Hat in den vergangenen Jahren eine Wandlung im Umgang mit dem Tod
stattgefunden? In der Fotoreportage "Der ewige Kollege"
stehen Eindrücke und Erfahrungen von Menschen im Mittelpunkt, die
in ihrem Beruf häufig mit ihm in Berührung kommen. Wie meistern sie
die Herausforderung, sich täglich der Vergänglichkeit zu stellen?
Die sorgfältig bebilderten Dialoge entmystifizieren den Tod und
porträtieren ihn als natürlichen Bestandteil des Lebens, der jeden
berührt und trotzdem oft tabu ist.
So berichtet ein Kriminalpolizist von der 50-stündigen Vernehmung
des "Kannibalen von Rotenburg", eine
Kinderhospiz-Mitarbeiterin veranschaulicht, warum auch die Arbeit
mit schwerkranken Kindern erfüllen kann. Weswegen es sinnvoll sein
kann, einen Krebspatienten nicht vollständig aufzuklären, erläutert
die Ärztin einer Krebsstation, und in der Diskussion um die
Sterbehilfe bezieht ein Altenheimleiter Position. Ein Bestatter
beschreibt, welche Techniken zur Präparation eines Verstorbenen
angewendet werden und wie die Momente aussehen, die ihn trotz
20-jähriger Berufserfahrung noch ergreifen.