Angst - Harris, Robert

Robert Harris 

Angst

Thriller

Aus d. Engl. v. Müller, Wolfgang
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Angst

Der beklemmend aktuelle Thriller von Bestsellergarant Robert Harris

Für die Öffentlichkeit ist er ein Unbekannter, aber in den geheimen inneren Zirkeln der Superreichen ist Alex Hoffmann eine lebende Legende ein visionärer Wissenschaftler, der eine Software entwickelt hat, die an den Börsen der Welt Milliardengewinne erzielt. Nun hat es jemand auf ihn abgesehen, und es beginnt für ihn eine albtraumhafte Zeit aus Angst und Schrecken. Kann er die Geister, die er rief, wieder loswerden? Oder stürzt er unaufhaltbar in den Abgrund und mit ihm die Finanzmärkte der Welt?

Zusammen mit seinem Partner, einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des algorithmischen Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden zu einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte voraussagen kann. Sein Hedgefonds mit Sitz in Genf macht Milliarden.

Eines Nachts überwindet ein unheimlicher Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt, in dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tages werden die Finanzmärkte in Aufruhr und Hoffmanns Welt unsere Welt für immer eine andere sein.


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 383 S.
  • Seitenzahl: 383
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 146mm x 38mm
  • Gewicht: 561g
  • ISBN-13: 9783453267046
  • ISBN-10: 3453267044
  • Best.Nr.: 33865795
"Es war nicht nur der Zeitgeist, der den britischen Bestseller-Autor Robert Harris dazu brachte, eine fast 400 Seiten lange Gruselgeschichte über einen mörderischen Hedgefonds zu verfassen, es war auch Wut." -- Der Spiegel<br/><br/>"Robert Harris' Thriller spielt unter Finanzhaien und richtet sich an Finanzlaien. Die werden von 'Angst' nicht nur anspruchsvoll unterhalten, sie lernen auch etwas! Dem 54-jährigen Briten gelingt so etwas wie ein beinahe Echtzeit-Roman mit seinem neuen brillanten Thriller über die erste Brigade der Finanzwelt." -- BR2 Kulturwelt (Knut Cordsen)<br/><br/>"'Angst' ist keine düstere Zukunftsvision, sondern ein beklemmend aktueller Thriller über das computergestützte Chaos, das in unserem Finanzsystem die Macht übernommen hat. (...) Harris' Buch ist nicht nur Finanzmarktkrimi, er ist auch Diagnose." -- Titel, Thesen, Temperamente

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.11.2011

Von diesem Rohstoff haben wir genug

Der britische Bestseller-Autor Robert Harris zeigt in dem Thriller "Angst", wie die Finanzwelt aus Emotionen Geld macht.

Von Hubert Spiegel

Es gibt viele Möglichkeiten, mit der Angst anderer Menschen Geld zu verdienen. Aber niemand hat einen besseren Weg gefunden, Angst in Mammon zu verwandeln, als der Physiker Alexander Hoffmann. Am Ende des neuen Romans von Robert Harris hat Hoffmann an einem einzigen Tag 4,1 Milliarden Dollar verdient.

Dieser Tag ist der 6. Mai 2010. Er ist in die Annalen der realen Finanzwelt als Tag des "Flash-Crash" eingegangen: Innerhalb weniger Minuten brach der amerikanische Aktienmarkt dramatisch ein, erholte sich aber auf wundersame Weise genauso schnell wieder. Die kurze Zeitspanne reichte aus, um Transaktionen in zuvor ungekanntem Ausmaß abzuwickeln: Knapp 1,3 Milliarden Aktien wurden in nur zehn Minuten gehandelt. Börsen mussten vorübergehend geschlossen werden, einzelne Aktien verloren bis zu 99 Prozent ihres Kurswertes, an der Nasdaq wurden am folgenden Tag zahllose Transaktionen für ungültig erklärt und rückabgewickelt. Was hinter dieser Finanzkatastrophe …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

"Kein Wunder", findet Johan Schloemann, dass eine Verfilmung dieses Finanzkrisenthrillers bereits im Gange ist, die Zutaten böten sich ja regelrecht an: Ein unfassbarer, absurd aktiver Hedgefonds in der Schweiz hier, ein bewährter Krimifundus inklusive eines krachenden Showdowns dort. Und das vor vielsagender Genfer Kulisse, wo einst nicht nur der Roman "Frankenstein", sondern auch im benachbarten CERN das WWW entstand, beides Stichwortgeber für ein Monstrum von lernfähiger Software, das die internationalen Finanzmärkte analysiert, entsprechend handelt, dabei dem Nutznießer dramatische Summen aufs Konto spielt und schließlich außer Kontrolle gerät. Nur die Gewinnmaximierungsfähigkeit des Programms - die erlahmt nie. Der Rezensent hat sich prächtig unterhalten, eins ist ihm aber auch aufgefallen: für die Beschreibung der Finanzgeschehnisse müssen auch im 21. Jahrhundert noch die Metaphern des 19. Jahrhundert herhalten.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Es war nicht nur der Zeitgeist, der den britischen Bestseller-Autor Robert Harris dazu brachte, eine fast 400 Seiten lange Gruselgeschichte über einen mörderischen Hedgefonds zu verfassen, es war auch Wut." (Der Spiegel)

"'Angst' ist keine düstere Zukunftsvision, sondern ein beklemmend aktueller Thriller über das computergestützte Chaos, das in unserem Finanzsystem die Macht übernommen hat. (...) Harris' Buch ist nicht nur Finanzmarktkrimi, er ist auch Diagnose."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.12.2011

Was zählt, ist
die Angst
Die Finanzkrise hinterlässt bei vielen Menschen das Gefühl von Machtlosigkeit. Sie haben doch nichts getan – und trotzdem scheint die Welt um sie herum einzustürzen. Was geschieht da nur bei den Banken, Hedgefonds, Spekulanten?
Und dann kommt so ein Tag wie der 6. Mai 2010. Als an einem Tag 20 Milliarden Aktien gehandelt werden und die Börse ohne nachvollziehbaren Grund in die Tiefe rauscht. Und sich im Nachhinein herausstellt, dass daran gigantische Computerverkäufe schuld waren. Nicht Menschen haben gehandelt, sondern Computer. Ja, das erhöht das Gefühl der Machtlosigkeit. Bei den Menschen auf der Straße. Und auch bei dem britischen Bestsellerautor Robert Harris. Er saß an diesem 6. Mai 2010 zu Hause vor dem Fernseher und wartete auf den Ausgang der britischen Wahlen. Es wurde über den Börsencrash berichtet. Da, sagt er, habe er endgültig entschieden, dieses Buch zu schreiben: Angst. Ein Buch darüber, dass dem Menschen die Kontrolle abhanden gekommen ist, dass das Geld und die Computer die Macht übernommen haben und nun die neue Anti-Moral gilt, die die Finanzkonzerne diktieren: Der Stärkere überlebt, der Profit …

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"'Angst' ist keine düstere Zukunftsvision, sondern ein beklemmend aktueller Thriller über das computergestützte Chaos, das in unserem Finanzsystem die Macht übernommen hat. (...) Harris' Buch ist nicht nur Finanzmarktkrimi, er ist auch Diagnose."
Robert Harris, geb. 957 in Nottingham, studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC, Redakteur beim 'Observer' und Kolumnist bei der 'Sunday Times' un dem 'Daily Telegraph'. 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem British Press Award ausgezeichnet. Er schrieb mehrere Sachbücher, und seine Romane wurden internationale Bestseller. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire

Leseprobe zu "Angst" von Robert Harris

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Kundenbewertungen zu "Angst" von "Robert Harris"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 2.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** gut)
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Bewertung von R.E.R. am 15.04.2012 ***** weniger gut
Robert Harris gewährt einen Blick in die exzentrische Welt eines superreichen Finanzgenies. Dr. Alexander Hoffman ist eigentlich Physiker , hat aber gemeinsam mit dem Investmentbanker Hugo Quarry den erfolgreichsten Hedgefonds der Welt aufgelegt. Hoffman Technologies “macht Geld” mit dem algorithmischem Handelssystem VIXAL, das einzig die Emotion Angst als Entscheidungsgrundlage nutzt. Die Dimensionen in denen sich die Gewinne der Firma und ihrer Inhaber bewegen, gehen in die Milliarden. Das Genie eines Wissenschaftlers gepaart mit dem Instinkt eines Bankers. Harris hat sich augenscheinlich intensiv mit der Materie befasst. Der Roman strotzt vor Zahlen, Fakten und Erklärungen. Anfangs noch verständlich, am Ende schwer nachvollziehbar.

Das Wesen der Handlung wird von einem außergewöhnlichen Tag im Leben der Hauptfigur bestimmt. Hoffmann bekommt per Post anonym eine wertvolle Erstausgabe von Charles Darwins “Expressions of the Emotions in Man and Animal”. In derselben Nacht wird er in seiner hoch gesicherten Villa in Genf überfallen. Als Täter zeigt er dem diensthabenden Kommissar am nächsten Morgen ein Bild aus dem antiquarischen Buch: die Fratze der Angst eines englischen Schauspielers fotografiert am Ende des viktorianischen Zeitalters. Seine Frau Gabrielle und die Polizei machen sich Sorgen um seinen Gesundheitszustand. Hoffmann war nach einem Schlag auf den Kopf fast eine halbe Stunde lang bewusstlos. Der Wissenschaftler jedoch ist nur an der Frage interessiert, wer das Buch geschickt hat. Dieser jemand will ihn systematisch vernichten, dessen ist er sich sicher.

Beim Lesen braucht man nicht lange um sicher zu sein, worauf die Geschichte hinausläuft. Schon nach etwa einem Drittel des Buches, weiß man welchen Ursprung die “Verschwörung” hat. Die weitere Handlung bis zum Effektheischenden Showdown ist relativ spannungsfrei. Zum einen kann man das Schicksal der Hauptfigur leicht erahnen. Zum andern lässt der Autor den ökonomischen Aspekt, abgesehen von überflüssigen Details, wirkungslos verpuffen.

Interessant, weil sie dem Geschehen eine gewisse Würze verleihen, sind die Aspekte des Romans die Boulevard Charakter haben. Die Beschreibung der 60 Millionen Dollar teuren Villa der Hoffmanns am Genfer See. Die Darstellung der künstlerischen Arbeit der Milliardärsgattin. Das Liebesleben der Eheleute das mit dem Terminkalender geplant ist.

Die im Klappentext so vollmundig angekündigten “elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen” werden jedenfalls nicht beantwortet. Zumindest nicht in diesem Werk. Fündig wird man vielleicht in der Literatur, die der Autor in Auszügen seinen Kapiteln voranstellt. Zum Beispiel aus Mary Shelleys “Frankenstein” oder “Die Abstammung des Menschen” von Charles Darwin.

Ansonsten schließe ich mich der Meinung des Autors aus dem SZ-Magazin vom 13. April 2012 an. In dem Artikel “Mit anderen Worten” geht es um Schriftsteller die ihren Romanen literarische Mottos oder Zitate voranstellen. Der Verfasser unterstellt, dass diese Autoren entweder ihre Bildung oder ihre Coolness zur Schau stellen wollen, um beispielsweise auszudrücken, dass sie sich “eigentlich als Lyriker der Weltliteratur verstehen”. Das scheint mir für Harris im vorliegenden Fall zuzutreffen. Weltliteratur ist “Angst” trotz der Vorsatzzitate nicht geworden. Schlimmer noch. Es ist, wie ich finde, nicht einmal ein spannender Thriller!

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Bewertung von McFayden aus St. Ingbert am 13.04.2012 ***** weniger gut
Der Physiker Dr. Alexander Hoffmann hat bereits während seiner Tätigkeit am CERN Forschungs-zentrum an der Entwicklung von Computersoftware zu künstlicher Intelligenz gearbeitet. Dann begegnete er Hugo Quarry, der ihn zur Gründung eines Hedgefonds überredet, wobei Hugo sich um die Vermarktung und Alex um das Kernstück – die Software – kümmert.

Alex hat gerade eine neue Software entwickelt, die die Märkte nach Angstparametern untersucht und eigenständig mit Aktien handelt, so dass die Analysten seiner Firma, die Quants, lediglich noch die Bildschirme beobachten müssen – bis die Software zu schnell lernt und außer Kontrolle zu geraten droht.

Eines Nachts wird bei Alex eingebrochen. Ein Unbekannter verschafft sich Zugang zu seinem Hochsicherheitstrakt am Genfer See und überfällt ihn und seine Frau Gabby. Als ermittelnder Beamte wird Leclerc hinzugezogen und ein verwirrendes Ermittlungsverfahren beginnt, bei dem sich der Leser bis zuletzt nicht sicher ist, ob der Grund in all den Ereignissen in Alex möglicher Schizophrenie liegt oder ob ein Konkurrent sich die “Gelddruckmaschine” VIXAL unter den Nagel reißen will, um ebenfalls Milliardengewinne zu erwirtschaften.

Nach den vollmundigen Ankündigungen in diversen Wirtschaftszeitungen habe ich von diesem Buch wesentlich mehr erwartet. Weder wird auf die Finanzmarktkrise eingegangen, noch erhält der Leser einen wirklichen Einblick in einen Hedgefonds. Die Story ist sehr oberflächlich gehalten, auch wirkliche Spannung kommt hier nicht auf. Am Ende musste ich enttäuscht feststellen, dass das vorhersehbare Ende ohne spannende Wendung eintritt. Auf mich macht es eher den Eindruck, dass Harris sich mit der Thematik übernommen hat und ggf. ursprünglich sogar eine ganz andere Entwicklung und ein ganz anderes Ende vorgesehen hatte. Im Großen und Ganzen also leider eine Enttäuschung.

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Bewertung von michael@matzer.de am 27.11.2011 ***** sehr gut
Die Story ist flott und flüssig erzählt. Notwendige Hintergrundinfos werden im Laufe des zunehmend rätselhafteren Geschehens nachgeliefert, so dass die Story immer mehr Tiefe erhält. Die Zitate von Darwin, Canetti, Dawkins und anderen stoßen den Leser mit der Nase darauf, dass hier etwas grundlegend in die falsche Richtung läuft - und somit gefährlich wird.
Das Finale ist selbstverständlich fulminant und durchaus befriedigend - wenn man ein Pyromane ist. Ansonsten hätte ich dem Autor etwas mehr Emotionalität für seine Prosa gewünscht. Der Roman ist ein Reißer, wie er im Buch steht.

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