Oje, ich wachse! - Rijt, Hetty van de; Plooij, Frans X.

Oje, ich wachse!

Von den 10 ´Sprüngen` in der mentalen Entwicklung Ihres Kindes während der ersten 20 Monate und wie Sie damit umgehen können

Hetty van de Rijt Frans X. Plooij 

Übersetzung: Brams, Regine; Schweikart, Eva
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Oje, ich wachse!

Die grundlegend überarbeitete, erweiterte und den neuesten Forschungsstand reflektierende Ausgabe des Longsellers dokumentiert jetzt die Entwicklung von Kleinkindern in den ersten 20 Monaten ihres Lebens. In dieser Phase entwickeln sich Kinder in Schüben. Längere Zeit geschieht wenig bis gar nichts. Und dann wachsen sie viele Millimeter in einer Nacht. Zehn solcher „Sprünge“ in seiner geistigen und körperlichen Entwicklung macht ein Baby in dieser Zeit mit. Sie gehen mit viel Unruhe und Geschrei einher und bringen Eltern zuweilen an den Rand der Verzweiflung. Die „Visitenkarte“ eines solchen Sprungs sind unruhige, weinerliche Perioden – die Babys sind anstrengender, empfindlicher und fordernder als sonst. Doch diese aufregende Zeit – fast auf die Woche genau vorhersagbar – ist zugleich auch spannend, bietet sie doch die Möglichkeit, die Entwicklung eines Kindes positiv zu beeinflussen. Wie das geht, wie Eltern – vor allem Mütter – diese Zeit gut überstehen und wie sie ihrem Baby helfen können, zeigen die Autoren anhand neuester Forschungsergebnisse. Sie nehmen sie an die Hand und lotsen sie mit viel Einfühlungsvermögen durch diese schwierigen Phasen. Und sie zeigen ihnen, womit sie ihr Kind jetzt fördern können. Denn in dieser Zeit ist es besonders offen für alles Neue. Ein unverzichtbares Buch für alle jungen Eltern. Ein Ratgeber im besten Sinn des Wortes: aktuell, praxisnah und mit viel Humor geschrieben.
Eine unverzichtbare Hilfe für junge Eltern.


Produktinformation

  • Verlag: GOLDMANN
  • 2005
  • Erw. u. aktualis. Ausg.
  • Ausstattung/Bilder: Erw. u. aktualis. Ausg. 2005. 448 S. 50 s/w Abbildungen. 215 mm
  • Seitenzahl: 448
  • Mosaik bei Goldmann
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 163mm x 41mm
  • Gewicht: 805g
  • ISBN-13: 9783442390755
  • ISBN-10: 3442390753
  • Best.Nr.: 13385827
"Die Bibel aller Eltern."

"Die Bibel aller Eltern." -- Eltern

Der Begleiter für die ersten 14 Monate
Babys schreien, Babys sind nervig. Doch zwischendrin gibt es Phasen, in denen sie so lieb sind, dass sich Eltern an die schlimmen Zeiten kaum mehr erinnern! Warum nur? Geht es anderen Eltern auch so? Für ihren Ratgeber Oje, ich wachse hat das niederländische Autorenpaar Dr. Hetty van de Rijt und Prof. Dr. Frans X. Plooji die Entwicklung von Babys in mehreren Vergleichsstudien genau untersucht.
Ein Sprung folgt dem anderen,...
...dazwischen gibt es Zeitabschnitte, in denen Kinder ihr neu erworbenes Wissen festigen. Das ist die These der beiden Psychologen, die seit 25 Jahren die Beziehung zwischen Eltern und ihrem Baby erforschen. Insgesamt acht solcher Entwicklungssprünge durchlaufen Kinder in den ersten 14 Monaten. Diese so genannten Sprünge sind vom Wachstum des Gehirns abhängig. So kommt es, dass sich die Entwicklungsschübe bei allen Babys im selben Alter vollziehen und sich immer auf die gleiche Weise ankündigen: Das Baby ist verunsichert, es braucht seine Mama, ist weinerlich und nervig.
Die Autoren haben ihren Ratgeber, den "Sprüngen" entsprechend in acht große Kapitel unterteilt, denen eine Einleitung vorausgeht. In jeweils vier Abschnitten wird jeder Sprung genau beschrieben - von der ersten Phase der Weinerlichkeit über den Lerninhalt, das neu erworbene Wissen und die ruhigere Zeit danach. Zahlreiche Checklisten, Tipps, wie Eltern den Lernprozess unterstützen können, und Fallbeispiele helfen, das Baby zu verstehen und schwierige Phasen leichter zu überbrücken.
Oje, ich wachse ist ein praktischer, informativer und sehr gut lesbarer Ratgeber, der Eltern eine klare Orientierung und zahlreiche Hilfen für den Alltag mit kleinen Kindern bietet. (Birgit Kuhn)
Dr. Hetty van de Rijt studierte Psychologie und Anthropologie. Die Logopädin und Sprachpädagogin spezialisierte sich auf die Sprachentwicklung von Babys zwischen 0 und 2 Jahren.

Frans X. Plooij, Autor des Bestsellers "Oje, ich wachse!", ist ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der frühkindlichen Entwicklung.

Hetty van de Rijt studierte Psychologie und Anthropologie. Die Logopädin und Sprachpädagogin spezialisierte sich auf die Sprachentwicklung von Babys zwischen 0 und 2 Jahren.

Leseprobe zu "Oje, ich wachse!" von Hetty van de Rijt; Frans X. Plooij

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VORWORT

Wenn ein Baby schreit, ist das eine Qual für den, der dieses kleine Wesen gesund und glücklich sehen will. Fast jede Mutter macht sich immer wieder Sorgen um ihr Baby. Und denkt dann oft, sie sei die einzige, die nicht den ganzen Tag froh und glücklich ist. Die einzige, die sich unsicher, ängstlich, verzweifelt oder zornig fühlt, wenn ihr Baby anstrengend und untröstbar ist. Die einzige, die weiß ist wie die Wand und erschöpft von zu wenig Schlaf. Sorgen, Müdigkeit, Ärger, Schuldgefühle und gelegentlich auch Aggression wechseln einander ab. Das Schreien des Babys kann auch zu Spannungen zwischen den Eltern führen. Besonders wenn sie sich nicht einig sind, wie damit umzugehen ist. Und kostenlose, gutgemeinte Ratschläge von Freunden, Familie, Nachbarn und sogar Fremden machen alles nur noch schlimmer. "Ruhig brüllen lassen, das stärkt die Lungen", ist nicht gerade die Lösung, die die Mutter hören will. Und das Problem herunterzuspielen hilft genausowenig. Mütter finden erstaunlich wenig Unterstützung bei anderen Müttern. Wenn eine Mutter plötzlich mit einem quengeligen Kind dasitzt, will sie darüber reden können. Sie sucht Schicksalsgenossinnen, die dasselbe durchmachen oder durchgemacht haben. Das scheint nicht schwierig. Schließlich ist die Welt voller Mütter. Und doch ist es nicht so leicht, wie es aussieht. Warum?

Ganz einfach: Wenn eine schwierige Phase überstanden ist, vergessen Mütter sofort, wie entsetzlich lästig sie ihr Baby fanden und wie verzweifelt sie oft selbst waren. Und das ist wohl auch gut so. Doch für die Mutter, die mitten in den Problemen steckt und fragt: "Hat Ihr Kind das etwa auch?", ist das furchtbar. Sie wird dreimal überlegen, bevor sie ihre Probleme nach außen trägt, und sich - in der Überzeugung, daß sie die einzige ist, die so ein schwieriges Kind hat - zurückziehen. Aber sie ist nicht die einzige! Wir haben 25 Jahre lang untersucht, wie Babys sich entwickeln und wie derjenige, der für das Baby sorgt - meist ist das die Mutter -, darauf reagiert. All unsere Untersuchungen haben wir bei Eltern daheim gemacht. Wir haben ihren Alltag beobachtet. Wir haben viele Fragen gestellt, sind in Gesprächen näher darauf eingegangen. Und wir stellten fest: Von Zeit zu Zeit erleben alle Eltern dieses heulende Elend. Mehr noch: Zu unserer Überraschung waren normale, gesunde Babys jeweils im selben Alter weinerlicher, empfindlicher, fordernder und anstrengender als sonst. Kurzum, sie brachten ihre Mütter zeitweise zur Verzweiflung. Wir können inzwischen fast auf die Woche genau vorhersagen, wann eine Mutter mit so einer schwierigen Zeit zu rechnen hat. Zu den gleichen Resultaten kamen übrigens auch Wissenschaftler aus Schweden und Spanien. Die schwedischen Forscher beobachteten dazu siebzehn Mütter und ihre Babys über einen Zeitraum von fünfzehn Monaten, ihre spanischen Kollegen achtzehn. Babys schreien nicht ohne Grund. Sie schreien, weil sie verunsichert sind. Ihre Entwicklung nimmt plötzlich eine drastische Wendung. Das hat auch Vorteile. Das Baby bekommt dadurch nämlich die Möglichkeit, neue Dinge zu lernen. Diese Lernprozesse werden in diesem Buch durch Erfahrungen und Erlebnisse von Müttern veranschaulicht. Wir haben die Mütter von 15 gesunden Babys - acht Mädchen und sieben Jungen - aufgefordert, nicht nur die Fortschritte ihrer Babys festzuhalten, sondern auch zu berichten, ob alles reibungslos verlief oder nicht. Die Beispiele, die wir in diesem Buch geben, basieren auf den wöchentlichen Berichten dieser Mütter.

Dieses Buch bietet:

Unterstützung in Tagen der Verunsicherung. Es steht Ihnen zur Seite, sobald Sie mit einem Schreiproblem zu kämpfen haben. Schließlich ist es gut zu wissen, daß Sie nicht die einzige sind. Und daß eine schwierige Zeit nicht länger als ein paar Wochen, manchmal sogar nur ein paar Tage anhält. Dieses Buch zeigt Ihnen, was andere Mütter, die ein Baby haben, das im gleichen Alter ist wie das Ihre, fühlen, sehen und tun. Sie werden dabei feststellen, daß sich alle Mütter im Widerstreit der Gefühle Besorgnis, Ärger und Freude befinden.

Selbstvertrauen. Sie werden verstehen, daß Gefühle wie Besorgnis, Ärger und Freude wichtig sind. Daß sie der Motor sind, der die Entwicklung Ihres Babys vorantreibt. Sie werden zu der Überzeugung kommen, daß Sie als Mutter mehr als irgend jemand sonst ein Gefühl dafür haben, was Ihr Baby zu einer bestimmten Zeit braucht. Kein anderer kann Ihnen das sagen. Sie sind die Fachfrau, Sie können sich mit Recht als Expertin in Sachen "eigenes Baby" bezeichnen. Sie kennen Ihr Baby am besten. Sie haben mehr als jeder andere Mensch das Gefühl dafür, was Ihr Baby braucht.

Verständnis für Ihr Baby. Es erklärt, was Ihr Baby in jeder dieser schwierigen Phasen durchmacht. Es legt dar, daß Ihr Baby dann schwierig wird, wenn es einen Punkt erreicht hat, von dem aus es in der Lage ist, neue Dinge zu lernen. Es ist dann verunsichert. Wenn Sie das verstehen, werden Sie sich weniger Sorgen machen. Sie werden sich weniger ärgern. Und Sie werden mehr "innere Ruhe" haben, um Ihr Baby durch eine solche Schreiphase hindurchzulotsen.

Vorschläge, wie Sie Ihrem Baby beim Lernen helfen können. Nach jeder schwierigen Phase kann Ihr Baby neue Dinge lernen. Und das tut es besser, schneller und leichter mit Ihrer Hilfe. Wir schlagen Spiele vor; Sie wählen aus, was den Interessen Ihres Babys am besten entspricht.

Eine einzigartige Dokumentation der Entwicklung Ihres Babys. Dieses Buch wächst mit Ihrem Baby mit. Sie können in diesem Buch die schwierigen Phasen und die Fortschritte Ihres Babys verfolgen und sie mit Ihren eigenen Anmerkungen anreichern. So verwandelt sich dieses Buch über die ersten sechzig Wochen in das ganz persönliche, einzigartige Entwicklungsbuch Ihres Babys.

Achtung. Denken Sie immer daran, daß Ihr Kind sich nach einem Sprung nicht alles auf einmal aneignen kann. Viele Fertigkeiten entwickelt das Baby erst Monate später.

GRÖSSER WERDEN: WIE MACHT IHR BABY DAS?

EIN KLEINER SCHRITT ZURÜCK UND EIN SPRUNG NACH VORN

"Kinder wachsen von einem Tag zum anderen aus ihren Kleidern heraus." Diese Volksweisheit wurde lange Zeit als Unsinn abgetan. Doch es verbirgt sich ein Funke Wahrheit dahinter. Kinder wachsen in Schüben. Längere Zeit geschieht wenig bis gar nichts. Und dann auf einmal wachsen sie viele Millimeter in einer Nacht. Auch die geistige Entwicklung von Kindern verläuft in Sprüngen. Untersuchungen an Kindern von eineinhalb bis 16 Jahren haben gezeigt, daß solche Sprünge mit Hirnstromveränderungen einhergehen, die man in einem EEG feststellen kann. Auch bei Babys unter eineinhalb Jahren hat man bis jetzt sieben Altersstufen entdeckt, in denen Gehirnveränderungen stattfinden. In jeder dieser Stufen ist festzustellen, daß die Entwicklung des Babys einen deutlichen Sprung macht. Aber in der geistigen Entwicklung von Babys gibt es noch mehr Sprünge. Diesen Sprüngen ist man bis heute jedoch noch nicht mit Hirnuntersuchungen nachgegangen. Sprünge in der geistigen Entwicklung gehen nicht immer einher mit Wachstumsschüben. Letztere sind zahlreicher. Auch Zähne kommen zu anderen Zeiten durch als in denen, in denen Babys einen Sprung in ihrer geistigen Entwicklung machen.

Was geschieht, wenn die geistige Entwicklung Ihres Babys einen Sprung macht?

Bei jedem Sprung entwickelt sich im Baby plötzlich und sehr schnell etwas Neues. Fast immer geschieht das in seinem Nervensystem und beschert dem Baby eine neue Fähigkeit. Wie etwa die Fähigkeit, gewisse "Muster" wahrzunehmen. Die bricht etwa um die achte Woche herum durch. Solch eine neue Fähigkeit beeinflußt das gesamte Verhalten des Babys. Sie verändert und verbessert alles, was es bis dahin konnte, und versetzt das Baby in die Lage, neue Dinge zu lernen. Das kommt beispielsweise zum Ausdruck in einer plötzlichen Aufmerksamkeit für erkennbare "Muster", wie etwa Dosen im Supermarktregal oder die Zweige kahler Bäume, die sich im Winter gegen den Himmel abheben. Ein ganz anderes Beispiel ist, daß Ihr Baby von diesem Alter an seine Körperhaltung kontrollieren kann. Auch das ist eine Art von "Muster", nur daß es in diesem Fall nicht außerhalb, sondern innerhalb des Körpers wahrgenommen wird.

Woran Sie erkennen, daß die Entwicklung einen Sprung macht

Mühevolle, weinerliche Perioden sind die "Visitenkarte" eines solchen Sprungs.

Ihr Baby ist anstrengender und schwieriger, als Sie es gewohnt sind. Viele Mütter machen sich dann Sorgen. Sie fragen sich, ob ihr Baby krank sein könnte. Oder sie ärgern sich, weil sie nicht verstehen, warum es so garstig ist.

In welchem Alter die schwierigen Phasen beginnen

Die schwierigen Phasen werden bei allen Babys im selben Alter beobachtet. Es sind acht in den ersten vierzehn Monaten. Anfangs sind sie kürzer und folgen schneller aufeinander.

Ihr Baby klammert nun möglicherweise mehr. Ungefähr in dieser Woche ist sehr wahrscheinlich eine "stürmische Zeit" zu erwarten. Ihr Baby durchlebt eine vergleichsweise unkomplizierte Phase. In dieser Woche ist es sehr wahrscheinlich, daß sich das sonnige Gemüt Ihres Babys wieder durchsetzt. Wenn Ihr Baby sich um die 29. oder 30. Woche herum besonders an Sie klammert oder gereizt ist, muß dies kein deutliches Zeichen für einen weiteren Sprung sein. Ihr Baby hat lediglich entdeckt, daß seine Mutter fortgehen kann und es zurückläßt. So seltsam es klingen mag, das ist ein Fortschritt: Es ist eine neue Fähigkeit, denn Ihr Baby lernt etwas über Entfernungen.

Ist Ihr Baby zwei Wochen zu spät geboren, dann beginnen sie zwei Wochen früher. Kam es vier Wochen zu früh auf die Welt, fangen sie vier Wochen später an. Auch dieser Unterschied weist darauf hin, daß jeder Sprung stark mit dem Hirnwachstum des Babys verbunden ist.

Kein einziges Baby entkommt dem Tanz

Alle Babys machen diese schwierigen Phasen durch. Ein unkompliziertes, ruhiges Baby genauso wie ein schwieriges, temperamentvolles. Ein temperamentvolles Baby hat sogar deutlich mehr Schwierigkeiten als ein ruhiges. Und seine Mutter daher auch. Ein solches Baby verlangt ohnehin nach mehr Aufmerksamkeit, fordert aber noch eine Extraportion, wenn sich so ein Sprung ankündigt. Es zeigt das größte "Bedürfnis nach Mama", die meiste Lernbegier, und es hat die heftigsten Konflikte mit seiner Mutter. Es ist nicht angenehm, haben Sie Mitleid! Ihr Baby erschrickt vor so einem Sprung. Er stellt seine vertraute Welt auf den Kopf. Das ist eigentlich ganz verständlich: Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden auf einem fremden Planeten erwachen. Auf einmal ist alles ganz anders. Was würden Sie tun? Würden Sie ruhig weiterschlafen? Nein. Hätten Sie großen Appetit? Nein. Würden Sie sich an eine vertraute Person klammern wollen? Ja. Und genau das ist es, was Ihr Baby tut.

Ihr Baby kehrt zurück zu seiner sicheren Basis. Sie kennt es am besten. Mit Ihnen ist es am längsten und am intimsten vertraut. Seine Welt steht auf dem Kopf, und es versteht nicht, was los ist. Es schreit und liegt am liebsten den ganzen Tag lang in Ihren Armen. Wenn es älter ist, tut es alles, um in Ihrer Nähe bleiben zu können. Es hält Sie manchmal fest, um nicht mehr loszulassen. Es will wieder wie ein kleineres Baby behandelt werden. Kurzum, es sucht nach dem Altvertrauten. Für Ihr Baby verkörpert dieser Platz bei Ihnen Sicherheit. Man könnte sagen: Es kehrt dorthin zurück, wo sein Leben begann.

Sie stellen fest, daß es mehr kann als früher

Weil Ihr Baby plötzlich so schwierig ist, sind Sie besorgt. Oder Sie sind irritiert durch das Gequengel. Sie wollen wissen, was los ist. Automatisch beobachten Sie Ihr Baby intensiver. Sie wollen, daß es sich wieder normal benimmt. Und dann entdecken Sie, daß es eigentlich viel mehr weiß, als Sie dachten. Daß es probiert, Dinge zu tun, die Sie noch nie bei ihm gesehen haben. Sie sehen, daß Ihr Baby einen Sprung in seiner Entwicklung gemacht hat.

Eine neue Fähigkeit: eine neue Welt

Jede neue Fähigkeit ermöglicht es Ihrem Baby, Neues zu lernen. Es erwirbt Fertigkeiten, die es vor diesem Alter nicht lernen konnte, so oft Sie es mit ihm vielleicht auch schon geübt haben. Sie könnten jede neue Fähigkeit vergleichen mit einer neuen Welt, die sich ihm eröffnet. In dieser Welt gibt es viel zu entdecken. Einiges ist neu, einiges bekannt, aber deutlich verbessert. Jedes Baby setzt seine eigenen Schwerpunkte - entsprechend seiner Veranlagung, seinen Vorlieben und seinem Temperament. Das eine schaut sich alles mal an und probiert es dann aus. Das andere ist von einer einzigen Sache ganz hingerissen. Jedes Baby ist anders.

Helfen Sie Ihrem Baby beim Lernen

Sie sind in der Lage, Ihrem Baby das nahezubringen, was in seiner Reichweite ist und was zu seiner Persönlichkeit paßt. Sie kennen Ihr Kind am besten. Deshalb können Sie, besser als irgend jemand sonst, aus ihm herausholen, was in ihm steckt. Nicht nur Ihr Baby setzt Schwerpunkte. Auch Sie gehen mit auf Entdeckungsreise. Einiges wird Sie weniger interessieren. Anderes ganz besonders. Denn auch jede Mutter ist anders. Gleichzeitig können Sie als Erwachsene Dinge anbieten, die Ihr Baby übersieht. Und Sie können ihm helfen, etwas zu entdecken, das es selbst übersehen hat. Mit Ihrer Hilfe lernt es müheloser, besser und vielseitiger.

Konflikte mit Ihrem Baby

Wenn Ihr Baby etwas Neues lernt, bedeutet das oft, daß es eine alte Gewohnheit ablegen muß. Wenn es laufen kann, darf es nicht erwarten, daß seine Mutter es noch so oft trägt. Wenn es erst mal krabbeln kann, kann es seine eigenen Spielsachen heranholen. Nach jedem Sprung kann ein Baby mehr. Und es wird selbständiger. Wenn Baby und Mutter das klar wird, macht das beiden gelegentlich zu schaffen. Darum kommt es in dieser Phase auch oft zu Verärgerung und Streit. Die Wünsche von Mutter und Baby stimmen nicht überein.

Die unbeschwerte Phase: kurze Ruhe nach dem Sprung

Die schwierige Phase ist so plötzlich vorbei, wie sie begonnen hat. Für die meisten Mütter beginnt dann eine Zeit der Entspannung. Das Baby ist selbständiger geworden. Es ist schwer damit beschäftigt, das, was es neu gelernt hat, auch anzuwenden. Und es ist fröhlicher. Doch: Die Ruhe ist nur von kurzer Dauer. Schon bald kündigt sich der nächste Sprung an. Ihr Baby ist ein Schwerstarbeiter.

Geplante Spielstunden sind unnatürlich

Wenn Ihr Baby selbst entscheiden darf, wann es welche Aufmerksamkeit will, werden Sie schnell feststellen, daß das von Woche zu Woche variieren kann. Bei jedem Sprung macht das Baby die folgenden Phasen durch:

Das Bedürfnis nach der Nähe seiner Mutter.

Das Bedürfnis, mit seiner Mutter neue Dinge zu lernen.

Das Bedürfnis, selbständig zu sein.

Deshalb sind "geplante" Spielstunden unnatürlich. Im hektischen Amerika wurde der Begriff "quality time" geprägt. Dabei handelt es sich um Zeiten, die sich eine schwerbeschäftigte Person im Terminkalender freihält, um sich mit ihrem Kind/ihren Kindern zu beschäftigen. Aber die Freude mit und an einem Baby läßt sich nicht planen. Es kann durchaus sein, daß es die Aufmerksamkeit nicht zu der Zeit haben will, die als "quality time" vorgesehen ist. Die zauberhaften, komischen und angstvollen Erfahrungen mit Babys sind nicht vorauszusehen. Ein Baby ist kein Video, daß Sie einschalten können, wenn Ihre Zeit es erlaubt. Ein Baby ist nicht erwachsen.

Wenn das Baby zu einem selbständigen Menschen herangewachsen ist, schwelgen viele Mütter in den Erinnerungen an die wichtigen ersten Jahre. Und an diesen Erinnerungen wollen sie ihr Kind teilhaben lassen. Manche Mütter führen ein Tagebuch. Eine schöne Erinnerung. Aber die meisten Mütter schreiben nicht gerne, oder ihre Zeit läßt es einfach nicht zu. Diese Mütter denken: Ich habe ein gutes Gedächtnis. Und sie finden es dann hinterher jammerschade, daß die Erinnerung schneller verblaßt, als sie es für möglich gehalten hätten. Dieses Buch wächst mit Ihrem Baby mit. In jedem Alter können Sie Ihre Erfahrungen mit denen anderer Mütter vergleichen. Gleichzeitig ist dieses Buch mehr als ein Lesebuch. In jedem Kapitel können Sie auch Ihre eigene Geschichte, was die Entwicklung Ihres Babys angeht, festhalten. Oft reichen schon ein paar Stichworte, um die Erinnerung später wieder wachzurufen. Auf diese Weise können Sie aus diesem Buch das ganz persönliche Entwicklungsbuch Ihres eigenen Babys machen.

WIE DIESES BUCH FUNKTIONIERT UND WIE SIE ES BENUTZEN

Im folgenden Kapitel "Wie Ihr Neugeborenes seine Welt erlebt" werden Sie sehen, wie wunderbar Ihr Baby an sein neues Leben angepaßt ist. Und wie wichtig der Körperkontakt in diesem neuen Dasein ist. Es ist wichtig, daß Sie das wissen, weil Sie dann besser verstehen können, was Ihr Baby durchmacht, wenn sich der erste Sprung ankündigt. In den darauffolgenden Kapiteln wächst das Buch mit, bis Ihr Baby 60 Wochen alt ist. Dann hat Ihr Baby acht Sprünge hinter sich.


Kundenbewertungen zu "Oje, ich wachse!" von "Hetty van de Rijt; Frans X. Plooij"

23 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.9 von 5 Sterne bei 23 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 01.09.2014   ausgezeichnet
Super Hilfe beim 1. Kind. Bin wirklich zufrieden mit dem Buch. Sehr zu empfehlen.

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Bewertung von Dana aus Hagen im Bremischen am 22.02.2014   gut
An und für sich gibt das Buch schon sehr genau die Entwicklungssprünge der Kleinen wider. Ich konnte mein Kind darin ziemlich genau wiedererkennen.
Auch half mir das Buch dabei zu verstehen, was in meinem Kleinen vorging und teilweise mit den Situationen besser umzugehen.
Nur die Kommentare der Eltern waren manchmal etwas verwirrend.
Mir ist zwar klar, dass sich alle Kinder unterschiedlich entwickeln, aber keiner der Kinder in meinem Umfeld konnten in dem Alter sitzen, laufen oder sich hochziehen, von dem die Eltern dort berichten.
Das lässt mich ein wenig an der Glaubwürdigkeit dieser "Interviews" zweifeln.
Dafür auch den Punkteabzug.

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Bewertung von Zapatero52 aus Pulheim am 20.01.2014   ausgezeichnet
Ein Buch, das jungen Eltern etwas mehr Sicherheit gibt. Ich kann es empfehlen.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 09.01.2014   ausgezeichnet
Ein klasse Buch, dass alle Eltern gelesen haben sollten! Es hilft dabei, das eigene Kind und dessen Verhalten in verschiedenen Wachstumsphasen besser zu verstehen und zeigt, wie man in diesen auch anstrengenden Zeiten besser mit ihm klar kommt. Sehr empfehlenswert!

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Bewertung von bluetz69 aus Hahnheim am 07.08.2011   ausgezeichnet
Super Buch - ich habe eine 7 Wochen alte Tochter & finde die Erklärungen sehr hilfreich

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Bewertung von Silke aus Jülich am 22.04.2011   ausgezeichnet
Sehr verständlich geschrieben. Man kann nun in etwa nachvollziehen, was in den kleinen Köpfen so vor sich geht. Mit ein wenig Phantasie kann man sich nun in das Kind hinein versetzen. Tröstlich ist, dass es tausenden Muttis in den Situationen ähnlich ergeht.

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Bewertung von KleineHexe42 aus Brake am 12.04.2011   ausgezeichnet
Super informativ, spannend, leicht zu lesen...
Man findet sich und sein Baby auf fast jeder Seite wieder :-)
Sollten alle Mamas/Papas/Omis und Opis lesen !!!

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Bewertung von Miri. aus Laubach am 20.02.2011   ausgezeichnet
Wer dieses Buch liest, denkt das über sein Kind geschrieben worden ist.
Dieses Buch beschreibt genau die Phasen der Kinder.
Das Buch ist echt super.

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Bewertung von Ramona Lange aus Rüdersdorf am 06.01.2011   ausgezeichnet
Das Buch ist ein Muss für Eltern. Es hilft vieles zu verstehen und mit schwierigen Situationen besser umzugehen. Unser Fazit, das Buch ist große Klasse. (hatte uns die Hebamme empfohlen)

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 03.12.2010   ausgezeichnet
das Buch hilft sehr bei den sorgen und nöten einer mutter. da man nun über die wachstumsschübe bescheid weiß, kann man auch viel besser mit dem genörgel und der unzufriedenheit der kleinen umgehen..

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