Die Sonne im Gesicht - Ellis, Deborah

Deborah Ellis 

Die Sonne im Gesicht

Ein Mädchen in Afghanistan

Übersetzer: Melach, Anna
Broschiertes Buch
 
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Die Sonne im Gesicht

Nur als Junge verkleidet kann Parvana die Herrschaft der Taliban überleben!

Als ihr Vater verhaftet wird, nimmt die elfjährige Parvana seinen Platz auf dem Markt in Kabul ein. Hier hatte er den vielen Analphabeten ihre Post vorgelesen. Wegen der restriktiven Gesetze der Taliban kann sie sich jedoch nur als Junge verkleidet in der öffentlichkeit zeigen. Und begibt sich so in große Gefahr ...

Top-Thematik: Frauen unter dem Taliban-Regime

"Die Sonne im Gesicht" ist ein Buch, das für das Leben in fremden Kulturen sensibilisiert. Ein Buch gegen die Gleichgültigkeit, beantwortet es doch nicht nur Fragen, sondern provoziert auch Gespräche.

TAZ Deborah Ellis integriert in die spannende Rahmenhandlung Fakten über die brutale Gegenwart in Afghanistan. ... Indem sie sich auf das Leben einer Familie, auf das Schicksal eines Mädchens konzentriert, deren Abenteuer schildert und hie und da auch komische Situationen einflicht, macht sie den harten Stoff tauglich für ein Jugendbuch.

SZ, 18. Sept. 2001 Dramatische, temporeiche Geschichte ...FAZ


Produktinformation

  • Verlag: Omnibus Tb Bei Bertelsmann
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 125 S.
  • Seitenzahl: 128
  • Omnibus Taschenbücher Bd.21214
  • Altersempfehlung: ab 11 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 126mm x 15mm
  • Gewicht: 146g
  • ISBN-13: 9783570212141
  • ISBN-10: 3570212149
  • Best.Nr.: 10842181
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.09.2001

Gefangen in den eigenen vier Wänden
Mädchen und Frauen in Afghanistan leben ohne Sonne, ohne Bewegung, ohne Freunde
DEBORAH ELLIS: Die Sonne im Gesicht, Verlag Jungbrunnen, Wien 2001. 126 Seiten, 25,80 Mark.
Auf dem Markt von Kabul gibt es derzeit sehr viele gebrauchte Beinprothesen zu kaufen. Seit die Taliban den Frauen befohlen haben, zu Hause zu bleiben, nehmen viele Ehemänner aus Geldnot ihren Frauen die Prothesen weg und verkaufen sie. „Du gehst ja nicht fort, wozu brauchst du dann ein falsches Bein?”, fragen sie.
Das Mädchen Parvana hat die Möglichkeit, ihr Umfeld zu beobachten und das Angebot auf dem Großen Markt von Kabul zu schildern – noch. Für ihre elf Jahre ist Parvana sehr klein, weshalb sie sich auf den Straßen der afghanischen Hauptstadt in Begleitung ihres Vaters relativ frei bewegen kann, ohne mit unangenehmen Fragen der Taliban-Soldaten konfrontiert zu werden. Außerdem muss sie als kleines Mädchen nur einen Tschador tragen, einen langen Schal, der zwar den Kopf und einen Großteil des Gesichtes bedeckt, aber ihr Blickfeld nicht zu sehr einschränkt. Parvanas Mutter und die große Schwester Nooria hingegen tragen Burkas, …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.12.2001

Der Junge, der ein Mädchen war
Deborah Ellis' spannende Afghanistan-Erzählung

Parvana sieht viel, wenn sie den ganzen Tag auf ihrer Decke am Marktstand ihres Vaters sitzt. Zwar muß sie sich unauffällig verhalten - die Taliban werden schnell böse, wenn sie ein Mädchen in der Öffentlichkeit sehen -, und bequem ist es nicht, stundenlang dort zu kauern. Aber es ist besser als den ganzen Tag im dunklen Zimmer zu hocken wie ihre Mutter und die Geschwister. Mit ihren elf Jahren darf Parvana sich noch halbwegs frei draußen bewegen. Wenn sie nicht gebraucht würde, müßte sie trotzdem zu Hause bleiben. Aber der Vater hat im Krieg ein Bein verloren und die Prothese längst verkauft; er braucht Parvanas Hilfe, um zum Markt zu kommen, wo er Briefe vorliest. In letzter Zeit tauchen auf dem Markt von Kabul immer mehr Prothesen auf. Die Männer nehmen sie ihren Frauen weg - wer nicht ausgehen kann, braucht auch kein falsches Bein, sagen sie. Viel nötiger ist das Geld, das eine Prothese einbringt. So liegen sie auf den Marktständen von Kabul und offenbaren auf makabre Weise das Maß, in dem die Frauen Afghanistans ihre Bewegungsfreiheit verlieren.

Es …

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"Die Sonne im Gesicht" ist ein Buch, das für das Leben in fremden Kulturen sensibilisiert. Ein Buch gegen die Gleichgültigkeit, beantwortet es doch nicht nur Fragen, sondern provoziert auch Gespräche. TAZ

Dramatische, temporeiche Geschichte ...
Deborah Ellis ist Schriftstellerin und Psychotherapeutin in Toronto, wo sie die Organisation "Frauen für Frauen in Afghanistan" gründete. 1999 verbrachte sie viele Monate in afghanischen Flüchtlingslagern in Pakistan und Russland, bevor sie diese Geschichte schrieb. Ellis führte Gespräche mit Frauen und Mädchen und traf die Mutter und die Schwester eines Mädchen, das eine ähnliche Geschichte erlebte wie Parvana, die Protagonistin des Romans. "Die Sonne im Gesicht" ist ihr zweites Kinderbuch. Sämtliche Tantiemen aus dem Buch gehen an afghanische Flüchtlingscamps in Pakistan, wo sie für den Unterricht und die Ausbildung von Mädchen verwendet werden.

Leseprobe zu "Die Sonne im Gesicht" von Deborah Ellis

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Kundenbewertungen zu "Die Sonne im Gesicht" von "Deborah Ellis"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von kriss aus Hamburg am 10.09.2010 ***** ausgezeichnet
In "Die Sonne im Gesicht" beschreibt Deborah Ellis die Geschichte des Mädchens Parvana in Afghanistan, das seine Familie allein ernähren muss, weil der Vater von den Taliban gekidnappt worden ist. Parvana darf nicht in die Schule gehen, weil sie ein Mädchen ist, ihr Vater hat ihr aber das Lesen und Schreiben beigebracht. Als er entführt wird, verkleidet sich Parvana als Junge und versucht, auf dem Markt als Vorleserin und Schreiberin Geld zu verdienen. Und sie ist nicht die einzige, die verkleidet auf dem Markt Geschäfte macht. Doch die Taliban haben ihre Spitzel überall und Parvana schwebt in großer Gefahr...
Das Buch zeigt gut, wie wichtig es ist, dass alle Kinder lesen und schreiben lernen und es ihnen nicht verboten wird, nur weil sie Mädchen und deshalb angeblich "weniger wichtig" sind.
Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und man erfährt viel über Afghanistan, wo immer noch Krieg herrscht. Ich empfehle das Buch ab 12 Jahren.

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Bewertung von Gini.Magieni. aus Bad Berka am 20.07.2010 ***** sehr gut
21. Jahrhundert. Afgahnistan. Die Taliban sind an der Macht, Frauen dürfen die offene Straße nicht betreten und wenn nur in Begleitung eines Mannes. Das sind die Lebensverhältnisse in denen die Geschichte von Parvana spielt. Alles beginnt mit einem schulfreien Tag, doch dann ändert sich alles. Die Taliban nehmen das Gebiet ein in dem sie mit ihrer Familie lebt. Ihr Vater wird festgenommen. Die Mutter ist alleine mit ihr und ihrer kleinen Schwester. Parvana nimmt das Schicksal ihrer Familie in die Hand und wandelt sich zum Jungen um. Kurze Haare, Anziehsachen ihres Vaters. Sie geht auf den Markt um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Außerdem gräbt sie nach Dingen im Sand um auch diese zu verkaufen. Nach einiger Zeit kommt ihr Vater frei, eine Freundin der Familie hilft im Haushalt und erzählt Parvana von einer möglichen Flucht nach Mazar-e Sharif. Ihre Mutter und ihre Schwester sind schon auf dem Weg dorthin, sie ist ebenfalls drauf und dran hinterher zu reisen. Wird sie in Sicherheit kommen?
Diese letzte Frage klärt sich leider erst im nächsten Teil "Allein nach Mazar-e Sharif. Dieses Buch zeigt hauptsächlichen den Mut eines kleines Mädchens, was sich trotz der Gewaltherschaft der Taliban zu behaupten weiß.

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Bewertung von leseratte aus Hamburg am 21.05.2010 ***** ausgezeichnet
In "Die Sonne im Gesicht" geht es um ein afghanisches Mädchen, das nach einem Überfall, bei dem ihr Vater von Taliban entführt wurde, für den Lebensunterhalt der restlichen Familie sorgen muss. Das ist jedoch sehr schwierig, weil sich Frauen in der Öffentlichkeit nicht ohne männliche Begleitung bewegen dürfen. Also bleibt Parvana nichts Anderes übrig, als sich als Junge zu verkleiden. Sie übernimmt alle Aufgaben, die ihr Vater vorher erledigt hat. Zusammen mit einer Schulfreundin, die ebenfalls als Junge verkleidet auf dem Markt Sachen verkauft, versucht Parvana, ihr Leben zu meistern. Und eines Tages kommt der Vater aus der Gefangenschaft frei und nach Hause. Doch er ist sehr krank...
Das Buch ist unglaublich spannend und zeigt einem eine ganz fremde Welt, die man sich aus dem Fernsehen so kaum vorstellen kann. Die Aufgaben, die Parvana alle erledigen muss, sind so zahlreich, dass man sich fragt, wie sie das als Elfjährige bloß schafft. Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne etwas über andere Länder, Menschen und Kulturen lesen wollen und eine spannende Handlung mögen (Alter: ab 13 Jahren). Es gibt noch einen Folgeband, der jedoch nicht mehr so gut ist wie der erste.

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Bewertung von Meike Pantel aus Baden-Württemberg am 04.01.2009 ***** sehr gut
also ich habe das englisch original gelesen, da ich kurz vor dem abi in englisch noch eine buchvorstellung zu leisten habe. mir persönlich hat das buch sehr gefallen, da die hauptperson ein sehr dreidimensionaler charakter ist, in den man sich hineinversetzen kann und mit dem man auch mitfühlt. ich finde man sollte beachten, dass dieses buch ein jugendbuch ist und somit vllt für einige erwachsene zu "unbrutal" oder zu verharmlosend mit der lage in afghanistan umgegangen wird. dieses buch soll jugendliche und kinder ("empfohlen ab 10 jahren ) nicht abschrecken, sondern dazu aufrufen sich mehr über die lage dort zu informieren, was in diesem land passiert. mich hat dieses buch gefesselt und auch angespornt mich mit der situation in diesem land vertraut zu machen und ich kann es nur empfehlen

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Bewertung von Jamila aus Bramsche am 29.11.2008 ***** weniger gut
Also dieses Coverbild machte mir Angst, ich weiß zwar nicht wieso, aber anschauen konnte ich es nicht so.
Das Buch ist nicht so der Renner, zwar wird viel über Afghanistan berichtet und es ist auch immer wieder erschreckend was dort alles verboten ist und wie man dort gezwungen wird zu leben, aber das weiß man auch aus anderen Büchern, wenn man dieses Genre bevorzugt.
Eigentlich geht es nur darum das sich Parvana als Junge verkleiden muss damit ihre Familie überlebt. Der Vater wurde verhaftet, kommt urplötzlich wieder und dann machen sie sich auf der Suche nach dem Rest der Familie die zur Hochzeit der Tochter unterwegs war. Ob sie sie finden steht dort nicht mehr, hätte mich nun allerdings interessiert.
Nunja, eher schlecht als recht!

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Dem Autor für die Bewertung danken
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