Die Geschichte vom weinenden Kamel, 1 DVD
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Die Geschichte vom weinenden Kamel, 1 DVD

88 Min.

Regie: Falorni, Luigi; Davaa, Byambasuren; Darsteller: Ayurzama, Janchiv; Ohin, Chimed; Gonson, Amgaabazar; Nyam, Zeveljamz; Amgaabazar, Ikhabayar; Ayisch, Odgerel; Musik: Leniz, Marcel; Buch: Davaa, Byambasuren; Falorni, Luigi; Kamera: Falorni, Luigi;
DVD
 
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Die Geschichte vom weinenden Kamel, 1 DVD

Ein weißes Kamel kommt in der Wüste Gobi, im unwirtlichen mongolischen Süden zur Welt. Sein noch so junges Schicksal scheint besiegelt, als die Mutter das Kleine nicht an sich heran lässt und das Kalb so die Milchzitzen nicht erreicht. Da erinnern sich die bangen Hirten einer alten Weisheit und rufen einen Musiker aus der Ferne herbei. Er spielt auf seiner Geige uralte überlieferte Melodien und bringt so die Kamelmutter zum Weinen. Das Wunder geschieht, die Mutter lässt sich erweichen und das Junge darf trinken. Das halbdokumentarische Spielfilmdebüt der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Luigi Falorni, von der Mongolei als "bester ausländischer Film" ins Oscar-Rennen geschickt, erweist sich als bezaubernde Mär voller Wärme und Feingefühl. Übertragen auf das Bild der Kamelmutter und des Kalbs, erzählt der gelungene Fernost-Trip von der ewigen Suche nach Geborgenheit und Zugehörigkeit. Ganz zu Recht mit dem bayerischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet, sollte das Filmjuwel nicht nur Ethno-Fans ansprechen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Im weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht.
In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker aus der fernen Stadt soll mit den magisch-himmlischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Das Wunder geschieht: Die Mutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet.
Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen, sondern lässt auch erahnen, wie universell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit ist.
DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL ist eine Produktion der HFF München in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk, gefördert FFF Bayern. Nach der Entdeckung des Filmes auf dem Münchner Filmfest und dem sensationellen Erfolg auf dem Filmfest Toronto 2003 hat der Abschlussfilm der beiden Regisseure, der Mongolin Byambasuren Davaa und des Italieners Luigi Falorni, einen Sog ausgelöst, der von dort aus in alle Welt ging. Nun wurde der Film von der Mongolei als "Best foreign-language film" ins Oscar-Rennen geschickt: Ein wahres Filmmärchen.

Bonusmaterial

Behind the Scenes, Interviews


Produktinformation

  • Hersteller: SUNFILM ENTERTAINMENT
  • EAN: 4041658220989
  • Best.Nr.: 13046547
  • Artikeltyp: Film
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 17. November 2004
  • Sprachen: Deutsch, Mongolisch
  • FSK: ohne Alterseinschränkung gemäß §14 JuSchG
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Surround
  • Gesamtlaufzeit: 87 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.02.2005

Ein Kamel geht nach Hollywood
Byambasuren Davaa drehte einen Film in der Mongolei und ist nun für den Oscar nominiert

Byambasuren Davaa ist eine großartige Erzählerin: weil sie sich in ihren Geschichten verliert; weil sie jede Szene, die sie in Worte kleidet, noch einmal erlebt; weil ihre Stimme wie die einer Märchentante klingt, der man stundenlang zuhören möchte; und weil sie jeden Satz in ihren unruhigen Händen noch einmal umzudrehen scheint. Viel lieber jedoch erzählt Byambasuren Davaa in Bildern, in leisen, zurückhaltenden Bildern, die sich im Gedächtnis verankern. So wie der Film "Die Geschichte vom weinenden Kamel", den die Studentin der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film gemeinsam mit ihrem Kommilitonen Luigi Farlorni gedreht hat und der nun in der Kategorie Bester Dokumentarfilm für den Oscar nominiert ist.

Die Geschichte spielt in der Mongolei, im südlichen Teil der Wüste Gobi, dort, wo Begriffe wie Zeit und Entfernung vor der Weite des Landes kapitulieren. Ein Kamel wird geboren. Seit Stunden schon wälzt sich die Stute im Wüstensand, steht auf, taumelt, zuckt und sinkt unter einem milchig-blauen Himmel wieder …

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Mit höchster Sensibilität und behutsamer Annäherung führen uns die jungen Filmemacher in die Wüste Gobi im Herzen der Mongolei und gewähren Einblick in das bescheidene, aber auch gut geordnete und Zufriedenheit ausstrahlende Leben eines mongolischen Familienclans. Die hervorragend geführte Kamera gibt dem Beschauer das Gefühl (ohne voyeuristischen Touch), zum Mitbewohner der kleinen Zeltgemeinschaft zu werden. Es ist eine Familie, die noch fest in ihren Traditionen und Gebräuchen verwurzelt ist. Aber die herannahenden Errungenschaften einer ''modernen Welt'' hinterlassen schon Spuren: Die Aufforderung an den Opa der Sippe, ''etwas Neues zu erzählen'' und der sehnsuchtsvolle Blick zum Fernseher beim Einkauf in der nächsten Stadt. Wie ein roter Faden zieht sich die ''Geschichte vom weinenden Kamel'' durch diesen dokumentarischen Blick in eine Gegend am Ende der Welt. Eine Legende, die diesem Film ihre märchenhaft-spannende und im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernde Atmosphäre verleiht. Die gelungene Montage und eine angenehm stimmige musikalische Begleitung sind weitere positive Merkmale bei diesem kleinen filmischen Kunstwerk. (Deutsche Film- und Medienbewertung)

Immer wieder versucht ein kleines weißes Kamel, an die Zitzen der Mutter zu kommen. Aber die stößt das Junge rüde weg, das ohne Muttermilch dem sicheren Tod ausgeliefert ist und jämmerliche Schreie ausstößt.<br/><br/>Auch sanfte Gewalt in der Zusammenführung hilft nicht. In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein altes Ritual. Sie holen einen Musiker aus der Stadt, und dann geschieht ein Wunder:<br/><br/>Mit den Klängen seines Saiteninstruments versetzt er die Kamelmutter in einen Zustand der Trance. Sie vergießt Tränen und nimmt den Nachwuchs wieder an, das Jungtier darf säugen und ist gerettet.<br/><br/>Wunderschön und herzerweichend<br/><br/>Außergewöhnlicher Dokumentarfilm, der nicht nur den Ethnofan ins Herz trifft. Filmstudentin Byambasuren Davaa und Filmschulabsolvent Luigi Falorni drehten im Süden der Wüste Gobi bei einer Familie. Teilweise stellten sie - entgegen den strengen Gesetzen der Dokumentation - auch Szenen nach, um ihre gefühlvolle Geschichte zu erzählen.<br/><br/>Die schöne Mischung von Märchen, Magie und Moderne sorgte auf dem Filmfest von Toronto für großes Aufsehen und läuft in allen wichtigen Kinoländern der Welt.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

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Bewertung von Don Alegre aus Bayern am 06.01.2010 ***** ausgezeichnet
... eine märchenhafte Wahrheit

Als absolute Außenseiter und mit weltweiter Resonanz brechen 2003 Byambasuren Davaa und Luigi Falorni (beide Studenten an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film) mit diesem einzigartigen und sehenswerten, deutsch-mongolischen Dokumentarfilm über eine mongolische Nomadenfamilie in das Filmgeschehen ein.

In klaren und ruhigen Bildern präsentiert sich diese rührende Geschichte vor der Kulisse der Wüste Gobi, gleich einem zutiefst bewegenden Gleichnis eines abgeschiedenen, leisen, ausgeglichenen aber auch harten Lebens und des uralten, mongolischen Hoos-Ritual zur Rettung eines geborenen Kamels.

Ruhe, Kraft, Geborgenheit und Liebe, und der Kampf um jedes Leben ... diese uns, in den Wirren und der Schnelllebigkeit unseres Lebens so unbekannte Welt wird von den beiden Studenten und den Laiendarstellern so faszinierend dargestellt, dass der Zuschauer geneigt ist, diese Dokumentation in einen Spielfilm oder ein Märchen zu transferieren, unterstützt durch den gezeigten, gnadenlosen und zerstörenden Einzug unseres Konsumdenkens in eine Jahrhundert alte Tradition und Lebensweise einer harten aber intakten Welt.

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