Blues für Vollmond und Kojote - Moore, Christopher

Blues für Vollmond und Kojote

Roman

Christopher Moore 

Dtsch. v. Christoph Hahn
 
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
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Blues für Vollmond und Kojote

Der junge erfolgreiche Versicherungsmakler Sam Hunter hat ein Problem und ein Geheimnis. Das Problem: Er hat immer noch nicht die richtige Frau gefunden. Sein Geheimnis: Sam heißt in Wirklichkeit 'Samson jagt allein' und ist Indianer. So ist es kein Wunder, dass der alte indianische Gott und Spaßvogel 'Kojote' auftaucht, um Sam mit der hinreißenden Calliope zusammenzubringen. Doch damit fängt das Chaos erst an ...

- Vom Autor der Bestseller 'Die Bibel nach Biff' und 'Ein todsicherer Job'.


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 352 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Goldmann Taschenbücher Bd.54238
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 336g
  • ISBN-13: 9783442542383
  • ISBN-10: 3442542383
  • Best.Nr.: 23332065
"Christopher Moore macht süchtig!" USA Today

"Dieser Roman ist ein solcher Spaß, dass ich ihn einfach gleich noch einmal lesen musste!" mostlyfiction.com

"Sollte es noch einen witzigeren Autor geben, möge er vortreten." Playboy

"Moore ist eine Instanz, wenn es um intelligenten und zum Umfallen komischen Humor geht. Er verpackt alles in teuflisch gute Geschichten, macht daraus einen Mix aus fesselnder Komödie mit einem Schuss Drama." Bild am Sonntag

"Christopher Moore macht süchtig!" USA Today

"Dieser Roman ist ein solcher Spaß, dass ich ihn einfach gleich noch einmal lesen musste!" mostlyfiction.com

"Sollte es noch einen witzigeren Autor geben, möge er vortreten." Playboy

"Moore ist eine Instanz, wenn es um intelligenten und zum Umfallen komischen Humor geht. Er verpackt alles in teuflisch gute Geschichten, macht daraus einen Mix aus fesselnder Komödie mit einem Schuss Drama." Bild am Sonntag
Der ehemalige Journalist Christopher Moore arbeitete als Dachdecker, Kellner, Fotograf und Versicherungsvertreter, bevor er anfing, Romane zu schreiben. Seine Bücher haben in Amerika längst Kultstatus, und auch im deutschsprachigen Raum wächst die Fangemeinde beständig. Christopher Moore liebt - nach eigenen Angaben - den Ozean, Elefanten-Polo, Käsecracker, Acid Jazz und das Kraulen von Fischottern. Er mag aber weder Salmonellen noch Autoverkehr und erst recht nicht gemeine Menschen. Der Autor lebt in San Francisco, Kalifornien.

Leseprobe zu "Blues für Vollmond und Kojote"

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Leseprobe zu "Blues für Vollmond und Kojote" von Christopher Moore

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Die Verkündigung

1. Kapitel

Irgendwann erwischt es jeden

Santa Barbara, Kalifornien

Während draußen auf dem Gehsteig Zauberpulver verstreut wurde, erledigte Samuel Hunter mechanisch die tägliche Büroroutine - er fertigte Leute am Telefon ab, überprüfte Computerausdrucke und blaffte seine Sekretärin an, damit sie wusste, was sie den Tag über zu erledigen hatte. Diese Art, seinen Tag zu beginnen, war ihm zur Gewohnheit geworden - er agierte wie eine Maschine, bis zu dem Zeitpunkt, wenn er sich auf den Weg zu seinem ersten Kundengespräch machte und in die Rolle schlüpfte, die ihm für einen Geschäftsabschluss am passendsten schien.

Seine Bekannten hielten Sam für einen fleißigen, intelligenten Menschen, mit dem gut auszukommen war, und genau das war auch der Eindruck, den er erwecken wollte. Sam hatte ein gesundes Selbstvertrauen, das sich auf seinen geschäftlichen Erfolg gründete, doch trug er diesen nicht zur Schau, und es war nicht zuletzt seine Bescheidenheit, die ihm allenthalben Sympathien eintrug. Er war hochgewachsen und schlank und lächelte gern, und er wirkte in einem Savile-Row-Anzug vor einem Aufsichtsrat ebenso glaubwürdig wie in Jeans am Pier von Santa Barbara, wenn er mit den Fischern Seemannsgarn spann. Ebenjene Unbefangenheit, mit der Sam jedermann begegnete, war andererseits jedoch die einzige Eigenschaft, die manche Leute irritierte. Wie kam es, dass jemand derart mühelos in so viele verschiedene Rollen schlüpfen konnte, ohne jemals den Eindruck zu erwecken, er sei fehl am Platz oder er fühle sich nicht wohl dabei? Irgendwas schien da nicht zu stimmen. Sicher, er war kein schlechter Kerl, doch man kam einfach nicht an ihn heran, konnte ihn nicht einordnen oder mit Bestimmtheit sagen, was für ein Mensch sich hinter dieser Fassade freundlicher Unverbindlichkeit versteckte. Was genau der Effekt war, den Sam erzielen wollte. Er fürchtete, sich eine Blöße zu geben, wenn er sich Gefühle wie Verlangen, Leidenschaft oder sogar Zorn anmerken ließ, und so unterdrückte er diese Emotionen, bis er sie schließlich nicht mehr empfand. Sein Leben verlief in geregelten Bahnen, ohne besondere Höhepunkte oder Tiefen.

Und so geschah es nicht ganz zwei Wochen nach seinem fünfunddreißigsten Geburtstag und etwa zwanzig Jahre, nachdem er von zu Hause weggelaufen war, dass Samuel Hunter an einem milden Herbsttag aus seinem Büro auf die sonnendurchflutete Straße hinaustrat - und plötzlich vor Begierde fast umgeworfen wurde.

Er sah ein Mädchen, das gerade dabei war, Lebensmitteleinkäufe in einem alten Datsun 280 Z zu verstauen, der am Straßenrand geparkt stand, und er wusste nur noch eines: Dieses Mädchen wollte er haben.

Erst später fielen ihm wieder Einzelheiten ein - die Linie ihres sonnengebräunten Schenkels, abgeschnittene Jeans, die untere Partie ihres Busens, die einen Augenblick lang unter ihrem kurzen Top hervorlugte. Ihre strohblonden Haare hatte sie nachlässig aufgesteckt, so dass einzelne Strähnen ihre hohen Wangenknochen umspielten und ihre großen braunen Augen einrahmten. Sie wirkte auf Sam wie ein langer, schmachtender Saxophonton, der wie Öl in jene Hirnsphäre hinabgleitet, die wir mit Echsen gemeinsam haben und in der die Libido ihren Sitz hat. Von dort aus durchströmte er seinen ganzen Körper bis runter in die Leisten und von dort aus zurück zum Magen, der sich so schmerzhaft zusammenzog, dass Sam beinahe zusammengeklappt wäre.

"Willst du sie?" Die Frage kam von irgendwo neben ihm. Es war offensichtlich eine Männerstimme. Diese Tatsache war zwar ein wenig verwirrend, doch auch wieder nicht so sehr, dass er seinen Blick von dem Mädchen losgerissen hätte.

Wieder kam die Frage. "Willst du sie?"

Sam, ohnehin schon ziemlich angeschlagen, drehte sich um und trat erschrocken einen Schritt zurück. Ein junger Indianer in schwarzen, mit roten Federn verzierten Hirschlederhosen, saß neben der Tür zu seinem Büro auf dem Gehsteig. Während Sam noch darum bemüht war, seine Fassung wiederzuerlangen, grinste der Indianer über beide Ohren und zog einen langen Dolch aus dem Gürtel.

"Wenn du sie willst, dann schnapp sie dir", sagte er und schleuderte den Dolch quer über den Gehsteig in den Vorderreifen des Wagens des Mädchens. Es gab zunächst ein dumpfes Geräusch, dann folgte ein pfeifendes Zischen, als die Luft aus dem Reifen entwich.

"Was war das?", sagte das Mädchen. Sie knallte die Heckklappe zu und ging um den Wagen herum.

Sam, von Panik erfasst, sah sich nach dem Indianer um, der jedoch verschwunden war - ebenso wie das Messer. Sam wandte sich um und spähte durch die Glastür in sein Büro, aber auch dort war von dem Indianer nichts zu sehen.

"Ich kann einfach nicht glauben, dass ich es schon wieder geschafft habe", sagte das Mädchen und starrte auf den platten Reifen. "Mir geht doch einfach alles schief. Ich bin zum Scheitern verurteilt."

Sams Verwirrung steigerte sich noch. "Was reden Sie da?"

Das Mädchen drehte sich um und schaute ihn an. Bis dahin hatte sie ihn gar nicht zur Kenntnis genommen. Sie sah ihn einen Moment lang an und sagte dann: "Jedes Mal, wenn ich es endlich geschafft habe, einen neuen Job zu bekommen, ziehe ich irgendein Unheil an, das meine Chancen, den Job auch zu behalten, zunichtemacht."

"Aber es ist doch nur ein platter Reifen. Dafür können Sie doch nichts. Ich habe den Kerl gesehen, der es getan hat. Es war ... '" Sam hielt inne. Der Indianer hatte in ihm die Angst wiedererweckt, entdeckt und ins Gefängnis gesteckt zu werden. Das wollte er nicht noch einmal erleben. "Vermutlich sind Sie irgendwo über eine Glasscherbe gefahren. So was lässt sich kaum vermeiden."

"Wieso sollte ich mir eine Scherbe in den Reifen schaffen?" Ihre Frage war ernst gemeint, und sie versuchte, in Sams Gesicht eine Antwort darauf zu finden. Selbst wenn er eine gewusst hätte, wäre sie ihm beim Blick in ihre Augen abhandengekommen. Er hatte nicht den blassesten Schimmer, was er jetzt tun sollte.

Er sagte: "Der Indianer -"

"Haben Sie ein Telefon?", unterbrach sie ihn. "Ich muss meinen Chef anrufen und Bescheid sagen, dass ich später komme. Ich habe nämlich keinen Ersatzreifen."

"Ich kann Sie hinfahren", erwiderte Sam, der mächtig stolz darauf war, dass er überhaupt ein Wort herausbrachte. "Ich war gerade auf dem Weg zu einem Termin; mein Wagen steht um die Ecke."

"Das würden Sie machen? Ich muss ziemlich weit hoch ans andere Ende der State Street."

Sam sah auf die Uhr - allerdings mehr aus einer Gewohnheit heraus; er hätte sie auch nach Alaska gefahren, wenn sie ihn darum gebeten hätte. "Kein Problem", sagte er. "Kommen Sie mit."

Das Mädchen schnappte sich ein Bündel Kleider, das im Datsun lag, und folgte Sam um die Ecke zu seinem Auto. Er öffnete ihr die Tür des Mercedes und versuchte, nicht hinzuschauen, während sie einstieg. Jedes Mal, wenn er sie ansah, schien sein Hirn wie leergepustet, und er musste krampfhaft überlegen, was er als Nächstes tun sollte. Als er in den Wagen stieg und für einen kurzen Augenblick ihre braunen Schenkel auf dem schwarzen Leder des Beifahrersitzes sah, vergaß er glatt, wo er den Zündschlüssel hinstecken sollte. Er stierte aufs Armaturenbrett und versuchte, sich wieder zu beruhigen, obwohl er insgeheim dachte: Das kann einfach nicht gut ausgehen.

Das Mädchen sagte: "Glauben Sie, dass die Deutschen so gute Autos bauen, um für den Holocaust Buße zu leisten?""Was?" Er wollte sich schon zu ihr umdrehen, aber im letzten Moment zwang er sich, weiter auf die Straße zu blicken. "Nein, ich glaube nicht. Warum fragen Sie?"

Die Verkündigung

1. Kapitel

Irgendwann erwischt es jeden

Santa Barbara, Kalifornien

Während draußen auf dem Gehsteig Zauberpulver verstreut wurde, erledigte Samuel Hunter mechanisch die tägliche Büroroutine - er fertigte Leute am Telefon ab, überprüfte Computerausdrucke und blaffte seine Sekretärin an, damit sie wusste, was sie den Tag über zu erledigen hatte. Diese Art, seinen Tag zu beginnen, war ihm zur Gewohnheit geworden - er agierte wie eine Maschine, bis zu dem Zeitpunkt, wenn er sich auf den Weg zu seinem ersten Kundengespräch machte und in die Rolle schlüpfte, die ihm für einen Geschäftsabschluss am passendsten schien.

Seine Bekannten hielten Sam für einen fleißigen, intelligenten Menschen, mit dem gut auszukommen war, und genau das war auch der Eindruck, den er erwecken wollte. Sam hatte ein gesundes Selbstvertrauen, das sich auf seinen geschäftlichen Erfolg gründete, doch trug er diesen nicht zur Schau, und es war nicht zuletzt seine Bescheidenheit, die ihm allenthalben Sympathien eintrug. Er war hochgewachsen und schlank und lächelte gern, und er wirkte in einem Savile-Row-Anzug vor einem Aufsichtsrat ebenso glaubwürdig wie in Jeans am Pier von Santa Barbara, wenn er mit den Fischern Seemannsgarn spann. Ebenjene Unbefangenheit, mit der Sam jedermann begegnete, war andererseits jedoch die einzige Eigenschaft, die manche Leute irritierte. Wie kam es, dass jemand derart mühelos in so viele verschiedene Rollen schlüpfen konnte, ohne jemals den Eindruck zu erwecken, er sei fehl am Platz oder er fühle sich nicht wohl dabei? Irgendwas schien da nicht zu stimmen. Sicher, er war kein schlechter Kerl, doch man kam einfach nicht an ihn heran, konnte ihn nicht einordnen oder mit Bestimmtheit sagen, was für ein Mensch sich hinter dieser Fassade freundlicher Unverbindlichkeit versteckte. Was genau der Effekt war, den Sam erzielen wollte. Er fürchtete, sich eine Blöße zu geben, wenn er sich Gefühle wie Verlangen, Leidenschaft oder sogar Zorn anmerken ließ, und so unterdrückte er diese Emotionen, bis er sie schließlich nicht mehr empfand. Sein Leben verlief in geregelten Bahnen, ohne besondere Höhepunkte oder Tiefen.

Und so geschah es nicht ganz zwei Wochen nach seinem fünfunddreißigsten Geburtstag und etwa zwanzig Jahre, nachdem er von zu Hause weggelaufen war, dass Samuel Hunter an einem milden Herbsttag aus seinem Büro auf die sonnendurchflutete Straße hinaustrat - und plötzlich vor Begierde fast umgeworfen wurde.

Er sah ein Mädchen, das gerade dabei war, Lebensmitteleinkäufe in einem alten Datsun 280 Z zu verstauen, der am Straßenrand geparkt stand, und er wusste nur noch eines: Dieses Mädchen wollte er haben.

Erst später fielen ihm wieder Einzelheiten ein - die Linie ihres sonnengebräunten Schenkels, abgeschnittene Jeans, die untere Partie ihres Busens, die einen Augenblick lang unter ihrem kurzen Top hervorlugte. Ihre strohblonden Haare hatte sie nachlässig aufgesteckt, so dass einzelne Strähnen ihre hohen Wangenknochen umspielten und ihre großen braunen Augen einrahmten. Sie wirkte auf Sam wie ein langer, schmachtender Saxophonton, der wie Öl in jene Hirnsphäre hinabgleitet, die wir mit Echsen gemeinsam haben und in der die Libido ihren Sitz hat. Von dort aus durchströmte er seinen ganzen Körper bis runter in die Leisten und von dort aus zurück zum Magen, der sich so schmerzhaft zusammenzog, dass Sam beinahe zusammengeklappt wäre.

"Willst du sie?" Die Frage kam von irgendwo neben ihm. Es war offensichtlich eine Männerstimme. Diese Tatsache war zwar ein wenig verwirrend, doch auch wieder nicht so sehr, dass er seinen Blick von dem Mädchen losgerissen hätte.

Wieder kam die Frage. "Willst du sie?"

Sam, ohnehin schon ziemlich angeschlagen, drehte sich um und trat erschrocken einen Schritt zurück. Ein junger Indianer in schwarzen, mit roten Federn verzierten Hirschlederhosen, saß neben der Tür zu seinem Büro auf dem Gehsteig. Während Sam noch darum bemüht war, seine Fassung wiederzuerlangen, grinste der Indianer über beide Ohren und zog einen langen Dolch aus dem Gürtel.

"Wenn du sie willst, dann schnapp sie dir", sagte er und schleuderte den Dolch quer über den Gehsteig in den Vorderreifen des Wagens des Mädchens. Es gab zunächst ein dumpfes Geräusch, dann folgte ein pfeifendes Zischen, als die Luft aus dem Reifen entwich.

"Was war das?", sagte das Mädchen. Sie knallte die Heckklappe zu und ging um den Wagen herum.

Sam, von Panik erfasst, sah sich nach dem Indianer um, der jedoch verschwunden war - ebenso wie das Messer. Sam wandte sich um und spähte durch die Glastür in sein Büro, aber auch dort war von dem Indianer nichts zu sehen.

"Ich kann einfach nicht glauben, dass ich es schon wieder geschafft habe", sagte das Mädchen und starrte auf den platten Reifen. "Mir geht doch einfach alles schief. Ich bin zum Scheitern verurteilt."

Sams Verwirrung steigerte sich noch. "Was reden Sie da?"

Das Mädchen drehte sich um und schaute ihn an. Bis dahin hatte sie ihn gar nicht zur Kenntnis genommen. Sie sah ihn einen Moment lang an und sagte dann: "Jedes Mal, wenn ich es endlich geschafft habe, einen neuen Job zu bekommen, ziehe ich irgendein Unheil an, das meine Chancen, den Job auch zu behalten, zunichtemacht."

"Aber es ist doch nur ein platter Reifen. Dafür können Sie doch nichts. Ich habe den Kerl gesehen, der es getan hat. Es war ... '" Sam hielt inne. Der Indianer hatte in ihm die Angst wiedererweckt, entdeckt und ins Gefängnis gesteckt zu werden. Das wollte er nicht noch einmal erleben. "Vermutlich sind Sie irgendwo über eine Glasscherbe gefahren. So was lässt sich kaum vermeiden."

"Wieso sollte ich mir eine Scherbe in den Reifen schaffen?" Ihre Frage war ernst gemeint, und sie versuchte, in Sams Gesicht eine Antwort darauf zu finden. Selbst wenn er eine gewusst hätte, wäre sie ihm beim Blick in ihre Augen abhandengekommen. Er hatte nicht den blassesten Schimmer, was er jetzt tun sollte.

Er sagte: "Der Indianer -"

"Haben Sie ein Telefon?", unterbrach sie ihn. "Ich muss meinen Chef anrufen und Bescheid sagen, dass ich später komme. Ich habe nämlich keinen Ersatzreifen."

"Ich kann Sie hinfahren", erwiderte Sam, der mächtig stolz darauf war, dass er überhaupt ein Wort herausbrachte. "Ich war gerade auf dem Weg zu einem Termin; mein Wagen steht um die Ecke."

"Das würden Sie machen? Ich muss ziemlich weit hoch ans andere Ende der State Street."

Sam sah auf die Uhr - allerdings mehr aus einer Gewohnheit heraus; er hätte sie auch nach Alaska gefahren, wenn sie ihn darum gebeten hätte. "Kein Problem", sagte er. "Kommen Sie mit."

Das Mädchen schnappte sich ein Bündel Kleider, das im Datsun lag, und folgte Sam um die Ecke zu seinem Auto. Er öffnete ihr die Tür des Mercedes und versuchte, nicht hinzuschauen, während sie einstieg. Jedes Mal, wenn er sie ansah, schien sein Hirn wie leergepustet, und er musste krampfhaft überlegen, was er als Nächstes tun sollte. Als er in den Wagen stieg und für einen kurzen Augenblick ihre braunen Schenkel auf dem schwarzen Leder des Beifahrersitzes sah, vergaß er glatt, wo er den Zündschlüssel hinstecken sollte. Er stierte aufs Armaturenbrett und versuchte, sich wieder zu beruhigen, obwohl er insgeheim dachte: Das kann einfach nicht gut ausgehen.

Das Mädchen sagte: "Glauben Sie, dass die Deutschen so gute Autos bauen, um für den Holocaust Buße zu leisten?""Was?" Er wollte sich schon zu ihr umdrehen, aber im letzten Moment zwang er sich, weiter auf die Straße zu blicken. "Nein, ich glaube nicht. Warum fragen Sie?"

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