Der Palast - Simon, Claude

Claude Simon 

Der Palast

Roman

Aus d. Französ. v. Eva Moldenhauer
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Der Palast

"Wie groß und faszinierend ist die Welt, wenn ein Dichter wie Claude Simon sie mit seinem Schreiben sieht." Neue Zürcher ZeitungDer Spanische Bürgerkrieg, dessen Augenzeuge der junge Claude Simon 1936 als Revolutionstourist für vierzehn Tage in Barcelona war, gehört zu einem der großen wiederkehrenden Themen von Claude Simon.Der Palast erinnert fünfzehn Jahre später an diese Tage am Schauplatz des Bürgerkrieges in Barcelona und auf dem Weg dorthin. Zu jener Zeit war das einstige Palasthotel und jetzige Bankhaus noch das Hauptquartier der Republikaner.


Produktinformation

  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 205 S.
  • Seitenzahl: 206
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 147mm x 22mm
  • Gewicht: 410g
  • ISBN-13: 9783832179618
  • ISBN-10: 3832179615
  • Best.Nr.: 20770599
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.05.2006

Verzauberte Taube
Kein Biographismus: Neue Ausgaben von Claude Simon

Als Claude Simon 1985 in Stockholm den Nobelpreis für Literatur erhielt, ließ er es sich nicht nehmen, auf die unbeholfenen und manchmal sogar indignierten Äußerungen hinzuweisen, die sich nach der Verlautbarung des Preisträgers in der französischen Presse gefunden hatten. Simon tat das nicht ohne eine gewisse Lust an der Übertreibung, denn es unterstrich seine Distanz zum Pariser Literaturbetrieb: als Außenseiter, dem der Weg zum Nobelpreis vor allem durch die Rezeption im Ausland geebnet worden war. Zwanzig Jahre später tritt nun ein, was in Frankreich als Wiedergutmachung aller unterlaufenen Unachtsamkeiten bei der Wahrnehmung eines Autors von höchstem Rang gelten muß: die Aufnahme seines Werks in die Bibliothèque de la Pléiade.

Es handelt sich allerdings nicht um einen ersten Band von "Gesammelten Werken", sondern um eine Auswahl, die der im letzten Sommer mit über neunzig Jahren verstorbene Simon selbst vornahm. Wie zu erwarten, wählte er keinen von seinen frühen Romanen aus. Der Band setzt ein mit "Le Vent" und "La Route des Flandres", in denen Simon für …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Mit ihrer Neuübersetzung dieses Romans von Claude Simon hat Eva Moldenhauer dem Rezensenten Helmut Mayer zufolge einmal mehr ihre "genaue Kenntnis der Sprache und Poetik" dieses Autors zum Ausdruck gebracht, wie er voller Anerkennung schreibt. Thema des Romans selbst seien Fragen des Erinnerns. Der Hintergrund der Erzählung ist das Barcelona zur Zeit des spanischen Bürgerkriegs, wohin der Erzähler fünfzehn Jahre später noch einmal zurückkehrt. Die Geschichte dieser Rückkehr scheint nur sehr schemenhaft erzählt zu werden. In Simons Beschreibungen überwiegen statt Fakten Mayer zufolge stark subjektive, fast impressionistische Sinneseindrücke. Der Rezensent verleiht Simons Prosa daher die Prädikate "sinnlich" und "bildkräftig". Ihn beeindruckt außerdem ein filigran gesponnenes Netz von Querverweisen, Abwandlungen und Echos, in dem das Geschehen von einst nicht wirklich greifbar werde und dennoch nichts zufällig sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Wie groß und faszinierend ist die Welt, wenn ein Dichter wie Claude Simon sie mit seinem Schreiben sieht." NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

"Wie groß und faszinierend ist die Welt, wenn ein Dichter wie Claude Simon sie mit seinem Schreiben sieht." NEUE ZÜRCHER ZEITUNG
Claude Simon wurde 1913 auf Madagaskar geboren. Er lebte in Paris und im südfranzösischen Roussillon. Zur Zeit des Spanischen Bürgerkriegs war er in Barcelona. Unmittelbar nach Kriegseinbruch (1940) eingezogen, geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft, konnte jedoch fliehen. Der Hauptvertreter des "Nouveau Roman" erhielt 1985 den Literatur-Nobelpreis. 2005 starb Claude Simon 91-jährig in Paris.

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