Verteilungsfragen haben in der Ökonomie schon immer eine große und
herausragende Rolle gespielt. Schon Adam Smith beschrieb 1776 den
grundsätzlichen Konflikt zwischen Arbeits- und Kapitaleinkommen.
Die Beschäftigten wollen für ihre Arbeit möglichst viel Lohn und
die Unternehmer so wenig wie möglich bezahlen. Auch heute dreht
sich hierum die Auseinandersetzung. Unter globalisierten und
liberalisierten Märkten hat sich der Verteilungskonflikt sogar
nachhaltig verschärft.
Das aktualisierte Buch "Lohn und Gewinn" untersucht
diesen Verteilungskonflikt sowohl im theoretischen inkl. einer
dogmentheoretischen und historischen Betrachtung als auch im
praktischen tarifpolitischen Duktus. Hierbei werden sowohl volks-
als auch betriebswirtschaftliche Aspekte beleuchtet. Dabei kommen
auch verteilungspolitische Aspekte und Beurteilungen nicht zu
kurz.
Mit hohem praktischen Bezug, d.h. tarifpolitischen Duktus,
untersucht der Autor den Verteilungskonflikt, ohne dabei
theoretische und historischeGrundlagen zu vernachlässigen.
"Viele Ökonomen sehen ihr Fach nahe bei den Naturwissenschaften angesiedelt und ihre Ergebnisse als "wertfrei". Das Lehrbuch von Bontrup macht jedoch unmissverständlich klar: Ökonomie ist eine Sozialwissenschaft, zugrunde liegende Interessen und Werte spielen hinsichtlich der Ergebnisse eine zentrale Rolle." (Norbert Reuter, ver.di Bundesvorstand in WSI-Mitteilungen, 10/2008) "Dieses Werk empfiehlt sich nicht nur für Studierende, ... sondern eignet sich auch als Nachschlagewerk für Führungskräfte der Wirtschaft sowie für Funktionäre von Verbänden und Gewerkschaften." (Dr. Norbert Zdrowomyslaw in Der Betriebswirt, 2008) "Ein lesenswertes Lehrbuch zum Verständnis der aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt." (e-politik.de, 2008)
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup ist Professor im Fachbereich Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Gelsenkirchen.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: Problemaufriß. Die Lohn- und Gewinnfrage bei den klassischen Ökonomen. Lohn und Gewinn aus Sicht der Neoklassik und der Betriebswirtschaftslehre. Zur Makroökonomie des Lohn-Gewinn-Verhältnisses.