"Wunden, die nie ganz verheilten" - Vinke, Hermann
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"Wunden, die nie ganz verheilten"

Das Dritte Reich in der Erinnerung von Zeitzeugen. Mit e. Vorwort von Max Mannheimer

Hermann Vinke 

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"Wunden, die nie ganz verheilten"

Vergangenheit wird lebendig durch die Berichte von Zeitzeugen. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Autor Hermann Vinke porträtiert in seinem neuen Buch über das Dritte Reich Verfolgte und Ausgegrenzte, KZ-Überlebende, Soldaten, Widerstandskämpfer und Flüchtlinge. In Interviews und Reportagen lässt er sie selbst zu Wort kommen. Die meisten der Lebensgeschichten sind weitgehend unbekannt geblieben. Diese Erinnerungen dürfen niemals ins Vergessen geraten. Denn nur das Wissen um die schrecklichen Verbrechen der jüngeren Geschichte sichert Wachsamkeit. Die Porträts von Zeitzeugen sollen gerade jungen Leuten vermitteln, was Diktatur und Krieg für den einzelnen Menschen bedeuteten.


Produktinformation

  • Verlag: Ravensburger Buchverlag
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 192 S. m. zahlr. farb. Fotos.
  • Seitenzahl: 192
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 247mm x 190mm
  • Gewicht: 762g
  • ISBN-13: 9783473552108
  • ISBN-10: 3473552100
  • Best.Nr.: 27392229
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 08.03.2010

Mahnmal für die Menschenrechte
Hermann Vinkes Dokumentation mit Zeitzeugen des Dritten Reichs
Olympische Spiele waren und sind immer auch eine Werbeveranstaltung für das Gastgeberland. Zuletzt bei den Sommerspielen in China wurde das deutlich, schon die Propagandamaschinerie des Dritten Reiches nutzte die Olympischen Spiele 1936 zu einer Großdemonstration politischer Macht. Die internationale Öffentlichkeit war unwissend oder wollte, wie zum Beispiel Avery Brundage, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der USA, nicht sehen, was wirklich mit den jüdischen Sportlern geschah. Zum Beispiel mit der herausragenden Hochspringerin Gretel Bergmann. Als eine der Zeitzeugen erzählt sie in der neuen historischen Dokumentation von Hermann Vinke   „Wunden, die nie ganz verheilten” von ihrem Ausschluss von den Wettbewerben und wie es ihr dann gelang, ein neues Leben in den USA zu beginnen. Noch einmal wird in diesem Zusammenhang deutlich, wie devot die großen Sport- und Fußballverbände sich dem Regime unterwarfen und wie schnell es einigen Persönlichkeiten, die dafür verantwortlich waren, nach 1949 gelang, wieder in ihre alten Ämter zurückzukehren. Doch nicht …

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Hermann Vinke, geb. 1940, ist u.a. als Autor der Titel "Das Dritte Reich", "Die DDR", "Das kurze Leben der Sophie Scholl" und "Die Bundesrepublik" bestens bekannt und erhielt mehrere Auszeichnungen - darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis. Hermann Vinke arbeitete als Korrespondent in Japan, den USA und der DDR. Von 2000 bis 2006 war er Sonderkorrespondent in Ostmitteleuropa und ist heute als freiberuflicher Journalist und Autor tätig.


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Bewertung von Winfried Stanzick am 29.12.2014   ausgezeichnet
Hermann Vinke, „Wunden, die nie ganz verheilten“, Ravensburger 2010, 190 Seiten, ISBN 978-3-473-55210-8

Ein Geschichtsbuch wolle er nicht ersetzen mit dem vorliegenden Band, in dem „Das Dritte Reich in der Erinnerung von Zeitzeugen“ dokumentiert wird, schreibt Hermann Vinke in seinem Vorwort zu dem für Jugendliche ab 14 Jahre geeigneten Buch „Wunden, die nie ganz verheilten“. Es gehe ihm um wertvolle Erinnerungen „von Zeugen des NS-Schreckensregimes, Erinnerungen, die zu kostbar sind, als dass sie dem Vergessen anheimfallen dürfen.“

Und so hat er, mit vielen Originalbildern illustriert, nicht nur eine gute und für Jugendliche verständliche Einführung in die Entstehung und die Funktionsweise des NS-Regimes gegeben, sondern über die Schilderung und die Porträts von beteiligten Menschen, etwa Hitlers Leibfotograf, einen Eindruck davon vermittelt, wie die Führer-und Rassenideologie die Köpfe und Herzen der Menschen besetzte und so zu Taten brachte, die man für unvorstellbar hielt.

Aber es gab auch andere Menschen, die Geschwister Scholl etwa und Graf Stauffenberg, die ihr Leben verloren im Widerstand gegen Hitlers Regime. Und es kommen viele Überlebenden zu Wort, Menschen, die den Schrecken der Vernichtungslager erlebten, aber auch bisher wenig bekannte Personen, wie etwa Traudl Junge, die als Hitlers Sekretärin arbeitete und bis zu ihrem Tod 2002 in München als freie Journalistin tätig war. Sie sagt:
„Nach den Enthüllungen über die Verbrechen dieses Mannes werde ich bis zu meiner letzten Stunde mit dem Gefühl der Mitschuld leben.“

Von einer ganz anderen Last berichten viele, vor allem jüdische Überlebende der Lager, die ihr ganzes Leben mit der Frage zu kämpfen hatten, wieso gerade sie überlebten. Viele sind daran zerbrochen, andere, wie etwa Max Mannheim, der zu diesem Buch das Vorwort schrieb, war es immerwährender Ansporn aufzuklären.Er schreibt:
„Für mich als Überlebenden hat das Buch etwas Tröstliches. Unsere Erinnerungen, das Zeugnis, das wir ablegen, wird erhalten bleiben. Es lebt weiter und wird – da bin ich ganz zuversichtlich - jüngeren Menschen Anstoß geben zu Mut und Zivilcourage.“

Wenn man den inneren Zustand unserer Gesellschaft anschaut, kommt man zu dem Eindruck, dass dies seit Kriegsende noch nie so nötig war in diesen Zeiten, in denen Menschen niedergetreten werden, nur weil sie anders aussehen, falsch gucken oder für Recht und Ordnung eintreten.

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