Tyrannen müssen nicht sein - Winterhoff, Michael

Michael Winterhoff 

Tyrannen müssen nicht sein

Warum Erziehung allein nicht reicht - Auswege

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Tyrannen müssen nicht sein

Auswege aus der Krise: Michael Winterhoff macht klar, was Kindern wirklich hilft

Wie kann man verhindern, dass Kinder zu Tyrannen werden? In seinem neuen Buch weist Michael Winterhoff anhand zahlreicher aus dem Leben gegriffener Fallbeispiele Wege aus der Erziehungskrise: Wenn Erwachsene ihre Verantwortung ernst nehmen und Kinder wie Kinder behandeln, können diese fröhlich und gesund aufwachsen und sich zu beziehungs- und arbeitsfähigen Erwachsenen entwickeln.


Produktinformation

  • Verlag: (Goldmann)
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 237 S. 183 mm
  • Seitenzahl: 237
  • Goldmann Taschenbücher Bd.17202
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 126mm x 19mm
  • Gewicht: 234g
  • ISBN-13: 9783442172023
  • ISBN-10: 3442172020
  • Best.Nr.: 29524042

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

An der introspektiven Kompetenz des Autors in Sachen Familienkommunikation hat Friederike Reents keinen Zweifel. Wenn Michael Winterhoff nach seinem Bestseller "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" jetzt Möglichkeiten des Erkennens von Beziehungsstörungen und Lösungsansätze dazu vorstellt, spitzt sie die Ohren. Und schließlich geht es nicht zuletzt um das Sozialverhalten der Erwachsenen, auf das der Autor psychische Störungen beim Kind zurückführt. Alarmierend!, findet Reents. Und lernt von Winterhoff und seinen "anschaulichen" Fallbeispielen, was es wirklich bedeutet, Grenzen zu setzen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine Pflichtlektüre für all jene Berufsgruppen, die im intensiven Kontakt mit Kindern stehen. Katharina Höglinger

Meiner Meinung nach ist dieses Buch eine Pflichtlektüre für all jene Berufsgruppen, die im intensiven Kontakt mit Kindern stehen. Katharina Höglinger
Dr. Michael Winterhoff, geb. 1955, verheiratet, zwei Kinder, lebt und arbeitet in Bonn. In bislang drei Bestsellern analysiert er die schwer wiegenden Folgen veränderter Eltern-Kind-Beziehungen für die psychische Reifeentwicklung junger Menschen und bietet Wege aus den durch die Reifedefizite verursachten Beziehungsstörungen an. Seine ersten "Tyrannen"-Bücher erreichten 2008 und 2009 zwischenzeitig Platz 1 und 2 der Spiegel-Bestseller-Listen. Nach dem Studium der Humanmedizin ließ Michael Winterhoff sich 1988 in Bonn mit einer eigenen Praxis als Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie nieder. Als Sozialpsychiater hat er sich darüber hinaus im Bereich der Jugendhilfe einen Namen gemacht. Er ist Initiator eines Kinderheimes.

Leseprobe zu "Tyrannen müssen nicht sein" von Michael Winterhoff

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Leseprobe zu "Tyrannen müssen nicht sein" von Michael Winterhoff

Kapitel 7 (S. 111-112)

Die öffentliche Sphäre – Gesellschaftliche Erwartungen und Druck

Ein weiteres Zitat aus der bereits erwähnten Studie »Eltern unter Druck« spricht eine gesellschaftliche Realität an, die wie kaum eine zweite so stark ideologischen Konfrontationen ausgesetzt ist, dass ein sinnvolles Gespräch darüber kaum noch zu führen ist: Eine Mutter, die auch nach dem dritten Lebensjahr des Kindes »nur« Hausfrau und Mutter sein will, ist unter Rechtfertigungsdruck – ebenso wie Mütter, die versuchen, Familie und Berufstätigkeit früher zu vereinbaren.

Beide in diesem kurzen Zitat angesprochenen Lebensformen haben etwas mit dem Faktor Zeit zu tun. Auf der einen Seite wird der Anspruch erhoben, es sich leisten zu können, daheim zu bleiben, schlicht und ergreifend als Mutter zu fungieren und damit automatisch ausreichend Zeit für die Kinder zu haben (die ideologisch noch tiefer greifende Frage der »Hausfrau« lasse ich an dieser Stelle weg, da sie mit meinem Thema nichts zu tun hat und den Blick aufs Eigentliche ver-stellt). Auf der anderen Seite steht die Forderung, nach der Geburt früh wieder in den Beruf einsteigen zu können und trotzdem noch genug Zeit für die Kinder zur Verfügung stellen zu können.

Das Zitat aus der Studie verweist auf den mittlerweile unmöglichen Spagat zwischen beiden Polen. Betrachtet man die gesellschaftliche Realität mit den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes, stellt die Berufstätigkeit von Müttern spätestens nach dem dritten Lebensjahr mehr und mehr die Regel dar. Sowohl die politischen Rahmenbedingungen als auch die enge Personalsituation in vielen Unternehmen und die mangelhafte finanzielle Ausstattung von Familien lassen es kaum zu, dass die klassische Begleitung der Reifeentwicklung hauptsächlich in den Familien stattfinden kann.

Stattdessen sind außerfamiliäre Institutionen in zunehmendem Maße gefordert, ihren Beitrag zu dieser Reifeentwicklung beizutragen. Angesprochen ist damit in der Tat nicht weniger als die Manifestierung eines Paradigmenwandels innerhalb der deutschen Gesellschaftsordnung. Erforderlich ist zweierlei: das Umdenken in den Köpfen hinsichtlich der Elternrolle, speziell der Mütter, für die Kindesentwicklung sowie eine Neuausrichtung in den Konzepten von Kindergärten und Grundschulen. Dazu ist definitiv auch auf politischer Ebene eine größere Flexibilität in der Bildungs- und Familienpolitik gefordert. Parteiübergreifend wären hier sofortige Maßnahmen notwendig, um die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, innerhalb derer in den Institutionen die wichtige anstehende Arbeit getan werden kann.

Kundenbewertungen zu "Tyrannen müssen nicht sein" von "Michael Winterhoff"

4 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 4 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von tomtechnik aus Köln am 17.01.2011 ***** sehr gut
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es eröffnet eine völlig andere Sichtweise auf den Umgang und die Erziehung unserer Kinder.
Es sollte Pflichtlektüre in Kindergärten und Schulen sein

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von lisapaul.2007 aus Berlin am 13.05.2009 ***** ausgezeichnet
Sehr interessant geschrieben.Das Buch gibt Anstöße zur Kindererziehnung und sollte für jedes Elternteil zur Pflichtlektüre werden.

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3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Rath aus Leverkusen am 22.01.2009 ***** ausgezeichnet
Ein Buch aus dem Leben. Viele Schöne Beispiele, die man als Tagesmutter und Erzieherin jeden Tag nachvollziehen kann. Es ist schön, auch "Querlesen" zu können und dabei totzdem den Sinn des geschriebenen zu verstehen. Ich habe oft gelacht und habe das Buch ganz schnell zu Ende gelesen!

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17 von 25 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Klaus Altepost aus Hörstel am 12.12.2008 ***** ausgezeichnet
Hervorragende Analyse von Beziehungsstörungen - plus mögliche Auswege, die zu einer Rückkehr der Intuition führen können. Winterhoffs Bücher stellen die gesamte Diskussion zu diesem Thema auf eine neue Grundlage - mehr als lesenswert, ein unbedingtes Muss!

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47 von 59 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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