel Empathie geschriebenes Soziogramm diverser Imbissbudenbetreiber und ihrer Gäste. [...] Olsen ist ein feiner Beobachter; keiner, der auf die Leute herabschaut oder sich gar dazu hinreißen lässt, auf ihre Koste Witzchen zu reißen."
Jon Flemming Olsen ist Schauspieler, Musiker und Grafiker. Er ist Gründer der Countryband Texas Lightning , die Deutschland 2006 beim Eurovision Song Contest vertrat. Dem TV-Publikum ist er bekannt als Imbisswirt Ingo aus der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Kultserie Dittsche Das wirklich wahre Leben! Olsen lebt mit seiner Frau in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Leseprobe zu "Der Fritten-Humboldt" von Jon Fl. Olsen

Danke, Volker (S. 31-32)

Kennen Sie das flächenmäßig drittgrößte Dorf der Welt? Nein? Es ist gleichzeitig das flächenmäßig größte Dorf Deutschlands, aber diese kleine Sensation interessiert dort niemanden sonderlich. Spricht man den gemeinen Ortsansässigen darauf an, wird er maulfaul und mürrisch. »Tja«, murmelt er dann, »kann schon sein.« Oder: »Ja, das ist wohl so’n Schnack, nich?« Ich habe anderes erwartet, als ich nach Wagenfeld komme. Wo bleiben Spruchbänder à la: »Das flächenmäßig größte Dorf Deutschlands grüßt den Rest der Welt«? Wo überdimensionierte Fan-Textilien, bedruckt mit »Deutschlands flächenmäßig größtes T-Shirt«? Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits Autoaufkleber: »Wir sind nicht viele - aber dafür weit verstreut«. Oder: »Wagenfeld - die Fläche macht’s!« Aber nichts dergleichen. Überhaupt ist Wagenfeld ein Ort, an dem sich nur wenige meiner Erwartungen erfüllen.

So rechnete ich unter anderem fest damit, von zwei schwergewichtigen Wagenfelder Mädchen begrüßt zu werden. Mein Freund Volker hatte mir diesen Floh ins Ohr gesetzt. Als er von meiner Reise erfuhr, erzählte er meiner Mailbox von »Pohly’s Snack-Eck« und pries insbesondere »die wahrscheinlich dicksten Mädels hinterm Tresen« an. Zudem sei er mit dem gesamten Dorf verwandt. Es ist eigenartig: Jeden anderen erfolgversprechenden Tipp hatte ich akribisch recherchiert, ich hatte nach jedem nur erdenklichen Informationsfetzen im Internet geforscht und meine Informanten gelöchert. Vielleicht wollte ich mich nun nur ein einziges Mal selbst von der Leine lassen. Ich hatte der Volker’schen Botschaft geglaubt und war ihr bei meinem Bewerbungstelefonat nicht weiter auf den Grund gegangen.

Wie denn auch? »Hallo, Herr Pohl-Schäfer, ich rufe Sie wegen Ihrer beiden sehr dicken Verkäuferinnen an. Hätten Sie mal einen Moment Zeit für mich? Hallo? … Herr Pohl-Schäfer? Sind Sie noch dran? …«  ,»Komm mal ruhig schon gegen neun«, hatte Pohly, den ich bereits nach unserem zweiten Telefonat so nennen durfte, gesagt. »Da sitzt hier mein Rentnerclub rum, das is immer ganz witzig.« Es ist tatsächlich neun Uhr, als ich am Tresen sitzend noch etwas dämmerig in einem großen Becher Kaffee rühre. Pohly braucht seinen Kaffee nicht zu rühren, er trinkt ihn schwarz. Er trägt eine ebenso schwarze Brille und ein schwarzes T-Shirt mit Aufdruck. Vorne steht »Pohly kommt« und hinten »Pohly geht«. Im Moment sitzt Pohly, und zwar direkt neben mir.

Viel reden tun wir nicht. Pohly blinzelt durch seine Brille. Ab und an reibt er sich den ultrakurzen, graumelierten Vollbart oder schnaubt einen einzelnen Lacher durch die Nase. Der Rentnerclub besteht an diesem Morgen aus genau zwei Exemplaren, von denen eines ausführlich die Geschichte einer in Anspruch genommenen Reiserücktrittsversicherung ausbreitet. Das zweite, ebenfalls männliche Exemplar rührt wie ich seinen Kaffee um und hört mehr oder weniger zu. Von den beiden dicken Mädels ist noch keines aufgetaucht. Ich sehe nach draußen. Der Imbiss liegt an einer typischen Dorfdurchgangsstraße.

Gegenüber kann ich »Gardinen &, Polstermöbel Geisler« und »Konditorei &, Bäckerei Speckmann« entziffern. Für einen so kleinen Ort herrsche hier ziemlich viel Verkehr, bemerke ich, und Pohly pflichtet mir bei, vor allem vormittags müssten hier jede Menge LKWs durch. »Morgens kannst du da drüben eigentlich keine Brötchen mehr holen. Da kommst du gar nicht mehr über die Straße.« Während der lebhafte Pensionär seinen Kollegen weiter in den Kokon seiner Gruppenreisengeschichte einspinnt, führt Pohly mich durch den Laden. Das »Snack-Eck« ist ein architektonisch wild gewachsenes Gebilde. In den sieben Jahren, die er den Imbiss betreibe, so der Gastronom, habe er bereits einiges an- und umbauen lassen. Im neuesten Teil, dem Vorderbereich, verbreitet moderne Dunkelholzbestuhlung und dezente Beleuchtung hochwertig-zeitgemäßes Bistro-Ambiente.

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Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von ChrischiD aus NRW am 12.04.2010 ***** ausgezeichnet
Ich muss ehrlich sagen, ich habe diesem Buch zunächst skeptisch gegenüber gestanden, denn die Leseprobe, die ich gelesen hatte war zwar recht witzig, jedoch hatte ich die Befürchtung, dass irgendwann nichts Neues mehr kommen würde und sich die Erlebnisse irgendwann wiederholen würden. Froh war ich daher, als ich dieses Buch gewonnen habe und mir somit eine Gesamtmeinung bilden konnte, welche ich im folgenden darlegen werde.

Aufgeteilt ist das Buch in 16 Kapitel, welche sich je einer Imbissbude widmen. Jon Flemming Olsen hat in jeder dieser Imbissbuden ein eintägiges Praktikum absolviert und berichtet nun über seine Erlebnisse, aber vor allem auch über die Menschen, die er auf seiner Reise kennen gelernt hat, seien es nun die Besitzer, die Angestellten oder auch die Kundschaft.

Sehr authentisch kommt die ganze Sache vor allem dadurch herüber, da Olsen immer wieder die Mundart einfängt, welche bestimmte Bereiche Deutschlands einfach kennzeichnen. So hat man zwar hin und wieder Schwierigkeiten beim Lesen und beim Verstehen, jedoch kann man sich dadurch auch viel besser in die Situationen hineinversetzen und bekommt ein noch besseres Bild der Menschen, denen er begegnet ist.

Man könnte meinen Imbissbude sei gleich Imbissbude, weshalb ich auch zu meiner Skepsis kam, dass sich irgendwann alles wiederholt. Im Laufe des Buches habe ich jedoch gemerkt, dass dem ganz und gar nicht so ist. Zwar ist der Grundablauf überall derselbe, aber darum geht es in diesem Buch nicht. Es geht darum die Personen hinter der Arbeit zu sehen und diese sind alle von Grund auf verschieden, somit sind auch die Geschichten, die Olsen erlebt alles andere als einheitlich. Es gibt oft viel zu lachen, aber genauso oft auch Momente, in denen man sehr nachdenklich wird, wenn man über manche Erlebnisse liest.

Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen, denn die richtige Brise Charme und Witz ist auch in die manchmal recht ernsten Geschichten hinein geflossen, so dass man zwar den Ernst der Lage erkennt, die Stimmung sich aber nicht trübt und man dadurch weiterhin Lust hat zu lesen wie es mit anderen Menschen in anderen Städten weiter geht.

Ich weiß nicht, ob ein solches Buch wirklich jedem zu empfehlen ist. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen und meine erste Vermutung glücklicherweise nicht bestätigt, aber natürlich kann es auch sein, dass es dem ein oder anderen einfach zu langweilig oder absurd erscheint.

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  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 285 S.
  • Seitenzahl: 288
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  • Abmessung: 215mm x 136mm x 30mm
  • Gewicht: 402g
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Eine Entdeckungsreise durch die deutschen Frittenbuden
Als TV-Imbisswirt Ingo hat er in der legendären WDR-Serie "Dittsche - Das wirklich wahre Leben!" nicht nur Olli Dittrich, sondern auch Rudi Carrell, Thomas Gottschalk und Günter Jauch bedient. Jetzt hat sich Jon Flemming Olsen aufgemacht, das echte Imbissleben zu erforschen. Einen Sommer lang war er unterwegs, um in jedem Bundesland einmal hinter dem Tresen zu stehen, Currywürste zu schneiden, Teller zu spülen und vor allem den Befindlichkeiten der Menschen nachzuspüren. Ob nun bei "Alles Wurscht" in München oder vor dem "Glückauf-Grill" in Dorsten, zwischen Friteuse und Flaschenbier wartet das wirkliche wahre Leben. Herausgekommen ist der Fritten-Humboldt: ein amüsanter kulinarischer Streifzug durch die deutsche Imbisslandschaft und zugleich ein tragisch-komischer Fingerabdruck unserer Gegenwart.

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Danke, Volker (S. 31-32)

Kennen Sie das flächenmäßig drittgrößte Dorf der Welt? Nein? Es ist gleichzeitig das flächenmäßig größte Dorf Deutschlands, aber diese kleine Sensation interessiert dort niemanden sonderlich. Spricht man den gemeinen Ortsansässigen darauf an, wird er maulfaul und mürrisch. »Tja«, murmelt er dann, »kann schon sein.« Oder: »Ja, das ist wohl so’n Schnack, nich?« Ich habe anderes erwartet, als ich nach Wagenfeld komme. Wo bleiben Spruchbänder à la: »Das flächenmäßig größte Dorf Deutschlands grüßt den Rest der Welt«? Wo überdimensionierte Fan-Textilien, bedruckt mit »Deutschlands flächenmäßig größtes T-Shirt«? Vor meinem geistigen Auge sah ich bereits Autoaufkleber: »Wir sind nicht viele - aber dafür weit verstreut«. Oder: »Wagenfeld - die Fläche macht’s!« Aber nichts dergleichen. Überhaupt ist Wagenfeld ein Ort, an dem sich nur wenige meiner Erwartungen erfüllen.

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Als Imbisswirt serviert Jon Flemming Olsen "Dittsche" die Biere. Nun legt er ein Buch über deutsche Imbisse vor: das Soziogramm einer Welt, in der man keine Masken trägt.

VON ALEXANDER MARGUIER

Die kulinarische Kultur dieses Landes wird längst von oben nach unten definiert. Gutbürgerliche Restaurants arrangieren, dekorieren und benennen ihre Teller nach Art der Spitzenküche. Das derzeit meistverkaufte Kochbuch stammt vom Münchener Sternekoch Alfons Schuhbeck und widmet sich dem Thema Gewürze. Sogar die Deutsche Bahn hat ihr Bockwurst-Einerlei aufs Abstellgleis geschoben und serviert ihren Fahrgästen derzeit thailändische Kokos-Suppe oder "Frühlings-Lamm-Ragout mit Duftreis" nach Rezepturen eines Sternekochs aus Hamburg. Wenn umgekehrt einfache Gerichte wie "Himmel und Erde" einen Platz in höheren gastronomischen Sphären finden, dann als augenzwinkernde Interpretation (siehe "Hier spricht der Gast" auf dieser Seite). Aber entspricht das alles überhaupt dem "wirklich wahren Leben"? Oder anders gefragt: Wäre es nicht konsequent, in einem Land, das besessen ist von Hartz IV und den unteren Schichten der …

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ausgezeichnet
Bewertung von ChrischiD aus NRW am 12.04.2010
*****
ausgezeichnet
Ich muss ehrlich sagen, ich habe diesem Buch zunächst skeptisch gegenüber gestanden, denn die Leseprobe, die ich gelesen hatte war zwar recht witzig, jedoch hatte ich die Befürchtung, dass irgendwann nichts Neues mehr kommen würde und sich die Erlebnisse irgendwann wiederholen würden. Froh war ich daher, als ich dieses Buch gewonnen habe und mir somit eine Gesamtmeinung bilden konnte, welche ich im folgenden darlegen werde.

Aufgeteilt ist das Buch in 16 Kapitel, welche sich je einer Imbissbude widmen. Jon Flemming Olsen hat in jeder dieser Imbissbuden ein eintägiges Praktikum absolviert und berichtet nun über seine Erlebnisse, aber vor allem auch über die Menschen, die er auf seiner Reise kennen gelernt hat, seien es nun die Besitzer, die Angestellten oder auch die Kundschaft.

Sehr authentisch kommt die ganze Sache vor allem dadurch herüber, da Olsen immer wieder die Mundart einfängt, welche bestimmte Bereiche Deutschlands einfach kennzeichnen. So hat man zwar hin und wieder Schwierigkeiten beim Lesen und beim Verstehen, jedoch kann man sich dadurch auch viel besser in die Situationen hineinversetzen und bekommt ein noch besseres Bild der Menschen, denen er begegnet ist.

Man könnte meinen Imbissbude sei gleich Imbissbude, weshalb ich auch zu meiner Skepsis kam, dass sich irgendwann alles wiederholt. Im Laufe des Buches habe ich jedoch gemerkt, dass dem ganz und gar nicht so ist. Zwar ist der Grundablauf überall derselbe, aber darum geht es in diesem Buch nicht. Es geht darum die Personen hinter der Arbeit zu sehen und diese sind alle von Grund auf verschieden, somit sind auch die Geschichten, die Olsen erlebt alles andere als einheitlich. Es gibt oft viel zu lachen, aber genauso oft auch Momente, in denen man sehr nachdenklich wird, wenn man über manche Erlebnisse liest.

Die Erzählweise hat mir sehr gut gefallen, denn die richtige Brise Charme und Witz ist auch in die manchmal recht ernsten Geschichten hinein geflossen, so dass man zwar den Ernst der Lage erkennt, die Stimmung sich aber nicht trübt und man dadurch weiterhin Lust hat zu lesen wie es mit anderen Menschen in anderen Städten weiter geht.

Ich weiß nicht, ob ein solches Buch wirklich jedem zu empfehlen ist. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen und meine erste Vermutung glücklicherweise nicht bestätigt, aber natürlich kann es auch sein, dass es dem ein oder anderen einfach zu langweilig oder absurd erscheint.
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Rezensionen und Kritik

"Das Ergebnis seiner ,Reise ins Herz der Imbissbude' liegt nun als Buch vor, wobei angemerkt werden sollte, dass es sich keinesfalls um einen Bratwurst-Guide handelt, sondern vielmehr um ein ziemlich persönliches und mit viel Empathie geschriebenes Soziogramm diverser Imbissbudenbetreiber und ihrer Gäste. [...] Olsen ist ein feiner Beobachter; keiner, der auf die Leute herabschaut oder sich gar dazu hinreißen lässt, auf ihre Koste Witzchen zu reißen."

Autorenporträt zu "Jon Fl. Olsen"

Jon Flemming Olsen ist Schauspieler, Musiker und Grafiker. Er ist Gründer der Countryband Texas Lightning , die Deutschland 2006 beim Eurovision Song Contest vertrat. Dem TV-Publikum ist er bekannt als Imbisswirt Ingo aus der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Kultserie Dittsche Das wirklich wahre Leben! Olsen lebt mit seiner Frau in Hamburg und Schleswig-Holstein.

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