Ich bin ein Geschichtenerzähler - Preußler, Otfried

Otfried Preußler 

Ich bin ein Geschichtenerzähler

Hrsg. v. Susanne Preußler-Bitsch u. Regine Stigloher
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Ich bin ein Geschichtenerzähler

"Die kleine Hexe", "Der Räuber Hotzenplotz" und "Krabat" - die Bücher des Geschichtenerzählers Otfried Preußler sind in den Kinderzimmern auf der ganzen Welt zu Hause. Hier erzählt Preußler nun für seine erwachsenen Leser: von seiner Kindheit in Böhmen, von seiner Großmutter Dora, von seinen literarischen Vorbildern, vom Glück, Krieg und Gefangenschaft überlebt zu haben, von seinem Werdegang als Schriftsteller, von der Entstehung seiner wichtigsten Werke, von der besonderen Verantwortung, für Kinder zu schreiben - und zum Schluss macht er sich Gedanken über das Älterwerden und das Alter. Dieses Buch ist keine Biografie und enthält doch viel Autobiografisches, denn die Figuren in Preußlers Büchern sind eng mit der Person verbunden, die sie geschrieben hat. In 38 Texten aus den Jahren 1972 bis 2009, die seine Töchter Susanne Preußler-Bitsch und Regine Stigloher zusammengestellt haben, gewährt Preußler Einblick in sein Leben und seine Werke, seine persönlichen Überzeugungen und seine Weltanschauung. "Ich werde mitunter gefragt: Halten Sie es für richtig, Herr Preußler, den Kindern unserer Zeit, die ins dritte Jahrtausend hineinwachsen, noch Geschichten von Hexen und Wassermännern, von Zauberern, Feen und kleinen Gespenstern zu erzählen? Darauf kann ich nur antworten, dass ich das nicht nur für richtig, sondern für wichtig halte - für lebenswichtig, um es genau zu sagen." Otfried Preußler

'Die kleine Hexe', 'Der Räuber Hotzenplotz' und 'Krabat', die Bücher des Geschichtenerzählers Otfried Preußler sind in den Kinderzimmern auf der ganzen Welt zu Hause. Hier erzählt Preußler nun für seine erwachsenen Leser: von seiner Kindheit in Böhmen, von seiner Großmutter Dora, von seinen literarischen Vorbildern, vom Glück, Krieg und Gefangenschaft überlebt zu haben, von seinem Werdegang als Schriftsteller, von der Entstehung seiner wichtigsten Werke, von der besonderen Verantwortung, für Kinder zu schreiben - und zum Schluss macht er sich Gedanken über das Älterwerden und das Alter.
Dieses Buch ist keine Biografie und enthält doch viel Autobiografisches, denn die Figuren in Preußlers Büchern sind eng mit der Person verbunden, die sie geschrieben hat. In 38 Texten aus den Jahren 1972-2009, die seine Töchter Susanne Preußler-Bitsch und Regine Stigloher zusammengestellt haben, gewährt Preußler Einblick in sein Leben und seine Werke, seine persönlichen Überzeugungen und seine Weltanschauung.

'Ich werde mitunter gefragt: Halten Sie es für richtig, Herr Preußler, den Kindern unserer Zeit, die ins dritte Jahrtausend hineinwachsen, noch Geschichten von Hexen und Wassermännern, von Zauberern, Feen und kleinen Gespenstern zu erzählen? Darauf kann ich nur antworten, dass ich das nicht nur für richtig, sondern für wichtig halte - für lebenswichtig, um es genau zu sagen.' (Otfried Preußler)


Produktinformation

  • Verlag: Thienemann Verlag
  • 2010
  • Neuaufl.
  • Ausstattung/Bilder: Neuaufl. 2013. 267 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 267
  • Best.Nr. des Verlages: 20095
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 153mm x 28mm
  • Gewicht: 516g
  • ISBN-13: 9783522200950
  • ISBN-10: 3522200950
  • Best.Nr.: 27946890

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Aus den Archiven des Autors haben die Töchter Otfried Preußlers diese Sammlung von Texten zusammengestellt, in denen der Kinderbuch-Auflagenmillionär von seinem Handwerk, von seiner Herkunft aus Nordböhmen, von seinen Eltern, von seinen Anfängen als Lehrer erzählt. Nicht alles, aber vieles davon war zuvor unveröffentlicht und lehrreich ist es, wie der Rezensent Tilmann Spreckelsen versichert, in jedem Fall. Anderes freilich kommt ausdrücklich nicht vor: Seine Jahre unter den Nazis, in der Wehrmacht, im sowjetischen Lager, aus dem er erst 1949 nach Deutschland zurückkehren konnte. Manches in seinen Büchern, insbesondere in "Krabat", könne man möglicherweise, so Spreckelsen, als verschlüsselte Selbstaussage zu diesen Themen begreifen. Man müsse allerdings nicht - und alles, was in Preußlers hier versammelten autobiografischen Texten explizit nachzulesen ist, sei davon ganz abgesehen die Lektüre allemal wert.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 16.01.2010

Wie wird man zum Lieblingsautor einer ganzen Generation?

Von der Kunst, sein Publikum, egal welchen Alters, zu gewinnen statt zu überrumpeln: Der große Otfried Preußler erzählt aus dem Leben eines bescheiden gebliebenen Erfolgsschriftstellers.

Von Tilman Spreckelsen

Von seiner Großmutter Dora, der Mutter seines Vaters, erzählt Otfried Preußler im kurzen Text "Ein Buch, das es nicht gegeben hat". Er berichtet darin von dem außergewöhnlichen Talent jener Großmutter als Geschichtenerzählerin, erwähnt den Schatz aus regionalen Sagen, über den sie frei verfügte und dem sie jeweils ein neues Gesicht zu geben wusste, und fügt schließlich einen merkwürdigen Zug an: Großmutter Dora, "eine bescheidene Frau, der es mitunter vor ihrer eigenen Phantasie ein wenig bange geworden sein mag", hätte steif und fest behauptet, alles von ihr Erzählte fände sich wortwörtlich in einem alten dicken Buch, das sie in ihrem Besitz habe.

Anfangs, schreibt der 1923 geborene Preußler, hätten sein jüngerer Bruder und er dies so hingenommen, später seien sie "hellhörig" geworden: "War es nicht merkwürdig, dass Großmutter, sobald wir sie um …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.04.2010

Für Kinder ist das Beste gerade gut genug
„Ich bin ein Geschichtenerzähler”, ein Mosaik unveröffentlichter Texte von Otfried Preußler
Wer ist Otfried Preußler? Weiß das nicht jeder? Zumindest alle, die als Kind Der kleine Wassermann vorgelesen bekamen. Otfried Preußler zeigt auf allen Fotos in Verlagsanzeigen und Zeitungen ein freundliches Gesicht und sagt in Interviews kluge Sätze wie: „Der Mensch braucht Geschichten” oder: „Für Kinder ist das Beste gerade gut genug.”
Aber wer ist der Herr Preußler wirklich, der in Bayern, in den fünfziger Jahren, Schulklassen mit 52 Kindern unterrichtet hat und danach Hand in Hand mit Krabat und dem Räuber Hotzenplotz in die Kinderliteratur eingegangen ist? Er erzählte stets viel und gern, aber kaum über sich selbst, höchstens von Reichenberg im Sudetenland, wo er als Lehrerskind geboren und aufgewachsen ist, vom Fidelspiel seines Vaters und von langen Wanderungen mit ihm im Rübezahl-Gebirge, von den Geschichten, die er von seiner Großmutter gehört hat und vom Glück dieser Kindheit. Und dann? „Ach – dann winkte er immer ab.”
Otfried Preußler ist Jahrgang 1923. Er ist fünf Jahre älter …

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Otfried Preußler wurde am 20. Oktober 1923 in Reichenberg/Böhmen geboren. Nach dem Krieg und fünf Jahren hinter sowjetischem Stacheldraht kam er nach Oberbayern. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Rosenheim, war bis 1970 Volksschullehrer und widmet sich seither ausschließlich seiner literarischen Arbeit. Sich selbst mit Vorliebe als Geschichtenerzähler bezeichnend, gilt er heute als einer der namhaftesten und erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Preußlers Kinder- und Jugendbücher haben inzwischen eine Gesamtauflage von über 40 Millionen Exemplaren erreicht und liegen in rund 260 fremdsprachigen Übersetzungen vor, seine Bühnenstücke zählen zu den meistgespielten Werken des zeitgenössischen Kindertheaters.

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