Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten
  • Blu-ray Disc

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Ihre Romane sind aufregend und romantisch, ihr Leben nicht. Bestsellerautorin Joan führt ein langweiliges Leben. Bis Bandit Ralph ihre Schwester entführt. Die Lösegeldforderung: Eine Schatzkarte, die Joan kurz vorher zugestellt wurde. Kaum in Kolumbien angekommen, interessiert sich auch der korrupt Chef der Geheimpolizei dafür und lockt sie in den Urwald. Dort trifft sie auf den Abenteurer Jack Colton, der ihr seine Hilfe anbietet: gegen Bezahlung. Sie verliebt sich in Jack, mit dem sie ihr diesmal echtes Dschungelabenteuer durchsteht. Zur Hölle mit der Schatzkarte! Dadurch, dass di…mehr

Produktbeschreibung

Ihre Romane sind aufregend und romantisch, ihr Leben nicht. Bestsellerautorin Joan führt ein langweiliges Leben. Bis Bandit Ralph ihre Schwester entführt. Die Lösegeldforderung: Eine Schatzkarte, die Joan kurz vorher zugestellt wurde. Kaum in Kolumbien angekommen, interessiert sich auch der korrupte Chef der Geheimpolizei dafür und lockt sie in den Urwald. Dort trifft sie auf den Abenteurer Jack Colton, der ihr seine Hilfe anbietet: gegen Bezahlung. Sie verliebt sich in Jack, mit dem sie ihr diesmal echtes Dschungelabenteuer durchsteht.

Zur Hölle mit der Schatzkarte! Dadurch, dass die Abenteuer-Schriftstellerin Joan Wilder (Kathleen Turner) den Lageplan des grünen Diamanten besitzt, beginnt für sie das Abenteuer, das alle ihre Romane in den Schatten stellt. Gangster fordern die Karte für das Leben ihrer Schwester. Doch es kommt anders, als man denkt: Joan wird auf dem Flughafen von Bogota entführt, von Gangstern verfolgt, gerät in die Gewalt korrupter Militärs und kann sich nur in die Hände des verwegenen Abenteurers Colton (Michael Douglas) retten. Die Jagd durch den Dschungel beginnt. Durch eine undurchdringliche grüne Hölle, in der Krokodile, Gangster und die Piloten eines Flugzeugwracks lauern. Werden sie den grünen Diamanten finden, oder geschieht erst noch viel, viel mehr?

Bonusmaterial

Featurettes, Entfallene Szenen
  • Produktdetails
  • EAN: 4010232044006
  • Best.Nr.: 24804610
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: BLRAY
  • Erscheinungstermin: 24.10.2008
  • Hersteller: Fox
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch
  • Untertitel: Deutsch, Finnisch, Französisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch
  • Regionalcode: B
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: dts
  • Gesamtlaufzeit: 106 Min.

Rezensionen

Das Verhältnis zwischen dem alten Ehepaar Jack Mabry (Robert De Niro) und Madylyn (Frances Conroy, "Six Feet Under") ist so sehr in Routine erstarrt und so freudlos, dass man kaum einen Unterschied zum Gefängnis feststellen kann, für dessen Insassen Jack als Bewährungshelfer mitentscheiden kann, ob eine vorzeitige Entlassung in Frage kommt. Jacks letzter Bewährungsfall vor der Rente ist Gerald "Stone" Creeson (Edward Norton). Stone hat im Gegensatz zu Jack noch Ziele. Nicht nur, dass der verurteilte Brandstifter so schnell wie möglich wieder frei sein möchte: Er macht sich Gedanken über Vergänglichkeit und Ewigkeit und liest sich durch die Anstaltsbibliothek. Wenn da nur nicht seine Freundin Lucilla (Milla Jovovich) wäre, die sagt, Stone spiele nur ein Spiel. Und wirklich: Als er den Eindruck hat, dass Mabry sich gegen eine vorzeitige Entlassung aussprechen wird, soll Lucilla Jack verführen und gefügig machen. "Stone" ist als Thriller angekündigt. Das ist der Film nicht. "Stone" ist ein in all seiner ruhigen Erzählsprache spannendes Alltagsdrama mit vielen abgründigen Charakteren. (jw)Extras: Trailerauch als Blu-ray
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Besprechung von 30.04.1998
Stoffhasen beim Windhundrennen
"Auf der Jagd": Stuart Bairds Film hetzt erfolglos seinem Vorgänger hinterher

Der Stürmer braucht den Mittelfeldspieler, der Star den Nebendarsteller. Wo das Deutsche mindere Bedeutung nahelegt, spricht das Englische höflich von einem "supporting actor", einem unterstützenden Schauspieler. In der Tat liefern die Nebenrollen in guten Filmen das Anspiel, die Vorlagen für den Protagonisten, ohne die er verloren und ziemlich sinnlos vor dem Tor stünde. In schlechten Filmen hingegen rennen die Nebendarsteller orientierungslos auf dem Spielfeld umher, während der Held seine Balltricks vorführt. Der Film "Auf der Flucht" von Andrew Davis war 1993 durch das perfekte Zusammenspiel der Figuren unangefochten Tabellenführer. Sein Nachfolger "Auf der Jagd" von Stuart Baird spielt nicht einmal in derselben Liga.

In beiden Filmen ist Tommy Lee Jones ein grantiger Polizist, der einen ausgebüxten Häftling jagt. Die Hatz wird mit viel Dynamik, hohem Tempo und atemraubenden Stunts inszeniert. Die Spannung entspringt dem Rhythmus der Verfolgung, die denselben Ort stets zweimal hintereinander zeigt, zunächst mit dem Flüchtling, dann mit seinem Verfolger und dessen Team. Die Abstände werden immer kürzer, das Keuchen des Sträflings immer lauter. Beide Filme leben zusätzlich von dem Reiz, daß die Gegenspieler, der gewitzte Marshal ebenso wie der unschuldige Sträfling, Sympathieträger sind, deren Feindschaft letztlich auf den Intrige unbekannter Dritter beruht.

Neben dem naheliegenden Manko, daß der bekannte Kniff für den Zuschauer kaum Überraschungen bereithält, leidet die Fortsetzung vor allem an ihrer verwischten Rollenverteilung. In Davis' Film trieb Tommy Lee Jones den flüchtenden Harrison Ford und dieser wiederum die Handlung vor sich her. Der Flüchtling agierte, der Marshal und die Kamera stürmten hinterher. Wir erfuhren nichts über die Vergangenheit oder die Familie des Polizisten und vermißten das auch nicht sonderlich, solange er seinen Job erledigte. Das tat er so überzeugend und ohne der tragischen Gestalt des Dr. Richard Kimble die Schau zu stehlen, daß Jones für die Rolle zu Recht den Oscar als bester Nebendarsteller erhielt. Für den neuen Film wurde er zum Hauptdarsteller befördert, während dem Flüchtling Mark Roberts (Wesley Snipes) die wenig ergiebige Rolle des Stoffhasen beim Windhundrennen zufällt.

Durch die Verschiebung des Handlungsimpulses vom Flüchtling auf den Jäger begibt sich der Film in eine inszenatorische Falle, in der er bis zu seinem Ende hilflos dahinvegetiert. Der Logik nach müßte Roberts die Handlung und damit auch das Verhalten seines Verfolgers dominieren, dem Drehbuch nach ist es genau umgekehrt. Dadurch entstehen Unreinheiten im Erzählfluß und in der Plausibilität, die selbst ein Darsteller wie Tommy Lee Jones nicht zu glätten vermag.

In dem Bemühen, aus Marshal Gerard eine konturierte Figur zu machen, hat ihm John Pogues Drehbuch nicht nur einige neue Charakterzüge wie Freundesliebe und Feindeshaß, sondern auch eine Geliebte verpaßt. Doch all diese Ideen bleiben unausgefüllt, tragen nichts zur Handlung bei und verwirren den Zuschauer mehr, als daß sie den Helden charakterisieren. Noch nebulöser bleiben die Wesenszüge seines Gegenspielers. Das Beste an Mark Roberts ist seine Freundin Marie. Aber Irène Jacob, die in Krzysztof Kieslowskis Filmen "Die zwei Leben der Veronika" und "Drei Farben: Rot" die ganze Breite möglicher Frauenrollen durchmaß, wird ähnlich wie Tommy Lee Jones in Bairds Film unentschuldbar verschwendet.

Sehenswert ist das Werk nur in einigen wenigen Action-Szenen, von denen die Prügelei im Getreidesilo eines Frachtschiffes die einprägsamste ist. Die Matrosen beobachten den Faustkampf tief unter ihnen im offenen Laderaum, wie sie auch Hahnenkämpfe oder Frauencatchen bestaunen würden, begeistert von der Gewalt und beruhigt, daß sie dabei nur Zuschauer sind. Nach diesem einfachen Strickmuster funktionieren auch Action-Filme - wenn ihnen sonst nichts einfällt. CHRISTIAN GEINITZ

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