Seit wann bevölkert der Homo Europaeus die Vorstellungswelten
derer, die sich in Europa beheimatet wähnen? Woraus speisen sich
Vorstellungen von und über den Europäer, und wie übersetzen diese
sich wiederum in soziales Handeln? In dem Sammelband geht es nicht
um die Frage, was am Europäer europäisch ist, sondern darum, wie
und wo Vorstellungen vom Europäer entstehen, wie sie zirkulieren,
sich verändern, in welchem Verhältnis sie zu anderen Zuschreibungen
stehen und welche Folgen dies für die Betroffenen hat.
Aus dem Inhalt:
Wolfgang Schmale: Zur Debatte um »den europäischen Menschen« in den
1940er und 1950er Jahren
Sandra Maß: Ethnische Selbstverortung zwischen kontinentaler
Solidarität und nationaler Identifikation nach dem Ersten
Weltkrieg
Myriam Spörri: Zur sprachlichen und visuellen Konstruktion der
Blutgruppe A als europäisch, 1919-1933
Veronika Lipphardt: Die biologische Beschaffenheit des Europäers in
deutschen Sach- und Lehrbüchern
Lorraine Bluche/Kiran Klaus Patel: Das Motiv des bäuerlichen
Familienbetriebs
Eva Kudrass: Der ausgestellte Europäer
Hansjakob Ziemer: Zur Konstruktion kultureller Identitäten durch
Musik (1900-1930)
»Insgesamt ist das Buch als hervorragender und wichtiger Diskursbeitrag zu bewerten, da mit der konsequenten Anwendung des konstruktivistischen Programms in vielen Bereichen wissenschaftliches Neuland betreten wird.« (Peter Pichler, Das Historisch-Politische Buch, 57. Jg. 2009, Heft 5)
Lorraine Bluche, geb. 1976, ist Stipendiatin im Forschungsprojekt » Imagined Europeans . Die wissenschaftliche Konstruktion des Homo Europaeus« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am Fachbereich Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
Ein Marktplatz-Angebot für "Der Europäer - ein Konstrukt" für EUR 34,90