Benutzername: tassieteufel
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Insgesamt 3149 Bewertungen
Bewertung vom 27.06.2017
Burg Frankenstein, Folge 03: Die Horror-Braut (MP3-Download)
Thomas Birker

Burg Frankenstein, Folge 03: Die Horror-Braut (MP3-Download)


gut

Robert Nordan, der Reporter des Unheimlichen wird einmal mehr mit der Legende von Frankenstein konfrontiert! Eigentlich ist das Monster vernichtet, nur ein Arm liegt noch im Leichenschauhaus, doch diesem wurde für ein bizarres Experiment Haut entnommen. In den unterirdischen Gewölben kommt Nordan einem grausigen Geheimnis auf die Spur, denn Baron Viktor von Frankenstein hat noch ein weiteres Wesen geschaffen und schon bald macht Nordan die Bekanntschaft der Horror Braut……..

Wie schon bei den beiden Vorgängern so krankt auch diese Folge an einer kruden, an den Haaren herbeigezogenen Story. Sicher passiert eine Menge, aber das Ganze ist so unübersichtlich und strukturlos, das einem die Lust vergeht. Die Diskrepanz zwischen professionellen Sprechern und Amateuren tritt wieder sehr krass zu Tage, z.B. bei der Szenen in der Disco als Nordan auf Candy trifft, da sträuben sich einem beim Hören wirklich die Harre, aber eben nicht vor Gruselspannung!!
Insgesamt ist die Mini Reihe eine Enttäuschung! Ich kenne die Romanvorlagen nicht, vermutlich hapert es also schon am Grundstoff und liegt nicht an der Umsetzung als Hörspiel, aber aus dem Thema Frankenstein hätte man wesentlich mehr machen können.


FaziT: Da gibt’s wirklich bessere Gruselserien auf dem Markt! Insgesamt war die Miniserie enttäuschend, unlogische Story, wenig Spannung, keinerlei Gruseleffekt und durch den Einsatz von Amateuren und Profis schwankt auch der Eindruck den die Sprecher hinterlassen eklatant.

Bewertung vom 27.06.2017
Burg Frankenstein, Folge 02: Monster-Testament (MP3-Download)
Birker, Thomas

Burg Frankenstein, Folge 02: Monster-Testament (MP3-Download)


gut

Robert Nordan, der erst kürzlich in die unheimlichen Ereignisse um das Frankenstein Monster verwickelt war, gerät erneut in undurchsichtige Geschehnisse, als 2 Ärzte mit der Leiche des Monsters experimentieren und einer davon unter den Bann Frankensteins gerät. Nordan und Freundin Monika Bolowski besuchen unterdessen die Wahrsagerin Erika Meyser in Wien. Doch dann wird Monika entführt und Robert wird von einem Holländer namens Piet kontaktiert, der im Namen einer großen Organisation hinter das Geheimnis der Unsterblichkeit des Frankenstein Monsters kommen will. Etwa zeitgleich wird der Verwalter der Burg Frankenstein Zeuge wie 2 junge Frauen von einem Unhold bedroht werden, als er zu Hilfe eilt, bedroht der Vermummte auch ihn und fordert ihn zur Herausgabe des Monster-Testaments auf.


Wie schon der erste Teil dieser Reihe, so hinterläßt auch „das Monstertestament von Burg Frankenstein“ einen zwiespältigen Eindruck! Wirkliche Gruselspannung kommt auch hier nicht auf und die gemischte Sprecherriege aus Profis und Amateuren kann nicht überzeugen, denn während die professionellen Sprecher wieder eine gewohnt gute und überzeugende Arbeit abliefern, hören sich die Amateure hölzern und gekünstelt an, was gerade im Gegensatz zu den Profis einen doppelt schalen Geschmack hinterläßt. Einige Dialoge gerade am Anfang hören sich furchtbar gestelzt an, so als hätte sie jemand lediglich abgelesen, ohne jegliche Emotion oder Gefühlsregung, so dass man hier schon beim Hören enttäuscht ist.
Die Story an sich hat wie auch schon der Vorgänger einige Defizite und wirkt stark konstruiert. Ein richtiger Spannungsbogen kann nicht aufgebaut werden und gruseln kann man sich schon gar nicht. Das Thema Frankenstein ist auf jeden Fall schon interessanter und vielschichtiger aufgegriffen worden als hier.
Die Musik ist wieder recht stimmig und untermalt die einzelnen Szenen recht gut, so dass man wenigstens von musikalischer Seite gut unterhalten wird. Bei der Geräuschkulisse hätte man sich aber etwas mehr Mühe geben können, einiges wirkt hier unstimmig bzw. hätte besser unterlegt werden können.

FaziT: wirkliche Begeisterungsstürme erzeugt die Serie bei mir bisher nicht! Ein Pluspunkt sind die teilweise guten Sprecher und die gelungene Musikuntermalung aber die Story ist nicht wirklich originell und weder sonderlich spannend noch gruselig.

Bewertung vom 27.06.2017
Burg Frankenstein, Folge 01: Schreckensnacht auf Burg Frankenstein (MP3-Download)
Birker, Thomas

Burg Frankenstein, Folge 01: Schreckensnacht auf Burg Frankenstein (MP3-Download)


gut

Nach dem Besuch einer Disco beschließt eine Clique junger Leute, auf der legendären Burg Frankenstein das Monster mittels einer Beschwörung zu neuem Leben zu erwecken. Was als harmloser Jux beginnt, wird schon bald blutiger Ernst, denn Etwas treibt tatsächlich sein Unwesen auf der Burg und fordert ein erstes Opfer unter den jungen Leuten. Haben sie wirklich das legendäre Monster zu neuem Leben erweckt?
Zeitgleich plant ein amerikanisches Paar seine Reise nach Deutschland, bei der auch ein Besuch der Burg Frankenstein auf dem Programm steht. Die junge Frau wird von schrecklichen Alpträumen geplagt, in deren Zentrum Burg Falkenstein steht.
Reporter Robert Nordan wird in die Vorfälle verwickelt, als er für eine Story in der Disco recherchiert.

Ein Hörspiel das bei mir wieder einmal einen durch und durch zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat. Da ist zunächst die Story, die eigentlich ganz gruselig hätte sein können, aber leider kommt so gar keine Spannung auf, die Geschichte geht nur zäh voran, viele Szenen wirken in die Länge gezogen und die Dialoge teilweise sehr gestelzt und gekünstelt, was zum Teil auch an der Sprecherriege liegt. Natürlich sind einige hochkarätige Sprecher wie Konrad Halver, Kerstin Draeger und Christian Rode mit dabei, die ihre Sache im Prinzip auch gut machen, doch wird deren Leistung durch den Einsatz einiger Amateure arg geschmälert, hier hört man geradezu den gravierenden Unterschied und auch das trägt neben der nur mäßig spannenden Geschichte nicht dazu bei, dass das Hörspiel über die Mittelmäßgkeit heraus kommt. Ich kenne die Romanvorlage nicht, kann von daher nicht beurteilen, ob die Defizite in der Geschichte schon dort vorhanden sind, aber der Story hätte eine Straffung des Geschehens gut getan und eine bessere Strukturierung hätte sicher auch einen besseren Spannungsbogen erzeugt.
Gelungen ist die musikalische Untermalung, so dass man zumindest in dieser Hinsicht ganz gut unterhalten wird, allerdings ist die Geräuschkulisse ein wenig dürftig ausgefallen, hier hätte auch noch ein wenig mehr intensiviert werden können.

FaziT: Diese erste Folge war für mich sowohl von der Geschichte , den Sprechern und auch von der Umsetzung her eher enttäuschend, wirklich spannend wird es nicht und die Story verzettelt sich zu sehr um einen klaren Durchblick zu bekommen.

Bewertung vom 27.06.2017
Sieben
Frost, Mark

Sieben


ausgezeichnet

Arthur Conan Doyle, ein junger Arzt mit schriftstellerischen Ambitionen, die bisher aber nicht von Erfolg gekrönt waren, interessiert sich für alles Okkulte und spiritistische. Als er die Einladung zu einer Séance erhält, ist er sofort interessiert und nimmt daran teil, nicht ahnend dass damit für ihn ein unheimlicher, nicht enden wollender Alptraum beginnt. Denn zwei der Teilnehmer werden brutal ermordet und er selbst kann sich nur dank eines geheimnisvollen Unbekannten retten. Später erfährt Doyle, dass er durch eines seiner Manuskripte unwissentlich ins Visier einer dunklen Bruderschaft geraten ist, denn sein fiktives Buch kommt den finsteren Machenschaften dieses Zirkels recht nahe.

Mark Frost ist hier eine ziemlich originelle Geschichte gelungen, die Elemente verschiedener Genres miteinander verbindet. Krimielemente gibt es hier ebenso wie Mysterie-, Abenteuer- , Historie- oder Horrorelemente. Das viktorianische Setting und die reale Figur des Arthur Conan Doyle liefern zudem eine glaubwürdige Komponente, die der Geschichte ein wenig Authentizität verleiht.
Der junge Arzt Arthur Conan Doyle stolpert hier in ein aberwitziges Abenteuer, das beständig bizarrer wird und schon bald weiß er nicht mehr, was er glauben und wem er trauen soll. Mit dem mysteriösen, zunächst unauslotbaren Jack Sparks wird zudem ein ungemein interessanter Charakter eingeführt, bei dem man lange Zeit nicht weiß, was man von ihm halten soll.
Natürlich gibt es auch deutliche Parallelen zu Doyles späterer Romanfigur Sherlock Holmes. Viele Züge die Jack Sparks hier trägt, haben den fiktiven Doyle in „Sieben“ dazu inspiriert seinen späteren Helden zu kreieren und Doyle selbst fungiert hier streckenweise als Watson, so dass der Autor hier eine wirklich originelle Lösung dafür bietet, was den realen Doyle dazu animiert haben könnte, seinen Meisterdetektiv zu erschaffen.
Die Verschwörung rund um die dunkle Bruderschaft, deren Machenschaften und die Bemühungen von Doyle und Sparks diesen das Handwerk zu legen, ist sehr spannend und unterhaltsam in Szene gesetzt worden, langweilig wird es nie, vielmehr stürzen die Helden von einer riskanten und abenteuerlichen Situation in die nächste. Immer wenn man meint ein wenig von der Situation zu durchschauen, gibt es neue unerwartete Wendungen, die das Geschehen wieder in anderem Licht erscheinen lassen. Auch wenn die Geschichte größtenteils recht düster ist, so gibt es doch auch recht humorvolle Szenen, gerade am Anfang sind die Dialoge zwischen Sparks und Doyle einfach köstlich und der Autor beweist hier viel Wortwitz.
Seine Figuren hat der Autor lebensnah geschildert und vor allem Arthur Conan Doyle ist hier eindeutig der Sympathieträger. Die viktorianische Gaslichtatmosphäre, mysteriöse Oberschurken, Verschwörungen und die finsteren Machenschaften der Bruderschaft, sind geradezu prädestiniert für eine rätselhafte Geschichte im England des 19. Jahrhunderts und so fügt sich die Mysteriestorie auch gekonnt das historische Setting ein.

FaziT: für Sherlock Holmes Fans sicher ein doppelter Genuss, aber wer Mysteriekrimis mag und sich für Schauergeschichten aus dem 19. Jahrhundert begeistern kann, der wird ebenfalls viel Freunde an dieser spannenden, rasanten und wendungsreichen Story haben, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt.

Bewertung vom 27.06.2017
Die Augen der Heather Grace / Arthur Conan Doyle und Joseph Bell Trilogie Bd.1 (eBook, ePUB)
Pirie, David

Die Augen der Heather Grace / Arthur Conan Doyle und Joseph Bell Trilogie Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Arthur Conan Doyle ist als junger Arzt bestrebt, sich einen guten Ruf als Mediziner aufzubauen, da kommt es ihm gelegen, dass ihm ein ehemaliger Kommilitone eine Stelle in seiner gut gehenden Praxis anbietet. Doyles erste Patientin ist die bezaubernde Heather Grace, die zunächst mit Augenproblemen zu ihm kommt. Doch bald wird klar, dass Heather ein ganz anderes Problem hat, sie wird von einem Radfahrer verfolgt, ist sich aber nicht sicher, ob sie sich das Ganze nicht nur einbildet. Doyle ruft seinen alten Mentor Dr. Bell zu Hilfe, der bereits früher mit der Polizei an Kriminalfällen gearbeitet hat.

Sherlock Holmes Geschichten gibt es ja inzwischen wie Sand am Meer, Autor David Pirie ist hier nun einen anderen Weg gegangen und beleuchtet den Schöpfer des großen Detektives selbst. Der reale Dr. Joseph Bell ist scheinbar die Vorlage für Holmes und die vorliegende Geschichte befaßt sich zunächst mit dem Kennenlernen von Doyle und Bell und ihrem Verhältnis zueinander im Lauf der Jahre. Nachdem Doyle den Methoden Bells als Student zunächst nur wenig abgewinnen kann, ändert sich das im Lauf der Zeit. Als Doyle mit Heather Graces Problemen konfrontiert wird, reist Bell an und versucht Licht in den Fall zu bringen, doch zunächst muß er Doyles Unschuld beweisen, der ganz unverschuldet in einen mysteriösen Mordfall verwickelt wird.
Bei all den Problemen und Rätseln die Doyle und Bell hier lösen, kann ein versierter Sherlock Holmes Fan natürlich ganz deutlich Parallelen zu den späteren Holmes-Geschichten, „Die einsame Radfahrerin“ und „Das gesprenkelte Band“ ziehen. Doyle fungiert hier quasi als Watson und füllt diese Rolle auch gelungen aus, trotzdem blieb er für mich ein wenig farblos.
Die Geschichte wird in Ich-Form aus der Sicht des gealterten Doyle erzählt, so dass man hier ein wenig das Gefühl hat, es handelt sich um autobiographische Erinnerungen, was vermutlich so vom Autor gewollt ist. Am Anfang ist die Erzählweise etwas gewöhnungsbedürftig, da Doyle in seinen Erinnerungen vor und zurück springt und auch gerade zu Beginn auf seine eigene häusliche Situation Bezug genommen wird, so dauert es eine ganze Weile, bis das Problem rund um Heather Grace überhaupt zum Tragen kommt. Die ganze Vorgeschichte ist nicht uninteressant und soll wohl auch das Verhältnis von Doyle und Bell beleuchten, aber man hätte das doch ein wenig straffen können, zumal sich die weiteren Ereignisse dann doch ziemlich überstürzen.
Die Atmosphäre ist sehr gut gelungen, düstere Wälder, ein unheimlicher Vermummter, eine hübsche Frau in Not, die um ihr Erbe gebracht werden soll, das sind typische Zutaten für einen spannenden viktorianischen Krimi, der zwar eindeutige Parallelen zu Holmes und Watson zeigt, aber auch mit dem Duo Doyle und Bell überzeugt!

FaziT: ein gelungener Auftakt einer neuen Reihe über den Schöpfer von Sherlock Holmes! Die Geschichte ist spannend und mit viel viktorianischer Atmosphäre erzählt, lediglich der Auftakt ist ein wenig lang geraten und die eigentlichen Geschehnisse rund um die titelgebende Heather Grace geraten ein wenig ins Hintertreffen.

Bewertung vom 26.06.2017
Amadeus - Samiel, 1 Audio-CD

Amadeus - Samiel, 1 Audio-CD


ausgezeichnet

Im Frühjar 1782 hat Justus Resch wieder einmal seine Anstellung als Arzt verloren, zudem nagt an ihm, dass er die entführte Franziska Marschall immer noch nicht finden konnte. Als Mozart eine kaiserliche Einladung in den Lainzer Tiergarten bei Wien erhält, wo der Kaiser ihn zu dem in Auftrag gegeben Singspiel befragen will, wird Resch von Mozart überredet, ihn zu begleiten. Doch der kaiserliche Beauftragte, will Resch nicht im Auhof übernachten lassen, da er nicht zu den geladenen Gästen zählt. Erst als im Wald eine Leiche gefunden wird, sind plötzlich Reschs Dienste gefragt.

Die Serie besticht bisher durch sehr unterschiedliche Settings, die jeweils sehr atmosphärisch dicht umgesetzt wurden, gemeinsam ist allen die unheimliche, düstere Stimmung, die jedesmal greifbar wird und beim Hören eine beklemmende Atmosphäre erzeugt.
Diesmal geht es nun in den Lainzer Tiergarten, wo eine Leiche gefunden wird, die scheinbar mit Freikugeln getötet wurde. Freikugeln sind durch magische Kräfte sicher treffende Kugeln. Die Thematik rund um den Dämon Samiel und die Freikungeln wurde sehr gelungen in das Hörspiel integriert. Ein geheimnisvoller Maskierter, dessen Identität nicht gelüftet wird, ein schwarzmagisches Ritual, eine Leiche im Wald und dazwischen Mozart und Resch, das wurde zu einer stimmigen, dichten Story verwoben, die bestens unterhält.
Neben Kim Hasper als Resch und Tim Knauer als Mozart überzeugen auch die restlichen Sprecher und sind hervorragend besetzt, vor allem Debora Weigert in der Rolle der Baumeister Tochter Adele Schlucker hat mir gut gefallen, ebenso wie Chris Murray als Kaiser Joseph II. Besonders gut gefallen hat mir aber, dass Mozart, der ja sonst eher keck, frech und reichlich derb daher kommt, diesmal auch eine andere Seite offenbart. Natürlich sind die schlagfertigen Dialoge in denen er wieder mal seine Zunge wetzt, trotzdem das Highlight der Folge und bieten einen hohen Unterhaltungswert.
Musikalisch wird ebenfalls wieder für einen stimmungsvollen Klangteppich gesorgt, der die mysteriöse, teils bedrohliche Stimmung des Hörspiels noch verstärkt, ebenso wie die passende Geräuschkulisse, die eine greifbare Atmosphäre schafft.

FaziT: eine tolle Mischung aus Historie, Krimi, Mysterie und Gruselfeeling die bestens unterhält und neugierig auf die nächsten Folgen macht!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.06.2017
Detektei Bates 04 - Schwere Jungs auf schiefer Bahn (MP3-Download)
Duschek, Markus; Hugo, Dorette; Richter, Utz; Teuscher, Hans; Franke, Thomas; Schnell, Lutz; Wilkening, Werner; Jordan, Ralf; Stark, Horst; Utzerath, Benjamin; Börner, Frederik; Hugo, Uschi; Haarmann, Sven

Detektei Bates 04 - Schwere Jungs auf schiefer Bahn (MP3-Download)


ausgezeichnet

Ärger droht der Detektei Bates und zwar von ganz unerwarteter Seite. Bei einem Überfall auf einen Juwelier soll angeblich John Simmons beteiligt gewesen sein. Doch der Ex Safe Knacker ist ja schon seit Jahren sauber. Für Henry Bates und Becky Flemming steht fest, das sie dem Freund und Kollegen helfen müssen, doch zunächst ist nicht klar wer hinter dem Ganzen steckt und scheinbar hat man es nicht nur auf John abgesehen, sondern will die ganze Detektei diskreditieren.

Nach langer Pause ist nun die 4. Folge dieser nostalgischen Krimireihe erschienen und punktet gleich mit einem kniffligen Fall. Angeblich soll John bei einem Juwelenraub beteiligt gewesen sein, doch Henry und Becky glauben fest an die Unschuld ihres Freundes. Sogar Oberinspektor Stickleback kommt zu der Erkenntnis, dass man John hier ganz gezielt herein legen will und recht schnell wird klar, dass mal wieder Oberschurke Dr. Sadicarus dahinter steckt!
Der Krimifall ist gut aufgebaut und auch wenn man nat. recht schnell durchschaut, wer hier der Strippenzieher ist, bereitet die Folge doch viel Hörvergnügen, denn trotz dem Ernst der Lage haben die 3 Detektive immer einen flotten Spruch auf den Lippen und sorgen so auch für einen launigen Aspekt. Die Folge endet mit einem Cliffhanger , ich hab später gelesen, dass die Folgen 4-6 scheinbar zusammengehören und die Handlung fortgeführt wird, also sollte man hier möglichst zeitnah und zusammenhängend hören.
Die Sprecher sind durchweg gut besetzt und ja auch schon aus den Vorgängern bekannt, hier gibt es nichts zu meckern! Musik und Geräuschkulisse sind stimmig unterlegt und verbreiten eine nostalgische Atmosphäre, die den Charme alter Tv Serien verbreitet.

FaziT: gelungene Fortsetzung mit viel Charme und Nostalgie! Allerdings ist die Handlung hier fortlaufend und wird in den Folgen 5 und 6 weitergeführt! Hier sollte man also zeitnah hören!

Bewertung vom 26.06.2017
Detektei Sonderberg & Co. und das psychomagnetische Experiment

Detektei Sonderberg & Co. und das psychomagnetische Experiment


sehr gut

Privatdetektiv Dr. Friedrich Sonderberg wird diesmal mit einem ganz besonders seltsamen Fall konfrontiert. Der Magnetiseur Professor Terrano stellt auf seinen Séancen angeblich Kontakt zu Verstorbenen her. Eigenartig nur, dass bei diesen Veranstaltungen immer wieder teure Schmuckstücke verschwinden. Terrano begründet das damit, dass der Kontakt zu den Toten große Energien benötigt und daher die edlen Steine „verdampft“ werden. Diese Erklärung nimmt man dem Frauenschwarm Terrano auch ab, doch der Vater einer der Geschädigten glaubt nicht an diesen Humbug und beauftragt Dr. Sonderberg mit der Aufklärung.

Auch Folge 5 überzeugt wieder mit einem tollen Setting und viel Lokalkolorit. Die Zeit Ende des 19. Jahrhunderts im Rheinland wird lebendig und die Produzenten haben hier wieder eine stimmige, überzeugende Atmosphäre geschaffen. Ende des 19. Jahrhunderts war eine Zeit des Wandels, die Industrialisierung ging in großen Schritten voran, es gab unheimlich viele technische Neuerungen, die natürlich auch viel Raum für Betrug und Scharlatanerie liessen. Gerade Séancen waren sehr beliebt und boten Betrügern jede Menge Möglichkeiten ihre Opfer auszunehmen. Diese Thematik wird hier gut als Grundlage für Sonderbergs 5. Fall umgesetzt. Der Fall nimmt gegen Ende eine recht originelle Wendung, allerdings dauert es doch geraume Zeit, bis sich diesmal Spannung entwickelt. Das Geschehen wird zu Anfang in etwas langen Dialogen geschildert. Sonderberg berichtet Inspektor van den Beeck sehr ausführlich in Rückblicken und auch ein wenig umständlich von seinen Nachforschungen und Erkenntnissen. Die schusselige Art des Inspektors sorgt zwar auch hier wieder für einige launige Szenen, trotzdem fehlt dadurch doch ein wenig die Spannung. Sehr unterhaltsam wird es allerdings wenn die resolute MinniCogner und Dr. Sonderberg zur Tat schreiten, die beiden sind ein äußerst charmantes und liebenswertes Ermittlerpaar, deren Charaktere hier weiter ausgearbeitet werden. Auch Neffe Gregor darf natürlich nicht fehlen und liefert mal wieder den ein oder anderen Fauxpas. Wie schon gesagt, wird der Fall am Ende recht raffiniert aufgelöst, obwohl die Thematik an sich ja nicht neu ist, gelingt es hier doch, dem Ende noch den letzten Pfiff zu verleihen.
Geräusche und Musik sind wie immer perfekt abgestimmt und vermitteln eine stimmige, intensive Kulisse, die die jeweiligen Szenen hervorragend untermalt.
Auch die 5. Folge wird wieder von einem kleinen Extra abgeschlossen, einem weiteren Fall aus Sonderbergs Notizen. Diese ca. 25 Minuten lange Episode ist wieder recht unterhaltsam und amüsant und bildet einen gelungenen Abschluß des Hörspiels.

FaziT: eine stimmige und sehr zeitnahe Atmosphäre bilden die Grundlage für Dr. Sonderbergs 5. Fall der durch das zu Anfang etwas gemächlich inszenierte Geschehen nicht ganz an die Vorgänger heranreicht. Die liebenswerten, teils schrullig verschrobenen Charaktere sind aber das eigentliche Highlight und es macht wieder viel Freude, sie zu begleiten.

Bewertung vom 26.06.2017
Sonderberg & Co. Und der malaiische Dolch (MP3-Download)
Ehrhardt, Dennis

Sonderberg & Co. Und der malaiische Dolch (MP3-Download)


ausgezeichnet

Düsseldorf 1889, der Bäckermeister Prehl wird in seinem Ofen tot aufgefunden, etwa zur gleichen Zeit wird Doktor Sonderbergs Neffe Gregor Opfer einer Fischvergiftung. Haben die Vorfälle etwas miteinander zu tun und was hat es mit den obdachlosen Kindern auf sich, die für einen unbekannten Drahtzieher Schutzgelder von Ladenbesitzern erpressen? Dr. Sonderberg nimmt die Ermittlungen auf, auch wenn seine Assistentin Minnie Cogner nicht sonderlich davon erbaut ist, das wieder einmal die Honorarfrage nicht ausreichend geklärt ist.

Die Sonderberg Reihe besticht ja stets durch ihren ganz besonderen Charme und die gelunge Atmosphäre und auch im 4. Teil der Reihe ist der Krimifall rund um Dr. Sonderberg, seine Assistentin Minni Cogner und Neffe Gregor wieder sehr stimmungsvoll inszeniert. Der Krimifall ist diesmal nicht ganz so spektakulär wie bei den Vorgängern und teilweise etwas vorhersehbar, trotzdem wird aber ordentlich und nachvollziehbar ermittelt. Der Mordfall scheint in direkter Beziehung zu einigen Schutzgelderpressungen zu stehen und als Dr. Sonderbergs Neffe Gregor Opfer einer Fischvergiftung wird, scheint auch dieser Aspekt plötzlich eine weitere Spur zu sein. Am Ende gibt es beim Krimifall noch eine überraschende Wendung, die ein versierter Krimileser/hörer aber durchaus schon erahnen kann!
Das sympathische Duo Dr. Sonderberg und Assistentin Minnie wird gelungen von Inspektor van den Beeck ergänzt, der ein Auge auf Minnie geworfen hat und mit seiner leicht trotteligen und schusseligen Art bei mir immer für viel Heiterkeit sorgt. Viele Dialoge sind leicht ironisch, so dass man sich kaum ein Schmunzeln verkneifen kann, ebenso gibt es eine ganze Reihe von launigen Szenen, wenn z.B. Minnie mit ihrem neuen Fahrrad unterwegs ist, oder Gregor auf Grund seiner Vergiftung vorübergehend dem Essen abschwört. Überhaupt sind es all diese kleinen Details mit denen das Hörspiel ausgestattet ist, die für eine gelungene Atmosphäre sorgen und dabei doch nie den Krimifall überlagern.
Abgerundet wird das ganze wieder mit einer netten Geschichte aus „Sonderbergs Notizen“ in der Minnie Opfer eines Fahrraddiebes wird und die nochmals launige Unterhaltung bietet.
Die Sprecher sind ja zum großen Teil aus den Vorgängern bekannt, sie verleihen ihren Figuren viel charakterliche Tiefe und sind wirklich perfekt für ihre Rollen besetzt. Musikalisch wird das Hörspiel mit für die Zeit passender Musik abgerundet.

FaziT: Herrliche Charaktere und ein solider Krimifall bieten hier launige und atmosphärisch stimmige Unterhaltung! Eine tolle Reihe von der es hoffentlich noch viele Folgen geben wird.

Bewertung vom 26.06.2017
Detektei Sonderberg & Co. und der Tote am Rhein

Detektei Sonderberg & Co. und der Tote am Rhein


ausgezeichnet

Der Winter 1886 bringt für Düsseldorf nicht nur ungewöhnlich eisige Temperaturen, sondern auch erbitterte Diskussionen über eine neue Rheinbrücke. Als der Gutachter Wilfried Kerckhoven kurz vor der Abgabe seines Gutachtens tot im Rhein gefunden wird, gibt das natürlich Anlass zu wilden Spekulationen, Unfall oder Mord? Dr. Sonderberg und seine Assistentin Minnie Cogner geraten bei den Ermittlungen nicht nur ins Rotlichmileu der Stadt sondern auch in Gefahr.

Der zweite Fall für das inzwischen recht eingespielte Ermittlerduo hat mir noch besser gefallen als der Erstling! Die Figuren sind inzwischen bekannt, die Charaktere werden hier aber noch weiter vertieft. Der Autor hat scheinbar auch einen Sinn fürs Skurile, denn einige Figuren haben schon den Einschlag ins Schräge und das paßt wunderbar in das Setting! Egal ob bei Dr. Sonderberg im Detektivbüro, in Spielcasinos, im Bordell oder in leicht anrüchigen Pensionen, die Atmoshäre ist stimmig und sehr dicht inszeniert, was durch die teils witzigen, teils mit süffisanten Andeutungen gewürzten Dialoge noch verstärkt wird, ebenso wie durch passende die Musik und Geräuschkulisse.
Der Krimifall ist gut durchdacht und die Ermittlungen verlaufen nachvollziehbar und glaubhaft. Zunächst gestalten sich Sonderbergs Ermittlungen nicht ganz einfach, da der Fall recht komplex ist. Spekulation und Wirtschaftsbetrug waren damals vermutlich noch nicht so geläufig wie heute, doch Dr. Sonderberg kommt mit tatkräftiger Hilfe von Minnie Cogner dem Komplott bald auf die Spur.
Ich hab mich wunderbar unterhalten, öfter mal geschmunzelt und fleißig mit gerätselt, also alles was man von einem guten Hörspiel erwartet und freue mich hier auf weitere Folgen der Reihe!
Auch das Cover ist wieder gut auf das Hörspiel abgestimmt und paßt gut zum Inhalt und der handelnden Zeit.

FaziT:charmant und mit viel Lokalkolorit inszeniert, folgt man den sympathischen Figuren gern durch den gut konstruierten Krimifall! Launige Krimiunterhaltung mit einem ordentlichen Schuß Humor ist hier garantiert, da es insgesamt aber eher gemächlich zugeht, ist diese Reihe sicher nichts für Fans von rasanter Action und harten Krimifällen!