Letzte Aufzeichnungen - Honecker, Erich

Erich Honecker 

Letzte Aufzeichnungen

Mit e. Vorw. v. Margot Honecker

Herausgeber: Schumann, Frank
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
15 ebmiles sammeln
EUR 14,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Letzte Aufzeichnungen

Ein Gefängnistagebuch

Erich Honecker war 169 Tage in Berlin-Moabit inhaftiert, ehe er Anfang 1993 nach Chile ausreiste. Im Gepäck hatte er ein Tagebuch, etwa 400 handschriftlich gefüllte Seiten. "Für Margot" stand auf dem Deckblatt. Darin berichtet er über den Gefängnisalltag, sein Befinden, Gespräche und Eindrücke. Es sind vermutlich die einzigen persönlichen Notizen, die Erich Honecker je zu Papier brachte. Sie erscheinen im Jahr, in welchem er 100 geworden wäre.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 126mm x 19mm
  • Gewicht: 215g
  • ISBN-13: 9783360018373
  • ISBN-10: 3360018370
  • Best.Nr.: 34558574
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.03.2012

Moabiter Duett
Honeckers "letzte" Notizen

Von Moskau an das wiedervereinigte Deutschland ausgeliefert, war Erich Honecker, der im Oktober 1989 gestürzte SED-Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzende, vom 29. Juli 1992 an für 169 Tage in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit. Während der Untersuchungshaft verfasste er briefähnliche Notizen - oft in Form einer Zwiesprache mit seiner Frau Margot, die sich bereits in Santiago de Chile aufhielt. Die mittlerweile fast 85 Jahre alte frühere DDR-Ministerin für Volksbildung vermarktet jetzt die spärlichen Aufzeichnungen, indem sie dem am 29. Mai 1994 verstorbenen Ehemann mit einer langatmig-verherrlichenden Kommentierung antwortet. Das Buch ist etwas für DDR-Nostalgiker, für all die, denen der gescheiterte Arbeiter- und Bauernstaat weiterhin am Herzen liegt und die sich zurücksehnen nach der Geborgenheit des langen Eingemauertseins.

Laut der dreisten Verlagswerbung gibt das Buch "Auskunft über das Innenleben eines ehemaligen Staatsmannes, der, schon todkrank, von einer gnaden- und seelenlosen Justiz zu Tode gehetzt werden soll". Auf dieser Linie lesen sich die O-Töne Honeckers samt …

Weiter lesen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.04.2012

Der heimliche Leitstern
Erich Honeckers „Letzte Aufzeichnungen“ zeigen:
Er wünschte eine Konföderation mit der Bundesrepublik
Im Gedächtnis unserer Zeit lebt Erich Honecker fort als eine hölzerne Jammergestalt. Die greise Hand zur Faust geballt, den Blick starr in die Ferne gerichtet, trat er im Januar 1993 aus dem Gerichtssaal, in dem seiner Herrschaft nach dem Untergang des SED-Staates der Prozess gemacht wurde – ohne Reue und Mitleid, ohne Einsicht, ein aus der Zeit gefallenes Fossil des 20. Jahrhunderts und des Konkurrenzkampfes um die beste Ordnung der Moderne. In seinen „Letzten Aufzeichnungen“ unterstreicht Honecker diesen Habitus des störrischen Greises: Seine Moabiter Haftnotizen lesen sich wie ein Ruf aus einer Diktaturvergangenheit, die mit faszinierender Eindrücklichkeit ihre Abgelebtheit offenbart.
Eine Frage aber lässt das als Ausdruck moralischer und intellektueller Unzulänglichkeit gelesene Honecker-Tagebuch offen: Wie hatte ein Parteifunktionär wie Erich Honecker sich so lange an der Macht halten können? Eine Antwort auf diese Frage findet nur, wer Honeckers Welt etwas ernsthafter rekonstruiert und in …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Als ganz der Alte präsentiert sich Erich Honecker der Rezensentin Barbara Bollwahn in seinen Aufzeichnungen aus der Untersuchungshaft in Berlin-Moabit zwischen Sommer 1992 bis Januar 1993, nämlich "gewohnt nüchtern", fast emotionslos und nach wie vor ideologisch unbeirrt. Zwischen dem Festhalten medizinischer Symptome und Reaktionen auf Zeitungsartikel entdeckt die Rezensentin auch einen, wenn auch allgemein gehaltenen Kommentar zur an die Gefangenen kostenlos verteilten taz, den sie uns nicht vorenthält. Überraschendes enthüllen die Aufzeichnungen ebenso wenig, wie sie einen Geläuterten zeigen, betont Bollwahn.

© Perlentaucher Medien GmbH
Erich Honecker war von 1971 bis 1989 erste Mann in der SED. Seit 1976 war er auch Staatsratsvorsitzender. Mit seinem Namen sind sowohl die internationale Anerkennung der DDR und deren engagierte Friedenspolitik ("Koalition der Vernunft") wie auch der innenpolitische Niedergang der DDR-Gesellschaft und deren Auflösung in den 80er Jahren verbunden.

Blick ins Buch "Letzte Aufzeichnungen"

5 Marktplatz-Angebote für "Letzte Aufzeichnungen" ab EUR 8,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 8,00 1,30 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung mikrokäse 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,89 1,50 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung Seriousness 96,2% ansehen
wie neu 11,45 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, moneybookers, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Steinberger Hof 99,7% ansehen
wie neu 14,10 1,50 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 97,3% ansehen
wie neu 14,28 0,00 Banküberweisung georghebel 94,9% ansehen
Mehr von