Richtig denken - wirksam managen - Malik, Fredmund

Fredmund Malik 

Richtig denken - wirksam managen

Mit klarer Sprache besser führen

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Richtig denken - wirksam managen

Das deutlichste Anzeichen für falsches Management sind eine unklare Sprache und der Gebrauch unsauber definierter Begriffe. Die verkehrte Verwendung bestimmter Wörter führt zu falschem, zuweilen sogar gefährlichem Handeln und zu Fehlentscheidungen im Management. Fredmund Malik benennt die psychologischen Irrtümer, Managementirrtümer und wirtschaftlichen Irrtümer, denen Führungskräfte aufsitzen, und zeigt, wie sich diese Irrtümer vermeiden lassen. Denn nur mit klarer Sprache lässt sich gut führen.

Klare Sprache ist immer auch ein Instrument richtigen Denkens. So ist umgekehrt das deutlichste Anzeichen für falsches Denken und damit letztlich für falsches Management eine unklare Sprache. Auch der Gebrauch unsauber definierter Begriffe kann großen Schaden anrichten. Die verkehrte Verwendung bestimmter Wörter führt zu falschem, zuweilen sogar gefährlichem Handeln und zu Fehlentscheidungen im Management. Fredmund Malik benennt die psychologischen Irrtümer, Managementirrtümer und wirtschaftlichen Irrtümer, denen Führungskräfte aufsitzen, und zeigt, wie sich diese Irrtümer vermeiden lassen. Denn nur mit klarer Sprache lässt sich gut und richtig führen.


Produktinformation

  • Verlag: Campus Verlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 189 S.
  • Seitenzahl: 189
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 164mm x 25mm
  • Gewicht: 435g
  • ISBN-13: 9783593392028
  • ISBN-10: 359339202X
  • Best.Nr.: 28070435
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.04.2010

Gefährliche Worthülsen
Wie der Rufer in der Wüste wird Fredmund Malik nie müde, die Schwurbelsprache und die Scheingewissheiten der von ihm so bezeichneten Management-Irrlehren zu geißeln und auf ihren Nahe-null-Gehalt zu reduzieren. So auch in seinem neuesten Buch, das die überarbeitete und neu zusammengestellte Ausgabe seines vor drei Jahren erschienenen Buchs ist: „Gefährliche Managementwörter. Und warum man sie vermeiden sollte.” Macht nichts, die weitverbreiteten und mangels eigener Denkschulung gern adaptierten Berater-„Weisheiten” kann man gar nicht oft genug diskutieren. Wenn griffige Worthülsen nicht nur für Sprachverwirrung sorgen, sondern Gehirnschmalz ersetzen sollen, kommt es zu naiver Gläubigkeit an die Scheinwirtschaft der New Economy, zum Spuk der Shareholder-Value-Doktrin und nicht zuletzt zum großen Crash nach der rein geldgetriebenen Logik einer verselbständigten Finanzwirtschaft.
Also ist gerade jetzt wieder der richtige Zeitpunkt, um die Sprachwolken einer strengen Revision zu unterziehen. „Die Begriffe, die ich als ‚gefährlich‘ einstufe, dienen vielen Zwecken. Mit ihnen wird Meinung, Politik und Geschäft gemacht, werden …

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"Malik shows how the wrong usage of modern terms can, in extreme cases, even lead to entrepreneurial catastrophe." (Wirtschaft und Markt)

01.07.2010, Personalmagazin Wenn Wörter für Firmen gefährlich werden "Ein lesenswertes Buch."
Professor Dr. Fredmund Malik gilt als einer der führenden Beobachter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen und als konstruktiver Kritiker von Management-Lehre und -Praxis. Antworten und Lösungen für Probleme des General Managements entwickelt Malik anhand systemtheoretischer und kybernetischer Prinzipien, die einen hohen praktischen Gehalt und Nutzen für jede Führungskraftvorweisen.
Seit Jahrzehnten kennt Prof. Dr. Fredmund Malik die Realität als erfolgreicher Unternehmer und Leiter des Malik Management Zentrum St.Gallen. Als Management Educator und Consultant pflegt er den Dialog mit Tausenden von Führungskräften.

Leseprobe zu "Richtig denken - wirksam managen"

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Leseprobe zu "Richtig denken - wirksam managen" von Fredmund Malik

Shareholder (S. 139-141)

Aufgrund massiver Missverständnisse über das Wirtschaften ist eine schwerwiegende Konfusion entstanden. Die Promotions-Maschinerien der Wallstreet-Industrie haben den Investor »erfunden« und der Welt weisgemacht, er sei ein Unternehmer, gar der Prototyp des neuen, modernen Unternehmers. Was früher bestenfalls als Anleger bezeichnet worden wäre, weit häufiger aber als Spekulant, sollte plötzlich als Maßstab und Richtschnur unternehmerischen Handelns gelten. Das ist eine der entscheidenden Ursachen für die Fehlentwicklung der Wirtschaft in den 1990er Jahren, aber auch der jetzigen Krise.

Jeder Unternehmer ist ein Investor! Aber: Ist jeder Investor auch ein Unternehmer? Durch die Entwicklung an den Börsen und auf den Finanzmärkten wird eine wichtige Unterscheidung in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zunehmend verwischt: der Unterschied zwischen dem Unternehmer-Aktionär und dem Investor- Aktionär. Eigentum an einem Unternehmen und Eigentum an Aktien wird zwar durch dasselbe Papier verbrieft, und juristisch mag es keine Unterschiede geben. Wirtschaftlich und gesellschaftlich könnten die Unterschiede aber nicht größer sein.

Man glaubt, eine neue Form des Kapitalismus erfunden zu haben. Die einen beklagen sie, von den meisten wird sie begrüßt. Wie auch immer man dazu stehen mag – bisher wurde erst die Hälfte der Wahrheit beachtet, und nur diese war wichtig. Nun sind wir schon seit längerem damit befasst, auch die zweite Hälfte zur Kenntnis nehmen zu müssen – in Japan ist es schon lange so weit. Die alte Erfahrung aller Großkapitalisten aller Epochen lautet: »If you can’t sell, you have to care … !« Der Investor operiert auf Zeit, er ist an seinen Papieren interessiert, so lange sie sich rentieren. Unternehmerische Tätigkeit hingegen ist prinzipiell auf Dauer angelegt.

Der Investor-Aktionär gibt bei Schwierigkeiten auf – »he sells«. Und wenn er klug ist, legt er seine Investitionen so an, dass er sich möglichst schnell wieder von ihnen trennen kann. Das gelingt ihm zum Beispiel, wenn er sich nur in sehr liquiden Märkten engagiert, wo er auch große Volumen problemlos verkaufen kann. Der Unternehmer- Aktionär reagiert bei Schwierigkeiten ganz anders: Er kämpft – »he cares«. Aus welchen Gründen er das tut, ist zweitrangig, wichtig ist, dass er es tut.

Der eine kämpft, weil er nicht verkaufen kann. Für den anderen stellt sein Unternehmen mehr und etwas anderes als nur eine Geldmaschine dar, es ist sein Lebenswerk und oft das von Generationen. Ein Dritter kämpft vielleicht, weil er nie mehr in die Abhängigkeit eines Arbeitsverhältnisses geraten will. Wie auch immer, er kämpft, nicht weil er ein Held ist, sondern weil ihm gar nichts anderes übrig bleibt. Die Alternative wäre der wirtschaftliche Untergang.

Der Investor ist an einer Ressource interessiert: an Geld, und diese maximiert er. Die unternehmerische Aufgabe ist zwangsläufig auf mehrere Ressourcen gerichtet, sie ist so definiert, nämlich als Kombination von Ressourcen, die möglichst kreativ und möglichst produktiv balanciert werden muss. Der Investor-Aktionär ist nur am finanzwirtschaftlichen Ertrag interessiert. Etwas anderes braucht ihn gar nicht zu beschäftigen, höchstens als Indikator, welche Papiere er kaufen soll.

Dem Unternehmer- Aktionär ist der Finanzertrag nicht gleichgültig. Er aber muss zwangsläufig an der Leistung und Leistungsfähigkeit des Gesamtunternehmens interessiert sein, also an allen leistungserforderlichen Faktoren, auch wenn ihm das nicht immer passt und nicht immer leichtfällt. Er hat keine andere Wahl. Für den Investor ist die Börse unabdingbar. Wenn es sie nicht gäbe, könnte er seine Investorziele nicht verfolgen und schon gar nicht erreichen. Er müsste zum Unternehmer mutieren.

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