Ich bin kein Berliner - Kaminer, Wladimir

Wladimir Kaminer 

Ich bin kein Berliner

Ein Reiseführer für faule Touristen

Broschiertes Buch
 
8 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 8,95
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Ich bin kein Berliner

Der bekannteste und beliebtest Berliner führt durch seine Stadt - ein Reiseführer der anderen Art.

Es gibt derzeit wohl kaum einen bekannteren Berliner als Wladimir Kaminer. Und keinen, der geeigneter wäre, die Stadt einem Touristen in all ihren Facetten vorzustellen. Von einer kurzen Einführung in die Berliner Historie über Geschichten zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder das Verhalten japanischer Touristen bringt Wladimir Kaminer auf gewohnt witzig-charmante Art dem Leser seine neue Heimat näher. Dabei dürfen natürlich auch praktische Hinweise nicht fehlen: Dazu gehören kleine Spazierrouten, dank derer man auf den Spuren von Wladimir Kaminer durch die Stadt schlendern kann, sowie Adressen origineller Restaurants, Geschäfte und anderer im Buch vorgestellten Attraktionen.

"Er ist ein Geschichtenfässchen ohne Boden, und es ist längst ein bisschen peinlich geworden, Wladimir Kaminer immer noch gut zu finden. Aber er ist es eben. Und: wird immer noch besser." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

"Es fällt schwer, ihn nicht zu lieben: Wladimir Kaminer, der russische Lakoniker aus Berlin, sucht nicht, sondern findet das Besondere." Welt am Sonntag

"Es ist wie im richtigen Leben, nur viel, viel komischer! Und deswegen ist Kaminer auf der ZDF-Vorschlagsliste für die Lieblingsbücher der Deutschen." Kulturjournal (NDR)


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2007
  • Ausstattung/Bilder: 2007. 251 S. m. Illustr. v. Vitali Konstantinov.
  • Seitenzahl: 256
  • Goldmann Taschenbücher Bd.54240
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 120mm x 25mm
  • Gewicht: 255g
  • ISBN-13: 9783442542406
  • ISBN-10: 3442542405
  • Best.Nr.: 20841561
"Er ist ein Geschichtenfässchen ohne Boden, und es ist längst ein bisschen peinlich geworden, Wladimir Kaminer immer noch gut zu finden. Aber er ist es eben. Und: wird immer noch besser."

"Er ist ein Geschichtenfässchen ohne Boden, und es ist längst ein bisschen peinlich geworden, Wladimir Kaminer immer noch gut zu finden. Aber er ist es eben. Und: wird immer noch besser." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)<br/><br/>"Seine Sprache und der liebenswerter Akzent machen seine Geschichten lebendig! Kaminer sieht die Welt mit den Augen eines Russen - und genau das macht den Reiz seiner Geschichten aus! "Ich bin kein Berliner" ist allerbeste Unterhaltung - auch wenn man nicht in Berlin lebt!" (NDR 2)<br/><br/>"... man möchte ewig zuhören..." (Elke Heidenreich in Brigitte)<br/><br/>"Es fällt schwer, ihn nicht zu lieben: Wladimir Kaminer, der russische Lakoniker aus Berlin, sucht nicht, sondern findet das Besondere." (Welt am Sonntag)

"Er ist ein Geschichtenfässchen ohne Boden, und es ist längst ein bisschen peinlich geworden, Wladimir Kaminer immer noch gut zu finden. Aber er ist es eben. Und: wird immer noch besser."
Wladimir Kaminer wurde 1967 in Moskau geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Toningenieur für Theater und Rundfunk und studierte anschließend Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Seit 1990 lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. Er veröffentlicht regelmäßig Texte in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und organisiert Veranstaltungen wie seine mittlerweile international berühmte »Russendisko«. Mit der gleichnamigen Erzählsammlung sowie zahlreichen weiteren Büchern avancierte er zu einem der beliebtesten und gefragtesten Autoren Deutschlands. Alle seine Bücher gibt es als Hörbuch, von ihm selbst gelesen.

Leseprobe zu "Ich bin kein Berliner" von Wladimir Kaminer

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Ich bin kein Berliner" von Wladimir Kaminer

Ich bin kein Berliner

Ich bin kein Berliner. Ich bin auch nicht "Deutschland". Die Social-Marketing-Kampagne des letzten Jahres "Du bist Deutschland" hat mich nur irritiert. Ich kenne mich hier nicht wirklich aus. Vor fünfzehn Jahren kam ich nach Ostberlin, aus Gründen, die mir bis heute rätselhaft geblieben sind. Wahrscheinlich war es bloße Neugier auf die Welt und ungebremste Reiselust, die mich damals nach Berlin trieben. Die Reise erwies sich als fatale Entscheidung. Einmal hier gelandet, kommt man kaum mehr weg. Berlin bindet.

Alle Einheimischen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, wollten immer als Erstes wissen, wieso ich damals ausgerechnet Berlin beziehungsweise Deutschland als Reiseziel gesucht hatte. Meine Ausweichantworten "Es hat sich so ergeben" oder "Ich bin in den falschen Zug gestiegen" konnten sie nicht zufriedenstellen. Wenn ich aber zur Abwechslung sagte, ich fände Deutschland gut und Berlin sei eine tolle Stadt, wollte mir das einfach keiner glauben.

Die Eingeborenen zeigen sich in der Regel sehr kritisch ihrem Land und ihrer Stadt gegenüber. Erst vor kurzem traf ich in unserer Stammkneipe einen Journalisten aus Bochum, der genau wie ich vor fünfzehn Jahren nach Berlin ausgewandert war und mich nicht nach den Gründen meiner damaligen Abreise fragte. Von sich behauptete er sogar ungeniert, ihm wäre es schon immer klar gewesen, dass er hier in einem Paradies lebe. Alle Gäste, die unserem Gespräch lauschten, hatten sofort Abstand von dem Mann genommen. Die Wirtin vermutete später, er wäre unter Drogen gestanden. Inzwischen weiß ich, was diese ständige Fragerei soll: Es ist eine Art Flirt. Das Land will gefallen, schämt sich aber, es öffentlich zuzugeben. Unsere Liebesbeziehung steckt deswegen permanent in einer Krise, die aber für beide Seiten fruchtbar ist.

Schon an meinem ersten Tag in Berlin musste ich im Berliner Polizeipräsidium am Alexanderplatz mit ein paar anderen Russen zusammen Fragebögen ausfüllen, um humanitäres Asyl gewährt zu bekommen. Die Frage "Aus welchem Grund haben Sie Deutschland gewählt, und was haben Sie in Deutschland vor?" stand ganz oben auf der Liste. Niemand von meinen Landsleuten hatte eine Idee, wie man diese Frage vernünftig beantworten konnte. Sie waren alle mehr oder weniger zufällig in Deutschland gelandet, weil sie zum Beispiel eine nette deutsche Tante hatten oder einen deutschen Freund, der sie eingeladen hatte. Ein älterer, intelligent aussehender Mann, der Einzige aus unserer Asylantengruppe, der über gute Deutschkenntnisse verfügte, schrieb, er sei ein Bewunderer der deutschen Kultur und Sprache, woraufhin alle anderen diesen Satz von ihm übernahmen.

Mit einer Zweimonatsduldung verließen wir, die frisch gebackenen Deutschkultur-Bewunderer, damals das Polizeipräsidium am Alex. "Zwei Monate müssten euch reichen, um die deutsche Kultur gründlich kennenzulernen", witzelte der zuständige Beamte. Dreizehn Jahre später, als ich hier die Staatsangehörigkeit für mich und meine Kinder beantragte, wurde ich erneut in den unzähligen Formularen mit der gleichen Frage konfrontiert. "Warum Deutschland?", wollte man von mir wissen.

Die jungen Russen und Ukrainer, die sich heute als Au-pair-Mädchen beziehungsweise -Jungs für deutsche Kinder bewerben oder sich zum Studium in Berlin anmelden wollen, füllen ähnliche Fragebögen aus. Sie müssen darin verständlich machen, warum sie unbedingt in Deutschland studieren oder arbeiten wollen und nicht zum Beispiel in Zimbabwe, und was sie an Deutschland besonders schätzen. Die meisten schreiben immer das Gleiche voneinander ab: "Deutsche Ordnung, Pünktlichkeit und Genauigkeit (!) möchte ich lernen. Diese Eigenschaften werden mir auf meinem beruflichen Weg sehr helfen." Als ob sie alle später Polizisten, Zugabfertiger oder Straßenfeger werden wollen.

"Warum müssen die Deutschen unbedingt wissen, was die anderen über sie denken?", fragte mich einmal ein Au-pair-Mädchen, und ich konnte ihr keine vernünftige Antwort geben.

"Sag ehrlich, was hältst du von mir?", ist bekanntlich eine gefährliche Frage, die man nicht einmal dem besten Freund stellen sollte. Mit einer solchen Frage kann jede glückliche Ehe ruiniert, echte Freundschaft gelöst, ein vielversprechender Arbeitsvertrag vorzeitig beendet werden. Solche Fragen sorgen niemals für Aufklärung, sie säen nur noch mehr Misstrauen. Dessen ungeachtet bemüht sich Deutschland, nach seinen eigenen Bildern in der Fremde zu forschen: Jeder Ausländer, der hierherkommt, wird einem Verhör unterzogen. Im Ausland werden parallel dazu groß angelegte Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, was der eine oder andere dort von Deutschland hält. Die Ergebnisse sind so lala. Kaum jemand will die deutschen Leistungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Sport würdigen, auch nicht die deutschen Errungenschaften in der Wissenschaft und die exotische deutsche Küche. Stattdessen kommen in den Vorstellungen der Ausländer über Deutschland immer wieder Hitler, das Bier und die Ordnung vor. Wenn die Deutschen im Ausland gelobt werden, dann stets von den Falschen und für Taten, die das Land selbst am liebsten schnell vergessen würde. Die Iren verlieren manch gutes Wort über die Deutschen, weil sie einst England bombardiert haben; die Araber würdigen sie für den Versuch, die jüdische Bevölkerung auszurotten; die Japaner sehen den Deutschen gerne im Fernsehen beim Jodeln zu; und die Russen halten die deutschen Pornofilme für die härtesten der Welt. Ich habe sie selbst nicht gesehen, man hat es mir erzählt.

Die meisten Ausländer schöpfen jedoch ihre Informationen über Deutschland aus alten Kriegsfilmen. Eine Bekannte, die als selbstständige Reiseunternehmerin Touristengruppen durch Berlin führt, erzählte mir neulich, dass sie für die deutschen und ausländischen Gäste zwei völlig unterschiedliche Reiserouten hat. Den Deutschen zeigt sie, wo Marlene Dietrich heiratete und in welcher Kneipe Ringelnatz seine Gedichte schrieb. Auf Englisch erzählt sie, wo Himmler seine Brötchen holte und wo Goebbels' Zahnarzt praktizierte. Diese Informationen entsprechen den alten Filmklischees, die noch immer das Deutschlandbild der Amerikaner, Briten und Franzosen prägen. Der Gerechtigkeit halber muss ich sagen, dass die Filmklischees nicht immer falsch liegen. So hatte ich lange Zeit als leidenschaftlicher Anhänger des amerikanischen Actionkinos eine bestimmte Vorstellung von den Vereinigten Staaten. In meinem Amerika flippten die Bürger ständig aus, sie schossen mit Gewehren um sich, konsumierten tonnenweise Drogen, wurden blitzschnell steinreich oder umgekehrt sauarm, sie fuhren alte und neue Autos zu Schrott, rappten in Gefängniszellen und führten gerne Kriege in fernen Ländern. Nun habe ich Amerika endlich persönlich bereist und kann sagen, meine Klischees haben sich im Wesentlichen bestätigt.

Im russischen Fernsehen ist das Deutsche zurzeit dank der Bierwerbung für die Marke Bavaria präsent, obwohl dieses Bier nicht aus Deutschland, sondern aus St. Petersburg kommt. In dem Werbespot sieht man einen älteren Mann hinter einem großen gefüllten Bierglas sitzen und nachdenken. Ein jüngerer, möglicherweise der Sohn des Biertrinkers, klopft ihm auf die Schulter und fragt: "Na, Alter, alles in Ordnung?"

"Alles wie in Bayern!", antwortet der Alte und kneift ein Auge zu.

Das tue ich an dieser Stelle auch. Die Ordnung überlassen wir aber den Bayern, denn in diesem Buch soll es eigentlich nur um Berlin gehen.

TIPP:* Als Ausgehtipp möchte ich Ihnen den Alexanderplatz empfehlen, besonders das Polizeipräsidium dahinter. Dort werden keine Aufenthaltserlaubnisse mehr erteilt, sondern in Polen gebaute deutsche Autos TÜV-geprüft. Daneben gibt es dort auch noch einen Fahrrad-TÜV. Außerdem befindet sich unter der S-Bahnbrücke noch die kleinste Schwulenkneipe Berlins - die Besenkammer.

Und im Foyer des Fernsehturms steht ein Zauberautomat, der das Schicksal eines jeden anhand einer bloßen Unterschrift ausspuckt - gegen eine geringe Gebühr. Das Geschäft wurde vor sechzehn Jahren von den faulen Russen gegründet, auf der Suche nach Möglichkeiten, ohne Arbeit reich zu werden.

Berlins Geschichte in Kürze

Vor langer, langer Zeit, als die Grenzen Europas noch nicht festgelegt waren, tummelten sich zwischen Elbe und Oder verschiedene Stämme auf der Suche nach einer gemütlichen Bleibe. Aus dem Osten und Süden kamen welche, die einem Affenkult anhingen, es drängte sie stets, auf Bäume zu klettern. Aus dem Norden und Westen drangen kriegerische Stämme in das Gebiet ein, denen Bären heilig waren und die deswegen vier Monate im Jahr in Winterschlaf fielen. An der Stelle des heutigen Berlins stießen diese Stämme aufeinander. Ihre Kämpfe dauerten an, weil die einen sich stets auf den Bäumen in Sicherheit brachten und die anderen immer wieder einschliefen. Als sie nach Jahren merkten, dass es in diesem Krieg keine eindeutigen Gewinner geben konnte, teilten sie sich die Beute. Die Bärenmenschen zogen nach Spandau an die Havel, die Affenmenschen gingen nach Köpenick an die Spree.

Mit der Zeit kamen sie einander etwas näher, manche heirateten sogar gegen den Willen ihrer Eltern ins fremde Lager ein. Nach einer solchen Heirat durften sie sich aber weder in Köpenick noch in Spandau wieder blicken lassen, und so siedelten sie sich irgendwo dazwischen an. Dort, in den Sümpfen des Neolithikums, kamen die ersten Berliner zur Welt - Zwitter aus Affen und Bären. Diese Spezies erwies sich zwar als etwas muffelig, war aber durchaus überlebensfähig. In ihrer Mentalität verbanden die Urberliner die besten Eigenschaften ihrer Vorväter: die Grazie eines Bären mit der Schläue eines Affen. Sie ließen sich nicht von den anderen Frischeuropäern dumm von der Seite anquatschen und schliefen den ganzen Winter über.

Während die anderen Ureinwohner Europas sich anschickten, ihre Städte möglichst schnell auf Weltniveau zu bringen, konnten die Berliner der Streberei des Mittelalters nichts abgewinnen. Sie hielten sich demonstrativ aus allem heraus, wurden christianisiert, ohne es überhaupt mitzubekommen, und zu Zeiten der Reformation, als Martin Luther seine fünfundneunzig Thesen an die Wittenberger Kirchentür nagelte, konnten sich die Berliner als Einzige nicht entscheiden, ob sie nun Kalvinisten oder Katholiken sein wollten. Sie wollten nur in Ruhe gelassen werden. Während des Dreißigjährigen Krieges wechselten die Berliner jedes Jahr die Seiten und schickten ihre Truppen mal in die eine, mal in die andere Richtung. In der Regel immer dorthin, wo gerade am wenigsten los war. Sie akzeptierten weder Peitsche noch Zuckerbrot. Egal, was man ihnen anbot, sie waren immer dagegen.

Doch die Zeiten waren hart. Der Widerwille und Eigensinn der Berliner konnten die Stadt nicht auf Dauer vor Monarchen, Kaisern und Führern retten. Unzählige Male war Berlin deswegen im Laufe der Geschichte dem Untergang geweiht. Doch nach jedem Brand, nach jeder Zerstörung bauten die Berliner ihre Stadt wieder auf, und zwar immer genauso wie früher. Man nannte das Sanierung. Mit der Zeit entwickelte sich daraus ein regelrechter Wiederaufbau-Tick, den sie bis heute nicht überwunden haben. Die Bauarbeiten dauern das ganze Jahr an und gehören längst zu den festen Sehenswürdigkeiten der Stadt: "Jede Baustelle eine Schaustelle" - so nennt man das hier. Auch fünfzig Jahre nach dem letzten Krieg werden in Berlin täglich Häuser planiert und wieder aufgebaut.

Der Name der Stadt wird laut Berichten der westeuropäischen Historikerkommission vom Markgrafen Albrecht abgeleitet, dem Anführer der Bärenmenschen, der angeblich den Spitznamen "Bär" trug. Diese Version wird jedoch von der osteuropäischen Historikerkommission nicht bestätigt. Sie behauptet, der Name "Berlin" käme aus dem Slawischen und bedeute so viel wie "Gut gemistete Gegend".

Nach dem letzten Weltkrieg wurde Berlin von den Siegermächten wieder in seine ursprüngliche Zwei-Stadt-Form gebracht, wobei sich das ehemals dem Affenstamm zugehörige und fortan sozialistisch geführte Ostberlin von seinen Bärenbrüdern im Westen mittels einer Mauer trennte. Sie bekam den protzigen Namen "Berliner Mauer" und hielt beinahe vierzig Jahre. Noch heute ist dieses Bauwerk mit Abstand die spannendste Attraktion der neuesten deutschen Geschichte, die das Land den Touristen zu bieten hat. Wenn Sie Berlin besuchen und auf der Suche nach der Berliner Mauer durch die Stadt flanieren, sollten Sie auf gar keinen Fall einen Einheimischen nach dem Weg zu fragen. Der wird Sie bestimmt verarschen und auf irgendeine Parkanlage zeigen. Ich erlaube mir hier, ein großes Geheimnis dieser Stadt zu lüften: Die Mauer gibt es seit siebzehn Jahren nicht mehr. Sie ist wie die Bastille in Paris längst abgerissen worden. Ein richtiger Berliner Reiseführer wird Sie bestimmt zum Check Point Charlie schicken, dem ehemaligen innerstädtischen Grenzübergang. Dort kann man angeblich noch die Überreste der Mauer sehen. Diese Überreste werden dort, in kleinen Tütchen verpackt, von türkischen Balalaikaverkäufern zu erschwinglichen Preisen an amerikanische und japanische Touristen verscherbelt. Die Tütchen werden in China hergestellt, die Steine sind auch nicht echt. Wahrscheinlich kommen sie aus Polen. Aber das interessiert keinen.TIPP: In Berlin gibt es mehrere Bärenzwinger. Von den meisten Reiseführern werden sie ignoriert. Einer befindet sich in Mitte - im Köllnischen Park neben dem Märkischen Museum, ein weiterer in Lichtenberg - neben dem Eingang zum Tierpark Friedrichsfelde. Dazu kommen noch jede Menge frei lebende Waschbären in den Außenbezirken der Stadt, wo sie teilweise eine wahre Plage sind. Eine noch wahrere Plage sind aber die tausende von Plastikbären in Kriegsbemalung, die vor besonders lokalpatriotischen Unternehmenssitzen stehen. Diese Bären wurden von Künstlern aus aller Welt bemalt. Die Idee dazu stammt von einem Frankfurter Avantgarde-Künstler, der auch mal richtig Geld verdienen wollte. Den Anfang machte jedoch die Stadt Zürich - mit bunten Plastikkühen.

Leseprobe zu "Ich bin kein Berliner" von Wladimir Kaminer

Ich bin kein Berliner. Ich bin auch nicht 'Deutschland'. Die Social-Marketing-Kampagne des letzten Jahres 'Du bist Deutschland' hat mich nur irritiert. Ich kenne mich hier nicht wirklich aus. Vor fünfzehn Jahren kam ich nach Ostberlin, aus Gründen, die mir bis heute rätselhaft geblieben sind. Wahrscheinlich war es bloße Neugier auf die Welt und ungebremste Reiselust, die mich damals nach Berlin trieben. Die Reise erwies sich als fatale Entscheidung. Einmal hier gelandet, kommt man kaum mehr weg. Berlin bindet.
Alle Einheimischen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, wollten immer als Erstes wissen, wieso ich damals ausgerechnet Berlin beziehungsweise Deutschland als Reiseziel gesucht hatte. Meine Ausweichantworten 'Es hat sich so ergeben' oder 'Ich bin in den falschen Zug gestiegen' konnten sie nicht zufriedenstellen. Wenn ich aber zur Abwechslung sagte, ich fände Deutschland gut und Berlin sei eine tolle Stadt, wollte mir das einfach keiner glauben.
Die Eingeborenen zeigen sich in der Regel sehr kritisch ihrem Land und ihrer Stadt gegenüber. Erst vor kurzem traf ich in unserer Stammkneipe einen Journalisten aus Bochum, der genau wie ich vor fünfzehn Jahren nach Berlin ausgewandert war und mich nicht nach den Gründen meiner damaligen Abreise fragte. Von sich behauptete er sogar ungeniert, ihm wäre es schon immer klar gewesen, dass er hier in einem Paradies lebe. Alle Gäste, die unserem Gespräch lauschten, hatten sofort Abstand von dem Mann genommen. Die Wirtin vermutete später, er wäre unter Drogen gestanden. Inzwischen weiß ich, was diese ständige Fragerei soll: Es ist eine Art Flirt. Das Land will gefallen, schämt sich aber, es öffentlich zuzugeben. Unsere Liebesbeziehung steckt deswegen permanent in einer Krise, die aber für beide Seiten fruchtbar ist.
Schon an meinem ersten Tag in Berlin musste ich im Berliner Polizeipräsidium am Alexanderplatz mit ein paar anderen Russen zusammen Fragebögen ausfüllen, um humanitäres Asyl gewährt zu bekommen. Die Frage 'Aus welchem Grund haben Sie Deutschland gewählt, und was haben Sie in Deutschland vor?' stand ganz oben auf der Liste. Niemand von meinen Landsleuten hatte eine Idee, wie man diese Frage vernünftig beantworten konnte. Sie waren alle mehr oder weniger zufällig in Deutschland gelandet, weil sie zum Beispiel eine nette deutsche Tante hatten oder einen deutschen Freund, der sie eingeladen hatte. Ein älterer, intelligent aussehender Mann, der Einzige aus unserer Asylantengruppe, der über gute Deutschkenntnisse verfügte, schrieb, er sei ein Bewunderer der deutschen Kultur und Sprache, woraufhin alle anderen diesen Satz von ihm übernahmen.
Mit einer Zweimonatsduldung verließen wir, die frisch gebackenen Deutschkultur-Bewunderer, damals das Polizeipräsidium am Alex. 'Zwei Monate müssten euch reichen, um die deutsche Kultur gründlich kennenzulernen', witzelte der zuständige Beamte. Dreizehn Jahre später, als ich hier die Staatsangehörigkeit für mich und meine Kinder beantragte, wurde ich erneut in den unzähligen Formularen mit der gleichen Frage konfrontiert. 'Warum Deutschland?', wollte man von mir wissen.
Die jungen Russen und Ukrainer, die sich heute als Au-pair-Mädchen beziehungsweise -Jungs für deutsche Kinder bewerben oder sich zum Studium in Berlin anmelden wollen, füllen ähnliche Fragebögen aus. Sie müssen darin verständlich machen, warum sie unbedingt in Deutschland studieren oder arbeiten wollen und nicht zum Beispiel in Zimbabwe, und was sie an Deutschland besonders schätzen. Die meisten schreiben immer das Gleiche voneinander ab: 'Deutsche Ordnung, Pünktlichkeit und Genauigkeit (!) möchte ich lernen. Diese Eigenschaften werden mir auf meinem beruflichen Weg sehr helfen.' Als ob sie alle später Polizisten, Zugabfertiger oder Straßenfeger werden wollen.
'Warum müssen die Deutschen unbedingt wissen, was die anderen über sie denken?', fragte mich einmal ein Au-pair-Mädchen, und ich konnte ihr keine vernünftige Antwort geben.
'Sag ehrlich, was hältst du von mir?', ist bekanntlich eine gefährliche Frage, die man nicht einmal dem besten Freund stellen sollte. Mit einer solchen Frage kann jede glückliche Ehe ruiniert, echte Freundschaft gelöst, ein vielversprechender Arbeitsvertrag vorzeitig beendet werden. Solche Fragen sorgen niemals für Aufklärung, sie säen nur noch mehr Misstrauen. Dessen ungeachtet bemüht sich Deutschland, nach seinen eigenen Bildern in der Fremde zu forschen: Jeder Ausländer, der hierherkommt, wird einem Verhör unterzogen. Im Ausland werden parallel dazu groß angelegte Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, was der eine oder andere dort von Deutschland hält. Die Ergebnisse sind so lala. Kaum jemand will die deutschen Leistungen in den Bereichen Kultur, Freizeit und Sport würdigen, auch nicht die deutschen Errungenschaften in der Wissenschaft und die exotische deutsche Küche. Stattdessen kommen in den Vorstellungen der Ausländer über Deutschland immer wieder Hitler, das Bier und die Ordnung vor. Wenn die Deutschen im Ausland gelobt werden, dann stets von den Falschen und für Taten, die das Land selbst am liebsten schnell vergessen würde. Die Iren verlieren manch gutes Wort über die Deutschen, weil sie einst England bombardiert haben; die Araber würdigen sie für den Versuch, die jüdische Bevölkerung auszurotten; die Japaner sehen den Deutschen gerne im Fernsehen beim Jodeln zu; und die Russen halten die deutschen Pornofilme für die härtesten der Welt. Ich habe sie selbst nicht gesehen, man hat es mir erzählt.
Die meisten Ausländer schöpfen jedoch ihre Informationen über Deutschland aus alten Kriegsfilmen. Eine Bekannte, die als selbstständige Reiseunternehmerin Touristengruppen durch Berlin führt, erzählte mir neulich, dass sie für die deutschen und ausländischen Gäste zwei völlig unterschiedliche Reiserouten hat. Den Deutschen zeigt sie, wo Marlene Dietrich heiratete und in welcher Kneipe Ringelnatz seine Gedichte schrieb. Auf Englisch erzählt sie, wo Himmler seine Brötchen holte und wo Goebbels' Zahnarzt praktizierte. Diese Informationen entsprechen den alten Filmklischees, die noch immer das Deutschlandbild der Amerikaner, Briten und Franzosen prägen. Der Gerechtigkeit halber muss ich sagen, dass die Filmklischees nicht immer falsch liegen. So hatte ich lange Zeit als leidenschaftlicher Anhänger des amerikanischen Actionkinos eine bestimmte Vorstellung von den Vereinigten Staaten. In meinem Amerika flippten die Bürger ständig aus, sie schossen mit Gewehren um sich, konsumierten tonnenweise Drogen, wurden blitzschnell steinreich oder umgekehrt sauarm, sie fuhren alte und neue Autos zu Schrott, rappten in Gefängniszellen und führten gerne Kriege in fernen Ländern. Nun habe ich Amerika endlich persönlich bereist und kann sagen, meine Klischees haben sich im Wesentlichen bestätigt.

Kundenbewertungen zu "Ich bin kein Berliner" von "Wladimir Kaminer"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(8)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Ich bin kein Berliner" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von berlinizza aus berlin am 21.12.2010 ***** ausgezeichnet
immer weider gern

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von russenknall06-zarina am 05.05.2007 ***** ausgezeichnet
ich war in berlin...

ihr glaubt es nicht,ich habe es geschafft !!

heute mache ich mal eine andere art von berwertung,wenn es erlaubt ist.

als ich in berlin landete,kam es mir schon wie in WLADIMIR KAMINERS buch ,,ich bin kein berliner'' .
der bahnhof war überfüllt mit ständig wechseldem publikum und eilig reisenden,die schnell zu den zügen liefen um einzusteigen.
natürlich ging ich ganz schnell aus dem bahnhof,da mir nach 4 1/2 stunden fahrt nach ruhiger atmosphäre war.
hatte ich doch im buch gelesen,in den schönhauser arkarden,wäre es sinnvoll wenn man enspannen wollte.
es stimmt,es ist zwar sehr geschäftlich trubel und heiterkeit,aber es kann auch sehr angenehm ruhig sein dort.ich setzte mich auf eine bank in einem park,er heisst,ernst thälman park,wo ich dann auch ins planetarium wollte.aber erst schaute ich mir die schönhauser allee an.die vietnamnesen sind sehr freundliche leute und ich kaufte eine tüte voll glückskekse,nur das meine kinder sie assen und ich die zettelchen bekam,
auf einem stand,sie werden jemand besonderen begegnen,
da dachte ich doch gleich an den autoren meines ,,reiseführers für faule touristen...
leider war er an diesem tag nicht in berlin.
ich besuchte stattdessen ein restaurant mit ,riesenschnitzeln ' ich denke es war das gleiche wie im buch beschrieben.
naturlich intressierte mich in erster linie das ,,cafe burger''
und der club rodina unter der jannowitzbrücke, meine kinder besuchten mit meinem freund KNUT im zoo,und ich hatte die gelegenheit mich in einer bücherrei umzusehen.
nach seinen büchern fragend wurde ich zu einem regal geführt das fast alle seine werke enthielt,von kafka und konsalik leider nichts zu sehen.in do. muss ich sagen findet man seine bücher schwer,das liegt wohl daran das er hier nur unter den studenten populär ist und nicht so oft verlangt wird.
meine bücherei kennt mich allerdings schon gut,sie lächeln jedesmal
wenn ich in meiner russendisko aufmachung hereinspaziere und frage ob es schon neues von WLADIMIR KAMINER gibt.
in berlin ganz anders,hier ist man gewohnt,man findet alles in einerm
regal und muss auch die hör und musik-cds nicht suchen.
im allgemeinen kann man sich auf dieses buch ganz toll verlassen,
da hinten ja adressen stehen über sehenswerte lokale, geschäfte, und andere attraktionen.alles habe ich nicht sehen können,doch habe ich jetzt auch einen gewürfeten ,,mauerstein'' egal welcher herkunft.und das reichstagsgebäude sehr imposant in seiner grösse,naja .
auf jedem fall hab ich etwas von berlin gesehen,meine kinder auch,sie schwärmen mir noch heute vor ,von KNUT,dem eisbär.
zurück in die schönhauser allee liessen wir den abend ausklingen,assen noch einmal ein paar glückskekse und machten uns auf den weg zum bahnhof .
zitat: wer in berlin landet sollte auf jedem fall ,,ich bin kein berliner''
dabei haben,als entspannung und reiseführer unbedingt zu empfehlen
deshalb nochmal ein danke an WLADIMIR KAMINER !!

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von zarina(russenknall06) aus dortmund am 12.04.2007 ***** ausgezeichnet
,,ich auch nicht,,

wie immer sitze ich in meiner ecke, beim offenen bücherschrank,abteilung,russenknall, .
ich entdeckte eine neue hör-cd,die mir wohl mein freund reingestellt hatte.
natürlich hörte ich mir diese sogleich an...
ein diesmal etwas anderer hörgenuss ,das WLADIMIR KAMINER, da
zu einem einmaligen,ach was,einem ewigen hörvergnügen uns darbietet. nämlich deswegen, wo doch so mancher wirklich zu faul ist nach berlin zu kommen.
zum ,,buch,, : eine eindrucksvolle schilderung der berliner entstehung,musste diesmal,,lachen,, , sehr gut getroffen,
ich bin kein berliner...; ich auch nicht ,ich bin wie ich..zur zeit ein bisschen durchgeknallt,und auf lesetrip.
ich sitze immer noch und höre gerade die grüne woche an.
wusste bis heute nicht was ein yakusi ist ,muss man nicht.
schade das es beim landsmann des autoren NICHTS zu essen gab, hätte gern mitgegessen.
eine erlebnisreiche tour mit WLADIMIR KAMINER,nach der sich jetzt wohl viele auf den weg nach berlin befinden. würde man mir anbieten mit jenem autoren eine führungstour durch diese wohl grandiose stadt zu machen; wäre ich schneller dort als hannibal es über die alpen geschafft hat...
auch die zweite cd lässt keine lanweile aufkommen ,es ist doch immer wieder intressant was so alles los ist ,langsam kommt mir meine stadt vor wie ein dörfchen.
ja,ja, es ist wie ich es schon erwartet hatte,es ist...
orginell,auf den punkt getroffen ,genial,und ganz grosse klasse,
literarisch,wie immer mit längst gewohnter weise,..ich schreibe diesmal nicht, charme,ironie,humorvoll,lustig ,oder sarkastisch,weil es so oft in
den kritiken seiner bücher vorkommt... und ohne mich zu erbrüsten ,die meisten schreiben alle das gleiche ! nun ja mir steht es nicht zu andere zu kritisieren,ich bin auch kein kritiker in dem sinne ,sondern ein mensch der SEINE und mal auch andere bücher bewertet.
wie gesagt ganz toll,wieder mal,ich liebe es total in der ecke zu sitzen und mit ihm oder seiner familie ,wenn sie dabei ist ,auf dieser cd durch berlin zuschlendern,
ein einmaliger persönlicher reiseführer,es hätte wirklich kein anderer so vortrefflich beschreiben können !!
(natürlich bleibt aber Militärmusik meim favorit) **********10 sterne

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von zarina,russenknall06 aus dortmund am 02.04.2007 ***** ausgezeichnet
kaum zu beschreiben...russenknall06

ich habe in einer anderen bewertung mal gefragt ;
was kommt noch? im april.
diese frage kann ich nun beantworten:
eine langerwartet klasse reiseführung ala WLADIMIR KAMINER
ich bin kein berliner,sehr trefflich formuliert und doch...
kein anderer könnte in solch unterhaltsamen,liebenswürdigen art beschreiben,was berlin sehenswert macht, gezielt und sachlich kommen seine geschichten herüber aber auch in bekannter humorischen weise die immer wieder ein lächeln
hervorlocken.um einige stellen im buch zu nennen:
gleich zu anfang,die enstehung berlins,dargestellt mit affen und bärenclans,weiter über grosse ereignisse,die in berlin zu einem treffpunkt berühmter leute macht,nicht zu vergessen ,gastronomie,shoping,und politisches füllen das buch seite um seite.
intressannt fand ich die fussballfans,die als vermeintliche bedrohung emfunden wurde.oder die restaurants und grillstuben in der die landsleute aus ganz anderen regionen europas und asien stammen.sehr gut hinten ein anhang für unternehmungslustige touristen,den es gibt ja auch sehr viele, die nicht nicht faul sind.die bestegeschichte für mich,berliner kinder, ich beneide den autor um seinen geschäftsführer,der es schafft innerhalb von zehn minuten seine kündigung und wiedereinstellung unter einen hut zu bekommen,da kann man sagen...boom baby boom.
ein ganz tolles buch,MUSS man sagen,aus überzeugung!!
meine verehrung an den schriftsteller ; WLADIMIR KAMINER
und seiner familie !

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von zarina voigt(russenknall06) aus dortmund am 27.03.2007 ***** ausgezeichnet
affen und bären...,sehr trefflich
vor langer langer zeit...,gut gewählt ausgedrückt,
humorvoll dargestellt,die entstehungs-geschichte berlins,mit affen und bären trefflich verglichen,geht es weiter durch die zeit aller stationen bis hin zu der heutigen stadt,die es in all den jahren nach zerstörungen und immer wieder neuaufbauten,zu dem gemacht hat,was sie heute ist.
auch ihre bewohner sind etwas besonderes,so scheint es dem autor nicht an geschichten und episoden zu fehlen,derer seinen weg kreuzen.
als touristenführer sollte man ihn sich nicht entgehen lassen.
einmalig zeigt WLADIMIR KAMINER,einer der besten schriftsteller unseres landes; viele schreiben,berlins,die stadt in der er lebt.
ICH BIN KEIN BERLINER....,sein neustes werk,wie immer genial,mit humor und seinen unverblühmten charme ,mit dem er seine leser wieder einmal begeistern konnte.
ich habe mit ungeduld auf dieses buch gewartet und mit glück durch die hilfe netter mitarbeiter, auch sofort bekommen,so quasi über nacht.
ich wurde nicht entäuscht,eher war ich überrascht über soviel energie in diesem buch.
neben griechen,die pizza backen,mongolen,die sushi servieren und wo bekommt mann schnitzel in form von österreich?noch zu erwähnen dei,türkischen bulgaren im grill-imbiss,das ist berlin und noch vieles mehr.
stilvoll,und zugleich,wie soll ich sagen,meisterhaft realistisch,kommen die geschichten teils kurz oder ausführlicher mit zeichnungen sehr trefflich gewählt,hier zusammen.
wer ausser ihm kann so schreiben,also ich kenne keinen...,obwohl ich jetzt auch mal andere bücher schaffe zu lesen.den früher mal erwähnten russenknall,bleibt mir erhalten,
zum schluss,könnte sonst hier ein roman über den autoren werden,soviel fällt mir ein,bleibt nur zu sagen;
ohne worte...,genial,charmant und klasse,wie immer,nicht anders erwartet.ehrlich ? wladimir kaminer ist mein held in all seinen büchern,in jedem buch gibt es doch welche...
noch mehr bitte,FAM.W+O.KAMINER !!

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von zarina(russenknall06) aus dortmund am 25.03.2007 ***** ausgezeichnet
gestern bekam ich endlich das neueste werk meines lieblings-schriftstellers wladimir kaminer,ich vergass sofort alles was ich mir vorgenommen hatte und begann mit voller spannung zu lesen.humorvoll geht es schon nach ein paar seiten los,die entstehung berlins,durch affen und bären treffend dargestellt,geht es weiter zum brötchenverkäufer der leicht mit dem fahrrad zu erreichen ist.wie geht es riko,dem dackel heute?
ich weiss nicht wie man anfängt dieses buch zu beschreiben,
ich sollte schreiben , ,,OHNE WORTE,, das übertrifft wirklich jedes seiner vorangegangenen bücher,ausse militärmusik, das das beste bleibt.
ich sass und lass mich durch ein abenteuer nach dem anderen,wahrhaftig noch ein meisterwerk,das kaum zu beschreiben ist,am besten fand ich die einschulung,die fussballfans als andere indivien,das cafe burger,kurz erwähnt ,
warum findet man das ,,taipeh`` restaurant nicht dort wo es stehen soll?boom baby und der genervte geschäftsführer,sehr
klasse hervorgehoben in einzig artiger weise des autoren.was hier noch fehlte,nur kurz angeschnitten,die russendisko,dessen musik sich bis zu mir vorgerungen hat,und seitdem bei mir tag und nacht deren disko ist.
nachdem ich das buch beendet hatte,überlegte ich,WAS?,macht diesen autor zum besten autoren berlins?nach vielen bewertungen die ich für seine bücher geschrieben habe,ich weiss es immer noch nicht!!
ein einmaligerschriftsteller unserer zeit,wie immer humorvoll und gegenwärtig,geradeaus und klaren blick fürs wesentliche,hört sich abgeschrieben an,aber nicht ist dem neu hinzu zu fügen,wenn ich sagen darf,einfach geil !!! die vison des ,,neuen bürgermeisters finde ich sehr gewagt,aber in der phantasie realistisch.noch einen dank an buecher.de,die mir in 24 std.dieses buch schicken konnten,zum siegnieren,
meine empfehlung und allerherzlichen dank,russenknall06

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von zarina(russenknall06) aus dortmund am 22.03.2007 ***** ausgezeichnet
habe das buch erstmal von meiem freund vitali geliehen, da meins noch geliefert wird. ganz tolle literarische arbeit oder soll ich sagen leistung?
amüsante rundreise durch berlin mit WLADIMIR KAMINER, einer der wenigen schriftsteller, die es verstehen, aus direkten blickwinkel die gegenwärtige situation zu beschreiben. da sind die griechen, die italienische pizza backen, oder mongolen die suschi servieren und bulgaren die döner verkaufen. als fauler oder besser gesagt verhinderter tourist ist dieses neueste werk von WLADIMIR natürlich ein weiterer favorit in meiner sammlung seiner literarischen, für mich meisterwerke. auf jedem fall ist dieses buch wieder ein MUSS

3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von zarina(russenknall06) aus dortmund am 21.03.2007 ***** ausgezeichnet


wie soll ich anfangen?
nachdem ich dieses neue exemplar gelesen habe,ICH BIN KEIN BERLINER,(wenn hinter diesem titel ein sinn verborgen war,habe ich diesen verstanden!),bin ich erst mal sprachlos.
ich glaube..;was ich sonst nie tue,gibt es nichts mehr was ich noch erwähnen könnte,sämtliche lobeshymnen und verbeugungenund hut ab verehrungen, vor den büchern des mir besten schriftsteller aus berlin-WLADIMIR KAMINER,gehen mir so langsam aus.
man denkt,nun ja, die art wie er seine bücher schreibt ist bekannt.
aber!!er hat es dennoch wieder geschafft,ein meisterstück zu veröffentlichen.mir hat dieses buch alles gezeigt und gegeben,
was nur geht,zb.eine schlaflose nacht.ich fühlte mich durch den untertitel natürlich angesprochen,und endete erst,als ich die letzte seite umgeschlagen hatte.also es gibt wirklich nichts mehr, als hinzu zu fügen:meine verehrung an wladimir kaminer,als auch an seine frau olga kaminer,ohne eure bücher würde so manchen immer noch nicht klar sein,was ihm da entgangen wäre.wirklich ein meistestück!ohne umschweife,direkt,und wie immer,mit der mir inzwischen(ehrlich) liebgewonnenen weise,charmant,und den sinn für humor,der nicht jedem verständlich ist ,aber doch zugänglich werden sollte.nach 12 büchern sollte man eigentlich genug haben,erstmal.
doch ich warte schon mal auf sein neuestes werk im august,wird ziemlich anstrengend sein,dafür habe ich ja nun, ICH BIN KEIN BERLINER-ein 10 sterne exemplar,nun seine musik ist ja auch nicht ohne....meine nachbarn teilen die´s nicht ,bei mir ist jeden tag RUSSENDISKO!!! nochmals superklasse.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Ich bin kein Berliner" von Wladimir Kaminer ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

12 Marktplatz-Angebote für "Ich bin kein Berliner" ab EUR 2,30

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 2,30 1,20 Banküberweisung De Flurries 100,0% ansehen
wie neu 2,99 1,30 Banküberweisung littlewombat 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,10 Banküberweisung kmuehle 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,20 Banküberweisung Hokuspokus 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,20 Banküberweisung detno 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,15 1,10 PayPal, Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung dbweber 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,50 1,10 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) dragonhall 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,95 1,95 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, offene Rechnung, Banküberweisung Erlbachbuch Antiquariat 99,8% ansehen
5,00 3,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Banküberweisung emotioconsult.de Wolfgang Höfs onlineAnt 98,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,50 1,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung merlin14165 100,0% ansehen
gebraucht; wie neu 5,50 2,50 offene Rechnung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) BOUQUINIST 100,0% ansehen
wie neu 8,40 1,50 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Lastschrift, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,4% ansehen
Mehr von