Benutzername: liebedeinbuch
Wohnort: Köln
Über mich: Ich bin Jacki, ein leidenschaftlicher Bücherwurm. Wenn euch meine Rezensionen gefallen, schaut doch auch meinem Blog vorbei: https://liebedeinbuch.blogspot.de/
Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 22 Bewertungen
Bewertung vom 17.06.2017
Jade & Shep / Fair game Bd.1
Murphy, Monica

Jade & Shep / Fair game Bd.1


weniger gut

Der Schreibstil wäre grundsätzlich ein sehr schöner gewesen. Man kommt flüssig durch die Geschichte und es wird sehr bildlich erzählt. Auch die Erzählperspektive abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere fand ich super. Allerdings zählen für mich auch andere Punkte zum Schreibstil, die ich normalerweise nicht erwähnen muss, weil sie für mich selbstverständlich sind. Aber bei diesem Buch nicht. Und zwar ist es die Ausdrucksweise, die besonders auf den ersten circa 70 Seiten schlimm ist. Frauen sind Tussis und Bitches. Brüste sind Titten und Möpse. Beleidigungen auf jeder Seite. Was möchte eine Autorin ihren zum Teil sehr jungen Leserin beibringen, wenn sie solche abschätzigen Wörter benutzt? Ich kann das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Danach wird es zum Glück immer besser.

Auf Grund der schrecklichen Ausdruckweise am Anfang waren mir alle und ich meine wirklich ALLE Charaktere höchst unsympathisch. An manchen Stellen war ich teilweise schon angewidert von ihrem Verhalten. Auch das ändert sich nach einer Weile, wobei ich nie eine wirkliche Sympathie zu den Protagonisten herstellen konnte. Sheps Entwicklung ist aber sehr süß zu verfolgen. Er verwandelt sich quasi von einem Idioten zu einem verliebten Idioten, immerhin. Auch seine Freunde Gabe und Tristan waren mir noch sehr unsympathisch, ich hoffe mehr (positives) über sie in ihren eigenen Teilen der Reihe zu erfahren und bin trotzdem doch schon recht neugierig auf ihre Entwicklung.

Die Handlung ist typisch für einen College New Adult Roman. Leider gibt es hier nichts neues, originelles. Man hat hier also auf "altbewährtes" zurückgegriffen: Reicher Bad Bay trifft auf ein unerfahrenes ärmeres Mädchen und zeigt ihr seine Welt. Nur an wenigen Stellen konnte mich die Geschichte wirklich fesseln. Und natürlich gibt es viel Sex, wobei ich überrascht war wie weit dieser herausgezögert wurde. Glücklicherweise waren zu diesem Zeitpunkt die unschönen Ausdrücke verschwunden und die Szenen wurden sehr sinnlich beschrieben. Bis auf die Verwendung des Wortes "Muschi". Diese Szenen konnte ich dann einfach nicht mehr ernst nehmen.

Fazit: Ich habe mich anfangs sehr auf das Buch gefreut, wurde aber schnell ins kalte Wasser der Wirklichkeit geworfen. Leider bietet dieses Buch keinen neuen und individuellen New Adult Roman, sondern nur eine oberflächige Geschichte mit eher semi-sympathischen Charakteren. Ein paar seltene Stellen gab es aber die mich wirklich gefesselt hatten und deswegen kommt das Buch doch noch auf 2,5 Sterne.

Bewertung vom 13.06.2017
Die Rebellin / Stormheart Bd.1
Carmack, Cora

Die Rebellin / Stormheart Bd.1


ausgezeichnet

Den Schreibstil von Cora Carmack würde ich als den perfekten Schreibstil beschreiben. Obwohl die Geschichte aus der Er-/Sie-Perspektive erzählt wird und mir diese Erzählperspektive meistens nicht sehr gut gefällt, habe ich das kaum wahrgenommen. Das ist für mich der perfekte Stil, wenn ich nicht einmal stocken muss und komplett flüssig durch das Buch komme. Ebenfalls ein großes Kompliment an die Übersetzerinnen.
Durch den ständigen Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Charakteren bekommt man die Geschichte aus allen möglichen Blickwinkel facettenreich erzählt.

Roar und Lock sind beide tolle und unglaublich starke Charaktere, jeder auf seine eigene unverwechselbare Weise. Aurora oder Roar entwickelt sich im Laufe des Buches von einer schüchternen und unterdrückten Prinzessin zu einer selbstbewussten, starken Kämpferin. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und fühlt auch stark mit ihr.
Lock ist anfangs sehr verschlossen, auf Grund seiner Vergangenheit und aus Angst wieder richtige Gefühle für jemanden zuzulassen. Doch im Laufe des Buches öffnet er sich immer mehr und man erfährt viel über seine Vorgeschichte.
Die restlichen Sturmjäger Jinx, Ransom, Bait und Duke sind ebenfalls sehr sympathische und interessante Charaktere über die ich gerne mehr erfahren würde. Nur Sly finde ich ziemlich unsympathisch, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie sich ziemlich abweisend verhält.
Auch Auroras Verlobten Cassius finde ich überaus interessant und ich würde ebenfalls sehr gerne mehr über ihn erfahren. Darauf hoffe ich im zweiten Band.

Die magische Fähigkeit in diesem Buch ist vollkommen neu, erfrischend und interessant. Auch wenn ich etwas gebraucht habe um dieses Magie zuverstehen, hat sie mich danach komplett in ihren Bann gezogen. Niemand scheint wirklich alles über Sturmmagie zu wissen und genau das macht es so interessant. Allein in diesem Teil gab es viele neue Entdeckungen und ich bin sehr gespannt ob und welche neuen Erkenntnisse uns in Band 2 erwarten werden.

Die gemeinsame Reise von Roar und den Sturmjägern ist sehr spannend und mitreißend. Die Handlung konnte mich das ganze Buch über fesseln und ich konnte es immer kaum erwarten weiterzulesen.
Und dann diese "Wendung" am Ende des Buches. Die letzten Kapitel waren unglaublich faszinierend und spannend zugleich. Die ganze Geschichte hat mich fasziniert, aber das Ende hat dem ganzen nochmal die Krone aufgesetzt. Ich bin wahnsinnig gespannt auf den weiteren Verlauf der Geschichte in "Stormheart - Die Kämpferin".

Fazit: Dieses Buch bietet Liebe, Magie, Abenteuer und starke, interessante Charaktere. "Die Rebellin" ist ein fulminanter Auftakt der Stormheart-Trilogie und ich kann kaum den zweiten Band erwarten. Von mir gibt es fünf von fünf Sternen.

Bewertung vom 13.06.2017
Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
Yoon, Nicola

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt


ausgezeichnet

Kurzbeschreibung: Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie es nicht anders kennt. Doch als im Nachbarhaus der geheimnisvolle Olly einzieht, kommen sich die beiden so nah, wie es für Madeline möglich ist. Plötzlich möchte sie die Welt außerhalb ihres sterilen Zimmers entdecken, die sie sonst nur aus Büchern kennt. Selbst wenn es bedeutet, dafür ihr Leben zu riskieren…

Cover: Eigentlich bin ich kein Fan von "Filmcovern" ... eigentlich. Ich finde bei diesem Cover ist es aber so geschickt gemacht, dass es kaum auffällt. Und gott sei Dank sind keine Filmbilder drin. Außerdem ist das Cover trotzdem total schön und aussagekräftig. Es zeigt gleichzeit die Distanz und doch die große Nähe zwischen den beiden Protagonisten, ihre Zuneigung und ihre Wünsche.

Lieblingszitat: "Er schmeckt nach Dingen, die ich noch nie erlebt habe, wie Hoffnung und Möglichkeiten und Zukunft." (Seite 144)

Meine Meinung: An diesem Buch hat mir wirklich alles gefallen. Angefangen beim Schreibstil. Er ist unglaublich flüssig und authentisch. Man könnte wirklich glauben, dass man ein Tagebuch einer Teenagerin liest. Bei vielen Autoren kommt der Jugendliche-Ton sehr gewollt rüber, aber Nicola Yoon schafft es diesen Ton perfekt zu treffen. Man taucht wirklich tief in die Welt von Madeline Whittier ein.

Und Madeline ist eine unglaublich sympathische Teenagerin. Trotz ihrer Krankheit und ihrer Situation strahlt sie eine solche Po­si­ti­vi­tät aus, die beeindruckend war. Ihre Gefühle wurden so gut dargestellt und ausgedrückt, sodass man sich in Madeline hineinversetzen kann und mit ihr fühlen kann. Man spürt ihre Sehnsüchte, ihre Zweifel, ihre Zuneigung, ihre Lebensfreude.
Olly, der männliche Protagonist war mir ebenfalls sehr sympathisch. Ich hätte mir aber gewünscht etwas mehr über ihn und seine Gefühle zu erfahren. Durch den Ich-Erzähler aus Madelines Perspektive erfährt man nur ihre kurze Wiedergabe seiner Geschichte. Auch Olly hatte es nicht immer einfach in seinem Leben und er und Madeline sind gegenseitig für einander da. Ihre Beziehung ist etwas besonders schönes, das einem Mut macht.

Madeline und ihre Geschichte verbreiten viel Positives. Sie öffnet einem die Augen für das Wesentliche im Leben, wie wichtig die kleinen Sachen sind. Und wie dankbar man für sein Leben sein sollte.
Mit jeder Seite konnte mich das Buch mehr fesseln. Und ich konnte es kaum erwarten weiterzulesen. Und dann kam DIESES Ende. Es hat mich voll kommen vom Hocker gehauen. Ich hätte damit nie nie nie nie im Leben gerechnet. Es hat mich schockiert, mich entsetzt, mir den Atem geraubt und ich hatte Tränen in den Augen. Eine wahre Gefühlsexplosion hat dem Buch am Ende noch mal die Krone aufgesetzt.

Eine weitere wirkliche Besonderheit in diesem Buch ist die Liebe zum Detail. Die Geschichte ist ausgeschmückt mit Zeichnungen Bildern, Chats und E-Mails. Manche Kapitel sind nur einige Sätze lang, aber trotzdem unterhalten sie einen. Und das macht das Buch wirklich zu etwas außergewöhnlichem. Die Liebe und Mühe, die in dieses Buch rein gesteckt wurden, sind wirklich faszinierend.

Fazit: "Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt" konnte mich mit jeder Seite, jeder Zeile und jedem Wort begeistern. Die Geschichte ist wirklich etwas ganz besonderes, was man einfach selber gelesen haben muss. Besonders ist auch die Innengestaltung der Kapitel. Das Buch ist einfach ein großartiges Gesamtwerk, was von mir fünf von fünf Sterne bekommt.

Bewertung vom 03.06.2017
Stefano / Shadows Bd.1
Feehan, Christine

Stefano / Shadows Bd.1


sehr gut

Lieblingszitat: "Wenn ein Mann sein Leben lang nichts besessen hatte, erkannte er wahre Liebe, wenn sie unerwartet in seine Welt kam" (Seite 422)

Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin hat mir auf Grund der Erzählperspektive nicht hundertprozentig gefallen. Es wird in der dritten Person erzählt, wovon ich leider kein großer Fan bin. Eigentlich kommt man trotzdem recht flüssig durch die Geschichte, aber an manchen Stellen waren mir die Formulierungen des Er-/ Sie-Erzähers etwas zu unrund, manchmal sogar richtig primitiv.
Trotz der Erzählperspektive wird abwechselnd mehr aus der Sicht von Francesca, der von Stefano oder ganz ganz selten aus der von Nebencharakteren erzählt. Leider sind die Sprünge nicht deutlich gekennzeichnet, wodurch man immer erst ein paar Sekunden braucht um sich zu orientieren.

Die Er-/Sie-Perspektive führt leider bei mir in 99 % der Fälle dazu, dass ich leider keine wirklich nahe Bindung zu den Charakteren aufbauen kann. Beide Hauptcharaktere hatten sowohl nervige, als auch schöne Angewohnheiten. Francesca ist eine sympathische junge Frau, die sich aber leider nicht stark genug für sich einsetzt. Denn Stefano ist ein sehr dominanter, sehr bestimmender Mann und Francesca wehrt sich für mich viel zu wenig dagegen und gibt viel zu schnell nach. Einer Frau wird hier im Buch generell sehr wenig eigene Entscheidungskraft entgegen gebracht.
Trotz seiner dominanten Seite, ist Stefano passagenweise unglaublich süß und in solchen Momenten konnte ich Francesca dann doch verstehen. Die dominante Seite überwiegt aber deutlich und war mir etwas zu extrem ausgeprägt. Auch seine etwas vulgärere Ausdrucksweise hätte nicht unbedingt sein müssen. Kein "Bookish-Boyfriend"-Potenzial für mich!

Die Geschichte selbst ist total fesselnd und intensiv, ohne dass ich wirklich den einen konkreten Grund dafür nennen könnte. Genauso wie Stefano die Leute fesselt, so fesselt einen die Geschichte. Nur zum Ende hin und im Finale ist dieser Zauber leider auf einmal verflogen.
Der Fantasyanteil des Buches ist so schwach ausgeprägt, dass das Buch meiner Meinung nach nicht in dieses Genre gehört. Rein theoretisch hätte mit wenigen Änderungen der Fantasyteil komplett herausgeschrieben werden können und das ohne eine drastische Auswirkung auf die Geschichte. Die wenigen Andeutungen der Schattengleiter-Fähigkeit waren für mich etwas zu unausführlich. Es ist mir schwergefallen mir diese Fähigkeit bildlich vorzustellen und ich war deshalb immer ein wenig verwirrt von den Parts.
Dafür ist der Erotikanteil der Geschichte umso höher. Und intensiver! Eine Gefühlsexplosion jagt die andere. Das Knistern und und die Chemie zwischen Francesca und Stefano spürt man deutlich. Stefano ist auch im Bett unglaublich dominant (wer hätte es anders erwartet …), aber die Szenen sind trotzdem unglaublich sinnlich und leidenschaftlich beschrieben.

Fazit: In dem Buch kam so wenig Fantasy drin vor, dass es meiner Meinung nach sein Genre verfehlt hat. Trotzdem hat mich die Geschichte total gefesselt und konnte mich größtenteils überzeugen. Das Buch bekommt deswegen vier von fünf Sterne von mir.

Bewertung vom 21.05.2017
Der letzte erste Blick
Iosivoni, Bianca

Der letzte erste Blick


sehr gut

Durch den Schreibstil von Bianca Iosivoni liest sich das Buch sehr angenehm und man kommt sehr schnell durch die Geschichte. Auch die Erzählperspektive hat mir sehr gefallen. Erzählt wird abwechselnd aus Emerys und Dylans Perspektive, wobei sogar innerhalb der Kapitel manchmal die Perspektiven gewechselt wurden. Dadurch hat man einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt von beiden Hauptcharakteren erhalten und auch schon Geheimnisse erfahren, bevor der andere Protagonist davon erfahren hat.

Am Anfang des Buches wird eine Playlist präsentiert, wie man sie auch schon aus anderen Büchern kennt. Der Unterschied ist hier, dass die Lieder auch in die Geschichte direkt eingearbeitet werden. Das find ich ziemlich cool umgesetzt, allerdings kam es an einigen Stellen etwas zu gewollt rüber.

Beide Hauptcharaktere waren mit sehr sympathisch. Emery ist eine sehr starke Persönlichkeit, obwohl sie in ihrer Vergangenheit viel durchmachen musste. Sie lässt sich nicht alles gefallen und wehrt sich wenn es nötig ist. Anfangs ist sie sehr misstrauisch anderen gegenüber, aber sie lernt in der Geschichte immer mehr wieder Menschen zu vertrauen und wird offener.
Dylan ist ein richtiger "Good Guy", was mal eine wirkliche Abwechslung ist, zu Büchern in diesem Genre. Allerdings macht er trotzdem ein riesiges Geheimnis um seine Vergangenheit, was meiner Meinung nach absolut unnötig ist. Es gibt nur eine einzige Aktion im Buch, für die ich Dylan heftig in den Hintern treten wollte. Aber dadurch kam wenigstens Action in die Geschichte.
Alle anderen Nebencharaktere in der Clique von Emery und Dylan sind sehr sympathisch und unterhaltsam. Sie kabbeln sich ständig alle gegenseitig und ich musste oft darüber schmunzeln. Allgemein kommt das Setting des College-Lebens und die Atmosphäre sehr gut rüber.

Innerhalb der Geschichte spielen sich Emery und Dylan immer wieder Streiche. Anfangs waren diese noch sehr unterhaltsam, allerdings fingen sie mit jedem neuen Streich an mehr zu nerven. Manche Streiche waren doch auch sehr kindisch.
Der weitere Verlauf ist recht vorhersehbar, aber trotzdem unterhaltsam und spannend gehalten. Und es gibt noch einige überraschende Ereignisse, die einen zum Teil richtig mitnehmen. Die Gefühle kommen in der Geschichte unglaublich gut rüber und an manchen Stellen konnte ich nicht anders, als ein paar Tränen mit Emery zu verdrücken.
Das Ende kam mir dann doch etwas zu schnell, da einige Gedankengänge nicht ausführlich genug thematisiert wurden, um sie nachvollziehen zu können.

Fazit: Eine schöne Geschichte, in der es nicht nur um Liebe, sondern auch um Vertrauen und wahre Freundschaft geht. Ich bin schon gespannt auf das zweite Buch der Clique und die Geschichte um Elle und Luke. Das Buch bekommt 4 von 5 Sterne von mir.

Bewertung vom 21.05.2017
Ein italienischer Sommer
Barra, Francesca

Ein italienischer Sommer


weniger gut

Leider hat mir der Schreib-/ Erzählstil von Francesca Barra gar nicht gefallen. Er ist sehr gewöhnungsbedürftig und irgendwie unrund. Mir kam es passagenweise eher so vor, als würde ich einen sachlichen Tagebucheintrag lesen. Und auch wenn die Geschichte zeitlich nicht so weit zurückliegt, ist die Ausdrucksweise meiner Meinung nach sehr altertümlich. Was sich auch in den Verhaltensweisen der Charaktere und der Handlung widerspiegelt.
Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Nonna Teresa und ihrer Enkelin Catarina. Der Wechseln geschieht auch gleichzeitig mit Zeitsprüngen, die mich besonders am Anfang sehr irrirtiert haben. Für mich hätten diese deutlicher gekennzeichnet sein müssen.

Durch die sachliche Erzählform bleibt man auch sehr distanziert zu den Charakteren. Zumal ich deren Verhaltensweisen oft nicht nachvollziehen konnte. Also Emanzipation ist etwas anders! Und bei Catarina hätte ich ein emanzipierteres Verhalten erwartet. Es kommen nur sehr selten Emotionen rüber, wodurch man auch nicht wirklich mit den Charakteren und der Geschichte mitfühlt.

Für mich hat die Geschichte keinen wirklichen roten Faden gehabt. Ohne wirklichen Sinn ziehen sich die Erzählungen durch das Buch hin. Und ich musste mich ab und zu selber zwingen weiterzulesen. Zur wirklichen Handlung, die im Klappentext angepriesen wird, nämlich dass Caterina eine "folgenschwere Entscheidung" treffen muss, kommt es erst auf den allerletzten Seiten. Und dort wird es tatsächlich auch ein bisschen spannender und emotionsvoller, aber das konnte es für mich leider nicht mehr rumreißen. Der Klappentext spiegelt hier leider nicht wirklich die Handlung des Buches wider.
Das einzige, was ich ziemlich cool und authentisch fand, waren die Rezepte am Ende jedes Kapitels von Caterina. Außerdem wurde oft (nicht immer) in dem nachfolgendem Kapitel Bezug auf dieses Rezept genommen. Man hat hier wirklich gemerkt, dass jemand Ahnung hat, von dem was er beschreibt.

Fazit: Leider war das Buch gar nichts für mich. Mit dem Schreibstil und der Geschichte allgemein bin ich einfach bis zum Ende hin leider nicht warm geworden. Ich hatte mir eine schöne Sommerlektüre erwartet und wurde ziemlich enttäuscht. Von mir gibt es gut gemeinte 2 Sterne.

Bewertung vom 16.05.2017
Dreh dich nicht um
Armentrout, Jennifer L.

Dreh dich nicht um


sehr gut

Das Cover ist ein Eyecatcher. Wenn es auch nicht das hübscheste Cover ist, fällt es definitiv auf! So viel Rot zieht immer seine Aufmerksamkeit auf sich. Und der Nagellack hat durchaus einen inhaltlichen Bezug zur Geschichte, was ich sehr wichtig bei einem Cover finde. Es sollte immer wenigstens einen kleinen Bezug haben. Und es gefällt mir viel besser als das Cover der alten Auflage.

Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und man kommt dadurch gut durch die Geschichte. Nur ab und zu wurde man mit Wörtern konfrontiert die völlig unpassend waren, wie zum Beispiel "Unterschleif" und "ausgleiten". Für einen Jugendroman viel zu hochgestochenes Vokabular! Ein großes Manko sind außerdem die vielen Grammatik- und Übersetzungsfehler.
Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Samantha, die ihr Gedächtnis verloren hat. Ihre Gefühle, Ängste und Zweifel kommen dadurch sehr gut rüber und man kann sich gut in sie hineinversetzen.

Samantha macht während der Geschichte eine ziemlich große charakterliche Veränderung durch. Nach ihrem Verschwinden verliert sie ihr Gedächtnis ausgelöst durch eine Amnesie und damit auch ihre Persönlichkeit. Sie verhält sich komplett anders als vor ihrem Verschwinden, was nicht nur ihre Freunde verwundert. Aber man kann hier definitiv von einer positiven Veränderung sprechen. Weshalb ich mich allerdings öfters gefragt habe, ob sich ein Mensch durch eine Amnesie wirklich SO stark verändern kann.
Die "neue" Samantha ist eine sympathische Protagonistin, allerdings keine, die man wirklich fest ins Herz schließt. Auch zu den anderen Charakteren bleibt man etwas distanzierter, obwohl sie durchaus sympathisch erscheinen. Die Geschichte bleibt hier aber zu sehr an der Oberfläche und bekommt keinen Tiefgang.

Durch Samanthas Gedächtnisverlust erfährt man nur stückchenweise von ihrer Vergangenheit und den Umständen ihres Verschwindens. Dadurch bleibt es bis zur letzten Seite spannend. Man rätselt in der Geschichte immer wieder mit, wer der Täter sein könnte. Und obwohl ich einige Verdachte hatte, hat mich der wahre Täter doch vollkommen überrascht und geschockt. Wirklich total unvorhersehbar!
Die Handlungen drumherum spielen sich hauptsächlich in Samanthas Highschool ab. Dort geht es um Beliebtheit, den Abschlussball und Mobbing, weshalb es mir hier etwas an Tiefgang gefehlt hat.

Fazit: Eine Geschichte, die bis zur letzten Seite spannend bleibt. Allerdings hat es mir etwas an Tiefgang gefehlt, besonders im Bezug auf die "Nebengeschichte". Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 11.05.2017
Wo auch immer du bist / True North Bd.1
Bowen, Sarina

Wo auch immer du bist / True North Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover gefällt mir sehr gut und es passt auch wirklich perfekt zur Geschichte. Die Berge und die Bäume deuten die idyllische Landschaft des Buches an. Das Schnörkelige und Verspielte passt auch super zum romantischen Geschehen im Buch. Auch wenn mir das Cover am Anfang nicht ganz so gut gefallen hat, muss ich, nachdem ich das Buch gelesen habe, doch sagen, dass es toll ist, weil es so gut zur Geschichte passt.

Lieblingszitat: "Seine Zunge liebkoste meine, und ich schmolz wie Zucker, der zu Karamell wird." (Seite 233)

Meine Meinung: Ach ich muss schon einmal vorweg sagen, dass ich mich total in dieses Buch mit allen seinen wunderbaren Charakteren verliebt habe. Durch den schönen Schreibstil kam man sehr schön und flüssig durch die Geschichte. Es wird sehr bildlich erzählt, wodurch ich mir ständig gewünscht habe auch im schönen Vermont zu sein. Das Setting ist sehr außergewöhnlich aber richtig toll! Das Farmerleben wird mit all seinen Höhen und Tiefen so schön in die Geschichte eingewoben und das ohne zu langweilen. Ich wäre jetzt auch gerne auf der Shipley Farm und würde Cider trinken und die Landschaft bewundern!

Auch die Charaktere sind alle total liebenswert, allen voran Griffs Familie. Griffin selber ist zwar total der Grummelbär (deswegen sein Spitzname Grummelgriff), aber er ist dabei total liebenswürdig. Und zwischendurch sagt, denkt und macht er so süße Sachen, dass ich regelrecht davongeschmolzen bin. Ich möchte auch gerne meinen eigenen Grummelgriff haben!
Sowohl durch seinen, als auch Audreys Humor musste ich einige Male sehr schmunzeln. Es ist einfach herrlich gewesen, den beiden beim Kabbeln "zuzuschauen". Durch die geteilte Erzählperspektive bekommt man allgemein einen sehr guten Einblick in beide Gefühlswelten.
Audrey war mir ebenfalls direkt vom Anfang an sympathisch. Sarina Bowen hat hier eine tolle Protagonistin geschaffen. Mit einer ausgeprägten Leidenschaft für das Kochen. Wenn Audrey von Lebensmitteln spricht läuft einem regelrecht das Wasser im Mund zusammen.

Die Handlung des Romans ist keinenfalls zu kitschig. Neben der Liebesgeschichte werden auch einige andere Aspekte, unter anderem die Verwirklichung seiner Träume, das Farmerleben und die Machenschaften großer Firmen, in die Geschichte eingewoben. Auch die erotischen Szenen kommen hier nicht zu kurz. Sie bilden einen schönen Kontrast zum romantischeren Teil und ergänzen die Geschichte perfekt. Das Knistern und die Leidenschaft zwischen den beiden war sehr gut spürbar.

Das Ende kam mir fast ein bisschen zu schnell und etwas überstürtzt, vielleicht aber auch nur weil ich nicht wollte, dass das Buch endet. Ich hätte mir gewünscht noch ein bisschen mehr über Audrey und Griffin zu erfahren. Deswegen bin ich auch ein wenig traurig, dass es im zweite Teil nicht um die beiden geht, sondern um Jude, einen der Farmarbeiter. Ich hoffe, man bekommt dort trotzdem etwas über Audrey und Griffin erzählt.

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte mit tollen und wirklich außergewöhnlichem Setting, sympathischen Charakteren und einem tollem Humor, so dass ich sehr oft schmunzeln musste. Ich bin regelrecht davongeschmolzen, weil ich die Geschichte so schön fand. Am liebsten würde ich das Buch direkt nochmal lesen. Definitiv ein 5 Sterne Buch!

Bewertung vom 05.05.2017
Brausepulverherz
Lastella, Leonie

Brausepulverherz


gut

Kurzbeschreibung: Jiara verbringt ihren Sommer wie jedes Jahr im schönen Finale Ligure, einer kleinen italienischen Stadt am Mittelmeer. Jiaras Freund Jonas bleibt in Hamburg um zu arbeiten, ganz im Sinne seines 10-Jahre-Plans für ihre gemeinsame Zukunft. Doch als Jiara in diesem Sommer auf Milo trifft, wird ihr Leben total auf den Kopf gestellt. Das Knistern und Kribbeln, das sie spürt, dürfte eigentlich nicht sein. Sie hat einen Freund, ein Leben und eine Zukunft, die in Hamburg auf sie warten. Aber ist es das, was sie selbst will? Jiara befallen immer mehr Zweifel und auch die Anziehungskraft zwischen Milo und ihr kann sie nicht länger ignorieren …

Lieblingszitat: "Ich mag den Strand in der Nacht. Mein Herzschlag scheint sich dem Rhythmus der Wellen anzupassen. Der Mond verleiht dem Wasser etwas Sanftes. Wie Seide schimmert sein Licht auf der glatten Oberfläche. Am Tag genieße ich das Meer als Möglichkeit, um mich abzukühlen - in der Nacht berührt es meine Seele." (Seite 39)

Meine Meinung: Der Schreibstil von Leonie Lastella ist sehr schön. Es wird sehr bildlich beschrieben und das macht das ganze Setting des Buches noch schöner. "Es riecht nach Hefeteig, selbstgemachter Tomatensauce und frischem Basilikum." Man fühlt sich schon beim ersten Satz des Buches als wäre man in Italien und als würde man selber die knatternde Vespa am Strand vorbeifahren und das Rauschen des Meeres hören. Die Liebe zu Italien der Hauptfigur und der Autorin ziehen sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Und auch mich hat der italienische Charme mal wieder vollkommen eingenommen.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Milo und Jiara. Da dies mein liebster Erzählstil ist, hat mir das natürlich sehr gut gefallen. Man kann dadurch in die Gefühlswelt und Gedanken von beiden Protagonisten eintauchen.

Von den Hauptfiguren konnte ich leider keine wirklich ins Herz schließen. Jiari ist zwar sympathisch, aber sie ist auch die unselbstständigste Person, von der ich seit langem gelesen habe. Sie tut praktisch nichts aus eigenem Antrieb und lässt sich viel zu viel von anderen leiten und beeinflussen.
Milo dagegen verhält sich die meiste Zeit des Romans einfach merkwürdig. Ich konnte die meisten seiner Aktionen komplett nicht nachvollziehen. Er läuft eher weg als das er irgendwas an sich heranlassen würde und kommt damit nicht sehr erwachsen rüber.
Den einzigen den ich RICHTIG goldig fand war Dario, der gemeinsame Freund der beiden. Er ist ein wirklich hilfsbereiter, verständnisvoller Freund. Er gibt alles und verlangt nichts dafür. UND er basiert auf einer realen Person, besser geht es jawohl nicht. Die Autorin hat da einen wahren Freund an ihrer Seite.

Die Handlung der Geschichte konnte mich leider auch nicht richtig überzeugen. Gerade im Vergleich zu anderen Büchern habe ich schon überzeugendere und authentischere Liebesgeschichten gelesen. Die Gefühle kamen bei mir einfach nicht rüber. Nur ganz selten konnte ich das Knistern zwischen Milo und Jiara wirklich fühlen. Die meiste Zeit geht es aber nur hin und her, und hin und her und irgendwann fängt das auch an zu nerven. Das Buch hat ja recht viele Seiten, da hätte man hier vielleicht ein wenig kürzen können.
Das Ende ist zu erwarten, allerdings (und das möchte ich dann doch loben) ist es lebensnah, realistisch und keinesfalls kitschig. Es ist kein Ende, dass man "nur in Büchern oder Filmen" erlebt. Das hat mir gefallen. Das Buch mag nicht die beste Liebesgeschichte sein, aber es ist nah am Leben.

Fazit: Das Buch verspricht eine Geschichte über "die große Liebe, die einen trifft wie eine Explosion". Es kann dieses Versprechen aber nicht halten, da die Gefühle einfach nicht überzeugend genug rüberkommen. Obwohl ich mich so ins das Cover verliebt hatte und Italiens Charme mich total um den Finger gewickelt hat, kann ich diesem Buch leider nur 3 von 5 Sternen geben.

Bewertung vom 26.04.2017
The Couple Next Door
Lapena, Shari

The Couple Next Door


sehr gut

Kurzbeschreibung: Unterschätze nie das Böse - es schlummert in fast jedem von uns …
Marco und Anne sind zu einer Dinnerparty bei ihren Nachbarn eingeladen. Ihr Baby dürfen sie nicht mitnehmen. Also lassen sie die kleien Cora nebenan und sehen abwechselnd nach ihr. Doch als die beiden nach Mitternacht zurückkehren, ist das Kinderbett leer. Der Alptraum aller Eltern beginnt. Die Polizei wird alarmiert, doch was wird sie finden …

Cover: Mir persönlich gefällt das Cover nicht sehr gut. Es ist unscheinbar, nicht sehr hübsch gestaltet und passt nichtmal wirklich mit der Rückseite zusammen. Im Buchladen wäre ich wohl an diesem Cover vorbeigelaufen.

Meine Meinung: Der Schreibstil und die Erzählperspektive der Autorin waren sehr gewöhnungsbedürftig am Anfang. Die Sätze sind ziemlich kurz gehalten und es wird ausschließlich aus der dritten Person erzählt. Am Anfang kam es mir ständig so vor, als würde ein Schizophrener die Geschichte erzählen. Man gewöhnt sich aber doch relativ schnell daran und dann stört es auch nicht mehr wirklich den Lesefluss.

Allerdings bleibt man sehr distanziert zu den Charakteren und fühlt dementsprechend wenig mit den Protagonisten mit. Natürlich ist es schrecklich, was ihnen widerfährt, aber man selbst als Leser bleibt ziemlich distanziert zum Geschehen. Die einzige Emotion gegenüber einem Charakter war mein immer größer werdender Hass gegenüber Detective Rasbach, falls ihr das Buch gelesen habt, wisst ihr bestimmt wovon ich spreche.

Wirklich gefallen hat mir die Handlung. Der Spannungsbogen wird konsequent gehalten, vor allem dadurch, dass es immer wieder neue und unvorhersehbare Wendungen gab, die ich auch nie vorausgesehen habe und jedes Mal wieder echt überrascht war. Ich wäre nie darauf gekommen, wer der Täter war. Also Hut ab, das sind mir liebsten Thriller!

Außerdem gefällt mir der Titel in Verbindung mit dem Untertitel wahnsinnig gut: "The couple next door - Jedes Paar hat seine Geheimnisse. Manche sind tödlich." Besonders weil man das ganze so gut aufs echte Leben übertragen kann. Vielleicht schlummert auch unter unseren Nachbarn jemand mit schöner und netter Fassade, aber schrecklichen Geheimnissen…

Das Einzige, was mir nicht gefallen hat, war das Ende. Ich kann hier natürlich nicht verraten warum, ohne zu spoilern, aber das Ende hätte meiner Meinung nach einfach nicht sein müssen.

Fazit: Ein Buch, das mich durchgehend fesseln konnte. Es gibt viele unvorhersehbare Wendungen, die mich jedesmal wieder aufs neue überrascht haben. Leider ist der Schreibstil etwas zu gewöhnungsbedürftig und führt dazu, dass man sehr distanziert zu den Charakteren bleibt. Deshalb gibt es 4 von 5 Sterne von mir.