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ikopiko
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Hesel
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7 (erhaltene)
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117 

Bewertungen


Insgesamt 63 Bewertungen
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Diaz, Lena Schatten der Angst EUR 9,99
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Logan Richards hat die Stelle des Polizeichefs von Shadow Falls gerade erst übernommen, als eine Frauenleiche gefunden wird. Die Frau wurde gequält, missbraucht und hielt eine Rose mit nur einem Dorn in den Händen. Was Logan nicht wissen kann: Vor vier Jahren versetzte ein Serienkiller den Ort in Angst und Schrecken. Jedes seiner Opfer trug ein Souvenir bei sich – eine Rose mit nur einem Dorn. Die Mordserie stoppte damals abrupt, obwohl der Mörder nie gefasst wurde.

    Eine Person entsetzt die erneute Tat des Killers besonders. Amanda Stockton ist das einzige Opfer, das sich lebend aus den Fängen des Mörders retten konnte. Sie befürchtet, dass er nun zu Ende bringen will, was ihm vor vier Jahren misslungen ist. Diese Befürchtung teilen auch Logan und sein Team. Neben den auf Hochdruck laufenden Ermittlungen, gewährleisten sie Amanda besonderen Personenschutz. Dabei kommen Amanda und Logan sich näher.

    „Schatten der Angst“ ist der erste Roman der in Florida lebenden Autorin Lena Diaz. Er ist gleichzeitig der Auftakt einer Serie, deren zweiter Band „Ich sehe was, was du nicht siehst“ im Sommer 2013 erscheinen wird.

    Lena Diaz ist es gelungen, gleich auf den ersten Seiten Spannung aufzubauen, da der Roman quasi mit einem Leichenfund beginnt. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht des Mörders und aus Sicht Amandas und Logans. Wer der Mörder ist, bleibt dabei offen.

    Das Ermittlungsteam und die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben. Alles ist glaubwürdig und jagte mir Schauer über den Rücken. Besonders die begründete Angst Amandas spürte ich körperlich und bewunderte ihren Mut. Ich war geneigt, selbst vor dem Schlafengehen nochmals die Haustüren zu kontrollieren. Dieses „Miterleben“ macht für mich einen guten Thriller aus.

    Gelungenes Debut von Lena Diaz. Ich bin sicher, dass man noch viel von ihr lesen wird.
Gerwien, Michael Isarhaie EUR 11,99
  • Bewertung vom 16.05.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Max Raintaler hat auf dem nächtlichen Heimweg vom Griechen arge Gleichgewichtsprobleme, obwohl er gar nicht so viel getrunken hat. Als ein Hindernis im Weg liegt, stolpert er auf dieses – eine Frauenleiche! Er ruft die Polizei und landet prompt in der Ausnüchterungszelle. Den Mordverdacht gegen ihn kann er jedoch kurzfristig ausräumen, zumal festgestellt wird, dass ihm am fraglichen Abend K.O.-Tropfen verabreicht wurden. Jetzt ist Max` Jagdinstinkt geweckt, erst recht, als ein weiterer Anschlag auf ihn verübt wird.

    Max ist sich seines Lebens nicht sicher. Er kann sich nicht erklären, wer ihn so sehr hasst. Bei seiner Freundin Monika braucht er nicht auf Hilfe zu hoffen. Zwischen ihnen ist wieder einmal dicke Luft. Nur gut, dass er bei seinen Ermittlungen die fesche Gesine kennenlernt. Mit ihr teilt er nun seine Gedanken – und sein Bett. Letztlich gerät aber auch Gesine in Gefahr und Max setzt alles daran, den Täter noch rechtzeitig zu schnappen.

    „Isarhaie“ ist der vierte Kriminalroman mit dem Kommissar a. D. Max Raintaler. Während viele Serien zunehmend langatmiger werden, gefällt mir diese von Band zu Band besser.

    Max ist nicht mehr der griesgrämige Hallodri. Trotz seiner wechselnden „Bettbekanntschaften“ ist er ein sympathischer, lebensfroher Mann. Seine kleinen und großen Streitereien mit Dauerfreundin Monika sind lebensecht und gehören schon richtig dazu. Ohne sie würde den Romanen etwas fehlen.

    Die Kriminalgeschichte ist spannend, besonders da Max selbst im Visier steht. Einziges Manko ist der fehlende regionale Bezug. Und ich mache mir aufgrund des ständigen hohen Alkoholkonsums Sorgen um die Gesundheit von Max.

    Mit den Krimis um Max Raintaler hat Michael Gerwien eine Serie geschaffen, die von Buch zu Buch interessanter wird.
Sands, Lynsay Liebe auf den zweiten Blick EUR 9,99
  • 1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 02.05.2013
  • ***
    gut
  • Clarissa ist schrecklich kurzsichtig. Ihre Stiefmutter befürchtet jedoch, Clarissa nie „unter die Haube“ zu kriegen, wenn sie eine Brille trägt und nimmt sie ihr kurzerhand weg. Clarissa ist nun gezwungen, durchs Leben zu stolpern und es passieren ihr die peinlichsten Dinge. Da niemand von ihrer Sehschwäche wissen darf, halten alle potentiellen Heiratskandidaten sie für tollpatschig und verschroben. Es scheint, als bliebe ihr nichts anderes übrig, als den alten Lord Prudhomme zu ehelichen.

    Auf einem Ball wird Adrian Montfort auf Clarissa aufmerksam. Er sieht in ihr nicht den Tölpel, sondern eine nette, lustige und wunderhübsche Frau. Die beiden verlieben sich ineinander. Doch auch Adrian ist keine „gute Partie“, auch er hat einen Makel. Daher verbietet die Stiefmutter Clarissa den Umgang mit Adrian. Doch dieser ist äußerst gewitzt und findet stets neue Wege, um sich heimlich mit Clarissa zu treffen. Aber so sehr er Clarissa auch ihre Brille zurück wünscht, so sehr hat er auch Angst davor. Sein Makel ist ein entstelltes Gesicht und er befürchtet, das könne Clarissa abschrecken.

    „Liebe auf den zweiten Blick“ ist ein romantischer historischer Roman aus der Feder von Lynsay Sands. Mit der Kurzsichtigkeit Clarissas hat sie eine Steilvorlage für komische Situationen geschaffen. Einige brachten mich zum Schmunzeln, andere waren sehr vorhersehbar und somit wie ein Witz mit langem Bart.

    Lynsay Sands` Roman ist nicht jugendfrei. In vielen erotischen Szenen weist Adrian Clarissa in das Liebesleben ein. Aber auch die meisten dieser prickelnden Momente werden durch mehr oder weniger komische Umstände abrupt beendet. Manchmal schlug diese Komik in Albernheit um.

    Für einen Sonntagnachmittag auf dem Sofa die richtige Lektüre. Leider kein ernstzunehmender Liebesroman, kein Historienschmöker und auch nicht wirklich witzig.
Bittl, Monika Freiwild EUR 18,00
  • Bewertung vom 19.03.2013
  • **
    weniger gut
  • Monika Bittl und ihre Tochter haben ein merkwürdiges Erlebnis in einem Waldstück im Bayrischen Wald. Dies nimmt die Autorin zum Anlass, ein Buch über Theres Pritzl zu schreiben. Eine Frau, die Mitte des 19. Jahrhunderts genau an diesem Ort für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfte.

    Theres Pritzl ist unehelich geboren. Nach dem Tod ihrer Mutter wächst sie bei ihrem leiblichen Vater auf, ohne von der Vaterschaft zu wissen. Auch der Rest der Familie weiß nicht, dass Theres die Tochter des Familienoberhauptes ist, ahnt es jedoch. Sie sieht in dem Mädchen nur einen nutzlosen Esser und lässt sie das auch deutlich spüren. Theres jedoch verzagt nicht, sondern ist sehr wissbegierig und lernt lesen und schreiben. Dies ist für Frauen zu damaliger Zeit etwas Besonderes. Es hilft ihr, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und eine Bürotätigkeit im fernen München zu übernehmen. Ein junger Mann höheren Standes verliebt sich in sie und möchte sie heiraten. Doch Theres erwartet mehr vom Leben als das Dasein als brave Ehefrau. Sie begegnet zufällig dem Heigl und taucht mit ihm unter. Heigl ist eine Art Robin Hood. Er bestiehlt die Reichen und gibt den Armen. Theres und er leben in einer Höhle und bilden eine Familie. Die Obrigkeit setzt alles daran, das Räuberpaar zu fangen. 1854 gelingt dies, und die beiden landen vor Gericht.

    Monika Bittl hat mit Hilfe von gut recherchierten Fakten aus alten Dokumenten, Tagebuchaufzeichnungen und Zeitungsartikeln das Leben der Theres Pritzl nachgezeichnet. Anlass hierfür war eine plötzliche grundlose Ohnmacht der Autorin und ihrer Tochter bei einem Spaziergang im Bayrischen Wald. Monika Bittl „erschien“ Theres. Diese war ihr bis dahin unbekannt, ihre Geschichte ließ sie jedoch nicht mehr los.

    Für mich als Leserin ohne jeglichen Bezug zum Bayrischen Wald und dessen Geschichte war das Buch schlichtweg langweilig. Zeitungsausschnitte, Tagebuchnotizen und Zeugenaussagen reihten sich aneinander, es wurde keinerlei Spannung aufgebaut. Die Lebensgeschichte von Theres bietet Stoff für einen tollen historischen Roman. Schade, dass Frau Bittl ihre Forschungsergebnisse nicht hierfür genutzt hat.
Richardson, Paddy Komm, spiel mit mir EUR 19,99
  • Bewertung vom 26.02.2013
  • ***
    gut
  • Stephanie verbringt einen sonnigen Nachmittag mit ihrer Mutter und den drei jüngeren Geschwistern am Badesee. Während die beiden Jungs gut auf sich selbst aufpassen können, wird ihr wieder mal die kleine Gemma aufs Auge gedrückt. Stephanie liebt das verträumte vierjährige Mädchen, aber gerade heute möchte sie lieber bei einem Jungen glänzen, anstatt den Babysitter zu spielen. So trödelt sie ein bisschen herum, was sie ihr Leben lang bitter bereuen wird. Als die Familie aufbrechen will, ist Gemma spurlos verschwunden. Selbst groß angelegte Suchaktionen der Polizei und vieler freiwilliger Helfer lassen sie nicht wieder auftauchen.

    Viele Jahre später arbeitet Stephanie als Psychiaterin in einer Klinik. Ihr wird die Patientin Beth zugeteilt, eine in sich gekehrte junge Frau. Stephanie bringt sie zum Reden und traut ihren Ohren nicht. Auch Beth hatte eine Schwester und auch diese ist für immer verschwunden. Immer mehr Gemeinsamkeiten kommen an die Oberfläche und Stephanie glaubt nun, den Entführer der beiden Mädchen zu kennen.

    „Komm, spiel mit mir“ ist der neueste Thriller der neuseeländischen Autorin Paddy Richardson. In einer sonst friedlichen Kleinstadt lebt die Familie Andersen. Stephanie, die älteste Tochter und Protagonistin, ist ein verantwortungsvoller Teenager, der nur einmal kurz nicht aufpasst und dies für immer bereut. Sie ist diejenige, die den Verlust ihrer Schwester am wenigsten verkraftet. Sie wird zu einem Workaholic, um ihrem Kopf die Zeit zum Grübeln zu nehmen. Durch die Patientin Beth wird sie dann doch wieder gezwungen, sich mit der alten Geschichte auseinanderzusetzen.

    Der „Thriller“ stand in Neuseeland lange auf Platz eins der Bestsellerliste. Dort sehe ich den Roman nicht. Auch möchte ich ihn nicht als Thriller bezeichnen, da der hierfür erforderliche Nervenkitzel fehlte. Zu viel befasst sich die Geschichte mit den Gefühlen Stephanies, zu wenig mit dem Täter.

    Gute Story, locker geschrieben, aber mit zu wenig Spannung.
Kizer, Amber Flüsternde Seelen / Meridian Bd.2 EUR 14,99
  • Bewertung vom 14.02.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • Meridian ist eine Fenestra. Durch sie können die Seelen Verstorbener in den Himmel gelangen. Dies hat sie erst vor kurzer Zeit erfahren und zu verstehen gelernt. Ihr Wächter ist Tens. Er beschützt sie, wenn die Seelen bewusst oder unbewusst versuchen, Meridian mit sich zu ziehen. Aus der engen Zusammengehörigkeit der beiden hat sich eine Liebesbeziehung entwickelt.

    Meridian und Tens befinden sich auf der Flucht vor den Aternocti. Durch die Aternocti reisen auch Seelen – jedoch nicht in den Himmel, sondern geradewegs in die Hölle. Natürlich sind ihnen die Fenestrae ein Dorn im Auge, und sie setzen alles daran, sie zu vernichten.

    Auf ihrer Flucht suchen Meridian und Tens andere Fenestrae, um sich gegenseitig zu schützen und zu unterstützen. Durch neu gewonnene Freunde und Hilfe aus dem Jenseits werden sie auf Juliet aufmerksam. Juliet weiß noch nichts von ihren besonderen Fähigkeiten und dennoch haben die Aternocti bereits ein Auge auf sie geworfen. Es bleibt Meridian nur wenig Zeit, Juliet von Gut und Böse zu überzeugen.

    „Flüsternde Seelen“ ist nach „Dunkle Umarmung“ Amber Kizers zweiter Roman um die Fenestra Meridian. Während Meridian im ersten Band erfahren hat, dass sie eine Fenestra ist und was es damit auf sich hat, hat sie sich nun zum Ziel gesetzt, andere Fenestrae zu schützen. Unterstützt wird sie von Tens, der als ihr Wächter geboren ist und ganz in dieser Aufgabe aufgeht. Es handelt sich bei den beiden um Teenager, die auf sich gestellt sind. Ihre Familien haben sie wegen ihrer besonderen Art verlassen. Auf ihrer Reise lernen sie nette Menschen kennen, die zu Freunden werden. Diese Freunde werden von Amber Kizer sehr liebevoll beschrieben, auch ich fühlte mich gleich mit ihnen verbunden.

    Ein Geschichtsstrang befasst sich ganz mit Juliet, die noch nichts von ihrer Begabung weiß und unter katastrophalen Umständen in einem Pflegeheim lebt. Sie und ihre kleinen Mitbewohner habe ich gleich ins Herz geschlossen. Ein bisschen Liebeskummer und Herzschmerz runden die Geschichte ab, die auf Jugendliche als Zielgruppe ausgerichtet ist.

    Ich bin durchaus kritisch an das Fenestra-Thema herangegangen, wurde aber positiv überrascht! Abschließend möchte ich noch empfehlen, unbedingt mit dem Lesen des ersten Bandes zu beginnen. Die Erklärungen über das Wesen der Fenestrae, Aternocti und Wächter ist in dem zweiten Band sehr knapp gehalten und eventuell zum Verstehen nicht ausreichend.

    Für Fantasy-Fans unbedingt empfehlenswert.
  • 1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
  • Bewertung vom 08.01.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • „Ich war an einem Punkt angelangt, an dem ich bereit war, alles zu glauben.“

    Nachdem ihre Eltern gestorben sind, zieht die Amerikanerin Kate mit ihrer Schwester Georgie zu den Großeltern nach Paris. Während Georgie sich ins Getümmel stürzt und keine Party auslässt, bleibt Kate für sich allein. Zu groß ist ihre Trauer um die Eltern. Der einzige Kontakt zur Außenwelt außerhalb der Schule sind ihre Lesestunden in einem Café ihres Viertels. Dort trifft sie auf Vincent, in den sie sich schlagartig verliebt. In den nächsten Tagen begegnet sie Vincent immer wieder und, obwohl sie aus Angst vor weiterem Verlust keine Beziehung eingehen möchte, wird aus ihnen ein Paar.

    Als Kate Vincent eines Tages unangekündigt besuchen möchte, fliegt sein Geheimnis auf. Kate findet seinen leblosen Körper vor. Und als sei dies nicht schockierend genug, läuft sein Kumpel, der am Tag zuvor von einer U-Bahn überfahren wurde, lebendig durch Vincents Zimmer. Was Kate nun erfährt, muss sie erst sacken lassen: Vincent und seine Freunde sind Revenants. Unsterbliche, die bei der Rettung eines anderen Menschen ums Leben gekommen sind und nun als eine Art Schutzengel agieren. Kate muss versuchen, diese Offenbarung zu verstehen und sich mit ihr anzufreunden, oder sie muss sich von Vincent trennen.

    „Von der Nacht verzaubert“ ist Amy Plums Auftakt einer Trilogie über Vincent und Kate. Der Roman hat eine wunderschöne Aufmachung: ein verträumtes Cover auf dem Schutzumschlag, Blumen und Verzierungen auf dem Einband und ein Lesebändchen. Allein das zwingt mich in einem Buchladen dazu, das Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen.

    Der Liebesgeschichte zwischen Kate und Vincent merkt man deutlich an, dass Amy Plum sich von der „Twilight-Saga“ hat inspirieren lassen. Es gibt sehr viele Parallelen. Einsames Mädchen trifft auf Unsterblichen und seine Familie, verliebt sich und gerät in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Trotzdem hat dieser Roman auch ganz eigene Charaktere, wie Kates feierwütige Schwester oder ihre liebevollen Großeltern.

    „Von der Nacht verzaubert“ ist ein Roman für verträumte, romantische Jugendliche. Mit ihrer gefühlvollen Sprache hat Amy Plum aber auch mich gefesselt. Lediglich an einigen Stellen wurden mir die Liebesbeteuerungen etwas zu schwulstig und dafür gebe ich einen halben Punkt Abzug.

    Alte Geschichte neu verpackt und gut geschrieben. Daher unbedingt lesenswert.
  • Bewertung vom 04.01.2013
  • *****
    ausgezeichnet
  • „Vielleicht bin ich es nicht wert, gerettet zu werden.“

    Nas ist voller Selbstzweifel. Sie lebt nun schon einige Monate auf Rivers Farm und trotzdem fühlt sie sich nicht besser. Was sie anpackt, geht schief. Sie gefährdet nicht nur sich, sondern mittlerweile auch ihre neuen Freunde. Immer wieder bricht ihre dunkle Macht hervor, davon ist Nas überzeugt. Aus diesem Grunde verliert sie ihren Job, verursacht einen Verkehrsunfall, und als letztlich das Essen der Farmbewohner vergiftet ist, flieht sie Hals über Kopf.

    Rein zufällig findet ihr früherer Freund Incy sie auf ihrer Flucht. Oder war es kein Zufall? Er tut ihr gut, baut sie auf. Er führt sie wieder zurück in ihr altes Leben mit Partys und ausgiebigen Shopping-Touren. Zunächst genießt Nas die Zeit. Doch dann kommen ihr Zweifel. Ist der Preis für dieses Leben zu hoch?

    „Ersehnt“ ist nach „Entflammt“ der zweite Band der Trilogie „Immortal Beloved“ von Cate Tiernan.

    Während Nas im ersten Band festgestellt hat, dass es eine bessere Art zu leben gibt als die ihre und auf eine „Besserungsfarm“ gezogen ist, kämpft sie nun auf dieser Farm gegen die dunklen Mächte in ihr, die sie in ihr altes Leben zurückholen wollen.

    Mir gefiel Nas im ersten Band besser. Jetzt ist sie für mich eine ständig nörgelnde, jammernde Göre geworden. Sie hat es nicht leicht mit ihren ständigen Missgeschicken, aber auch wenn ihr alle Mitbewohner versichern, dass sie zu ihr halten und sie unterstützen, ist Nas stets unzufrieden. Ich denke jedoch, dass sie zum Ende des Buches hin verstanden hat und im dritten Teil der Trilogie kein nervender Teenie mehr ist.

    Die Geschichte gesamt betrachtet, erinnert mich zu sehr an einen Aufenthalt in einer Entzugsklinik, bzw. das, was ich mir darunter vorstelle. Nas ist auf Entzug, zweifelt, wird rückfällig, aber einsichtig. Auch wenn er nicht deutlich sichtbar war, habe ich immer den „erhobenen Zeigefinger“ gespürt. Hierfür ziehe ich einen halben Stern bei der Bewertung ab.

    Spannende Fortsetzung mit nervendem Teenager. Durchaus empfehlenswert.
Geisler, Kurt Küstengold EUR 11,90
  • Bewertung vom 28.12.2012
  • ***
    gut
  • Der ehemalige Mitarbeiter des Wirtschaftsdezernats, Stuhr, genießt seinen Ruhestand. Er macht Urlaub in St. Peter-Ording und grübelt über den Misserfolg seiner Beziehung mit Jenny nach. Selbst diverse „Frauenromane“, die er heimlich liest, helfen ihm nicht, die Frauen zu verstehen. So kommt es ihm nicht ungelegen, dass er in einer Strandbar Schneider kennenlernt, einen Lebemann, der keine Party auslässt und Stuhr mitzieht. Hier kann er interessante Informationen sammeln, um damit dem Kommissar und Freund Hansen zu helfen.

    Hansen ermittelt in einem außergewöhnlichen, grausamen Fall. In Rendsburg wurde ein Abteilungsleiter der Stadtwerke von einem Windmühlenflügel geköpft. Vom Täter keine Spur. Dies ist nicht das erste Attentat auf Mitarbeiter verschiedener Stadtwerke. Es kommt der Verdacht auf, dass das Atomkraftwerk Brokdorf eine wesentliche Rolle bei den Anschlägen spielt.

    „Küstengold“ ist nach „Friesenschnee“ und „Bädersterben“ bereits der dritte Kriminalroman mit dem Kommissar Hansen und seinem Freund Stuhr.

    Ich habe beim Lesen einen ganz anderen Stuhr kennengelernt, als ich ihn gewohnt war. Einen Junggesellen, der nicht abgeneigt ist, auch mal die Korken knallen zu lassen. Ist es eine Midlife-Crises? Mir gefällt der alte Stuhr besser, zu dem er im Laufe des Romans auch wieder wird.

    Die Kriminalgeschichte ist angesichts der ständig steigenden Energiekosten sehr glaubwürdig. Bei den riesigen Ölkonzernen und Energieversorgern gehen Millionenbeträge über den Tisch. Da ist es vorstellbar, dass Korruptionen, Erpressungen und sogar Morde in Kauf genommen werden, um Verhandlungsziele zu erreichen. Hier sind es russische Firmen, die ins norddeutsche Geschäft einsteigen wollen und dafür nicht nur legale Wege beschreiten.

    Für meinen Geschmack hätte „Küstengold“ durchaus mehr Lokalkolorit zeigen können. Das Land zwischen den Meeren bietet hierzu viele Möglichkeiten.

    Sachlicher, glaubwürdiger Krimi, der bei mir jedoch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Wilkenloh, Wimmer Donnergrollen EUR 11,90
  • Bewertung vom 12.12.2012
  • ***
    gut
  • Oleander Eschenberg kommt aus der Surferszene. Aus seinem reichen Elternhaus auf der Halbinsel Eiderstedt ist er in jungen Jahren geflohen und hat sich mit seinem Kumpel Kilian nach Hawaii abgesetzt. Dort bleiben sie für mehrere Jahre und schaffen es in ihrem Sport zu einiger Berühmtheit.

    In Hawaii lernen sie Freja kennen und lieben. Eigentlich wird Freja Oles Freundin, aber es ist eine offene Beziehung und Kilian hat ebenfalls Gefallen an Freja gefunden …

    Das professionelle Wellenreiten entspricht irgendwann nicht mehr Oles Vorstellungen. Er möchte lieber eins sein mit der Natur und diese mit den einfachsten Mitteln bezwingen, anstatt mit einer umfangreichen Ausrüstung von Wettkampf zu Wettkampf zu fliegen. Er reist zurück in seine Heimat und eröffnet einen Surfshop. Seine Beziehung zu Freja bleibt bestehen. Aber Freja ist Dänin und nicht all ihre Freunde und die Familie sind begeistert über diese Verbindung. Zunehmend begegnet man Ole feindlich und wirft ihm die deutsche Vergangenheit vor, in der die Nazis auch Dänemark belagerten. Das sind jedoch nicht Oles einzige Probleme. Sein Geschäft läuft nur schlecht und er hat massive finanzielle Probleme, die er auf nicht ganz legale Weise zu lösen versucht.

    Doch dann lädt Oles Opa zu seinem Geburtstag und auf dieser Feier wird Ole ermordet – von einer Harpune durchbohrt. Ein Anblick, der auch für Kommissar Swensen und sein Team nicht alltäglich ist. Ihre Ermittlungen führen sie immer wieder in die Vergangenheit, die Zeit des Zweiten Weltkrieges.

    In „Donnergrollen“ lässt Wimmer Wilkenloh den Kommissar Jan Swensen bereits zum fünften Mal ermitteln. Sein Roman spielt zum Teil in der Gegenwart, zum Teil in 1941 und den folgenden Jahren. Die jeweiligen Abschnitte sind deutlich voneinander getrennt, sodass immer klar ist, in welcher Zeit die Handlung gerade spielt.

    Zu Beginn wird viel über das Surfen geschrieben. Für mich, die sich für diese Sportart überhaupt nicht interessiert, waren diese Abschnitte langweilig.

    In die ersten Berichte aus den Jahren 1941/1942 wird man so „hineingestoßen“. Es hat eine Weile gedauert, bis ich verstanden habe, was dort passiert. Für mich begann der Krimi frühestens ab dem Mord an Spannung zu gewinnen. Erst hier tritt auch Kommissar Swensen auf den Plan. Diese Stelle befindet sich jedoch nach knapp einem Drittel des Buches, und ich habe bis dahin mehrfach überlegt das Buch abzubrechen. Ich wurde aber mit einer interessanten Aufklärung des Falles für mein Durchhalten belohnt.
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