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Die Verdächtige
Roman
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Dumont Buchverlag
- 2008
- Ausstattung/Bilder: 2008. 285 S.
- Seitenzahl: 288
- Deutsch
- Abmessung: 213mm x 149mm x 30mm
- Gewicht: 475g
- ISBN-13: 9783832180720
- ISBN-10: 3832180729
- Best.Nr.: 23813362
Leseprobe zu "Die Verdächtige"
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Produktbeschreibung zu "Die Verdächtige"
Kurzbeschreibung
Robert ist 39, sieht aus wie George Clooney und arbeitet beim
Morddezernat. Seine Frau hat er bei einer Verkehrskontrolle
kennengelernt, aber die hat ihn gerade verlassen. Da kommt zu ihm
aufs Kommissariat eine Frau, an der alles seltsam ist, nicht nur
der Kragen ihres Mantels, der ihr wie ein Rhabarberblatt über die
Schultern fällt. Marga Burg will eine Vermisstenanzeige aufgeben.
Sie war mit ihrem Freund Mathias auf der Kirmes, er stieg allein in
die Geisterbahn und kam nicht mehr heraus: "Er war einfach
verschwunden, wie eine Faust verschwindet, wenn man die Hand
öffnet." Robert macht sich zusammen mit seiner forschen
Kollegin Nico auf die Suche. Doch überall begegnet er Marga, die
umso undurchschaubarer wird, je näher er ihr kommt.
Judith Kuckart hat einen bezwingenden Roman geschrieben:
Leichthändig und raffiniert entwirft sie eine Liebesgeschichte als
Krimi, der seine Leser in den Bann schlägt. Dabei ist "Die
Verdächtige" so große Literatur, dass jeder einzelne Satz
Vergnügen bereitet.
Beschreibung
Robert ist 39, sieht aus wie George Clooney und arbeitet beim Morddezernat. Seine Frau hat er bei einer Verkehrskontrolle kennengelernt, aber die hat ihn gerade verlassen. Da kommt zu ihm aufs Kommissariat eine Frau, an der alles seltsam ist, nicht nur der Kragen ihres Mantels, der ihr wie ein Rhabarberblatt über die Schultern fällt. Marga Burg will eine Vermisstenanzeige aufgeben. Sie war mit ihrem Freund Mathias auf der Kirmes, er stieg allein in die Geisterbahn und kam nicht mehr heraus: »Er war einfach verschwunden, wie eine Faust verschwindet, wenn man die Hand öffnet.« Robert macht sich zusammen mit seiner forschen Kollegin Nico auf die Suche. Doch überall begegnet er Marga, die umso undurchschaubarer wird, je näher er ihr kommt.
Judith Kuckart hat einen bezwingenden Roman geschrieben: Leichthändig und raffiniert entwirft sie eine Liebesgeschichte als Krimi, der seine Leser in den Bann schlägt. Dabei ist "Die Verdächtige" so große Literatur, dass jeder einzelne Satz Vergnügen bereitet.
Leseprobe zu "Die Verdächtige" von Judith Kuckart
Sie saß mit dem Rücken zur Tür. Der Kragen eines altmodischen Mantels fiel ihr wie ein riesiges Rhabarberblatt über die Schultern. War sie sechzig? Aus dem Kragen wuchs ein Mädchennacken, und das hochgesteckte Haar war blond, mit einem Ton Asche darin. Die Spange am Hinterkopf schimmerte rosa. War sie jung, siebzehn oder so? Als sie sich zu ihm umdrehte, war sie Ende dreißig. Es war Sonntag. Ob sein Kollege sie schon nach Namen, Wohnort, Alter gefragt hatte, wusste Robert nicht. Er zog seinen Mantel aus. Sie hielt seinem Blick mit einer Reglosigkeit stand, die ihn die Hände in die Jacketttaschen stecken ließ. Ihr einziges Make-up war ein auffälliger Lidstrich in einem Gesicht ohne deutliche Spur von Jahren. Als Kind hatte sie bestimmt genauso alt ausgesehen, und ihm kam sie schön vor. Sie wandte sich wieder dem Kollegen zu.'Der Mann, den ich liebe, ist am Sonntag vor zwei Wochen in der Geisterbahn verschwunden', sagte sie. Sie riss die Augen auf. 'Sie wollen also eine Vermisstenanzeige aufgeben? Das übernimmt jetzt er', und der Kollege zeigte auf Robert. 'Die vom KK 11 haben mehr Verständnis für Angelegenheiten wie Ihre.' Unter dem Satz lag ein zweiter. Der hat Geduld …
28.08.2008
Vom reflexhaften Entkleiden kurz vor dem
Erfrierungstod
In Judith Kuckarts Roman weckt die traumtänzerische Marga im
melancholischen Robert die Sehnsucht nach einem
Neuanfang
"Der Mann, den ich liebe, ist am Sonntag vor zwei Wochen in
der Geisterbahn verschwunden." Mit entwaffnender Naivität
trägt Marga, eine rätselhafte Enddreißigerin, dem
Polizeihauptkommissar Robert ihren Fall vor. Bei dem Mann handelt
es sich um Mathias Böhm, einen Filmausstatter, mit dem Marga eine
flüchtige Affäre verbindet. Das seltsame Auftreten Margas, die in
gewisser Weise wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint, legt aber
einen anderen Verdacht nahe: Hat sich hier nicht jemand auf
gewitzte Weise seiner anstrengenden Geliebten entledigt?
Die Recherchen Roberts bringen zunächst kaum Licht ins Dunkel. Er
besucht die Kirmestruppe, bei der sich Marga für zwei Wochen als
"kalte Hand" in der Geisterbahn verdingt hatte, sucht die
verlassene Wohnung von Mathias Böhm auf und lernt Margas geistig
zurückgebliebenen Bruder Andreas kennen, mit dem sie in einer Art
Geschwisterehe seit dem frühen Tod der Eltern zusammenlebt. Vor
allem aber übt Marga, die von kaum …
22.09.2008
Zu langsam für das Glück
In „Die Verdächtige” erzählt Judith Kuckart im Gewand eines Kriminalromans von der Liebe
Nicht ganz von dieser Welt ist die Frau, die am Anfang des neuen Romans von Judith Kuckart eine Vermisstenanzeige aufgibt. „Der Mann, den ich liebe, ist am Sonntag vor zwei Wochen in der Geisterbahn verschwunden”, sagt die seltsam altmodisch wirkende Erscheinung mit aufgerissenen Augen. Sie trägt einen Mantel, dessen Kragen „wie ein riesiges Rhabarberblatt” über ihre Schultern fällt. Marga Burg ist Ende dreißig. Sicher hat sie als Kind schon genauso ausgesehen, denkt sich Robert, der Kriminalhauptkommissar, dem der Kollege augenzwinkernd den Fall zuspielt. Ihm ist es recht, auch wenn er sofort merkt, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmt. Sie gefällt ihm, ihre melancholische Unbeholfenheit spricht ihn an, zumal er gerade von seiner Ehefrau verlassen wurde, deren Geruch er jede Nacht in der Nase hat, weil er es nicht über sich bringt, ihr Bettzeug abzuziehen. Noch hofft er Nacht für Nacht, sie läge neben ihm, „wenn auch abgewandt, um selbst im Schlaf ihren Unmut über die Beziehung auszudrücken”.
Mit einem …
28.08.2008
Nicht frei von Schwächen, aber dennoch lohnenswert findet Rezensent
Thomas Meissner den Roman von Judith Kuckart, in dem ein
melancholischer Kommissar auf der Spur eines Verschwundenen einer
geheimnisvollen Frau namens Marga begegnet. Nur
"vordergründig" handelt es sich hierbei um einen Krimi,
weiß der Rezensent, im Grunde interessiere sich die Autorin für
Zwischenmenschliches, Undurchdringliches und Magisches. Dieser
Anspruch werde ihr jedoch zum Verhängnis: Um den kriminalistischen
Plot am Laufen zu halten, opfere Kuckart die anfänglich zelebrierte
Unklarheit. Was der Roman in Sachen Suspense im zweiten Teil des
Buches gewinne, verliere er daher an "poetischer
Suggestivkraft". Der Rezensent bedauert die
"genretypische" und eher simple Auflösung des anfangs so
wunderbar rätselhaften Falles. Dennoch böte der
"labyrinthische" Roman einige äußert eindringliche
Passagen, die Meissner sogar über den relativ
"dümmlichen" Titel "Die Verdächtige" hinweg
trösten.
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Der Verlag tarnt einen literarischen Krimi als Schund: "Robert sieht aus wie George Clooney und arbeitet im Morddezernat." Von Gala-Lesern abgesehen, dürfte dieser Satz auf dem Buchrücken so ziemlich jeden abschrecken. Autorin Judith Kuckart tarnt eine Liebesgeschichte als Krimi: Jener Kommissar wird von einer seltsamen Frau aufgesucht, die behauptet, ihr Freund sei in die Geisterbahn gestiegen, dort aber nicht mehr rausgekommen und seitdem verschwunden. Natürlich erliegt Kuckarts Held der erotischen Ausstrahlung dieser mysteriösen Frau, und natürlich wurde der Kommissar kurz zuvor von seiner Frau verlassen, die er immer noch liebt. Immer wieder greift die mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete Autorin Krimiklischees auf, und von Zeit zu Zeit scheint ihr auch plötzlich einzufallen, dass sie das Tempo erhöhen muss - schließlich geht es in dem Genre ja um Spannung! Doch grandios ist "Die Verdächtige" vor allem im Stillstand, wenn Kuckart tiefenscharfe Psychogramme zeichnet und mit ungewöhnlichen Bildern die Gefühlslagen ihrer Hauptfiguren illustriert. Nebenbei gelingt ihr auch noch ein überraschender Showdown, bei dem der Fall zwar geklärt, aber eine andere Frage aufgeworfen wird: War das Krimilabel vielleicht doch kein Fake? (cs)
Rezension
"Eine literarische Gruseltour (...) ein höchst kunstvolles Labyrinth aus Angst und ganz besonders schönen Sätzen (...) Judith Kuckart veranstaltet mit den Mitteln des Kriminalromans ein ganz großes Illusionstheater. Sie bedient sich des Genres mit Eleganz und Meisterschaft." DIE WELT "Judith Kuckart lässt es sich nicht nehmen, die großen Pathos-Themen der Literatur am Leben zu erhalten. ... Sie kann Sätze schreiben, die durch Mark und Bein fahren. Was am meisten für diesen Roman einnimmt, ist sein zärtlicher Blick. SZ "Ein poetisches Buch über die Grenzen von Wirklichkeit und die Frage, wann aus einer Erfindung eine Lüge wird." KULTURSPIEGEL "Ein leises Buch (...) über Liebesbedürftigkeit, Scheu und Scham." BRIGITTE extra zur Messe Ein hinreissender Roman von zwei todtraurigen Glückskindern. Judith Kuckarts Roman ist eine vollendete Studie über die Melancholie des Verlassenen, die langen Schatten einer einsamen Kindheit, die Angststarre im Leben und die magische Anziehungskraft ,
Rezensionen und Kritik
"Eine literarische Gruseltour (...) ein höchst kunstvolles Labyrinth aus Angst und ganz besonders schönen Sätzen (...) Judith Kuckart veranstaltet mit den Mitteln des Kriminalromans ein ganz großes Illusionstheater. Sie bedient sich des Genres mit Eleganz und Meisterschaft." DIE WELT "Judith Kuckart lässt es sich nicht nehmen, die großen Pathos-Themen der Literatur am Leben zu erhalten. ... Sie kann Sätze schreiben, die durch Mark und Bein fahren. Was am meisten für diesen Roman einnimmt, ist sein zärtlicher Blick. SZ "Ein poetisches Buch über die Grenzen von Wirklichkeit und die Frage, wann aus einer Erfindung eine Lüge wird." KULTURSPIEGEL "Ein leises Buch (...) über Liebesbedürftigkeit, Scheu und Scham." BRIGITTE extra zur Messe Ein hinreissender Roman von zwei todtraurigen Glückskindern. Judith Kuckarts Roman ist eine vollendete Studie über die Melancholie des Verlassenen, die langen Schatten einer einsamen Kindheit, die Angststarre im Leben und die magische Anziehungskraft , die von solchen verlorenen und innerlich gebeugten Menschen ausgeht. NZZ Mit Die Verdächtige
Rezensionen und Kritik
"Eine literarische Gruseltour (...) ein höchst kunstvolles Labyrinth aus Angst und ganz besonders schönen Sätzen (...) Judith Kuckart veranstaltet mit den Mitteln des Kriminalromans ein ganz großes Illusionstheater. Sie bedient sich des Genres mit Eleganz und Meisterschaft." DIE WELT "Judith Kuckart lässt es sich nicht nehmen, die großen Pathos-Themen der Literatur am Leben zu erhalten. ... Sie kann Sätze schreiben, die durch Mark und Bein fahren. ... Was am meisten für diesen Roman einnimmt, ist sein zärtlicher Blick." SZ "Ein poetisches Buch über die Grenzen von Wirklichkeit und die Frage, wann aus einer Erfindung eine Lüge wird." KULTURSPIEGEL "Ein leises Buch (...) über Liebesbedürftigkeit, Scheu und Scham." BRIGITTE extra zur Messe "Ein hinreissender Roman von zwei todtraurigen Glückskindern. Judith Kuckarts Roman ist eine vollendete Studie über die Melancholie des Verlassenen, die langen Schatten einer einsamen Kindheit, die Angststarre im Leben und die magische Anziehungskraft , die von solchen verlorenen und innerlich gebeugten Menschen ausgeht." NZZ "Mit >Die Verdächtige< ist der Autorin etwas Besonderes geglückt: die Geschichte einer total gewordenen …
Autorenporträt zu "Judith Kuckart"
Judith Kuckart, geboren 1959 in Schwelm (Westfalen), lebt nach dem
Studium der Literatur- und Theaterwissenschaften und einer
Tanzausbildung als Autorin, Dramatikerin und Regisseurin in Zürich
und Berlin.
Neben einigen Theaterstücken erschienen von ihr mehrere Romane.
Judith Kuckart wurde u. a. mit dem "Rauriser
Literaturpreis", dem "Stipendium der Villa Massimo"
in Rom und 2009 mit dem "Literaturpreis Ruhr"
ausgezeichnet.
Mehr von
10 Marktplatz-Angebote für "Die Verdächtige" ab EUR 1,50
| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| wie neu | 1,50 | 2,00 | Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung | Projekt ABBA | 99,9% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 2,50 | 2,00 | Banküberweisung | hoerbar-lesbar | 100,0% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 5,50 | 2,00 | Banküberweisung | Sodi | 100,0% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 5,90 | 2,20 | Banküberweisung | mbeckerbn | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 7,00 | 1,10 | Banküberweisung | büchersammelsur ium | 100,0% | ansehen |
| wie neu | 7,30 | 1,10 | Banküberweisung | Handelsagentur Antiquitäten und Antiquar | 99,7% | ansehen |
| leichte Gebrauchsspuren | 8,00 | 1,40 | Banküberweisung | gute_buecher | 100,0% | ansehen |
| Sehr guter Zustand, Umschlag: Sehr guter | 8,99 | 2,00 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) | Buchspeicher.de | 99,7% | ansehen |
| 9,00 | 1,90 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung | Antiquariat Wolfgang Rüger | 99,8% | ansehen | |
| leichte Gebrauchsspuren | 9,95 | 2,50 | offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung | ARVELLE Buch- und Medienversand e.K. | 99,7% | ansehen |


































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