Mani - Fermor, Patrick Leigh

Mani

Reisen auf der südlichen Peloponnes

Patrick Leigh Fermor 

Aus d. Engl. v. Manfred Allié u. Gabriele Kempf-Allié
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Mani

PATRICK LEIGH FERMOR wurde 1932 der Schule in Canterbury verwiesen, weil er sich »in ein Mädchen beim Gemüsehändler verguckte«. Während der Aufnahmeprüfung in die Armee hatte er die fabelhafte Idee, nach Konstantinopel zu wandern ... Drei Jahre lang organisierte er als britischer Agent auf Kreta den Widerstand, konnte 1944 den deutschen General Kreipe gefangen nehmen und wurde ein Held. (Verfilmt wurde diese Begebenheit aus Fermors Leben mit Dirk Bogarde in der Hauptrolle. Titel des Spielfilms: Ill Met by Moonlight.) Patrick Leigh Fermor zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Reiseschriftstellern. Er lebt in Griechenland.

Sommer 1952. Als Patrick Leigh Fermor 37jährig über das Taygetos-Gebirge in das bitterschöne Land der Manioten bis an den südlichsten Zipfel des Pelopnnes wandert, ist er bereits in seiner Heimat ein Kultautor.
Gerade in der rauen, vom übrigen Griechenland durch den Taygetos abgeschnittenen Mani wittert er Lebensformen und Bräuche, die direkt aus dem untergegangenen Byzanz oder dem mythischen Altertum zu kommen scheinen. So findet sich in der aus dem Stegreif gesungenen Totenklage, wenn die Sängerin sich die Haare rauft, Andromaches Trauer um Hektor wieder. Auch verfolgt Fermor die durch Not immer wieder zur Auswanderung gezwungenen Manioten bis in die Toskana der Medici oder nach Korsika und entdeckt, dass der Name Kalomeros die wörtliche Übersetzung von Buonaparte ist. War Napoleon am Ende gar ein Maniote?


Produktinformation

  • Verlag: Dörlemann
  • 2011
  • Erfolgsausgabe der Neuübersetzung.
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 479 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 128mm x 46mm
  • Gewicht: 582g
  • ISBN-13: 9783908777731
  • ISBN-10: 3908777739
  • Best.Nr.: 33699433
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 13.07.2011

Durch das unentdeckte Griechenland
Das Buch des jüngst verstorbenen Reiseschriftstellers Patrick Leigh Fermor über die Mani in neuer Übersetzung

Wie unwirtlich das Ziel der Wanderung sein würde, verriet schon der Blick in den Atlas: "Auf der Karte sieht der Südteil der Peloponnes wie ein unförmiger Zahn aus, der eben erst aus dem Gaumen gerissen wurde, und drei Halbinseln zeigen südwärts wie zerklüftete, karieszerfressene Wurzeln." Die berühmten Schauplätze der Antike, die legendären Erinnerungsorte der Menschheit erwarte man hier vergebens, warnt Patrick Leigh Fermor im Vorwort seines 1958 erstmals veröffentlichten, nun neu übertragenen Buches über die Halbinsel Mani.

Sein Bericht sei das Gegenteil eines Reiseführers, sein Streifzug ein Abenteuer in den entlegensten, kaum von Touristen heimgesuchten Landstrichen Griechenlands - "denn dort findet man, wonach ich suche". Jene Berg- und Inselbewohner nämlich, die noch im Einklang sind mit ihrem Lebensraum und ihrer Geschichte. In den zivilisierteren Gegenden wäre ein solches Unternehmen bereits sinnlos: "In den Städten und im zugänglicheren Flachland werden Bereiche des Lebens, …

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

In einer Doppelrezension bespricht Angelika Overath zwei Bücher des britischen Schriftstellers Patrick Leigh Fermor, der - wie sie anmerkt - in Deutschland fast ausschließlich als Sachbuchautor bekannt ist. Aber auch ihn einen "Reiseschriftsteller" zu nennen, ist nach Overath nicht wirklich zutreffend. Vielmehr handele es sich hier um ein "persönliches Sich-Aussetzen", um das Erleben und Beschreiben von Eindrücken großer Intensität.
1.) Patrick Leigh Fermor: "Mani. Reise ins unentdeckte Griechenland"
Nach Overath ist dieses erstmals 1958 erschienene Buch "konkret und subjektiv zugleich, geprägt durch die persönliche Anteilnahme" an diesem Landstrich. Die Mischung zwischen Alltagsbeobachtungen und "kulturhistorischen Abschweifungen, etymologischen und kunstkritischen Studien" und Vermutungen, scheint der Rezensentin überaus zu gefallen. Auch viele Bräuche, die noch aus der Antike stammen, habe Fermor entdeckt und beschrieben und auch Ausflüge in die Geschichte unternommen. Die Rezensentin bescheinigt Fermor, "das besessene Auge des Ethnographen und den Sinn des Historikers für heimliche Traditionen" zu haben, der schon frühzeitig für das Einfache plädiert …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.05.2010

Kahle Hügel, wilde Gerüchte
Als Griechenland noch ein Sehnsuchtsort war: Patrick Leigh Fermors traurig-schöner Reisebericht „Mani“
Ein halbes Jahrhundert ist es her, fast eine Ewigkeit: Als Patrick Leigh Fermor Anfang der fünfziger Jahre durch Griechenland reist, hält eine Frau ihr Kind empor, damit es sich den in einem Bus sitzenden Mann genau anschauen kann. „Es hat noch nie einen Fremden gesehen“, sagt sie entschuldigend, und fügt beschämt hinzu: „Ich auch nicht.“ Griechenland lag damals am Rand der Welt, nicht, wie heute, im Zentrum des Interesses. Und in der Mani, auf einer kleinen Halbinsel im Süden der Peloponnes, wirkten mehr noch als in dem von Fermor „Roumeli“ genannten Nordgriechenland, vormoderne Kräfte fort: Clanstrukturen, Aberglauben, Piraterie sind zumindest in den Aufzeichnungen Fermors, die nun in einer gelungenen Neuübersetzung vorliegen, noch äußerst gegenwärtig.
Zusammen mit seiner Frau und einem engen Freund war der Engländer damals unterwegs. Nicht nur sein freundliches Wesen, auch seine intime Kenntnis der griechischen Sprache, der Geschichte, Sitten und Kultur des Landes, machten ihm das Fortkommen …

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Patrick Leigh Fermor, 1915 geboren, unternahm 1933 als achtzehnjähriger eine legendäre Reise zu Fuß von Rotterdam nach Constantinopel. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Verbindungsoffizier in Griechenland und auf Kreta gegen die deutsche Besatzung. Er reiste in die Karibik, wo sein erster und einziger Roman entstand. In der englischsprachigen Welt als Reiseschriftsteller hochgeachtet, lebt er heute in Griechenland, in einem Haus, das er selbst entworfen und gebaut hat.

Kundenbewertungen zu "Mani" von "Patrick Leigh Fermor"

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Bewertung von Nike aus 82544 Egling am 25.09.2010   ausgezeichnet
Wenn ich nur so schnell und problemlos in die Region der Mani käme, wie das Buch über sie zu mir gelangt ist!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Buch mit Leinen-Einband

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