Quelle: Wikipedia. Seiten: 33. Kapitel: Baum, Obstbaum, Buschbaum,
Baumdiagnose, Arboristik, Seilunterstützte Baumklettertechnik,
Schnitt, Kopfweide, Schnittführung, Impulshammer, European
Arboricultural Council, Impulstomographie, Kappung, Resistograph,
Überwallung, Pro Baum, CODIT, Doppelseiltechnik, Kronensicherung,
Baumkataster, Baumscheibe, Baumkontrolle, Erziehungsschnitt,
Schleimfluss, Pflanzung, Visual-Tree-Assessment, Zugast,
Kronenschnitt, Kronenpflege, Fruchtkuchen. Auszug: Als Baum wird im
allgemeinen Sprachgebrauch eine holzige Pflanze verstanden, die aus
einer Wurzel, einem daraus emporsteigenden, hochgewachsenen Stamm
und einer belaubten Krone besteht. Die Botanik definiert Bäume als
mehrjährige, holzige Samenpflanzen, die einen dominierenden Spross
aufweisen, der durch sekundäres Dickenwachstum an Umfang zunimmt.
Diese Merkmale unterscheiden einen Baum von Sträuchern, Farnen,
Palmen und anderen holzigen Pflanzen. Im Gegensatz zu ihren
entwicklungsgeschichtlichen Vorläufern verfügen die meisten Bäume
zudem über wesentlich differenziertere Blattorgane, die mehrfach
verzweigten Seitentrieben (Lang- und Kurztrieben) entspringen.
Stamm, Äste und Zweige verlängern sich jedes Jahr durch Austreiben
von Endknospen und Seitenknospen, verholzen dabei und nehmen
kontinuierlich an Umfang zu. Im Gegensatz zum Strauch ist es das
besondere Merkmal der Bäume, dass die Endknospen über die
Seitenknospen dominieren (apikale Dominanz) und sich dadurch ein
vorherrschender Haupttrieb herausbildet (Akrotonie). Baumförmige
Lebensformen kommen in verschiedenen Pflanzengruppen vor: Echte
Bäume sind die Laubbäume unter den Bedecktsamern und die
baumförmigen Nacktsamer, zu denen Nadelholzgewächse wie die
bekannten Nadelbäume gehören, aber auch Ginkgo biloba (als einziger
noch existierender Vertreter der Ginkgogewächse) sowie zahlreiche
Vertreter der fiederblättrigen Nacktsamer (Cycadophytina).
Eigentümlichster Baum ist wohl die in Namibia vorkommende
Welwitschia mirabilis, deren Stamm im Boden verbleibt. Daneben
können auch die Palmen und die Baumfarne eine baumähnliche Form
ausbilden. Diese Gruppen besitzen aber kein echtes Holz (sekundäres
Xylem) und gelten daher nicht als Bäume. Eine Sonderstellung nimmt
der Drachenbaum (Dracaena) ein. Dieser gehört zwar zu den
Einkeimblättrigen, hat aber ein atypisches sekundäres
Dickenwachstum. Baumähnliche Formen finden sich hauptsächlich in
rund 50 höheren Pflanzenfamilien. Dagegen fehlt die Baumform bei
Algen, Moose