Julians Bruder - Kordon, Klaus

Klaus Kordon 

Julians Bruder

Roman. Ausgezeichnet mit dem Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser (Literaturhaus Wien) 2005 und dem ver.di Literaturpreis, Kategorie Kinder- und Jugendbuch 2006

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Produktbeschreibung zu Julians Bruder

Die Geschichte einer großen Freundschaft und ein ergreifendes Zeitpanorama, das ein dunkles und zugleichwenig bekanntes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte beleuchtet. Paul und Julian wachsen im Berlin der 30er Jahre wie Brüder auf. Den Nationalsozialismus überlebt Julian in Verstecken: Er ist Jude. Nach dem Krieg könnte für die beiden ein neues Leben beginnen, doch schon nach wenigen Tagen Frieden werden sie verhaftet und kommen in ein sowjetisches Internierungslager - das ehemalige KZ Buchenwald. Paul und Julian wachsen im Berlin der 30er Jahre wie Brüder auf. Den Nationalsozialismus überlebt Julian in Verstecken: Er ist Jude. Nach dem Krieg könnte für die beiden ein neues Leben beginnen, doch schon nach wenigen Tagen Frieden werden sie verhaftet und kommen in ein sowjetisches Internierungslager - das ehemalige KZ Buchenwald.

Produktinformation


  • Verlag: Beltz
  • 2006
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 623 S.
  • Seitenzahl: 640
  • Gulliver Taschenbücher Bd.1004
  • Best.Nr. des Verlages: 74004
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 125mm x 41mm
  • Gewicht: 625g
  • ISBN-13: 9783407740045
  • ISBN-10: 3407740042
  • Best.Nr.: 20840167
"Kaum einer erzählt Kindern und Jugendlichen deutsche Geschichte so gut wie Klaus Kordon - und Erwachsenen übrigens auch." (Brigitte)
"Die Gefühle und Wahrnehmungen, die Menschen und Situationen so spannend und klar, farbig und ungeschönt in Worte zu fassen, dass man es liest, als wäre man dabei, mit allen Konflikten, unversöhnlichen Gegensätzen, mit Widersprüchen und Brüchen, mit Witz und Tragik - das versteht kein Autor so gut wie Klaus Kordon." (Literaturblatt)

" Kordon ist es gelungen, einen wichtigen, vielen nicht bekannten Teil deutscher Geschichte überzeugend, für jugendliche Leser (und Erwachsene!) verständlich aufzuarbeiten und gleichzeitig mit einer bewegenden Geschichte über eine innige Freundschaft und eine große Liebe zu verbinden." Main Echo »Kaum einer erzählt Kindern und Jugendlichen deutsche Geschichte so gut wie Klaus Kordon - und Erwachsenen übrigens auch.« Brigitte »Die Gefühle und Wahrnehmungen, die Menschen und Situationen so spannend und klar, farbig und ungeschönt in Worte zu fassen, dass man es liest, als wäre man dabei, mit allen Konflikten, unversöhnlichen Gegensätzen, mit Widersprüchen und Brüchen, mit Witz und Tragik - das versteht kein Autor so gut wie Klaus Kordon.« Literaturblatt »Keine leichte Kost, aber mitreißend und ungeheuer bewegend ... Ein hervorragend recherchierter Roman - nicht nur für Jugendliche!« Brigitte Buch extra »Ein großartiges Jugendbuch.« Die Welt »Ein einfühlsam und packend geschriebenes Jugendbuch.« tachles. Das jüdische Wochenmagazin, Schweiz »Ein informatives Geschichtsbuch ebenso wie ein zwar trauriger und aufwühlender, aber vor allem auch spannender …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.03.2005

Freundschaft für immer
Überlebenskampf - am Beispiel von zwei Berliner Jungen
In seinem Buch stellt Klaus Kordon die Frage, die in allen Diskussionen über die NS-Zeit und den Krieg im Vordergrund steht: die nach Schuld und Sühne. Welche Verantwortung trug der Einzelne an den Verbrechen, gibt es so etwas wie eine deutsche Kollektivschuld, die etwa die Brutalität der russischen Armee am Ende des Krieges rechtfertigte?
Das Schicksal zweier Berliner Jungen, des Juden Julian und seines Freundes Paul, wird in drei großen Kapiteln aufgerollt: die Kindheit während der NS-Zeit; das Überleben während des Krieges, in dem Julian in Berlin untertaucht und Paul zum HJ-Löschkommando und später als Flakhelfer eingezogen wird; und im letzten Teil die Gefangennahme der jungen Männer als angebliche Werwölfe durch die russischen Besatzer und ihre Lagerhaft in Buchenwald.
Das tragende Motiv ist die Freundschaft der beiden, die in einem Berliner Mietshaus aufwachsen und erst, als die NS-Propaganda Einzug in die Schulen hält, merken, dass ihre Beziehung etwas Besonderes und sehr gefährdet ist. Die Rassengesetze und der Terror gegen die Juden verändern das gesamte …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.10.2004

Durch die Welt geschubst
Vor dem Krieg und danach: "Julians Bruder" von Klaus Kordon

Jede Jugend ist doch irgendwie schön", sagte Klaus Kordon einmal, die eigene, mit dem frühen Verlust der Eltern und dem Aufwachsen in Kinderheimen nicht eben leichte, durchaus in Erinnerung. Momente später fügte er hinzu: "Fast jede." Die Kindheit von Julian und Paul, den Hauptfiguren seines neuen Romans, ist zwischen Äpfelklau und Schlittenfahrt, Autorennen auf den Rinnsteinen der Berliner Jablonskistraße, Fußball und Kino lange schön, doch sie endet jäh, als die nationalsozialistische Gesinnung, die "braune Kacke", sich schnell in zahlreichen Köpfen ausbreitet.

Was dem folgt, davon hat man, wenn auch in einem Jugendbuch nicht in dieser schmerzenden Plastizität, auch schon an anderer Stelle gelesen: von den Mordkommandos der Wehrmacht, den Todesfabriken der Konzentrationslager, von Hinrichtungsgruben und zerfetzten Körpern, von brutaler Folter und ekelhaftem Leichengeruch, von donnernden Bombenangriffen und tausendfachem Tod. Aber auch von Widerstand, Mut und Menschlichkeit. Kordon, ein im besten Sinne politischer Autor, wird nicht müde, der …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Roswitha Budeus-Budde ist von diesem Roman über zwei Berliner Jungen, die NS-Herrschaft, Krieg und russische Gefangenschaft zusammen erleben, beeindruckt und gefesselt. Klaus Kordon geht es in seinem Buch um Fragen nach einer individuellen beziehungsweise kollektiven Schuld und nach Verantwortung, wobei er in drei großen Kapiteln das Schicksal des Juden Julian und seines Freundes Paul erzählt, erklärt die Rezensentin. Der Autor schildert neben seinen beiden Hauptfiguren das gesellschaftliche und familiäre Umfeld der Jungen und obwohl die Personen als "typisch" vorgestellt werden, verlieren sie durch "Dialoge und die fesselnde Handlungsführung" dennoch nicht an Lebendigkeit, lobt Budeus-Budde. Auch ist ihr positiv aufgefallen, wie "spannend" Kordon aus der Perspektive der beiden Jungen zu berichten weiß. Ohne die Leser zu "schonen" erzählt der Autor wie Julians Eltern an den Visumsbestimmungen europäischer und amerikanischer Staaten scheitern, weshalb es ihnen nicht rechtszeitig gelingt, Deutschland zu verlassen. Er schildert "minutiös" den Krieg in Berlin und stellt dem Bombenkrieg der Alliierten das Vorgehen der Wehrmacht im Russlandfeldzug gegenüber, konstatiert die Rezensentin. Kordon "rechnet" die Opfer des Krieges nicht "gegeneinander auf" sondern "bekennt" sich mit seinem Roman "beispielhaft zur Humanität", so die Rezensentin eingenommen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Ein erschütternder Roman über ein Kapitel der Geschichte, das nur selten beleuchtet wird: Die grausame Wut der Siegermächte, eine Wut, die nicht mehr differenziert zwischen schuldig und unschuldig. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre für den Geschichtsunterricht werden."
Manuela Meyer, Sonntagsblitz 19.10.2008
Klaus Kordon, geb. 1943 in Berlin, war Transport- und Lagerarbeiter. Er studierte Volkswirtschaft und unternahm als Exportkaufmann Reisen nach Afrika und Asien, insbesondere nach Indien. Klaus Kordon ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt heute als freischaffender Schriftsteller in Berlin. Zahlreiche seiner Veröffentlichungen wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Für sein Gesamtwerk erhielt er den Alex-Wedding-Preis der Akademie der Künste zu Berlin und Brandenburg.

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Kundenbewertungen zu "Julians Bruder" von "Klaus Kordon"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 3 Bewertungen)

Bewertung von Katharina aus Hannover am 16.07.2010 ***** ausgezeichnet
Julian und Paul wachsen wie Brüder auf. Sie wohnen in Berlin in den 20er Jahren. Jedoch sind Julians Eltern Juden. Schon vor dem Krieg hat es Julian nicht leicht, da sein rechtsextremistischer Lehrer auf ihm rumhackt. Schließlich muss Julian auf eine jüdische Schule, die sehr weit weg ist. Er bekommt immer weniger Rechte und wie viele Juden taucht Julian unter. Paul und seine Schwester Bille kümmern sich auch um ihn. Schließlich muss Paul auch untertauchen, da er nicht in den Krieg möchte. Endlich ist der Krieg vorbei und sie können wieder zu Pauls Eltern. Als sie Bille vor zwei Soldaten verteidigen, werden sie in ein Lager gebracht. Jahre später kommt Paul wieder frei, jedoch ist Julian gestorben.
Die Geschichte einer innigen Freundschaft in einer schweren Zeit ist ein ergreifender Nachkriegsroman. Das Buch ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen, da man viel über diese Zeit erfährt und es doch keine einfache Auflistung von Geschehnissen ist.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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Bewertung von M. Bhrens aus Cuxhaven am 11.06.2008 ***** ausgezeichnet
Bevor ich dieses Buch gelesen habe, sagte mir der Name Klaus Kordon rein gar nichts. Doch nun muss ich sagen, dass der Autor ohne Zweifel mit zu den Besten zählt. Er beschreibt dieses dunkle Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte so plausibel und detailliert, dass der Leser das Gefühl hat, dabeigewesen zu sein. Außerdem berührt einen die tiefe, enge Freundschaft zwischen dem Judenjungen Julian und dem Nichtjuden Paul, die im Laufe der Kriegsjahre und danach auf eine harte Belastungsprobe gestellt wurde. Dabei wird Klaus Kordon niemals ausfallend oder lässt in seinem Schreibstil erkennen, dass er für eine bestimmte Seite Partei ergreift. Er verhält sich neutral und beschreibt lediglich, was sich in den Kriegswirren abspielte und wie Menschen damit fertig werden mussten. Doch das macht er so spannend, dass ich Nächte damit verbracht habe, dieses Buch durchzulesen. Ein Meisterwerk deutscher Geschichte.

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Bewertung von G.Brennecke aus Berlin am 02.11.2006 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist sehr "brutal" geschrieben. Obwohl ich aus Fachliteratur diese Dinge glauben kann. Für einen Leser zwischen 1960 bis 1990 geboren ist das Geschriebene sehr schwer nachzuvollziehen. Trotzdem ist meine Bewertung für dieses Buch ausgezeichnet .

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Julians Bruder

Julians Bruder - Kordon, Klaus

Roman. Ausgezeichnet mit dem Jugendbuchpreis der Jury der jungen Leser (Literaturhaus Wien) 2005 und dem ver.di Literaturpreis, Kategorie Kinder- und Jugendbuch 2006

  • Einband: Kartoniert/Broschiert
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Produktinformation
  • Verlag: Beltz
  • 2006
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 623 S.
  • Seitenzahl: 640
  • Gulliver Taschenbücher Bd.1004
  • Best.Nr. des Verlages: 74004
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 125mm x 41mm
  • Gewicht: 625g
  • ISBN-13: 9783407740045
  • ISBN-10: 3407740042
  • Best.Nr.: 20840167

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Beschreibung

Die Geschichte einer großen Freundschaft und ein ergreifendes Zeitpanorama, das ein dunkles und zugleichwenig bekanntes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte beleuchtet. Paul und Julian wachsen im Berlin der 30er Jahre wie Brüder auf. Den Nationalsozialismus überlebt Julian in Verstecken: Er ist Jude. Nach dem Krieg könnte für die beiden ein neues Leben beginnen, doch schon nach wenigen Tagen Frieden werden sie verhaftet und kommen in ein sowjetisches Internierungslager - das ehemalige KZ Buchenwald. Paul und Julian wachsen im Berlin der 30er Jahre wie Brüder auf. Den Nationalsozialismus überlebt Julian in Verstecken: Er ist Jude. Nach dem Krieg könnte für die beiden ein neues Leben beginnen, doch schon nach wenigen Tagen Frieden werden sie verhaftet und kommen in ein sowjetisches Internierungslager - das ehemalige KZ Buchenwald.

06.10.2004

Durch die Welt geschubst
Vor dem Krieg und danach: "Julians Bruder" von Klaus Kordon

Jede Jugend ist doch irgendwie schön", sagte Klaus Kordon einmal, die eigene, mit dem frühen Verlust der Eltern und dem Aufwachsen in Kinderheimen nicht eben leichte, durchaus in Erinnerung. Momente später fügte er hinzu: "Fast jede." Die Kindheit von Julian und Paul, den Hauptfiguren seines neuen Romans, ist zwischen Äpfelklau und Schlittenfahrt, Autorennen auf den Rinnsteinen der Berliner Jablonskistraße, Fußball und Kino lange schön, doch sie endet jäh, als die nationalsozialistische Gesinnung, die "braune Kacke", sich schnell in zahlreichen Köpfen ausbreitet.

Was dem folgt, davon hat man, wenn auch in einem Jugendbuch nicht in dieser schmerzenden Plastizität, auch schon an anderer Stelle gelesen: von den Mordkommandos der Wehrmacht, den Todesfabriken der Konzentrationslager, von Hinrichtungsgruben und zerfetzten Körpern, von brutaler Folter und ekelhaftem Leichengeruch, von donnernden Bombenangriffen und tausendfachem Tod. Aber auch von Widerstand, Mut und Menschlichkeit. Kordon, ein im besten Sinne politischer Autor, wird nicht müde, der …

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21.03.2005

Freundschaft für immer
Überlebenskampf - am Beispiel von zwei Berliner Jungen
In seinem Buch stellt Klaus Kordon die Frage, die in allen Diskussionen über die NS-Zeit und den Krieg im Vordergrund steht: die nach Schuld und Sühne. Welche Verantwortung trug der Einzelne an den Verbrechen, gibt es so etwas wie eine deutsche Kollektivschuld, die etwa die Brutalität der russischen Armee am Ende des Krieges rechtfertigte?
Das Schicksal zweier Berliner Jungen, des Juden Julian und seines Freundes Paul, wird in drei großen Kapiteln aufgerollt: die Kindheit während der NS-Zeit; das Überleben während des Krieges, in dem Julian in Berlin untertaucht und Paul zum HJ-Löschkommando und später als Flakhelfer eingezogen wird; und im letzten Teil die Gefangennahme der jungen Männer als angebliche Werwölfe durch die russischen Besatzer und ihre Lagerhaft in Buchenwald.
Das tragende Motiv ist die Freundschaft der beiden, die in einem Berliner Mietshaus aufwachsen und erst, als die NS-Propaganda Einzug in die Schulen hält, merken, dass ihre Beziehung etwas Besonderes und sehr gefährdet ist. Die Rassengesetze und der Terror gegen die Juden verändern …

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Kundenbewertungen zu "Julians Bruder" von "Klaus Kordon"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 3 Bewertungen):
5 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen *****
ausgezeichnet
Bewertung von Katharina aus Hannover am 16.07.2010
*****
ausgezeichnet
Julian und Paul wachsen wie Brüder auf. Sie wohnen in Berlin in den 20er Jahren. Jedoch sind Julians Eltern Juden. Schon vor dem Krieg hat es Julian nicht leicht, da sein rechtsextremistischer Lehrer auf ihm rumhackt. Schließlich muss Julian auf eine jüdische Schule, die sehr weit weg ist. Er bekommt immer weniger Rechte und wie viele Juden taucht Julian unter. Paul und seine Schwester Bille kümmern sich auch um ihn. Schließlich muss Paul auch untertauchen, da er nicht in den Krieg möchte. Endlich ist der Krieg vorbei und sie können wieder zu Pauls Eltern. Als sie Bille vor zwei Soldaten verteidigen, werden sie in ein Lager gebracht. Jahre später kommt Paul wieder frei, jedoch ist Julian gestorben.
Die Geschichte einer innigen Freundschaft in einer schweren Zeit ist ein ergreifender Nachkriegsroman. Das Buch ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen, da man viel über diese Zeit erfährt und es doch keine einfache Auflistung von Geschehnissen ist.
Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch
War diese Bewertung für Sie hilfreich? JANEIN
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Bewertung von M. Bhrens aus Cuxhaven am 11.06.2008
*****
ausgezeichnet
Bevor ich dieses Buch gelesen habe, sagte mir der Name Klaus Kordon rein gar nichts. Doch nun muss ich sagen, dass der Autor ohne Zweifel mit zu den Besten zählt. Er beschreibt dieses dunkle Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte so plausibel und detailliert, dass der Leser das Gefühl hat, dabeigewesen zu sein. Außerdem berührt einen die tiefe, enge Freundschaft zwischen dem Judenjungen Julian und dem Nichtjuden Paul, die im Laufe der Kriegsjahre und danach auf eine harte Belastungsprobe gestellt wurde. Dabei wird Klaus Kordon niemals ausfallend oder lässt in seinem Schreibstil erkennen, dass er für eine bestimmte Seite Partei ergreift. Er verhält sich neutral und beschreibt lediglich, was sich in den Kriegswirren abspielte und wie Menschen damit fertig werden mussten. Doch das macht er so spannend, dass ich Nächte damit verbracht habe, dieses Buch durchzulesen. Ein Meisterwerk deutscher Geschichte.
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2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von G.Brennecke aus Berlin am 02.11.2006
*****
ausgezeichnet
Das Buch ist sehr "brutal" geschrieben. Obwohl ich aus Fachliteratur diese Dinge glauben kann. Für einen Leser zwischen 1960 bis 1990 geboren ist das Geschriebene sehr schwer nachzuvollziehen. Trotzdem ist meine Bewertung für dieses Buch ausgezeichnet .
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Perlentaucher-Notiz zur SDZ-Rezension

21.03.2005

Roswitha Budeus-Budde ist von diesem Roman über zwei Berliner Jungen, die NS-Herrschaft, Krieg und russische Gefangenschaft zusammen erleben, beeindruckt und gefesselt. Klaus Kordon geht es in seinem Buch um Fragen nach einer individuellen beziehungsweise kollektiven Schuld und nach Verantwortung, wobei er in drei großen Kapiteln das Schicksal des Juden Julian und seines Freundes Paul erzählt, erklärt die Rezensentin. Der Autor schildert neben seinen beiden Hauptfiguren das gesellschaftliche und familiäre Umfeld der Jungen und obwohl die Personen als "typisch" vorgestellt werden, verlieren sie durch "Dialoge und die fesselnde Handlungsführung" dennoch nicht an Lebendigkeit, lobt Budeus-Budde. Auch ist ihr positiv aufgefallen, wie "spannend" Kordon aus der Perspektive der beiden Jungen zu berichten weiß. Ohne die Leser zu "schonen" erzählt der Autor wie Julians Eltern an den Visumsbestimmungen europäischer und amerikanischer Staaten scheitern, weshalb es ihnen nicht rechtszeitig gelingt, Deutschland zu verlassen. Er schildert "minutiös" den Krieg in Berlin und stellt dem Bombenkrieg der Alliierten das Vorgehen der Wehrmacht im Russlandfeldzug gegenüber, konstatiert die Rezensentin. Kordon "rechnet" die Opfer des Krieges nicht "gegeneinander auf" sondern "bekennt" sich mit seinem Roman "beispielhaft zur Humanität", so die Rezensentin eingenommen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Rezension

"Kaum einer erzählt Kindern und Jugendlichen deutsche Geschichte so gut wie Klaus Kordon - und Erwachsenen übrigens auch." (Brigitte)
"Die Gefühle und Wahrnehmungen, die Menschen und Situationen so spannend und klar, farbig und ungeschönt in Worte zu fassen, dass man es liest, als wäre man dabei, mit allen Konflikten, unversöhnlichen Gegensätzen, mit Widersprüchen und Brüchen, mit Witz und Tragik - das versteht kein Autor so gut wie Klaus Kordon." (Literaturblatt)

Rezensionen und Kritik

" Kordon ist es gelungen, einen wichtigen, vielen nicht bekannten Teil deutscher Geschichte überzeugend, für jugendliche Leser (und Erwachsene!) verständlich aufzuarbeiten und gleichzeitig mit einer bewegenden Geschichte über eine innige Freundschaft und eine große Liebe zu verbinden." Main Echo »Kaum einer erzählt Kindern und Jugendlichen deutsche Geschichte so gut wie Klaus Kordon - und Erwachsenen übrigens auch.« Brigitte »Die Gefühle und Wahrnehmungen, die Menschen und Situationen so spannend und klar, farbig und ungeschönt in Worte zu fassen, dass man es liest, als wäre man dabei, mit allen Konflikten, unversöhnlichen Gegensätzen, mit Widersprüchen und Brüchen, mit Witz und Tragik - das versteht kein Autor so gut wie Klaus Kordon.« Literaturblatt »Keine leichte Kost, aber mitreißend und ungeheuer bewegend ... Ein hervorragend recherchierter Roman - nicht nur für Jugendliche!« Brigitte Buch extra »Ein großartiges Jugendbuch.« Die Welt »Ein einfühlsam und packend geschriebenes Jugendbuch.« tachles. Das jüdische Wochenmagazin, Schweiz »Ein informatives Geschichtsbuch ebenso wie ein zwar trauriger und aufwühlender, aber vor allem auch spannender …

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Rezensionen und Kritik

"Ein erschütternder Roman über ein Kapitel der Geschichte, das nur selten beleuchtet wird: Die grausame Wut der Siegermächte, eine Wut, die nicht mehr differenziert zwischen schuldig und unschuldig. Das Buch sollte zur Pflichtlektüre für den Geschichtsunterricht werden."
Manuela Meyer, Sonntagsblitz 19.10.2008

Autorenporträt zu "Klaus Kordon"

Klaus Kordon, geb. 1943, gehört zu den renommiertesten Jugendbuch-Autoren. Seine Romane wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Für sein Gesamtwerk erhielt er den Alex-Wedding-Preis der Akademie der Künste und den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.

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